Fundsache

Fundsache Nr. 85 Olympische Fundgrube

Bei den Bauarbeiten auf dem Olympiagelände der Sommerspiele 2008 in Peking sind im vergangenen Jahr rund 1100 Fundstücke aus vergangenen Dynastien ausgegraben worden. Die Reliquien wurden aus 700 Gräbern gehoben, die von der Han- (206 v. bis 220 n. Chr.) bis zur Qing-Dynastie (1644-1911) stammen. Zu den wertvollsten Entdeckungen zählen 500 Jahre alte Gräber von Eunuchen, die als hochrangige Mitarbeiter engen Kontakt zu den Herrscherfamilien pflegten.

Bislang werden alle Fundstücke noch an diversen Universitäten untersucht, bevor sie möglicherweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im vergangenen Jahr hatten Experten davor gewarnt, dass durch die Bauarbeiten antike Gräber zerstört werden könnten, weil wegen des straffen Zeitplans wenig sorgfältig nach möglichen Fundstücken Ausschau gehalten würde. 2006 waren die Bauarbeiten wegen archäologischer Arbeiten zwei Monate ausgesetzt worden.

Quelle: n-tv.de