Fundsache

Fundsache, Nr. 1243 Neue Riesenqualle in Australien

Als "Mordsding" bezeichnet eine Expertin den Fund einer Familie am Strand von Tasmanien: eine Qualle von mehr als einem Meter Durchmesser. Das giftige Meerestier gehört zu einer bislang unbekannten Art und gibt den Forschern einige Rätsel auf.

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Eine derart große Qualle dieser Art ist in Tasmanien noch gesichtet worden.

(Foto: picture alliance / dpa)

An einem Strand im Süden Australiens ist eine riesige Qualle gestrandet. Quallenexpertin Lisa-Ann Gershwin bezeichnete das Tier mit einem Schirm von mehr als einem Meter Durchmesser als "Mordsding". Es gehöre zur Familie der Löwenmähnenquallen. Die Qualle bekam wegen ihrer Farbe - weiß und pink - den Spitznamen "Rotznase".

Gershwin sagt, sie habe zwar seit zehn Jahren immer mal wieder von einer riesigen Qualle in diesen Farben gehört, aber niemand habe das Tier mit Fotos dokumentiert. Das änderte sich, als Familie Lim vor Kurzem auf der Insel Tasmanien bei einem Strandspaziergang auf ein Exemplar stieß, das im Sand lag. Die Familie machte Fotos und schickte sie an das australische Forschungsinstitut Csiro.

"Sie ist so groß, dass es uns den Atem verschlagen hat", sagte Gershwin, die seit 20 Jahren über die Meerestiere arbeitet. Die Qualle sei giftig, doch sei die Berührung nicht lebensbedrohlich für den Menschen. Noch sei unklar, wie sie sich ernähre, fortpflanze oder in welchem Bereich sie normalerweise lebt.

Nach Angaben von Gershwin tauchten in den vergangenen Wochen im Süden Tasmaniens ungewöhnlich viele Quallen verschiedener Arten auf. "Wir wissen nicht, warum", sagte sie dem Nachrichtendienst von "Fairfax Media". "Die Frage ist: Was hat das für Auswirkungen auf das Ökosystem? Diese Quallen fressen Plankton, sie stehen im Wettbewerb mit den Fischen, die uns als Nahrung dienen."

Quelle: n-tv.de, sni/dpa/AFP

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