Technik

Google startet großes Update Gmail kann jetzt Selbstzerstörung

Google_Gmail.jpg

Google peppt Gmail mit neuen, nützlichen und intelligenten Funktionen auf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Google gönnt Gmail ein großes Update, das einige neue Funktionen bringt. Die wichtigste Neuheit ist der "vertrauliche" Modus, der Nutzern mehr Kontrolle über Verbleib und Verbreitung ihrer Nachrichten bietet.

Wer Gmail nutzt, kann jetzt neue Funktionen ausprobieren, die ein großes Update bringt, das Google heute in einem Blogpost bekannt gegeben hat. Auch wenn man die Neuheiten noch nicht sieht, sind sie schon da oder sollten in Kürze zur Verfügung stehen - man muss sie nur aktivieren. Dazu öffnet man Gmail im Browser, meldet sich gegebenenfalls an und klickt dann oben rechts auf das Zahnradsymbol. Dort gibt es dann die Option Probiere das neue Gmail.

Die wichtigste neue Funktion ist der Modus "Vertraulich", der allerdings erst in den "kommenden Wochen" aktiviert werden soll. Mit ihm ist es Nutzern möglich, E-Mails mit einem Ablaufdaten zu versehen. Das heißt, die Nachrichten löschen sich nach einer bestimmten Zeit beim Empfänger selbst. Ebenso kann man jetzt gesendete E-Mails widerrufen. Außerdem lässt es sich einstellen, dass Nachrichten nur gelesen werden können, nachdem sie via SMS authentifiziert wurden.

Weiterleiten nur mit Erlaubnis

Cool ist auch, dass man jetzt mit sogenannte IRM-Steuerelemente (Information Rights Management) die ungewollte Weiterverbreitung einer Botschaft unterbinden kann. Das neue Gmail erlaubt dem Verfasser, die Optionen Weiterleiten, Kopieren, Herunterladen oder Drucken von Nachrichten zu entfernen.

Gmail neu.jpg

Die Google-KI hilft dem Gmail-Nutzer unter anderem mit Erinnerungen.

Wichtig für die Sicherheit sind deutlich auffälligere Warnungen, wenn eine E-Mail gefährlich sein könnte. Die Infos in den knallroten Hinweisfenstern sollen jetzt auch einfacher zu verstehen sein.

Mit dem Update kommen "intelligente Antworten" in die Browser-Anwendung von Gmail - in der App gibt es sie schon. Dabei erkennt Googles künstliche Intelligenz (KI) den Text von Nachrichten und versucht, passende vorgefertigte Schnellantworten bereitzustellen, die man dann nur noch anklicken muss. Die KI weist auch darauf hin, wenn man beispielsweise einen Newsletter abbestellen kann. Auch diese Funktion steht erst in den kommenden Wochen zur Verfügung. Schließlich kann man jetzt festlegen, dass man nur noch bei wichtigen E-Mails eine Benachrichtigung erhält.

Mehr Überblick

Außerdem hat Google der Gmail-Webanwendung ein Redesign verpasst, um sie nutzerfreundlicher zu machen. Unter anderem können Anhänge angezeigt werden, ohne den gesamten Verlauf einer Konversation zu öffnen. Um eine Einladung zu einem Meeting zu beantworten, einen E-Mail-Thread zu archivieren oder eine E-Mail aufzuschieben, genügt es jetzt mit der Maus über Nachrichten zu fahren.

Und zuguterletzt wurden Googles weitere Dienste besser integriert, auf die man jetzt noch bequemer in der Seitenleiste rechts neben den Nachrichten zugreifen kann. Dazu bietet das neue Gmail weitere Offline-Möglichkeiten (Suchen, Schreiben, Antworten, Löschen) und es gibt einen "brandneuen" Aufgabenplaner. Beispielsweise kann man E-Mails per Drag-and-Drop dort hinschieben, um eine Aufgabe zu erstellen.

Quelle: n-tv.de, kwe

Mehr zum Thema