Fundsache

"Das New York der Bronzezeit" Forscher entdecken Ur-Metropole in Israel

125291165.jpg

Ausgrabungsstätte En Esur bei Haifa: 6000 Menschen sollen hier vor 5000 Jahren gelebt haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Tempel, befestigte Stadtmauern, Wohngebiete und öffentliche Plätze: Israelische Archäologen finden in der Nähe von Haifa eine antike Metropole. Diese Großstadt aus der frühen Bronzezeit war bereits kosmopolitisch und planvoll angelegt, sagen die Forscher.

Forscher haben in Nordisrael die Überreste einer beeindruckenden altertümlichen Metropole freigelegt. Die Stätte nahe dem heutigen Harish im Bezirk Haifa sei rund 5000 Jahre alt und die "größte und zentralste", die jeweils im Gebiet des Nahoststaats entdeckt worden sei, erklärte die Israelische Altertumsbehörde. "Dies ist das New York der Frühbronzezeit in unserer Region", schwärmten die Ausgrabungsleiter in einer Mitteilung.

Kosmopolitisch und planvoll angelegt sei die Stadt gewesen, die nach deren Schätzungen rund 6000 Einwohner hatte. Die Arbeiten an der Ausgrabungsstätte En Esur legten demnach eine befestigte Stadtmauer, Wohngebiete, öffentliche Plätze sowie Straßen und Gassen frei.

Die Forscher machten dabei auch die Position eines Tempels mit einem vermutlich rituell genutzten Steinbecken aus. Dort gefundene tierische und menschliche Knochenüberreste böten Rückschlüsse auf die kulturellen Gepflogenheiten der Einwohner.

Zusätzlich stießen die Archäologen auf die Spuren einer mutmaßlich noch 2000 Jahre älteren Siedlung aus der Kupferzeit - direkt unter den Häuserresten der Bronzezeit-Metropole.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

Mehr zum Thema