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Nichtraucher betroffen Gen erhöht Lungenkrebs-Risiko

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Dieses Röntgenbild weist auf ein Lungenkarzinom hin. Nach einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts wird 2010 fast jede Minute eine neue Krebsdiagnose gestellt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zwei neu entdeckte Genveränderungen könnten erklären, warum auch Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken. Nach einer in der Fachzeitschrift "The Lancet Oncology" veröffentlichten Studie führen die Genvarianten im Chromosom 13 bei Menschen, die nie oder nur sehr wenig geraucht haben, zu einem um fast 60 Prozent erhöhten Lungenkrebs-Risiko. Von Lungenkrebs sind vor allem Raucher betroffen. Der Studie zufolge ist aber weltweit jeder zehnte Lungenkrebs-Patient Nichtraucher. Zwei Drittel von ihnen sind Frauen. In Asien sind sogar 30 bis 40 Prozent der Lungenkrebs-Patienten Nichtraucher.

Wissenschaftler um die Krebsforscherin Ping Yang vom Mayo Clinic College in Rochester im US-Bundesstaat Minnesota untersuchten für ihre Studie 754 Menschen, die in ihrem Leben höchstens 100 Zigaretten geraucht hatten. Unter ihnen waren sowohl Krebspatienten als auch gesunde Probanden. Die Forscher bringen die entdeckten Genvarianten mit einem Protein in Verbindung, das bei der Entstehung von Lungenkrebs offenbar eine Rolle spielt. Träger der Genvarianten könnten demnach besonders anfällig für externe Einflüsse sein, etwa Passivrauchen oder Umweltgifte.

Quelle: n-tv.de, AFP