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Wettbewerb um 100 Hundertjährige Wer entziffert Erbgut schneller?

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Das Modell eines menschlichen DNA-Stranges mit der doppelten Helix-Struktur.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die X-Prize Foundation weiß, wie man Anreize in der Genomforschung schafft. Sie schreibt ungewöhnliche Wettbewerbe aus, um Investionen und Kreatitität zu fördern. Dem Gewinner winken dabei zehn Millionen US-Dollar.

100 gesunde Hundertjährige stehen im Mittelpunkt eines skurrilen Wettbewerbs: 30 Tage haben Forscher Zeit, die Gene der Hochbetagten zu entziffern. Dem schnellsten Team winkt ein Preisgeld von zehn Millionen US-Dollar (7,2 Millionen Euro). Der ungewöhnliche Wettstreit der US-amerikanischen X-Prize Foundation soll am 3. Januar 2013 starten und wurde am 26. Oktober in dem Fachmagazin "Nature Genetics" in London ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs ist es, neue Anreize in der Genomforschung zu schaffen sowie schnellere und präzisere Sequenziertechniken zu entwickeln.

Die X-Prize Foundation mit Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien lobt ungewöhnliche Wettbewerbe aus, um Investitionen und kreative Ideen zu fördern. Dabei ist die Stiftung nicht kleinlich: Es dürfen, ja sollen sogar, auch weit über 100 Jahre alte Menschen als Probanden an dem Genom-Projekt teilnehmen.

Sollte kein Team die Sequenzierung innerhalb von 30 Tagen schaffen, werden kleinere Gewinnsummen für bestimmte Zwischenschritte ausgezahlt. Bei der Erforschung des Erbguts von sehr alten, aber dabei sehr gesunden Menschen sollen insbesondere Erkenntnisse zu den Genen, die Menschen ein hohes Alter ohne Krankheiten bescheren, gewonnen werden. Damit geht die Stiftung einen anderen Weg als viele Forscher, die gezielt Krankheiten und deren genetische Mechanismen untersuchen.

Quelle: ntv.de, dpa

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