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Bizarre Spezies Forscher finden "Huhn aus der Hölle"

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Der neuentdeckte Dino ist der größte Oviraptor-Saurier, der jemals in Nordamerika gefunden wurde.

(Foto: Tadek Kurpaski /Wikipedia/CC BY 2.0)

Drei Meter hoch, 300 Kilo schwer und - so vermuten Wissenschaftler - von einem Äußeren, das uns das Fürchten gelehrt hätte: Das ist der Anzu wyliei, ein Dinosaurier, der aussah wie eine Mischung aus Emu und Reptil. Seine Klauen waren groß. Und er fraß alles.

Knapp dreieinhalb Meter lang, aufgerichtet drei Meter hoch und obendrauf ein Hühnerkopf - so hat ein bislang unbekannter Dinosaurier ausgesehen, den US-Forscher nach der Rekonstruktion seines vogelartigen Aussehens "Huhn aus der Hölle" getauft haben. Der bis zu 300 Kilogramm schwere und teils gefiederte Dino durchstreifte vor 66 Millionen Jahren zusammen mit seinem furchterregenden Artgenossen Tyrannosaurus Rex das Gebiet der heutigen US-Bundestaaten North Dakota und South Dakota, wie die Wissenschaftler am Mittwoch in der Online-Zeitschrift "Plos One" berichteten.

Das geschnäbelte Urtier erinnert demnach an eine Kreuzung zwischen einem Emu und einem Reptil. Das Forscherteam aus Spezialisten des Carnegie- und des Smithsonian-Museums sowie der Universität Utah gab der neuentdeckten Spezies den wissenschaftlichen Namen Anzu wyliei - nach dem alten mesopotamischen Vogel-Dämon Anzu und einem dinosaurierbegeisterten Jungen namens Wylie, dessen Großvater Kurator des Carnegie-Museums in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania ist.

"Furchterregend und unwirklich"

"Auf seinen Hinterbeinen stehend war das Tier rund drei Meter hoch - eine Begegnung mit ihm wäre furchterregend gewesen und uns zugleich unwirklich vorgekommen", erläuterte Emma Schachner von der Universität Utah. Das Aussehen des "Höllenhuhns" rekonstruierten die Wissenschaftler anhand von drei kreidezeitlichen Skelettfunden in der Hell Creek-Gesteinsformation in North und South Dakota.

Abgesehen von seinem langen Schwanz erinnerte Anzu demnach an einen großen flugunfähigen Vogel. Zu seinen Kennzeichen gehörten ein zahnloser Schnabel und ein großer Kamm auf dem Schädel. Der Dino war offenbar ein Allesfresser, hatte große scharfe Klauen und Beine wie ein Strauß. "Scherzhaft haben wir das Ding 'Huhn aus der Hölle' genannt", erklärte Matt Lamanna vom Carnegie-Museum. "Und ich glaube, der Name ist ziemlich zutreffend."

Fliegen konnte er nicht

Den Forschern zufolge gehört Anzu wyliei zur Gruppe der Oviraptor-Saurier, deren fossile Überreste meist in Zentral- und Ostasien gefunden wurden. Der neuentdeckte Dino ist demnach der größte Oviraptor-Saurier, der jemals in Nordamerika gefunden wurde. "Oviraptoren sind eng mit Vögeln verwandt und haben oft einen eigenartigen Kamm auf dem Kopf - wie die Kasuare", erläuterte Schachner. Die mit Emus und Straußen verwandten Kasuare sind flugunfähige Vögel, die in Neuguinea und Australien leben.

Eine lange Lebenszeit auf unserem Planeten war der "Höllenhuhn"-Spezies freilich offenbar nicht beschieden. Anzu sei "einer der jüngsten Oviraptor-Saurier, die wir kennen", erläuterte Schachner. "Das bedeutet, er lebte zeitlich sehr nahe an jenem Ereignis, das die Dinosaurier auslöschte." Für das Ende der Dino-Herrschaft über die Erde wird der Einschlag eines großen Asteroiden vor 65 Millionen Jahren verantwortlich gemacht.

Quelle: ntv.de, asc/AFP

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