Fundsache

Fundsache, Nr. 340 Welfischer Münzschatz

Göttinger Wissenschaftler haben in der Elbtalaue im Kreis Lüchow-Dannenberg einen Münzschatz aus dem 12. Jahrhundert geborgen. Der "außerordentlich seltene Fund" bestehe aus Denaren Heinrichs des Löwen, teilte die Universität Göttingen mit. Die 178 Silbermünzen stammen mit einer Ausnahme aus der herzoglich welfischen Münzstätte Bardowick, die von 1141 bis 1180 bestand.

Die Münzen wurden den Angaben zufolge bei Ausgrabungen entdeckt. In der Region untersuchen Göttinger Ur- und Frühgeschichtler die Reste einer Handelssiedlung, die ursprünglich unter slawischer Herrschaft stand. Die Arbeiten sind Teil des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes "Slawen an der unteren Mittelelbe", das über Siedlungsstrukturen, Burgenbau und Landschaftswandel Aufschluss geben soll.

In dem Grabungsgebiet hatten Wissenschaftler bereits zuvor immer wieder Scherben gefunden, darunter auch Teile slawischer Keramik. Im März dieses Jahres stießen die Forscher auf einem Acker mit Hilfe von Metalldetektoren zunächst auf 73 Münzen, weitere 105 Münzen wurden bei einer Nachsuche im April entdeckt.

Quelle: ntv.de

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