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Fundsache, Nr. 1399 Überreste eines Zuchtpferdes bei Pompeji

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Das Pferd könnte einem General gehört haben, glauben Archäologen.

(Foto: AP)

Im Jahr 79 nach Christus begräbt ein Ausbruch des Vesuvs die römische Stadt Pompeji unter eine Schicht Lava. Heute ist das Unglück ein archäologischer Glücksfall. Nun machen Forscher einen Fund von "seltener Wichtigkeit".

Archäologen haben nahe der antiken Stadt Pompeji bei Neapel die Überreste eines Zuchtpferdes ausgegraben. Das Tier habe wertvolles militärisches Zaumzeug getragen, erklärte der Direktor der Ausgrabungsstätte, Massimo Osanna, auf Instagram.

Das Pferd habe wahrscheinlich einem hochrangigen Militäroffizier, vielleicht einem General gehört, der vor den Mauern von Pompeji in einem Landgut lebte, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

"Es ist ein Fund von seltener Wichtigkeit", so Osanna. Womöglich habe es bereit gestanden, damit sein Besitzer den Einwohnern zur Hilfe eilen könnte. In den vergangenen Monaten hat es mehrere spektakuläre Funde am Ort der antiken Stadt gegeben, die beim Ausbruch des Vulkans 79 nach Christus unter einer Ascheschicht begraben und somit weitgehend konserviert wurde.

Es sei das dritte Pferd, das in dem Stall des Anwesens entdeckt wurde, erklärte die Ausgrabungsstätte. Im Mai war es Archäologen dort gelungen, mit einem plastischen Gipsabdruck den kompletten Körper eines Pferdes nachzuformen. Dafür wurde der Hohlraum, den das Tier in dem erhärteten Gestein hinterlassen hat, mit Gips ausgefüllt.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

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