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Entdeckung in der Arktis Forscher erkunden fünf neue Inseln

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Die hier abgebildete Inselgruppe Franz-Josef-Land liegt ganz in der Nähe der neu entdeckten Inseln.

(Foto: imago/robertharding)

Vor drei Jahren entdeckt eine Studentin auf Satellitenbildern fünf kleine Inseln in der Arktis. Da sie meistens von Eis umgeben sind, sind sie nur schwer zu erreichen. Erst jetzt gelingt Wissenschaftlern eine Expedition. Und sie haben auch eine Theorie, warum die Inseln so lange unentdeckt blieben.

Forscher der russischen Marine haben auf einer Expeditionsreise fünf neue Inseln in der Arktis inspiziert. Sie befänden sich nahe der Inselgruppe Franz-Josef-Land und seien zwischen 900 und 54.500 Quadratmeter groß, teilte das Wissenschaftsteam der Nordflotte russischen Agenturen zufolge mit. Die größte Insel ist mit der Fläche von etwa acht Fußballfeldern zu vergleichen.

Erstmals wurden die Inseln vor drei Jahren gesichtet. Zudem hatte eine Studentin aus St. Petersburg mithilfe von Satellitenbildern die relativ kleinen Inseln in ihrer Abschlussarbeit 2016 genauer beschrieben, hieß es. Nun sei es aber erstmals gelungen, die Inseln zu erreichen, zu fotografieren und sie genau zu vermessen. Die Experten gehen davon aus, dass die Inseln früher unter einem Gletscher lagen.

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Der Weg zu den neuen Inseln ist meist durch dichtes Eis versperrt.

(Foto: imago/robertharding)

Das russische Militär will auf Franz-Josef-Land einen dauerhaften Militärstützpunkt installieren. Neben Russland erheben auch eine Reihe weiterer angrenzender Staaten Anspruch auf Teile der Arktis, in der riesige Öl- und Gasreserven vermutet werden.

Franz-Josef-Land wurde 1870 nach dem damaligen österreichisch-ungarischen Kaiser benannt. Die Sonne scheint dort nur vom 10. April bis zum 5. September, steigt dann allerdings nie besonders hoch. Die Zufahrt zu der Inselgruppe ist nicht jedes Jahr eisfrei und für Besucher nur wenige Wochen lang im Sommer mit Hilfe von Eisbrechern möglich. Landexpeditionen sind nicht erlaubt.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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