Fundsache

Fundsache, Nr. 989 17 verborgene Pyramiden

pyramide.jpg

"Jeder Archäologe wünscht sich, eines Tages eine Pyramide auszugraben."

(Foto: picture alliance / dpa)

Ägypten hat offenbar noch viel mehr Pyramiden zu bieten als bisher bekannt. Mithilfe von Satellitenaufnahmen machten US-Wissenschaftler mehrere verborgene Pyramiden und tausende Gräber und Siedlungen ausfindig. Das Verfahren nennt sich Weltraum-Archäologie.

Ein US-Archäologenteam entdeckte dank eines neuen Verfahrens zur Auswertung von Satellitenaufnahmen 17 verborgene Pyramiden sowie tausende Gräber und Siedlungen. Ausgrabungen bestätigten einige der spektakulären Entdeckungen bereits.

"Ich konnte nicht glauben, dass wir auf diese Weise derart viele archäologische Stätten in ganz Ägypten entdecken würden", schreibt die Leiterin des Archäologenteams, Sarah Parcak, in ihrem Internet-Blog. "Jeder Archäologe wünscht sich, eines Tages eine Pyramide auszugraben." Parcak zählt zu den Pionieren der sogenannten Weltraum-Archäologie, die bei ihrer Forschung auf vom All aus gesammelte Daten zurückgreift.

Existenz bestätigt

Für seine Suche hatte das Wissenschaftlerteam von der Universität von Alabama seit mehr als einem Jahr die Aufnahmen eines NASA-Satelliten ausgewertet. Der Satellit hatte hochauflösende Infrarot-Bilder der Totenstadt Sakkarah und Tanis gemacht, einer bedeutenden archäologischen Stätte im Nordosten Ägyptens. Die Kameras des Satelliten sind so leistungsstark, dass sie auch Strukturen mit einem Durchmesser von weniger als einem Meter sichtbar machen können. Außerdem lassen sich auf den Bildern Materialien voneinander unterscheiden. So lassen sich beispielsweise verschüttete Mauern aus Tonziegeln erkennen, deren Struktur sich von der sie umgebenden Erde unterscheidet.

Parcak und ihre Mitarbeiter nahmen bereits einige Grabungen vor, um die Existenz der verschütteten archäologischen Stätten zu bestätigen. Bei den Grabungen wurden unter anderem zwei Pyramiden sowie ein rund 3000 Jahre altes Haus freigelegt. Die Funde zeigten, "dass wir die Größe und das Ausmaß der Überreste menschlicher Gesellschaften der Vergangenheit unterschätzt haben", sagte Parcak.

Quelle: n-tv.de, AFP

Mehr zum Thema