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Renault und Nissan mit an Bord Daimler will Pick-up nicht allein bauen

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Der unter der Marke Mercedes-Benz geplante Pick-up soll teilweise die Architektur des Nissan NP300 Frontier übernehmen.

(Foto: Nissan)

Daimler plant einen Pick-up. Produziert wird der Mercedes-Benz in Fabriken von Renault und Nissan. Bis das Gemeinschaftswerk auf den Straßen rollt, dauert es noch. Der wichtige Absatzmarkt USA bleibt erst einmal außen vor.

Daimler will seinen geplanten Pick-up zusammen mit seinen Partnern Renault und Nissan bauen. Der angekündigte Mercedes-Benz Pick-up wird im Renault-Werk in Córdoba in Argentinien und im Nissan-Werk im spanischen Barcelona gefertigt, wie der Autobauer mitteilte. Die Produktion in den beiden Werken beginne noch "vor Ende des Jahrzehnts".

In Barcelona sollen für die drei Partner jährlich etwa 120.000 Fahrzeuge vom Band laufen, in Córdoba fast 70.000. Wie viel Daimler in das Projekt investiert, ließ der Autobauer offen. Dank der Kooperation könnten die Investitionskosten in Córdoba gemeinsam getragen werden, sagte Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn. 

Zunächst kein US-Verkauf

Nissan kündigte in Buenos Aires eine eigene Investition in Argentinien von 600 Millionen Dollar an. Rund 50 Prozent der Teile der Pick-Ups sollen lokal produziert werden. Nissan werde in Córdoba Ende 2017 oder Anfang 2018 die Produktion aufnehmen, Renault wenige Monate später und Daimler "gegen Ende des Jahrzehnts", hieß es. In Argentinien sollen mit der neuen Pick-up-Produktion 3000 neue direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen werden.  

Daimler hatte kürzlich den Einstieg in das Segment angekündigt. Die Pick-ups der Mittelklasse will Daimler in Europa, Australien, Südafrika und Lateinamerika anbieten. In den klassischen Pick-up-Markt USA wagen sich die Schwaben zunächst nicht vor. Der unter der Marke Mercedes-Benz geplante Pick-up werde teilweise die Architektur des Nissan NP300 Frontier übernehmen. Daimler kooperiert seit 2010 mit Renault-Nissan.

Quelle: ntv.de, bad/dpa