Technik

Apps für iOS und Android Pokémon Go kommt in Deutschland an

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"Pokémon Go" selbst ist kostenlos, Spieler können sich aber aus der App heraus Vorteile erkaufen.

(Foto: Screenshot)

Ab sofort dürfen auch deutsche Spieler offiziell "Pokémon Go" spielen, die App steht jetzt im Google Play Store und Apples App Store zum Download zur Verfügung. Bisher spielen auch die Server des Anbieters noch mit.

Nachdem in den USA, Australien und Neuseeland schon Millionen Smartphone-Spieler umherwandern, Monster sammeln, trainieren und in Duelle schicken, können jetzt auch deutsche Nutzer bei "Pokémon Go" mitmachen. Niantic hat die App heute in den Google Play Store und Apples App Store gestellt.

Wahrscheinlich blieb dem Entwickler gar nichts anderes übrig. Denn Android-Nutzer hatten schon vorher die Möglichkeit, das Spiel aus alternativen Quellen herunterzuladen und zu installieren. Das ist zwar nicht ganz ungefährlich, da auch getarnte Malware im Internet angeboten wird. Doch schon in den vergangenen Tagen sah man auf deutschen Straßen schon sehr viele Spieler nach Poké-Stops, Arenen und Pokémon suchen. Auch Gerüchte, wonach Geräte nach dem offiziellen Start geblockt würden, wenn sie vorher schon mit Niantics Servern kommuniziert haben, konnten die vorzeitige mobile Pokémania hierzulande nicht aufhalten. Die Gerüchte waren wohl falsch, bisher gibt es keine Berichte über verhinderte Anmeldungen.

"Pokémon Go" ist ein Spiel, das Augmented Reality (erweiterte Realität) verwendet. Dabei werden virtuelle Gegenstände in die Umgebung der Spieler eingeblendet, die sie "durch" das Display eines Smartphones oder Tablets betrachten. Ihre Position stellt das Gerät per GPS fest. So sind nicht nur digitale Schnitzeljagden möglich. Entwicklerstudio Niantic Labs hat mit "Ingress" bereits Millionen Spieler begeistert, die weltweit um die Kontrolle von Portalen an Denkmälern und anderen markanten Orten ringen, über die Außerirdische "exotische Materie" auf die Erde schicken. Für das seit 20 Jahren bewährte Spieleprinzip von "Pokémon" ist Augmented Reality perfekt geeignet. Spieler spüren putzige Monster in ihrer Umgebung auf und sammeln sie. Dann können sie sie trainieren und in Kämpfen gegen andere Pokémon antreten lassen.

Vor dem heutigen Deutschlandstart gab es noch Aufregung, weil die iOS-App sich uneingeschränkten Zugriff auf das Google-Konto des Nutzers erlaubte. Ein Update hat dieses Problem allerdings inzwischen beseitigt, die App möchte sich nur noch mit dem öffentlichen Google-Profil verknüpfen und benötigt Zugriff auf die E-Mail-Adresse.

Offenbar spielen auch Niantics Server mit, auf mehreren Geräten in der Redaktion von n-tv.de läuft das Spiel problemlos. Wenn sich ein Nutzer auf zwei verschiedenen Smartphones angemeldet hat, werden die Spielstände auch sofort synchronisiert.

Quelle: ntv.de, kwe