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SARS-ähnliches Virus WHO mahnt zur Wachsamkeit

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Bislang ist nicht klar, ob das neue Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zehn Jahre ist es her, dass SARS die Welt in Schrecken versetzte. Nun scheint sich ein neues, SARS-ähnliches Coronavirus auszubreiten. Bei zwölf Patienten wurde es bereits nachgewiesen, fünf von ihnen sind daran gestorben. Das Prekäre: Es könnte sein, dass das neue Virus von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach insgesamt zwölf Fällen weltweit vor der Ausbreitung eines SARS-ähnlichen Virus gewarnt. Aufgrund der derzeitigen Situation und der verfügbaren Informationen fordere die WHO ihre Mitgliedstaaten zur Überwachung von schweren akuten Atemwegsinfektionen auf, erklärte die Organisation in Genf. Am Freitag hatten die britischen Gesundheitsbehörden bekanntgegeben, dass sich ein drittes Mitglied einer Familie mit dem sogenannten neuen Coronavirus infiziert hat.

Der aktuelle Fall sei ein weiteres Indiz, dass eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch möglich sein könnte, so die WHO. Eine solche direkte Ansteckung sei zwar bislang nicht nachgewiesen worden, jedoch sei Vorsicht geboten.

Den Angaben zufolge schwebt der Patient in Großbritannien nicht in Lebensgefahr. Das erste Familienmitglied, das sich infiziert hatte, war zuvor in den Nahen Osten und nach Pakistan gereist. Die beiden Verwandten waren nicht verreist. Von den zwölf registrierten Infizierten starben fünf - drei in Saudi-Arabien und zwei in Jordanien.

Coronaviren werden für die meisten Erkältungen verantwortlich gemacht. Sie können aber auch die schwere Lungenkrankheit SARS verursachen. Bei einer SARS-Epidemie waren im Jahr 2003 weltweit rund 8000 Menschen infiziert worden, etwa 800 von ihnen starben. Die Krankheit hatte in China ihren Ursprung genommen.

Patienten mit unerklärbaren Lungenentzündungen oder mit komplizierten Atemwegserkrankungen, die nicht auf Medikamente reagierten, sollten auf das Coronavirus untersucht werden, empfahl die WHO nun.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa/AFP

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