Fundsache

Fundsache, Nr. 91 "Lebendes Fossil" im Netz

Japanische Fischer haben ein seltenes Exemplar einer prähistorischen Haiart gefunden. Während die in Meerestiefen zwischen 600 und 1.300 Metern lebenden Kragenhaie normalerweise allenfalls tot in Fischernetzen landen, wurde in diesem Fall eine 1,60 Meter lange und 7,5 kg schwere Hai-Dame in der Nähe des Hafens gesichtet. Die Art gilt als "lebendes Fossil", weil sie sich seit Urzeiten kaum verändert hat.

Weil das aalartige Geschöpf mit messerscharfen Zähnen den Fischern ungewöhnlich erschien, verständigten sie am Sonntag ein nahe gelegenes Meeresaquarium in Shizuoka südlich von Tokio. Wenige Stunden, nachdem dessen Mitarbeiter das Tier eingefangen hatten, starb es allerdings. Möglicherweise sei es an die Wasseroberfläche gekommen, weil es bereits krank gewesen sei, sagte ein Vertreter des Parks. Vielleicht habe sich sein Zustand aber auch erst wegen des Aufenthalts in der geringen Tiefe verschlechtert.

Den Mitarbeitern des Parks gelang es sogar, das Tier noch lebend auf Film zu bannen. "Filmaufnahmen eines lebenden Exemplars sind nach unserer Meinung extrem selten", sagte ein Vertreter des Parks. Der Grund sei, dass Menschen nicht in die großen Tiefen gelangen könnten, in denen die Tiere lebten.

Quelle: ntv.de