Fundsache

Fundsache, Nr. 787 Unbekannte Gebeine entdeckt

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Bei Grabungesarbeiten im Magdeburger Dom fanden Archäologen 2008 die mutmaßlichen Gebeine von Königin Editha.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Bei der Öffnung eines Grabes im Magdeburger Dom sind Archäologen auf bislang unbekannte Gebeine gestoßen. "Wir wissen reinen Herzens noch nicht, zu wem sie gehören", sagte Grabungsleiter Rainer Kuhn von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt am Donnerstag in Magdeburg. Das verzierungsfreie Grab sei am Vortag geöffnet worden. Nun werde in den kommenden ein bis zwei Wochen untersucht, ob es Hinweise auf die Identität gibt. Kuhn geht davon aus, dass es sich um eine hochgestellte Persönlichkeit handelt. Das Grab stammt aus dem Vorgängerbau des heutigen Doms, einer ottonisch-romanischen Kirche des 10. bis 12. Jahrhunderts.

Überreste von Erzbischof Wichmann von Seeburg?

Das MDR-Fernsehmagazin "Sachsen-Anhalt heute" hatte gemeldet, bei den Knochen könne es sich um Überreste von Erzbischof Wichmann von Seeburg (um 1115-1192) handeln, einem bedeutenden Geistlichen seiner Zeit. Kuhn wollte das nicht bestätigen. Es gebe mehrere Möglichkeiten.

Die Funde bei den Grabungen im Magdeburger Dom sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Zuletzt hatten die Archäologen zwei goldene Schmuckstücke entdeckt, darunter ein Löwenköpfchen mit leicht geschwungenem Hals, der als Tülle endet. Furore hatte ein Fund der mutmaßlichen Gebeine von Königin Editha (910-946) gemacht, der ersten Frau von Kaiser Otto dem Großen. Der Bleisarg war im November 2008 im Magdeburger Dom entdeckt worden. Die genaue Untersuchung der Knochen läuft noch, die Fachwelt geht aber davon aus, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Editha handelt.

Quelle: ntv.de, dpa

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