Fundsache

Fundsache, Nr. 970 Unbekannte Welsart entdeckt

Jaguare leben gewöhnlich an Land – in Südamerika entdecken Forscher jetzt jedoch einen bislang unbekannten Fisch, der einer Mini-Ausgabe des prachtvollen Raubtiers erstaunlich ähnlich sieht.

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Der Amazonas entspricht nicht der herkömmlichen Vorstellung von einem Fluss - er gleicht einer Wasserlandschaft.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Forscher entdecken in einem Nebenfluss des Amazonas einen bislang unbekannten Fisch. Das cremefarbene Schuppenkleid des durchscheinenden Welses ist mit dunklen schwarz-braunen Tupfen übersät. Von der Größe her macht der Fisch dem Raubtier allerdings keine Konkurrenz: Stenolicinus ix ist nur zwei Zentimeter lang, heißt es im Journal "Zootaxa”. Sein Name geht auf das Wort "Ix” zurück, eine Bezeichnung der Mayas für Jaguare.

Das Team um Wolmar Wosiack vom Emilio Goeldi Museum in Belém (Brasilien) fand den Wels im Curuá-Fluss, als sie Schlamm und Laub aus dem Flussbett von einem Sieb kratzten. "Er ist sehr klein und deshalb nur schwer zu finden”, erklärte Wosiack. "Deshalb haben wir nur ein einziges Exemplar gesammelt.” Von anderen Arten seiner Gattung unterscheidet sich der Fisch auch durch die Länge seiner Barben und die seiner Bart-ähnlichen Tastorgane.

Der Curuá-Fluss befindet sich im Norden des brasilianischen Bundesstaates Pará und im Herzen des nach Angaben der Forscher weltweit größten zusammenhängenden Gebiets geschützten Regenwalds. Die Forschungsexpedition gehörte zu einem großangelegten Projekt, bei dem die Artenvielfalt in einem über zwölf Millionen Hektar großen Raum untersucht worden ist.

Quelle: n-tv.de, dpa

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