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Zwischen den karibischen Inseln Müllberge aus Atlantik gefischt

Blick auf einen Abschnitt an der Küste des Senegals: Plastik sei rund um den Globus der am weitesten verbreitete marine Müll, so ein Bericht.

Blick auf einen Abschnitt an der Küste Senegals: Plastik ist rund um den Globus der am weitesten verbreitete marine Müll.

US-Forscher sind jetzt auch im Nordatlantik auf riesige Flächen von Plastikmüll gestoßen. Die größte Dichte entdeckten sie oberhalb der karibischen Inseln, zwischen 22 und 38 Grad nördlicher Breite. Dort schwammen bis zu 200.000 Plastikstücke je Quadratkilometer auf der Meeresoberfläche. Die meisten hatten nicht einmal einen Zentimeter Durchmesser.

Der Fund wurde von der Organisation Sea Education Association (SEA) bei einem Treffen von Meeresforschern in Portland (US-Bundesstaat Oregon) vorgestellt. SEA-Sprecherin Dr. Lavender Law sagte vor Journalisten, dass die schwimmende Müllhalde im Atlantik mit dem schon länger untersuchten Phänomen im Pazifik ("Great Pacific Garbage Patch") vergleichbar ist.

Die Ergebnisse vom Atlantik stützen sich auf die bisher längsten und umfangreichsten Nachforschungen in einem Weltmeer, sagte Law. Sie wurden unter anderem von der Woods Hole Oceanographic Institution in der Nähe von Boston durchgeführt. Dafür stachen die Forscher 6100 Mal mit großen Netzen im Schlepptau in See.

Quelle: ntv.de, dpa

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