Dienstag, 10. März 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:47 Uhr

Das war Dienstag, der 10. März 2020

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(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

das Coronavirus bestimmt immer noch die Nachrichtenlage. Der Bundestag will nun mehr Geld gegen die Epidemie locker machen. Die Bundespolizei plant die Kontrollen an den Grenzen zu verstärken. Ein kleiner Lichtblick: an der Wall Street erholen sich die Kurse leicht. Daneben melden Ärzte in Großbritannien die zweite HIV-"Heilung" überhaupt.

Hier an meinem Schreibtisch gehen jetzt die Lichter aus - die Nachtschicht übernimmt nun. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend und vor allem: bleiben Sie gesund!

21:50 Uhr

Schröder fordert Neuanfang in der Russland-Politik

2014 hatte die EU nach Beginn der Ukraine-Krise Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Diese wurden zuletzt im Dezember um ein halbes Jahr verlängert. Altkanzler Gerhard Schröder fordert nun ein Umdenken.

An die Stelle der Strafmaßnahmen sollte wieder der Dialog mit Moskau treten, sagte Schröder bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland in Berlin. "Man kann dieses Land und seine Bevölkerung nicht erpressen."

Der frühere SPD-Politiker betonte, Deutschland müsse sich wieder darauf besinnen, dass Russland ein Nachbar sei und zu einer "rationalen Position" kommen. Dabei müsse man auch Verständnis für russische Empfindsamkeiten aufbringen.

20:55 Uhr

Neue Sicherheitslücke bei Intel-Prozessoren entdeckt

Schlechte Nachrichten für Intel-Kunden: In Prozessoren des Chipherstellers sind weitere Sicherheitslücken entdeckt worden. Durch sie können Angreifer Daten wie Passwörter auslesen.

Es gehe um eine ähnliche Schwachstelle in der Chip-Architektur wie bei den vor gut zwei Jahren bekanntgewordenen Angriffsszenarien "Spectre" und "Meltdown", sagte IT-Forscher Bogdan Botezatu von der Sicherheitsoftware-Firma Bitdefender der Deutschen Presse-Agentur. Aber die Maßnahmen gegen "Spectre" und "Meltdown" seien bei der neuen Sicherheitslücke wirkungslos.

Bei der neuen Sicherheitslücke, die den Namen LVI-LFB bekam, sind die Prozessoren anfällig für Attacken mit bestimmten Datensätzen, erklärte Bitdefender. Dadurch könnten die Angreifer die Kontrolle über Puffer-Bereiche der Chips übernehmen und Informationen auslesen. Besonders gefährlich sei die Lücke in Rechenzentren, weil dort Daten mehrere Nutzer in einem Prozessor auftauchen könnten.

20:13 Uhr

Zweiter HIV-Patient gilt nach Spezialtherapie als geheilt

Der "Berlin Patient" war lange Zeit der einzige Mensch, der als geheilt von HIV galt. Nun gibt es neue Ergebnisse von einem Londoner Patienten, der mit einer speziellen Therapie wohl vom Aids-Erreger befreit wurde. Etwa zweieinhalb Jahre nach Beendigung der Anti-HIV-Therapie ist bei dem Patienten kein funktionsfähiges HI-Virus mehr nachweisbar gewesen, berichtet eine Gruppe Mediziner von der University of Cambridge in der Fachzeitschrift "The Lancet HIV".

Der Patient, der neben HIV eine Blutkrebserkrankung hatte, hatte zuvor eine spezielle Stammzellspende erhalten. Durch die Stammzelltherapie wurde das Immunsystem neu aufgebaut. Der Stammzellspender hatte dabei jeweils eine seltene Mutation, die ihn immun gegen das HI-Virus macht.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Erfolg der Stammzelltransplantation als Heilung für HIV, über den erstmals vor neun Jahren beim Berliner Patienten berichtet wurde, wiederholt werden kann", sagte einer der beteiligten Ärzte. Auch der Berliner Patient hatte eine Form von Blutkrebs.


19:12 Uhr

"Verdammter Lügner": Biden legt sich mit Fabrikarbeiter an

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Biden im Gespräch mit dem Fabrikarbeiter.

(Foto: REUTERS)

Angesichts zahlreicher Massaker wird das Waffenrecht in den USA seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Präsident Trump wirft den Demokraten immer wieder vor, den Bürgern ihre Waffen wegnehmen zu wollen.

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat sich nun in Detroit ein hitziges Wortgefecht zu dem Thema geliefert. Beim Besuch einer Baustelle warf ein Arbeiter dem früheren Vizepräsidenten vor, das Recht auf Waffenbesitz abschaffen zu wollen. "Du bist ein verdammter Lügner" entgegnete Biden daraufhin. "Ich unterstütze den zweiten Verfassungszusatz."

Biden betonte in dem Streit, er selbst besitze eine Schusswaffe. US-Bürger dürften aber nicht jede Art von Waffen besitzen. Der demokratische Ex-Vizepräsident will Sturmgewehre und besonders große Magazine verbieten.

Biden hat in der Vergangenheit wiederholt mit ruppigen Äußerungen für Aufsehen gesorgt. So bezeichnete er Mitte Februar eine junge Frau als "verlogene hundsgesichtige Pony-Kavalleristin".

18:16 Uhr

Zoo-Löwin tötet eigene Babys

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Zwei der Jungtiere überlebten den Angriff nicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schocknachricht für den Leipziger Zoo: Eine Löwin hat dort erneut ihren eigenen Nachwuchs getötet. Wie der Zoo mitteilte, überlebten zwei von fünf Jungtieren nicht. Die Löwenmutter verhielt sich demnach am Montag nach einer routinemäßigen Impfung des Nachwuchses aggressiv und verletzte ein Jungtier tödlich. Ein zweites Jungtier wurde schwer verletzt und überlebte die Nacht nicht.

"Wir können nicht erklären, warum die Löwin, die sich in den vergangenen zehn Wochen intensiv um ihren Wurf gekümmert hat, so aggressiv agiert", erklärte Zoodirektor Jörg Junhold. Der Löwenvater, der die Jungtiere bereits vom Sichtkontakt her kennt, sollte daher zu ihnen gelassen werden, um der Löwin Entlastung zu verschaffen.

Bereits im vergangenen August hatte die Löwin zwei Jungtiere gefressen. Es war ihr erster Wurf. Ende Dezember bekam sie dann erneut fünf Jungtiere.

18:05 Uhr
Breaking News

Deutsche Eishockey-Liga sagt Playoffs wegen Coronavirus ab - kein Meister

Die Deutsche Eishockey-Liga bleibt 2020 erstmals in ihrer Geschichte ohne Meister. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus streicht die höchste deutsche Spielklasse ihre Meisterrunde ersatzlos.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:31 Uhr

Rapper Fler wieder auf freiem Fuß

Rapper Fler ist bekannt dafür, gerne eine dicke Lippe zu riskieren. Nach seiner Attacke auf ein RTL-Fernsehteam hat der 37-Jährige nun die Konsequenzen zu spüren bekommen. Die Polizei verhaftete den Berliner heute Morgen. Nach Informationen von rtl/ntv ist der 37-Jährige aber jetzt wieder auf freiem Fuß. Der Haftbefehl wegen Raubes und Körperverletzung wurde aufgehoben.

Letzte Woche Montag soll Fler das Team von RTL vor einem Luxus-Geschäft am Berliner Kurfürstendamm beschimpft und bedroht haben. Als die Reporterin die erste Frage stellen wollte, soll Fler versucht haben, die Kamera wegzudrücken. Dem Kameramann soll er ins Gesicht geschlagen haben. Danach soll der Rapper mit Teilen der Kamera in seinem Auto geflüchtet sein.

17:02 Uhr

Geldtransporter überfallen - Großfahndung in NRW

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Das ausgebrannte Fluchtauto der Räuber.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einer Pistole und einem Sturmgewehr haben zwei maskierte Räuber in Krefeld einen Geldtransporter überfallen. Die Täter seien mit einer Geldkassette entkommen, teilte die Polizei mit. Es gab keine Verletzten. Das Fluchtauto zündeten die Täter einige Straßen weiter an, es brannte komplett aus.

Vermutlich seien sie dann mit einer schwarzen VW-Limousine weiter geflüchtet. "Wir fahnden derzeit mit allen verfügbaren Kräften sowie einem Hubschrauber", teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Täter seien mit Sturmhauben maskiert gewesen. Zur Höhe der Beute machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

17:00 Uhr
16:15 Uhr

Unbekannte töten seltene weiße Giraffen

Weiße Giraffen sind in Kenia äußerst selten. Nun wurden in dem ostafrikanischen Land ein Muttertier und ihr Junges tot aufgefunden. Die Skelette der zwei Tiere wurden im Wildtierreservat Ishaqbini Hirola gefunden, sagte Mohamed Ahmed Noor, der Leiter des Reservats. Tierschützer hatten die in Kenia bekannte Giraffen-Mutter und ihr Kalb demnach vor rund einem Monat zuletzt gesehen.

Vermutet wird, dass die zwei Tiere von Wilderern erschossen wurden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass sie von Kämpfern der Terrorgruppe Al-Shabaab getötet wurden. Die Miliz ist im Nachbarland Somalia sowie in den Grenzgebieten aktiv.

Forscher glauben, dass weiße Giraffen unter einer Defekt-Mutation namens Leuzismus leiden. Diese führt bei Tieren dazu, dass Fell und Federn weiß und die darunterliegende Haut rosa sind, weil die Haut keine Melanozyten, also farbstoffbildende Zellen, enthält.

15:38 Uhr

Türkei schiebt "Terroristenkämpfer" nach Deutschland ab

Die Türkei hat einen weiteren angeblichen Terroristen nach Deutschland abgeschoben. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete von einem "Terroristenkämpfer" mit deutscher Staatsbürgerschaft, der in sein Land zurückgeschickt worden sei. Informationen zum Zielort der Reise oder zu den Vorwürfen gegen die Person gab es zunächst nicht.

Die Türkei schiebt seit Monaten Menschen mit angeblichen Verbindungen zu Terrororganisationen ab. Sie hatte Anfang Oktober im Norden Syriens eine Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen, die sie als Terrororganisation betrachtet. Dabei waren offiziellen Angaben zufolge auch 287 Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden, darunter Frauen und Kinder.

Die türkischen Angaben sind mit Vorsicht zu betrachten. Immer wieder fließen beispielsweise in die Zahlen zu den abgeschobenen angeblichen Terroristen die mitreisender Kinder ein.

15:09 Uhr
Breaking News

Landesregierung: Großveranstaltungen in NRW grundsätzlich absagen

Wegen des Coronavirus sollen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich abgesagt werden - oder ohne Zuschauer stattfinden. Das sieht ein beschlossener Erlass der Landesregierung mit entsprechenden Weisungen an die Kommunen vor.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:49 Uhr

Arnold Schwarzenegger verklagt Roboter-Hersteller

Arnold Schwarzenegger in seiner Paraderolle als "Terminator".

Arnold Schwarzenegger in seiner Paraderolle als "Terminator".

(Foto: picture-alliance / dpa)

In der Science-Fiction-Filmreihe "Terminator" mimte Arnold Schwarzenegger einen Cyborg, der gegen andere Maschinen kämpft. Nun setzt sich der Schauspieler auch abseits der Leinwand gegen Roboter zur Wehr. Der russischer Hersteller Promobot nutzt das Gesicht des 72-Jährigen für seine fahrenden Roboter - offenbar ohne Erlaubnis.

Schwarzeneggers Firma habe laut dem US-Promi-Portal "TMZ" eine Klage über mehr als zehn Millionen US-Dollar eingereicht. Die Robo-C-Reihe von Promobot kann individuell mit menschlichen Gesichtern ausgestattet werden. Das Problem: Schwarzenegger habe keine Erlaubnis erteilt, sein Gesicht für Werbezwecke zu benutzen.

Laut der Klage, die dem Portal vorliegen soll, sei der Action-Star das "unfreiwillige Gesicht" des Produkts geworden. Außerdem habe Promobot trotz vorherigen Versprechens den Arnie-Roboter mehrfach genutzt.


14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Ina Bullwinkel hat sich in den Feierabend verabschiedet und nach einigen technischen Problemen läuft meine Maschine hier im Büro nun einigermaßen rund. Bis zum Abend betreue ich für Sie den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - bitte eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de

Los geht's!

14:04 Uhr

Moderator Tobias Schlegl ist jetzt Sanitäter

Nach drei Jahren Ausbildung hat Tobias Schlegl sein Ziel erreicht: Der ehemalige "Extra 3"-Moderator Tobias Schlegl ist jetzt ausgebildeter Notfallsanitäter. "Ich habe es geschafft. Durchgezogen. Staatsexamen bestanden", schrieb er auf Twitter. Dazu veröffentlichte Schlegl ein Foto, das ihn mit seinem Zeugnis zeigt. Jetzt wolle er seine "mediale Arbeit" wieder "etwas hochfahren", um dazu beizutragen, "dass die Arbeitsbedingungen für Retter in Zukunft etwas besser werden", erklärte er weiter.

Der Wunsch, etwas gesellschaftlich Relevantes zu machen, hatte ihn 2016 dazu veranlasst, sich aus dem Fernsehgeschäft zurückzuziehen und die Ausbildung zum Notfallsanitäter zu beginnen, schrieb Schlegl.

13:45 Uhr

Putin sucht Weg für dauerhaftes Regieren

Maximal zwei Amtszeiten als Präsident, danach ist Schluss - so sieht es derzeit die russische Verfassung vor. Präsident Wladimir Putin ist das seit Längerem ein Dorn im Auge, er möchte seine Macht weiter ausbauen.

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Putin möchte sich nicht mit zwei Amtszeiten zufriedengeben.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Regierungspartei Geeintes Russland mehren sich jetzt Stimmen für ein dauerhaftes Regieren von Kremlchef Putin. Die in der Verfassung bisher verankerte Begrenzung von zwei Amtszeiten solle aufgehoben werden, sagte die Abgeordnete Valentina Tereschkowa. Sie machte den Vorschlag in der Debatte um die größte Verfassungsänderung der russischen Geschichte.

Oppositionelle sowie unabhängige Politologen in Moskau hatten von Anfang an gesagt, dass die Verfassungsänderung allein dem Machterhalt Putins diene. Demnach herrschte zuletzt die Auffassung vor, dass Änderungen so einschneidend sind, dass die bisherigen Amtszeiten Putins nicht zählten.

13:14 Uhr

76-Jährige legt Trickbetrüger rein - zwei Festnahmen

Pfiffige Rentner braucht das Land: Eine 76-jährige Frau aus Mülheim an der Ruhr hat bei der Festnahme von zwei Trickbetrügern maßgeblich mitgewirkt. Wie die Polizei in Essen mitteilte, spielte die Seniorin zum Schein in beiden Fällen das Spiel der Betrüger mit, indem sie vortäuschte, auf telefonische Geldforderungen einzugehen.

Am vergangenen Freitag konnte die Polizei so einen 36-jährigen mutmaßlichen Geldkurier festnehmen. Bereits im vergangenen September hatte die Seniorin demnach auf dieselbe Weise zur Festnahme einer 24-jährigen Tatverdächtigen beigetragen.

Die Polizei lobte ausdrücklich "die aufmerksame und mutige Seniorin für ihre Hilfe". Zugleich warnten die Beamten aber dringend vor Alleingängen. Im Verdachtsfall sollten Betroffene die Polizei informieren.

12:53 Uhr

AfD meldet Brandanschlag auf Auto von Landeschef

Auf das Auto des kommissarischen Berliner AfD-Landesvorsitzenden Nicolaus Fest soll ein Brandanschlag verübt worden sein. Das teilte die AfD mit. Die Polizei nannte den Namen des Autobesitzers nicht, bestätigte aber eine Brandstiftung an einem Auto gegen 2.00 Uhr in der Nacht zu Dienstag in der Witzlebenstraße in Berlin-Charlottenburg.

Der Anschlag war nach Einschätzung der Polizei politisch motiviert. Für zahlreiche ähnliche Anschläge und Sachbeschädigungen an Büros, Autos und Häusern von AfD-Politikern hatte es in den vergangenen Jahren Bekennerschreiben aus der linksradikalen Szene gegeben.

12:22 Uhr

JVA sucht Grillhähnchenwagen für Inhaftierte

Falls Ihre Arbeitsmotivation so schlecht ist, wie die Studie (siehe unten) sagt, ist vielleicht dieses ungewöhnliche Jobangebot interessant für Sie: Die Justizvollzugsanstalt Geldern sucht einen Grillhähnchenwagen für sein Sommerfest.

Der Grillmeister soll an zwei Tagen mit dem Wagen vorfahren und in kurzer Zeit 600 halbe Hähnchen mit Pommes rot-weiß an die Gefangenen austeilen. In ihren Informationen für Interessenten schreibt die JVA: "Am 25.04. und am 02.05.2020 findet ein Sommerfest für die ca. 500 Inhaftierten der JVA Geldern statt."

Gut zu wissen: "Die Inhaftierten befinden sich unter Aufsicht durch Personal der JVA." Grillhähnchen-Wagen-Besitzer haben noch zwei Wochen Zeit, um sich bei dem Gefängnis für den Auftrag zu bewerben.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:53 Uhr

Nach Attacke auf Fernsehteam: Fler in Berlin verhaftet

Der Rapper Fler wurde heute Morgen in Berlin festgenommen. Der Grund: Er soll ein Fernsehteam attackiert haben. Gegen den 37-Jährigen sei zuvor ein Haftbefehl wegen Raubes und Körperverletzung erlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der Rapper soll das Team von RTL vor rund einer Woche laut Polizeiangaben vor einem Luxus-Geschäft am Berliner Kurfürstendamm beschimpft und bedroht haben. Als die Reporterin die erste Frage stellen wollte, soll Fler versucht haben, die Kamera wegzudrücken. Dem Kameramann soll er ins Gesicht geschlagen haben.

Der Rapper soll mit Teilen der Kamera in seinem Auto geflüchtet sein. Nach dem Vorfall hatte Fler bei Instagram seine Sicht der Dinge geschildert und dem Fernsehteam die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte vorgeworfen.

11:22 Uhr

Verdacht auf Volksverhetzung: Polizeibeamter suspendiert

In Gelsenkirchen wurde ein 57-jähriger Polizeibeamter vom Dienst suspendiert. Der Mann wird nach Polizeiangaben verdächtigt, mehrere Äußerungen mit möglicherweise volksverhetzendem Inhalt in sozialen Medien gepostet zu haben. Gegen den Beamten wurden ein entsprechendes Strafverfahren sowie ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

"Wir gehen konsequent gegen jede Form fremdenfeindlicher oder rassistischer Äußerungen und Handlungen vor", erklärte Gelsenkirchens Polizeipräsidentin Britta Zur. "Ich erwarte von allen meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jederzeit ein klares Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und ein aktives Eintreten für die Grundwerte unserer Verfassung". Es sei ihr "wichtig, dass die erhobenen Vorwürfe lückenlos aufgeklärt werden", sagte Zur.

11:14 Uhr
Breaking News

Auch Revierderby wird zu "Geisterspiel"

Das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am kommenden Spieltag der Fußball-Bundesliga findet nach Informationen unserer Redaktion ohne Fans auf den Rängen statt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:05 Uhr

Epstein-Ermittler: "Prinz Andrew hat Tür zu Kooperation geschlossen"

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Nach Angaben der US-Ermittler kooperiert Prinz Andrew nicht mit ihnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Noch immer ist die Rolle von Prinz Andrew im Missbrauchsskandal um den US-Multimillionär Jeffrey Epstein nicht abschließend geklärt. Ermittler in New York haben dem britischen Royal nun erneut mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit vorgeworfen. "Prinz Andrew hat die Tür zu einer freiwilligen Kooperation vollständig geschlossen", sagte der zuständige Staatsanwalt Geoffrey Berman Medienberichten zufolge in der Ostküstenmetropole am Montag. Die Staatsanwaltschaft prüfe nun ihre weiteren Optionen, sagte Berman demnach bei einer Pressekonferenz.

Der Buckingham-Palast in London hatte nach Informationen mehrerer US-Medien nicht auf Anfragen geantwortet. Auch die britische Botschaft in der US-Hauptstadt Washington wollte sich laut "New York Times" nicht zu einem laufenden rechtlichen Verfahren äußern. Bereits im Januar hatte Berman angegeben, den Prinzen im Fall Epstein als Zeugen befragen zu wollen - er ist nicht angeklagt.

10:33 Uhr

Jeder Vierte in Deutschland geht unmotiviert zur Arbeit

Mit wie viel Motivation sind Sie heute zur Arbeit gegangen? Wenn man einer neuen Studie trauen will, liegt die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Sie lieber zu Hause geblieben wären. Denn im internationalen Vergleich sollen Deutschlands Angestellte ganz hinten bei der Arbeitsmotivation liegen.

  • Laut der Untersuchung des auf Mitarbeiterbefragungen spezialisierten Unternehmens Peakon geht hierzulande knapp jeder Vierte (23 Prozent) unmotiviert zur Arbeit. In den USA trifft dies demnach nur auf 18 Prozent zu.
  • Für die Untersuchung wertete Peakon 80 Millionen Datenpunkte aus Umfragen in Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Australien, Neuseeland und den USA aus. Bei der Mitarbeiterzufriedenheit belegen dabei die USA gemeinsam mit Dänemark Platz eins (jeweils 45 Prozent).
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10:47 Uhr
Breaking News

RKI stuft ganz Italien als Risikogebiet ein

Das Robert-Koch-Institut hat ganz Italien zu einem Risikogebiet erklärt. Für Deutschland stuft es in der Risikobewertung die Gefahr als "mäßig" ein. Es gebe aber auch in Deutschland besonders gefährdete Gebiete, vor allem den nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg.

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10:10 Uhr

Delfin-Massensterben stellt Experten vor Rätsel

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Laut Experten ist das Massensterben von Delfinen für die Region im Südwesten von Namibia ungewöhnlich.

(Foto: imago/blickwinkel)

Dutzende tote Delfine an einem Strand im Südwesten von Namibia verwundern Experten. Die Schutzorganisation Namibian Dolphin Project erklärte, das Phänomen sei in dem südafrikanischen Land absolut ungewöhnlich. Nach Angaben einer Sprecherin des Ministeriums für Fischerei und Meeresschätze sollen Wissenschaftler nun untersuchen, warum die insgesamt 86 Schwarzdelfine an der Südwestküste des südafrikanischen Lands gestrandet und verendet sind.

Die Organisation vermutete, dass einer der Meeressäuger erkrankte, die anderen bei ihm blieben und dann von der Ebbe überrascht wurden. Nach Angaben des Namibian Dolphin Projects gibt es etwa 30 verschiedene Wal- und Delfinarten in Namibia.

09:55 Uhr
Breaking News

Rheinderby findet ohne Fans statt

Nach Informationen unserer Redaktion wird das verschobene Bundesliga-Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Mittwochabend vor leeren Rängen stattfinden. Grund dafür ist die Risikominimierung des sich rasch ausbreitenden Coronavirus.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:43 Uhr

Person will sich mit Fenstersprung vor Feuer retten - tot

In Neumünster ist eine Person nach dem Sprung aus einem Dachgeschossfenster gestorben. In dem Mehrfamilienhaus hatte es im Dachstuhl ein Feuer gegeben. Offenbar wollte sich die Person durch den Sprung vor den Flammen retten, wie die Polizei mitteilt.

Eine andere Person konnte nach einem Sprung in das Sprungtuch der Feuerwehr gerettet werden. Anschließend kam sie zur Behandlung in ein Krankenhaus. Etwa 30 Personen mussten mit Hilfe der Feuerwehr das betroffene das benachbarte Gebäude verlassen. Sie wurden in einem Bus der Stadtwerke betreut. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

09:15 Uhr

Elon Musk lästert über Coachella und kassiert Retourkutsche

Das Musikfestival Coachella sollte verschoben werden - solange bis es wieder cool ist. Mit dieser Aussage sorgt Tesla-Chef Elon Musk gerade für ordentlich Wirbel auf Twitter. Musk beschwert sich, dass zu viele Firmensponsoren den Vibe getötet hätten und das Festival das letzte Mal vor fünf oder sechs Jahren wirklich gut war.

Ironischerweise gab es im vergangenen Jahr einen recht prominenten Auftritt eines Tesla-Autos auf dem Coachella-Festival, das seit 1999 jährlich in Kalifornien stattfindet. Damals flog ein Tesla mit Will Smiths Sohn Jaden darauf medienwirksam über das Publikum. Ein Video davon hat Coachella mit dem Kommentar "lol" direkt unter Musks Post gesetzt. Der reagiert mit Humor: "Na gut, das war gut haha."

08:59 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:41 Uhr

Alle ESC-Teilnehmer stehen fest

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Ben Dolic geht für Deutschland ins Rennen.

(Foto: picture alliance/dpa)

41 Musiker und Musikerinnen nehmen am diesjährigen Eurovision Song Contest teil. Jetzt steht auch fest, wer das sein wird.

  • Für Schweden tritt etwa die Frauenband The Mamas ("Move") an, wie am Samstagabend beim Melodifestivalenfinale ermittelt wurde. Für Zypern soll der deutsche Sänger Sandro zum ESC reisen.
  • Bei Fans besonders beliebt sind bislang zum Beispiel die Beiträge aus Litauen (The Roop mit "On Fire"), Bulgarien (Victoria mit "Tears Getting Sober") und Island (Daði & Gagnamagnið mit "Think About Things"). Für Österreich singt Vincent Bueno ("Alive") und für die Schweiz der Sänger Gjon's Tears ("Répondez-moi").
  • Für Deutschland soll der 22-jährige Ben Dolic mit dem Lied "Violent Thing" eine gute Platzierung für Deutschland rausholen. Ob ihm das gelingt, sehen wir am 16. Mai, wenn das Finale aus Rotterdam übertragen wird.
08:13 Uhr

Dali-Werk in Secondhand-Laden entdeckt

In einem Laden mit Gebrauchtwaren in North Carolina hat eine ehrenamtliche Helferin ein Werk des Surrealisten Salvador Dali entdeckt. Die Frau fand das Bild in dem Sortierraum des Geschäfts, wie CNN berichtet.

Ihr sei das Bild zwischen anderen aufgefallen, weil es älter war. Ein Experte untersuchte das Kunstwerk und bestätigte den Verdacht: Es handelt sich um ein Original. Das Bild, eine signierte Holzschnitzerei, wurde für 1200 Dollar (circa 1100 Euro) verkauft. Laut CNN werden die gebrauchten Gegenstände aus dem Laden meist für 10 bis 50 Dollar verkauft.

07:31 Uhr

Politisch unkorrekt? Vier Länder verbannen Pixar-Film

In Deutschland läuft der Pixar-Film "Onward: Keine halben Sachen" seit letztem Donnerstag in den Kinos. Auch in einigen Ländern im Mittleren Osten sollte der Film zu sehen sein - das wird allerdings nicht passieren. Wie das Hollywood-Portal Deadline berichtet, stören sich einige Länder an einem offen homosexuellen Charakter des Animationsfilms.

  • Dabei handelt es sich um die lesbische Polizistin Specter, die in einer Szene davon spricht, wie sie gemeinsam mit ihrer Freundin ein Kind großzieht. Das ist für Kuwait, Oman, Katar und Saudi-Arabien zu progressiv. Den Film verbannen sie deshalb aus ihren Kinos. Andere Länder wie zum Beispiel Bahrain, Libanon und Ägypten zeigen den Film allerdings.
  • Auch Russland passt die Szene nicht und zensiert sie. Statt "Freundin" spricht die Figur nun von "Partner".
  • Disney hat es zumindest versucht. Die Themen Gleichberechtigung und Toleranz bleiben leider für einige Regierungen ein rotes Tuch.
07:01 Uhr

Beleidigungen oder Attacken: Zwei Drittel der Bürgermeister betroffen

Bürgermeister zu sein, ist kein einfacher Posten - nie macht man es allen recht. Dass der Job mitunter auch gefährlich ist, macht die (so wichtige) Arbeit nicht attraktiver. 64 Prozent und damit fast zwei Drittel der Bürgermeister in Deutschland sind nach eigenen Angaben bereits beleidigt, beschimpft, bedroht oder tätlich angegriffen worden. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Zeitschrift "Kommunal" im Auftrag des ARD-Politmagazins "Report München".

  • Bespuckt oder geschlagen wurden 9 Prozent der Bürgermeister. In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern berichteten demnach sogar 32 Prozent von tätlichen Angriffen.
  • 59 Prozent der Befragten berichteten von Beleidigungen oder Übergriffen bei öffentlichen Veranstaltungen, 57 Prozent erlebten dies in den Diensträumen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

*Datenschutz

das Coronavirus breitet sich weiter in Deutschland und anderen Staaten aus. Ganz Italien ist mittlerweile zur Sperrzone erklärt worden. Gut 60 Millionen Menschen können sich dort von heute an nicht mehr frei bewegen. Wollen wir hoffen, dass uns hierzulande kein ähnliches Schicksal ereilt. Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie weiterhin in unserem Coronavirus-Liveticker.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Wirtschaftssorgen vor Coronavirus-Folgen: Nach schweren Einbrüchen an den Aktienmärkten und am Ölmarkt gestern schauen die Anleger heute voller Spannung in Richtung Osten. Neben den Finanzmärkten in Asien rückt dabei auch Russland in den Blick: Das Land streitet sich mit Saudi-Arabien und der Opec über Erdöl-Fördermengen - wie reagieren die Kurse darauf?
  • Verfassungsgericht prüft Altersversorgung geschiedener Frauen: Sind Frauen nach einer Scheidung in bestimmten Fällen benachteiligt, wenn ihre Altersversorgung neu berechnet wird? Mit dieser Frage befasst sich heute ab 10 Uhr das Bundesverfassungsgericht.
  • Präsidentschafts-Vorwahlen in den USA: Bei den Demokraten wollen sich Joe Biden und Bernie Sanders heute in sechs Bundesstaaten weitere Delegiertenstimmen sichern.
  • Die EU-Kommission stellt in Brüssel ihre neue Industriestrategie vor, mit der sie auf Herausforderungen wie die Digitalisierung und den Klimaschutz reagieren will.

Ich hoffe, Sie starten gut in diesen Dienstag. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:33 Uhr

Bootsunglück überschattet königlichen Indonesien-Besuch

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König Willem-Alexander und der indonesische Präsident Joko Widodo.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Bootsunglück mit sieben Toten hat den Besuch des niederländischen Königspaars Willem-Alexander und Maxima in Indonesien überschattet. Das Unglück passierte nach Angaben der Behörden bei einer Vorbereitungstour zu einem geplanten Ziel des Paares auf der Insel Borneo.

Zwei Boote prallten auf einem Fluss in Palangkaraya zusammen. 20 Menschen konnten gerettet werden, wie der Sprecher der Rettungskräfte, Yusuf Latief, sagte. Auf einem Boot waren demnach Parkranger, auf dem anderen Garde-Mitglieder des indonesischen Präsidenten. Unter den sieben Toten war laut Yusuf der örtliche Militärchef.

06:15 Uhr

Sturmtief "Gisela" bringt regnerische Tage

Sturmtief "Gisela" mit Zentrum nördlich von Schottland bestimmt heute unser Wetter. Dabei überquert uns die dazugehörige Warmfront, die teils ergiebigen Dauerregen, aber auch zunehmend mildere Luft mitbringt. Am Mittwoch und Donnerstag liegt dann eine Luftmassengrenze mitten über Deutschland und trennt kühle Luft im Norden von frühlingshaft milder Luft mit Spitzenwerten von bis zu 20 Grad im Süden. Im Bereich der Luftmassengrenze kommt es zu weiteren Regenfällen.

Heute ist es von Rügen über das Erzgebirge bis zu den Alpen es am Vormittag noch trocken mit letzten Sonnenstrahlen. Sonst fällt bereits kräftiger Regen, in höheren Lagen der Mittelgebirge nur anfangs noch Schnee. Spätestens ab Mittag regnet es dann landesweit. Dazu bläst frischer und in Böen starker Südwestwind, an der Nordsee und im Bergland sind Sturmböen dabei.

Die Temperaturen steigen im Osten auf 6 bis 10, im Westen auf 10 bis 14 Grad. Auch in Gipfellagen der Mittelgebirge setzt Tauwetter ein, sodass im Westen und Südwesten durch Schmelzwasser und Dauerregen die Hochwassergefahr an kleineren Flüssen erneut ansteigt.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Die weiteren Aussichten: Morgen dominieren in einem Streifen von NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland bis nach Sachsen und Nordbayern dicke Wolken mit zeitweiligem Regen. Nördlich und südlich davon gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken mit nur seltenen Schauern. Bei kräftigem und in Böen starkem Wind kommt der Norden auf 10 bis 14, der Süden auf 15 bis 18 Grad.

Am Donnerstag bringt eine Kaltfront zunächst im Norden, später auch in der Mitte häufig Schauer und Abkühlung. Nur südlich der Donau bleibt es überwiegend freundlich und trocken, an den Alpen wird es sogar meist sonnig. An der Küste reicht es bei Sturm mit Böen bis zu einem Tempo von 100 Stundenkilometern nur für Werte um acht Grad. Im übrigen Land gibt es bei starkem bis stürmischem Wind 10 bis 14, in Baden-Württemberg und Bayern 15 bis 18, in Grenznähe zu Tirol und Salzburg 18 bis 20 Grad. Ihr Björn Alexander

05:55 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht