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Brustflossen von 1,90 Metern Forscher finden uraltes "Adlerhai"-Fossil

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So könnte der "Adlerhai" mit seiner fast Zwei-Meter-Spannweite ausgesehen haben (undatierte grafische Darstellung).

(Foto: Oscar Sanisidro/dpa)

Mit einer Spannweite von fast zwei Metern glitt der "Adlerhai" durch die Meere der Kreidezeit. Aber das jetzt gefundene Fossil sieht nicht nur bemerkenswert aus. Nach Einschätzung von Forschern muss auch die Evolutionsgeschichte ein Stück weit neu geschrieben werden.

Ein europäisch-mexikanisches Paläontologen-Team hat das Fossil eines 93 Millionen Jahre alten "Adlerhais" entdeckt. Das 1,7 Meter lange Tier habe Brustflossen mit einer Spannweite von 1,9 Metern gehabt, berichten die Forscher. Sie vergleichen das in der Wissenschaftszeitschrift "Science" vorgestellte Tier mit Mantarochen. Professor Eberhard Frey vom Naturkundemuseum Karlsruhe stellte aber klar, dass der "Adlerhai" mit dem lateinischen Namen Aquilolamna milarcae wohl wie andere Haie auch mit Schlägen seiner gegabelten Schwanzflosse schwimmen konnte - ganz anders als Mantarochen.

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Teile des Fossils wurden rekonstruiert.

(Foto: Vullo et al./Science (2021)/dpa)

Das Team, zu dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaflter des Jura-Museums Eichstätt, der Universitäten Heidelberg und Bonn sowie aus Frankreich und Mexiko zählen, hatte das Fossil aus der Kreidezeit den Angaben nach in einem Plattenkalkbruch nahe der nordostmexikanischen Kleinstadt Vallecillo gefunden. Weil der Adlerhai ein breites, vermutlich mit winzigen Zähnchen bestücktes Maul am Ende eines stumpfen Kopfes hatte, gehen die Experten davon aus, dass es sich um einem Planktonfresser handelte - ähnlich wie heutige Walhaie oder eben auch Mantarochen.

Das Exemplar gibt den Wissenschaftlern zufolge einen neuen Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haie. Sie bezeichnen den bei Haien bisher unbekannten Körperbau als "unerwartetes evolutionäres Experiment mit dem Unterwasserflug". Die Kombination aus flügelartigen Brustflossen und Nahrungsfilterung habe man bisher nur von Mantarochen und Verwandten gekannt - die aber erst 30 Millionen Jahre später auftauchten. Der Unterwasserflug sei im Laufe der Evolution offenbar zweimal und auf unterschiedliche Weise entstanden.

Quelle: ntv.de, kse/dpa

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