Technik

Kamera besser als beim Galaxy S6? LG schürt Vorfreude auf G4

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So sieht das LG G4 bei Spigen aus.

Ende April präsentiert LG das G4. Es wird ein knackscharfes 2K-Display haben, doch das reicht noch nicht, um sich gegen Konkurrenten wie Samsung zu behaupten. Häppchenweise verrät LG weitere Details, unter anderem zur starken Kamera.

Wer in diesem Jahr im Smartphone-Wettbewerb ganz oben mitspielen will, hat es schwerer denn je, nicht zuletzt aufgrund des bärenstarken Smartphone-Duos von Samsung, dem Galaxy S6 und dem S6 Edge. Nachdem HTC für sein One M9 nicht nur Lob bekommen hat, blickt die Technik-Presse gespannt auf die anderen Mitbewerber. Huawei zeigt am 15. April sein Ascend P8, vom Sony Xperia Z4 tauchen immer wieder neue Informationen auf. Und LG stellt Ende des Monats sein G4 vor, voraussichtlich am 28. April. Mit kleinen Informationshäppchen macht der Konzern sein neues Flaggschiff schon jetzt schmackhaft.

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Bilder mit Echtheitsgarantie gibt es vom G4 bislang noch keine, auch verlässliche Informationen waren bislang nur wenige zu bekommen. In den Tagen und Wochen vor der Premiere eines neuen Geräts ändert sich das meistens, nicht immer zur Freude der Hersteller - zuletzt waren zum HTC One M9 alle wichtigen Informationen bereits vorher bekannt geworden, auch Videos gab es schon. LG wählt einen etwas anderen Weg: Anstelle den Leakern komplett das Feld zu überlassen, kümmert sich LG selbst darum, die Vorfreude auf das nächste Flaggschiff mit Informationshäppchen zu schüren.

Rückseite aus Kunststoff oder gar aus Leder?

Das Aussehen des Smartphones wird dabei, bislang zumindest, außen vor gelassen. Wie das Design des G4 ausfallen wird, weiß niemand sicher. Die bislang geleakten Bilder wie jene von @onleaks lassen aber vermuten, dass das G4 dem gekrümmten G Flex 2 ähnlich sehen wird. Auch eine leichte Krümmung ist auf manchen Bildern auszumachen, allerdings ist unklar, ob dieser Eindruck nur der Perspektive geschuldet ist oder ob das G4 tatsächlich gekrümmt sein wird. Wieder einmal sind es Schutzhüllenhersteller wie Verus oder Spigen, die mit ihren Bildern die ersten Eindrücke liefern - "GSM Arena" zeigt die inzwischen von Amazon entfernten Verus-Bilder.

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Kommt das LG G4 mit einer Rückseite aus Leder?

Zum Material gibt es bislang ebenfalls nur Vermutungen, und die reichen von einem Gehäuse aus Aluminium über ein Kunststoffgehäuse im Alu-Look bis hin zu einer Rückseite aus Kunst- oder gar echtem Leder. Diese Annahme stützt sich auf mehrere Bilder und Teaser von LG, in denen das LG G4 Logo in einen lederartigen Untergrund geprägt ist. Ebenso wahrscheinlich ist aber, dass LG wieder auf Kunststoff in Metall-Optik setzen wird, wie er schon beim G3 zum Einsatz kam.

Super-lichtstarke Kamera

Über die Benutzeroberfläche ist schon mehr bekannt. LG selbst präsentiert die Software namens LG UX 4.0 in einem Video. Zu sehen sind unter anderem eine einheitlichere Gestaltung der App-Symbole und ein optisch aufgefrischter Kalender. Außerdem das "Smart Bulletin", das alle wichtigen Informationen an einem Ort auf dem Homescreen zusammenfasst, gesteuert von einer Software, die sich an Tages- und Uhrzeit, Wetter und Nutzungsgewohnheiten anpasst, sowie ein manueller Kamera-Modus, in dem der Nutzer alle Einstellungen selbst vornehmen kann.

Zur Kamera selbst gibt es inzwischen ebenfalls verlässliche Informationen. In einer Pressemitteilung hat LG seine Kameras vorgestellt. Klar ist: In einem Punkt wird LG Samsung überflügeln. Das G4 bekommt eine maximale Blendenöffnung von f/1.8 - diesen Hinweis gab LG schon in einem Teaser-Video. Beim Galaxy S6 ist es f/1.9. Wie und ob sich dieser Unterschied in der Praxis bemerkbar macht, bleibt freilich abzuwarten. Bei der Auflösung setzt LG auf 16 Megapixel für die Hauptkamera und 8 Megapixel für die Frontlinse., ein Datenblatt aus einem Benchmark-Test, das "9To5Google" veröffentlicht hatte, deutete noch auf eine 7-Megapixel-Frontkamera hin.   

Das Display wird, so verrät es eine aktuelle Ankündigung von LG, 5,5 Zoll messen und dank QHD-Auflösung knackig scharf sein (538 ppi). Auf dem firmeneigenen Presseportal stellt LG das QHD-LCD-Display vor, das deutlich heller sein und stärkere Kontraste haben soll und einen größeren Dynamikumfang abdeckt als Vorgänger-Displays. Beim Prozessor setzt LG anscheinend nicht auf den Snapdragon 810, der im G Flex 2 eingebaut ist und der mit seiner Überhitzungsproblematik für viele Negativschlagzeilen gesorgt hat. Stattdessen ist ein Snapdragon 808 mit sechs Kernen im Gespräch, der mit maximal 1,8 Gigahertz taktet. Laut der oben genannten Benchmarks soll der Arbeitsspeicher 3 Gigabyte groß sein. Es wird ein Modell mit 32 Gigabyte internem Speicher geben, als Betriebssystem kommt Android 5.1 Lollipop zum Einsatz.

Quelle: n-tv.de, jwa

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