Der Tag
6. Oktober 2023
BW1806mit Heidi Ulrich
Zum Archiv
21:44 Uhr

Das war Freitag, der 6. Oktober 2023

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Frauenrechtsaktivistin Narges Mohammadi, die im Iran inhaftiert ist. Das Nobelkomitee ehrt sie "für ihren Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen im Iran und ihren Kampf für die Förderung der Menschenrechte und der Freiheit für alle". Außerdem waren heute diese Meldungen wichtig:

Wenn Sie nicht nur zurück, sondern auch nach vorne schauen wollen, haben wir hier noch die herbstlicher werdenden Wetteraussichten für Sie. Damit verabschiede ich mich für diese Woche - ein schönes Wochenende!

Das war Freitag, der 6. Oktober 2023
21:45 Uhr

Ex-US-Soldat unter Spionageverdacht für China

Am Flughafen von San Francisco ist ein früherer US-Soldat festgenommen worden, weil er China geheime Militärinformationen angeboten haben soll. Der 29-jährige sei nach seiner Rückkehr aus Hongkong gefasst worden, erklärt das US-Justizministerium. Demnach war zwischen 2015 und 2020 bei den US-Streitkräften und hatte als Mitglied eines Militärgeheimdienstbataillons Zugang zu streng geheimen Informationen. Nach seiner Zeit im Militär soll er China unter anderem ein Gerät angeboten haben, das Zugang zu "sicheren militärischen Computernetzwerken" verschaffe. Bei einer Verurteilung drohen dem Ex-Soldaten laut Justizministerium bis zu 20 Jahre Gefängnis.

Ex-US-Soldat unter Spionageverdacht für China
21:22 Uhr

Drake kündigt Karrierepause an

Rapper Drake will sich für mindestens ein Jahr eine Auszeit nehmen, um "wieder auf die Beine zu kommen". In einer Radiosendung berichtet der 36-Jährige von gesundheitlichen Problemen. Es sei "nichts Ernstes", er habe aber seit Jahren "alle möglichen komischen Probleme mit dem Magen" und wolle sich nun um seine Gesundheit kümmern. Deshalb werde er "eine Zeit lang keine Musik machen". Außerdem spricht er von Verpflichtungen, die er gegenüber Menschen erfüllen wolle, "denen ich Dinge versprochen habe".

Drake kündigt Karrierepause an
21:01 Uhr

BMW-Manager befürchtet Zollkrieg mit den Chinesen

BMW-Finanzchef Walter Mertl warnt vor der Einführung von Strafzöllen auf chinesische Fahrzeuge in der EU und fürchtet Gegenmaßnahmen in der Volksrepublik. Diese hätten vermutlich größere Auswirkungen als die Strafzölle selbst, sagte der Manager. "Das wird alle treffen, die auch in China Geschäfte machen."

Die Geschichte zeige, dass es häufig nicht bei einseitigen Zöllen bleibe, sondern häufig Gegenreaktionen kämen, die weitaus größere Auswirkungen hätten. Geschützt seien nur die Unternehmen, die keine Geschäfte im anderen Land machten. Die EU-Kommission sieht die heimische Autobranche durch billige Elektroautos aus China in Gefahr und prüft deswegen Anti-Dumping-Zölle.

Dieser Eintrag erschien zuerst im "Börsen-Tag".

BMW-Manager befürchtet Zollkrieg mit den Chinesen
20:36 Uhr

Teheran verurteilt Nobelpreis für Mohammadi

Die iranische Regierung kritisiert die Auszeichnung der iranischen Frauenrechtlerin Narges Mohammadi mit dem Friedensnobelpreis scharf. Dies sei "eine voreingenommene und politische Handlung", schreibt das Außenministerium. Mohammadi sei "eine Person, die wegen wiederholter Gesetzesverstöße und krimineller Handlungen verurteilt wurde".

  • Zuvor hatte UN-Generalsekretär Guterres erklärt: "Dieser Friedensnobelpreis ist eine Hommage an alle Frauen, die unter Einsatz ihrer Freiheit, ihrer Gesundheit und sogar ihres Lebens für ihre Rechte kämpfen."

  • US-Präsident Biden rief den Iran auf, Mohammadi "unverzüglich" freizulassen.

  • Die 51-jährige spielt eine zentrale Rolle im Kampf für Frauenrechte und Meinungsfreiheit in ihrem Land. Sie setzt sich gegen das verpflichtende Tragen eines Kopftuches sowie gegen die Todesstrafe im Iran ein. Dafür wurde sie seit 1998 immer wieder inhaftiert. Seit November 2021 sitzt sie wegen "Propaganda gegen den Staat" in Haft.

Teheran verurteilt Nobelpreis für Mohammadi
20:23 Uhr

USA drängen auf Ausschluss von Huawei-Technik

Die Huawei-Technik im deutschen Mobilfunknetz ist den USA weiterhin ein Dorn im Auge. Washington soll den Druck auf Deutschland erhöht haben, die Technik aus dem 5G-Netz zu entfernen. Dies berichten "Welt am Sonntag" und "Politico" und berufen sich auf einen hochrangigen Mitarbeiter im US-Außenministerium.

  • Die chinesische Botschaft in Berlin droht bei einem Ausschluss chinesischer Konzerne mit Gegenmaßnahmen: "Sollte sich die Bundesregierung wirklich in diese Richtung entscheiden, ohne zu belegen, dass die chinesischen Produkte eine Sicherheitsbedrohung für Deutschland darstellen, werden wir nicht tatenlos zusehen", sagt ein Sprecher der "Wams".

  • Das Bundesinnenministerium strebt an, dass ab 2026 in den öffentlichen Mobilfunknetzen Deutschlands keine sogenannten kritischen Bauteile chinesischer Zulieferer mehr verwendet werden. Entschieden ist das aber noch nicht, innerhalb der Bundesregierung wird noch gestritten.

  • Die Sorge ist, dass Peking Einfluss auf chinesische Konzerne wie Huawei und ZTE ausüben könnte, um Mobilfunkverbindungen in Deutschland auszuspionieren oder im Konfliktfall ein Black-out zu verursachen.

  • Huawei weist die Spionage-Vorwürfe zurück.

USA drängen auf Ausschluss von Huawei-Technik
19:40 Uhr

Waldbrand auf Teneriffa unter Kontrolle

Tausende Menschen auf Teneriffa können in ihre Häuser zurückkehren. Ein Waldbrand ist nach zwei Tagen weitgehend unter Kontrolle, wie die Regionalregierung mitteilt. Betroffen sind rund 3200 Menschen in den Gemeinden La Corujera und Pino Alto im Norden der Insel. Sie hatten ihr Zuhause vorsichtshalber verlassen müssen. Bei dem Brand habe es sich um eine "Reaktivierung" des verheerenden Feuers gehandelt, das im August rund 15.000 Hektar Natur zerstört hatte. Diesmal hätten die Flammen aber lediglich circa 30 Hektar erfasst, heißt es.

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Ein Hubschrauber wirft in Santa Ursula Wasser über dem Brandgebiet ab. (Foto: picture alliance/dpa/Europa Press/AP)
Waldbrand auf Teneriffa unter Kontrolle
19:29 Uhr

Materias Sohn rappt selbst

Der 16-jährige Sohn von Rapper Materia rappt selbst und hat seinen ersten Song veröffentlicht. Wer auch neugierig ist, wie der Nachwuchs so klingt, kann einfach mal in "Zu spät" von Luzey reinhören.

Materias Sohn rappt selbst
18:57 Uhr

Banker soll Kundengelder abgezweigt haben

Weil er Bankkunden um rund 850.000 Euro betrogen haben soll, muss sich ein Banker vor dem Landgericht Bonn verantworten. Die Anklage wirft dem Privatkundenberater vor, im Jahr 2018 Gelder von Kundenkonten abgezweigt zu haben. Es geht demnach um Einzelbeträge in Höhe von teils mehreren zehntausend Euro. Dem Mann werden 22 Fälle von Untreue und Betrug vorgeworfen.

Banker soll Kundengelder abgezweigt haben
18:34 Uhr

EU senkt Nitrit-Grenzwert wegen Krebsgefahr

Künftig gelten in der EU niedrigere Grenzwerte für Nitrite und Nitrate als Zusatzstoffe in Lebensmitteln. Dies senke die Belastung durch krebserregende Stoffe, erklärt die EU-Kommission. Verbraucher würden auch vor bestimmten Bakterien geschützt. Den Angaben zufolge sinkt der Höchstwert für Nitrite um etwa 20 Prozent. Die Lebensmittelindustrie hat zwei Jahre Zeit, ihre Produkte anzupassen.

Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zufolge sind Nitrate selbst zwar relativ unbedenklich. "Nitrate können aber bereits im Lebensmittel oder während der Verdauung durch Einwirkung von Bakterien in Nitrit umgewandelt werden, dem eigentlich gesundheitlich problematischen Stoff", schreibt das BfR. Nitrit findet sich zum Beispiel in Pökelsalz.

EU senkt Nitrit-Grenzwert wegen Krebsgefahr
18:11 Uhr

Ungarn und Polen blockieren EU-Erklärung zu Migration

Polen und Ungarn blockieren beim EU-Gipfel in Granada eine Erklärung zur Migrationspolitik und anderen strategisch wichtigen Themen. Das berichten mehrere EU-Diplomaten. Bei X schreibt der polnische Premier Morawiecki, er habe beschlossen, "gegen den Teil über die Migration mein Veto einzulegen". Ungarns Ministerpräsident Orban kündigt zudem weiteren Widerstand gegen Pläne für eine EU-Asylreform an. Darin ist vorgesehen, dass stark belasteten Staaten wie Griechenland und Italien ein Teil der Asylsuchenden abgenommen wird. Länder, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, müssen Ausgleichszahlungen leisten. Die Blockade der Erklärung hat zwar keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Reformprozess, Polen und Ungarn könnten aber derzeit laufende Haushaltsverhandlungen in der EU nutzen, um beim Thema Asylreform weiter Druck zu machen.

Ungarn und Polen blockieren EU-Erklärung zu Migration
17:45 Uhr

Bericht: Dutzende Menschen erfahren von Trumps Atom-Plauderei

Nachdem ihm Ex-US-Präsident Trump Geheimnisse über Atom-U-Boote verraten haben soll, hat ein Geschäftsmann diese, so wie es aussieht, in vielen Gesprächen weiterverbreitet. Der Sender ABC berichtet, der australische Milliardär Anthony Pratt, der Mitglied in Trumps Golfclub Mar-a-Lago ist, habe mindestens 45 Menschen davon erzählt. Darunter seien australische Regierungsvertreter und drei frühere Premierminister, Journalisten und Mitarbeitende seines Unternehmens. ABC und die "New York Times" hatten berichten, Trump habe dem Milliardär erzählt, wie nahe sich die Atom-U-Boote der US-Marine den russischen U-Booten unerkannt nähern können und wie viele Atomsprengköpfe sie üblicherweise an Bord haben. Trump weist die Berichte zurück: Die Geschichte sei "falsch und lächerlich", schreibt bei seiner Onlineplattform Truth Social.

Bericht: Dutzende Menschen erfahren von Trumps Atom-Plauderei
17:10 Uhr

Sarah Michelle Gellar vergleicht Zahnfleisch-OP mit Geburt

Sarah Michelle Gellar mahnt zu behutsamem Zähneputzen, nachdem sie es beim Putzen wohl übertrieben hatte und in Folge dessen eine Zahnfleisch-Operation hinter sich hat. "Letzten Monat musste ich mich, nachdem ich jahrelang ein aggressiver Putzer war, einem zahnärztlichen Eingriff unterziehen. Einer Zahnfleischtransplantation, um genau zu sein", erzählt die Schauspielerin bei Instagram. Und die 46-Jährige berichtet von sehr großen Schmerzen: "Ich habe eine natürliche Geburt hinter mir, aber diese Operation hat mich sehr mitgenommen", schreibt sie. Dass sie jetzt wieder lächeln könne, sei eine große Sache.

Sarah Michelle Gellar vergleicht Zahnfleisch-OP mit Geburt
16:48 Uhr

Autofahrer beweist Blitzreflexe auf berüchtigter Straße

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal rettet ein Video über eine beeindruckende Fahrleistung möglicherweise Leben, sorgt ein ungebetener Mitfahrer für Wirbel und fängt eine Wildtierkamera eine seltene Szene ein.

Autofahrer beweist Blitzreflexe auf berüchtigter Straße
16:17 Uhr

Kanaren-Insel mit Migrantenankünften überfordert

Während die EU in Granada auf dem spanischen Festland über das Thema Migration streitet, spitzt sich die Lage auf der kleinen Kanaren-Insel El Hierro zu. Dort kommen seit Tagen Hunderte Migranten an. Allein seit Mitternacht seien mehr als 518 Menschen in Sicherheit gebracht worden, die auf Booten vor der Küste unterwegs gewesen seien, sagt der spanische Seerettungsdienst. Demnach wurden 277 von ihnen auf die Insel gebracht. Seit Dienstag seien somit knapp 1500 Migranten auf El Hierro angekommen. Die meisten von ihnen seien aus Ländern südlich der Sahara, heißt es weiter. Es wird vermutet, dass die Zunahme der Ankünfte auf den Kanaren mit der politischen und sozialen Krise im Senegal zusammenhängt. El Hierro hat gut 11.000 Einwohner. Die Regionalregierung sieht sich mit der Lage überfordert. Hunderte Migranten wurden inzwischen auch auf größere kanarische Inseln wie Teneriffa gebracht. Der Versuch, die Kanaren von Westafrika aus über das Meer zu erreichen, hat Hunderte Menschen das Leben gekostet. Die spanische Hilfsorganisation Caminando Fronteras spricht von mindestens 778 Todesopfern in der ersten Jahreshälfte.

Kanaren-Insel mit Migrantenankünften überfordert
16:00 Uhr

Privatjet rutscht bei Landung in Hangar und explodiert

Als der Pilot ein Kleinflugzeug auf einem Flughafen in Brasilien landen will, streift einer der Flügel den Boden und bricht ab. Der Privatjet schlittert in einen Hangar. Bei der anschließenden Explosion kommen sowohl der Pilot als auch ein Arbeiter ums Leben.

Privatjet rutscht bei Landung in Hangar und explodiert
15:28 Uhr

Frau soll Kind missbraucht haben - Tattoos führen zu Festnahme

Die Fahndungsbilder von einer tätowierten Hand gingen in den letzten Tagen durch die Medien und waren auch an Bahnhöfen zu sehen. Nun gibt es eine Festnahme: Eine 46-Jährige wurde gestern Abend in Hessen festgenommen. Sie soll ein Mädchen sexuell missbraucht haben. Das zur Tatzeit fünf Jahre alte Kind sei vermutlich die Tochter der Frau, heißt es von den Ermittlern. Die 46-Jährige wird verdächtigt, von 2016 an das Kind sexuell missbraucht, Aufnahmen davon hergestellt und diese an Dritte weitergegeben zu haben.

Den Ermittlern zufolge kam der entscheidende Hinweis von einem jungen Mann, der die Frau nicht persönlich kenne. Anschließend sei die Wohnung der Verdächtigen durchsucht worden, wo Beweismittel sichergestellt worden seien. Die Frau hat noch zwei Kinder. Hinweise, ob auch sie möglicherweise Opfer sexueller Gewalt geworden sind, gebe es bisher nicht, sagen die Ermittler.

Frau soll Kind missbraucht haben - Tattoos führen zu Festnahme
15:14 Uhr

Chrupallas Blut bei kriminaltechnischer Untersuchung unauffällig

Es ist weiterhin unklar, was zu dem Krankenhaus-Aufenthalt von AfD-Chef Chrupalla geführt hat. Die Deutsche Presse-Agentur erfährt aus Ermittlerkreisen, dass die toxikologische Untersuchung seiner Blutproben durch die Ermittler keine besonderen Befunde ergeben habe. Vorher hatte Chrupallas Büro einen ärztlichen Entlassbrief vom Klinikum Ingolstadt zur Einsicht zur Verfügung gestellt, dem zufolge auch das toxikologische Screening im Krankenhaus negativ verlaufen sei. In dem Schreiben war sowohl von einer "intramuskulären Injektion" als auch an anderer Stelle von einer "Infektion mit unklarer Substanz" die Rede. Auch ein "Nadelstich" im rechten Oberarm wird in dem Schreiben beim Befund zur körperlichen Untersuchung des AfD-Chefs erwähnt. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt konnte die Angaben zunächst nicht bestätigen. Die Ermittler hatten gestern mitgeteilt, es lägen "keinerlei Erkenntnisse vor, dass Herr Chrupalla angegangen oder angegriffen wurde".

Chrupallas Blut bei kriminaltechnischer Untersuchung unauffällig
14:54 Uhr

Zug reißt an Schienen hängengebliebenen LKW mit sich

An einem Bahnübergang in Kalifornien bleibt ein Laster an den Schienen hängen. Ein heranrasender Zug kann nicht mehr rechtzeitig stoppen, kollidiert mit dem LKW und schleift ihn mit. Ob bei dem Unfall Personen verletzt werden, ist nicht bekannt.

Zug reißt an Schienen hängengebliebenen LKW mit sich
14:32 Uhr

Ist Vereinsgründung Startschuss für Wagenknecht-Partei?

Gründet Sahra Wagenknecht schon bald eine eigene Partei? Nach Informationen des "Stern" haben Unterstützer der Linken-Bundestagsabgeordneten einen Verein gegründet, der der Vorbereitung einer Parteigründung dienen könnte. Bekannt ist bisher folgendes Kürzel: "BSW - Für Vernunft und Gerechtigkeit". Aus der Vereinssatzung zitiert der "Stern": Der Verein verstehe sich nicht als politische Partei, er könne aber "die Tätigkeit bestehender politischer Parteien oder die Gründung politischer Parteien unterstützen und durch den Einsatz auch der materiellen Mittel des Vereins fördern". Als Vorsitzender im Vereinsregister ist demnach Jonas-Christopher Höpken eingetragen, der 2022 in den Bundesausschuss der Linkspartei gewählt wurde, eine Art Kontrollgremium für den Parteivorstand.

Ist Vereinsgründung Startschuss für Wagenknecht-Partei?
14:24 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, liebe Leserinnen und Leser!

Ich übernehme den Platz von Sabine Oelmann und halte Sie hier weiterhin auf dem Laufenden. Nebenbei kühle ich meinen Wespenstich in der linken Hand. Auf dem Wäscheständer saß heute Mittag nämlich jemand, den ich nicht gesehen hatte, als ich den Wäscheständer reintragen wollte. Ablenken und weiter geht es! Vorstellen möchte ich mich auch kurz: Heidi Ulrich. Guten Tag zusammen!

Schichtwechsel
13:23 Uhr

Boeing 757 muss Notlandung auf Rumpf hinlegen

Kurz nach dem Start einer Boeing 757 in Tennessee fällt das Fahrwerk aus. Bei der Notlandung des Frachtflugzeuges auf dem Rumpf fliegen die Funken, aber die drei Insassen überstehen die Situation ohne Verletzungen.

Boeing 757 muss Notlandung auf Rumpf hinlegen

Boeing 757 muss Notlandung auf Rumpf hinlegen
12:29 Uhr

Chinesische Küstenwache kollidiert fast mit Philippinern

Im Südchinesischen Meer kommt es zu einem weiteren Showdown zwischen China und den Philippinen. Ein Video zeigt, wie Boote der Küstenwache beider Länder beinahe kollidieren. Der Sprecher der philippinischen Küstenwache ist entsetzt vom Verhalten der Chinesen und erhebt schwere Vorwürfe.

Chinesische Küstenwache kollidiert fast mit Philippinern
11:38 Uhr

Iranische Aktivisten werden in Deutschland bedroht

Mit Angst im Nacken öffnet Mina Khani Nachrichten auf ihrem Handy. "Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Morddrohungen bekommen", erzählt die Menschenrechtsaktivistin an einem Nachmittag im Spätsommer. Khani ist 40 Jahre alt, Iranerin und steht als bekannte Aktivistin in der Öffentlichkeit. Sie klärt über Hinrichtungen in ihrem Heimatland auf und setzt sich für Gefangene ein. Ihre Arbeit gilt als gefährlich und macht sie auch zur Zielscheibe.

Die Augen iranischer Aktivistinnen sind wachsam, nicht erst seit Ausbruch der schweren Proteste im Herbst 2022. Denn: Auch wenn sie in Deutschland leben, fühlen sich einige hier nicht sicher. Sie klagen über Cyberattacken, Spionage und Social Engineering. Dabei versuchen Angreifer, Vertrauen herzustellen, sich etwa als vorgetäuschte Freunde auszugeben. "Ich bekomme das ungefähr seit einem Jahr mit, dass der iranische Staat versucht, mich stummzuschalten. Am Anfang hatten wir noch darüber gelacht, mittlerweile ist es extrem ernst geworden", erzählt die Aktivistin.

Khani lebt seit fast 20 Jahren in Deutschland. Die Iranerin ist feministische Publizistin und glaubt, mit ihrer Arbeit der politischen und geistlichen Staatsführung in Teheran ein Dorn im Auge zu sein. Bundesregierung und Verfassungsschutz kennen die Bedrohungen. An der Ausforschung von iranischen Oppositionellen und Exil-Iranern soll laut der Sicherheitsbehörde die Hackergruppe "Charming Kitten" beteiligt sein.

Später mehr dazu im Ressort Politik

Iranische Aktivisten werden in Deutschland bedroht
11:00 Uhr

Pflegerin verdächtig, 82-Jährigen erstochen zu haben

Eine 24 Jahre alte Pflegerin wird laut der Polizei in Österreich verdächtigt, einen von ihr betreuten Mann mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Der Fall habe sich am Vorabend im Einfamilienhaus des 82-Jährigen in Geretsberg im Bundesland Oberösterreich ereignet, teilt die Polizei mit. Die slowakische Pflegekraft habe die Stieftochter des Mannes angerufen und ihr gesagt, dass ein Vorfall mit einem Messer passiert sei, so ein Polizeisprecher. Die Schwiegertochter alarmierte daraufhin die Rettungskräfte. Der 82-Jährige starb trotz Wiederbelebungsversuchen am Tatort nahe der Grenze zu Bayern.

Die Pflegerin wurde festgenommen und danach in ein Krankenhaus gebracht. Sie befinde sich in einem psychischen Ausnahmezustand und sei deswegen noch nicht befragt worden, hieß es von der Polizei. Zu möglichen Hintergründen und Motiven dieses Falls konnte der Sprecher vorerst keine Angaben machen. Derzeit sei nicht bekannt, dass es zuvor schon Probleme zwischen der Pflegerin und ihrem Klienten gegeben hätte, sagte er.

Pflegerin verdächtig, 82-Jährigen erstochen zu haben
10:31 Uhr

Enkeltrick-Betrüger festgenommen

Nach einem Telefonbetrug in Baden-Württemberg mit einem Schaden von mindestens hunderttausend Euro ist ein 26-Jähriger festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Die Festnahme des Manns sei in Hannover erfolgt, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in Ulm mit. Er soll eine 83-Jährige im Raum Göppingen in Baden-Württemberg um Gold und Geld betrogen haben.

Bei der Festnahme im August befand sich der Mann in Begleitung einer 22-jährigen Frau. Beide waren zuvor von Polen nach Deutschland eingereist. Die Beamten beschlagnahmten Bargeld und zahlreiche Mobiltelefone. Deren Auswertung dauerte an. Die Betrogene soll im August Opfer der Enkeltrick-Betrüger geworden sein. Eine Frau gab am Telefon vor, die Enkelin der Seniorin zu sein. Sie sitze in Haft und müsse mit einer Kautionszahlung befreit werden. Ein Mann holte daraufhin Geld und Goldmünzen in Höhe eines unteren sechsstelligen Betrags bei der Seniorin ab.

Der Haftbefehl gegen den 26-Jährigen wurde vom Amtsgericht Ulm erlassen und vom Amtsgericht Hannover vollzogen. Die 22-jährige Frau wurde nach einer Vernehmung auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauerten an.

Enkeltrick-Betrüger festgenommen
10:02 Uhr

Warnung vor gefälschten Diabetesmitteln

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Die gefälschten Medikamente dürfen nicht verwendet werden, warnt das Regierungspräsidium Freiburg. (Foto: Regierungspräsidium Freiburg)

Eine Behörde in Freiburg hat vor Fälschungen des Diabetesmedikaments Ozempic gewarnt, das in Deutschland auf dem Markt ist. Von den Fälschungen gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit "erhebliche Gesundheitsgefahren" aus, wie das Regierungspräsidium Freiburg am Donnerstagabend in Absprache mit dem Stuttgarter Sozialministerium mitteilte. Es sei nicht auszuschließen, dass sich mehrere gefälschte Packungen in Deutschland im Vertrieb befinden.

Falls gefälschte Medikamente auftauchten, müssten diese in eine Apotheke gebracht werden. Die Originalpräparate des Herstellers Novo Nordisk seien nicht gefährlich. Die Originale seien von den Fälschungen optisch leicht zu unterscheiden, schreibt das Regierungspräsidium und verbreitet Fotos dazu. Ozempic wird als Injektion unter die Haut gespritzt. Bei der Originalspritze ist der drehbare Ring im hinteren Bereich demnach hellblau. Bei der Fälschung ist er grau. Der Injektionsknopf am Ende der Spritze ist bei der Originalspritze grau und bei der Fälschung blau.

In Deutschland liegt die Überwachung des Arzneimittelverkehrs bei den jeweils zuständigen Behörden der Bundesländer. Sie können für deutschlandweit vertriebene Fälschungen Warnungen aussprechen.

Warnung vor gefälschten Diabetesmitteln
09:30 Uhr

Ed Sheeran spricht über Beerdigung im eigenen Garten

Der britische Pop-Superstar Ed Sheeran wünscht sich nach eigenen Worten ein Begräbnis auf seinem eigenen Anwesen. Im Interview mit dem Männermagazin "GQ" sprach der 32-Jährige über seine Pläne und sagte, dass er schon erste Vorbereitungen getroffen habe. So gebe es auf seinem Anwesen in einer Kapelle ein Loch unter einem Stein: "Wenn der Tag kommt, an dem ich sterbe, kann ich dort hinein." Dass er in so einem jungen Alter schon an den Tod denkt, erklärte Sheeran so: "Ich hatte Freunde, die ohne Testament gestorben sind, und niemand wusste, was zu tun ist."

Es ist nicht das erste Mal, dass Sheeran mit dem Thema für Schlagzeilen sorgt. Bereits im vergangenen Jahr gab es einen Bericht, wonach sich der Musiker auf seinem Mega-Anwesen in der ostenglischen Grafschaft Suffolk eine eigene Familiengruft schaffen wolle. Die etwa zwei mal drei Meter große Grabstätte solle unter einer Kapelle entstehen. Die örtlichen Behörden erteilten die Genehmigung. Der Zugang durch die Bodenplatte des Gebäudes sei nicht als eigenes Bauvorhaben anzusehen, somit spreche nichts dagegen, hieß es zur Begründung.

Ed Sheeran spricht über Beerdigung im eigenen Garten
08:33 Uhr

Nazi-Raubkunst: Egon Schiele wird in New York versteigert

Sechs in der Zeit des Nationalsozialismus geraubte Kunstwerke des österreichischen Künstlers Egon Schiele sollen im kommenden Monat in New York versteigert werden. Drei der Werke - Aquarelle auf Papier, deren Wert auf jeweils bis zu 2,5 Millionen Dollar (rund 2,37 Millionen Euro) geschätzt wird - werden am 9. November versteigert, drei weitere dann zwei Tage später im Rahmen der Herbstauktion, teilt das New Yorker Auktionshaus Christie's mit.

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Porträt "Egon Schiele" (1910) des österreichischen Kunst-Pioniers Max Oppenheimer (Teil der Ausstellung "Max Oppenheimer - Expressionist der ersten Stunde" im Leopold Museum in Wien). (Foto: dpa)

Die Kunstwerke waren jüngst an die Erben des österreichischen Juden Fritz Grünbaum, dem sie gehört hatten, zurückgegeben wurden. Die New Yorker Behörden erklärten, dass Institutionen wie das Museum of Modern Art, die Morgan Library (beide in New York) und das Kunstmuseum von Santa Barbara in Kalifornien der Rückgabe von sieben Werken des österreichischen Künstlers Egon Schiele an die Familie von Fritz Grünbaum zugestimmt haben. Grünbaum war ein Kabarettist und Kunstsammler, der 1941 im Konzentrationslager Dachau starb. Die Erben Grünbaums hatten jahrelang für die Rückgabe der Kunstwerke gekämpft.

Schieles Werke, die von den Nazis als "entartet" angesehen wurden, waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Manhattan von den Nationalsozialisten größtenteils versteigert oder ins Ausland verkauft worden.

Nazi-Raubkunst: Egon Schiele wird in New York versteigert
08:31 Uhr

Was heute wichtig wird

Guten Morgen, Freitag. Ich freu' mich auf's Wochenende, wie steht's mit Ihnen? Und vorher bin ich gespannt darauf, wer den Friedensnobelpreis dieses Jahr bekommt. Im vergangenen Jahr erhielten der inhaftierte belarussische Menschenrechtsanwalt Ales Bjaljazki sowie die Menschenrechtsorganisationen Memorial aus Russland und Center for Civil Liberties aus der Ukraine die Auszeichnung. Um 11.00 Uhr will das norwegische Nobelkomitee in Oslo seine Entscheidung bekannt geben. Erfahren Sie hier natürlich sofort!

Außerdem wichtig:

  • Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder beraten ab 8.45 Uhr im spanischen Granada über den Kampf gegen unerwünschte Migration und Reformen vor der Aufnahme neuer Mitglieder. Am Rande des informellen Gipfels wird es voraussichtlich ein Gespräch zwischen unserem Bundeskanzler und Italiens Ministerpräsidentin geben.

  • Der verheerende russische Raketenangriff auf das Dorf Hrosa im ostukrainischen Gebiet Charkiw mit mehr als 50 Toten hat international Entsetzen ausgelöst. Russlands Armee sei "das absolut Böse", sagt nicht nur Wolodymyr Selenskyj - auch Vertreter von EU und den Vereinten Nationen verurteilten den brutalen Angriff auf die Zivilisten scharf.

  • Nach einem Vorfall bei einer Wahlkampfveranstaltung mit AfD-Chef Tino Chrupalla in Oberbayern werden die Ermittlungen der Polizei laut einem Sprecher noch mehrere Tage dauern. Ergebnisse von Chrupallas Blutproben und den Tests an seiner Kleidung würden diese Woche wohl nicht mehr vorliegen.

  • US-Präsident Joe Biden erwartet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute zu einem Gespräch im Weißen Haus. Die Reise nach Washington kommt überraschend, denn gestern hielt sich Steinmeier noch in Kap Verde auf

  • Borussia Mönchengladbach will nach dem ersten Saisonsieg beim VfL Bochum nun auch im eigenen Stadion gewinnen. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane trifft um 20.30 Uhr auf den Tabellenletzten FSV Mainz 05 (DAZN).

Was heute wichtig wird
07:38 Uhr

Für "zwei Bauern in Stiefeln, einen Sack Kartoffeln und ein Fass Wein": Die "Ente" wird 75

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Gehegt und gepflegt. (Foto: dpa)

Wohl kaum ein Auto verkörpert Frankreich und sein Lebensgefühl so sehr und wird von Fans Jahrzehnte nach Produktionsende so liebevoll am Leben gehalten wie die Ente. Der als einfaches Auto für die breite Bevölkerung gedachte Citroën 2CV sorgte auf dem Pariser Automobilsalon bei der Vorstellung am 7. Oktober 1948 wegen seiner eigenwilligen Form für Kopfschütteln. Das kleine, schaukelnde Auto aber wurde gerade wegen seiner unverwüstlichen Bauweise zu einem Verkaufsschlager. Bastler gehen mit ihm noch heute auf große Fahrt. 75 Jahre nach ihrem ersten Auftritt wird die Ente am Samstag im Citroën-Museum bei Paris groß gefeiert - mit einer Parade von 75 Enten.

Bereits in den 1930er Jahren begann Citroën mit der Entwicklung eines preiswerten Autos, das ein Kleinwagen mit minimaler Ausstattung werden sollte. "Entwerfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 Kilometer pro Stunde schnell ist und dabei nur drei Liter auf 100 Kilometern verbraucht", sollen die Anforderungen an den Konstrukteur André Lefèbvre gelautet haben. "Es muss ausgesprochen gut gefedert sein, sodass ein Korb voll mit Eiern eine Fahrt über holprige Feldwege unbeschadet übersteht", hieß es weiter.

Der Entwurf eines "Toute Petite Voiture" (ganz kleinen Autos) war 1939 fertig. Dann begann der Zweite Weltkrieg und der Pariser Autosalon fand nicht statt. 250 Prototypen wurden verschrottet oder versteckt. Erst nach Kriegsende 1948 stellte Citroën ein überarbeitetes Modell vor. Das sparsame Auto "für die kleinen Leute" wurde schnell zu einem Symbol für Freiheit und Lebensfreude - über Grenzen hinaus.

Zu Berühmtheit gelangte die Ente auch in Kinofilmen, etwa mit James Bond in "Tödlicher Mission" oder mit Louis de Funès als "Gendarm von Saint-Tropez". Außerdem organisierte Citroën Enten-Rallys auf heute unvorstellbaren Routen: 1970 ging es von Paris nach Kabul und zurück, eine Strecke von 16.500 Kilometern, im Jahr darauf zur Palaststadt Persepolis im Iran und 1973 nach Tunesien. Seitdem die letzte Ente im Juli 1990 in Portugal vom Band lief, hält eine große Fangemeinde den Wagen am Leben.

Für "zwei Bauern in Stiefeln, einen Sack Kartoffeln und ein Fass Wein": Die "Ente" wird 75
07:12 Uhr

Tschentscher: Bund soll Hausaufgaben machen

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat das Ultimatum von FDP-Bundestagsfraktionschef Christian Dürr zur Versorgung von Asylbewerbern zurückgewiesen und den Bund aufgefordert, seinerseits seine Hausaufgaben zu machen. Es spreche nichts gegen Prepaid-Bezahlkarten für Geflüchtete, so der SPD-Politiker, Hamburg prüfe die technische Umsetzung bereits, aber durch eine gesetzliche Änderung müsse sichergestellt werden, dass Personen in öffentlicher Unterbringung ihre Verpflegung nicht gleichzeitig als Sach- und zusätzlich als Geldleistung erhalten. Auf Initiative Hamburgs haben der Bundesrat und die Ministerpräsidentenkonferenz eine entsprechende gesetzliche Änderung vorgeschlagen, die aber vom Bund bisher nicht umgesetzt wurde."

Hamburg hatte nach Angaben der Sozialbehörde bereits im Juni erneut einen Antrag auf Wiedereinführung des Sachleistungsprinzips bei Unterbringung in einer Sammelunterkunft mit Vollverpflegung gestellt. Die Wiedereinführung der schon von 2016 bis 2018 geltenden Regelung würde die hohen zusätzlichen Ausgaben der Städte und Kommunen zur Sicherstellung der Vollverpflegung zumindest teilweise ausgleichen, ist die Behörde überzeugt.

Dürr erwarte von den Ländern, dass sie bis zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 6. November den Weg für Prepaid-Bezahlkarten freimachen. Die irreguläre Migration müsse runter - dafür müssten Bargeldauszahlungen zügig gestoppt werden. In den Hamburger Aufnahmeeinrichtungen erhalten alle Geflüchteten Sachleistungen und ein Taschengeld.

Tschentscher: Bund soll Hausaufgaben machen
06:56 Uhr

Expertin für Exaltiertes: Sunnyi Melles wird 65

Ein Kreuzfahrtschiff schaukelt im Sturm, den vornehm-reichen Passagieren wird schlecht, sie übergeben sich. Nein, man muss sagen: Sie kotzen. Mittendrin eine abgehobene Unternehmergattin - herrlich gespielt von Sunnyi Melles. Sie kotzt am allermeisten in der Satire "Triangle of Sadness". Oft sind es genau diese kapriziösen, überkandidelten Damen, die Sunnyi Melles spielt - mit Erfolg und mit charmant-humorvoller Grandezza.

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Pretty in Pink! (Foto: dpa)

Am morgigen Samstag wird die Wahl-Münchnerin 65 Jahre alt. Bei der Filmpremiere in Cannes habe es für die Kotz-Orgie Szenen-Applaus gegeben, erzählt Melles. "Da haben 2300 Menschen applaudiert, so etwas habe ich noch nie erlebt. Und danach haben mich viele Zuschauer angesprochen, die mich vorher alle nicht kannten, und die sahen mich ganz verliebt an."

Im deutschsprachigen Raum hat sich Sunnyi Melles seit vielen Jahren einen Namen gemacht, auf der Bühne und vor der Kamera. Schon als Kind und als Jugendliche wagte sie in Basel erste Versuche als Schauspielerin. Sie stammt aus einer Künstlerfamilie. Engagements bei den Salzburger Festspielen als Buhlschaft im "Jedermann" sowie am Bayerischen Staatsschauspiel in München und am Wiener Burgtheater pflastern ihren Weg. Im Fernsehen und im Kino war sie in unterschiedlichsten Genres zu sehen - von "Derrick" über "Buddenbrooks", "Narziß und Goldmund" bis zum "Tatort". Verheiratet ist Melles mit Peter Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. Das Paar hat zwei Kinder.

Expertin für Exaltiertes: Sunnyi Melles wird 65
06:34 Uhr

Das Wetter

Es lässt sich nicht verleugnen: Es wird Herbst. Heute überwiegen von der Nordsee und vom Emsland bis Vorpommern und Brandenburg kompakte Wolken und gelegentlich fällt etwas Regen oder Nieselregen. In der nördlichen Mitte ziehen Wolkenfelder vorüber, es bleibt dort aber trocken. In den übrigen Gebieten kann sich nach Auflösung von teils zähem Nebel oft die Sonne durchsetzen, am freundlichsten wird es zwischen Oberrhein und Südostbayern. Die Höchstwerte liegen bei 17 Grad im Norden und Nordosten, 20 Grad am Niederrhein und 23 Grad im Breisgau. Im Süden weht nur schwacher, im Norden zeitweise mäßiger, an Nord- und Ostsee frischer bis starker Wind aus südwestlichen Richtungen mit starken bis stürmischen Böen.

Wetter kommende Nacht:

  • Zwischen Nordsee, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern oft stark bewölkt und zeitweise etwas Regen.

  • Sonst meist trocken und weiter nach Süden hin immer weniger Wolken, vom Rheinland bis Bayern oft klar, teils aber später wieder Nebelbildung.

  • Tiefstwerte 16 Grad in Hamburg, 12 Grad am Niederrhein bis 4 Grad in Hochtälern des Bayrischen Waldes.

  • Schwacher bis mäßiger, in der Nordhälfte mäßiger bis frischer, an der See starker Wind aus westlichen Richtungen, im Küstenumfeld stürmische Böen oder einzelne Sturmböen möglich.

Wetter Samstag:

  • Von Ostfriesland und Schleswig-Holstein bis nach Ostbrandenburg sowie nordöstlich davon überwiegend stark bewölkt und zeitweise regnerisch, mitunter recht ergiebig.

  • Weiter südwestlich nach möglichem Nebel vielerorts länger heiter und trocken.

  • Höchstwerte 15 Grad im Norden Schleswig-Holsteins, 21 Grad in der Leipziger Tieflandsbucht bis 25 Grad am Kaiserstuhl und im Markgräflerland.

  • Im Süden schwacher bis mäßiger westlicher Wind, im Norden teils frischer bis starker Wind aus West bis Nordwest mit stürmischen Böen.

Das Wetter
06:25 Uhr

"Wir handeln zu langsam": 43 Millionen minderjährige Klimavertriebene

Extremwetterverhältnisse im Zusammenhang mit der Klimakrise haben einem neuen UN-Bericht zufolge in den vergangenen Jahren viele Millionen Minderjährige zu Vertriebenen gemacht. Zwischen 2016 und 2021 mussten dem Kinderhilfswerk Unicef zufolge 43,1 Millionen Kinder und Jugendliche aufgrund von Überschwemmungen, Stürmen, Dürren und Waldbränden ihr Zuhause zumindest zwischenzeitlich verlassen. Eine Schätzung für die kommenden 30 Jahre geht zudem davon aus, dass etwa 96 Millionen Minderjährige allein wegen über die Ufer tretenden Flüssen vertrieben werden könnten. Für den Zeitraum 2016 bis 2021 zählten China und die Philippinen zu den Ländern, in denen am meisten Kinder und Jugendliche vor Wetterereignissen fliehen mussten. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung seien Minderjährige in kleinen Inselstaaten wie Vanuatu derweil am stärksten von Stürmen betroffen gewesen. Überschwemmungen hätten den größten Einfluss in Somalia und im Südsudan gehabt.

Unicef-Direktorin Catherine Russell beklagt, diese Angsterfahrungen könnten für Kinder und Jugendliche besonders verheerend sein. "Die Flucht mag ihnen das Leben gerettet haben, doch sie ist eine sehr erschütternde Erfahrung. So wie die Auswirkungen des Klimawandels immer größere Ausmaße annehmen, werden auch klimabedingte Fluchtbewegungen zunehmen." Das Wissen sei da, um der eskalierenden Herausforderung zu begegnen, sagt Russell. "Doch wir handeln viel zu langsam."

"Wir handeln zu langsam": 43 Millionen minderjährige Klimavertriebene