Dienstag, 27. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:17 Uhr

Trump hetzt gegen muslimische Abgeordnete

Nicht gerade professionell und einfach nur peinlich wirkt Donald Trump wenige Tage vor der US-Wahl. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan hetzte er heute ohne Grund gegen die aus Somalia stammende Kongressabgeordnete Ilhan Omar - und das nicht zum ersten Mal.

Bei einer Wahl seines Herausforderers Joe Biden würde die Einwanderung aus Staaten mit vielen Terroristen - unter anderem Syrien und Somalia - stark ansteigen, behauptete der 74-Jährige. "Wisst ihr, wenn ich an Somalia denke, denke ich an Omar. Ilhan Omar", sagte Trump unter den Buhrufen der Menge und fuhr fort, dass die muslimische Volksvertreterin die USA hasse. "Sie mag es, uns zu erzählen, wie wir unser Land regieren sollen, ist das nicht nett?". Omar war als Kind mit ihrer Familie aus Somalia in die USA geflüchtet.

Vergangenes Jahr hatte der Präsident einen Tweet geteilt, in dem behauptet wurde, dass Omar am Jahrestag der Anschläge des 11. September gefeiert und getanzt habe. Sie wurde im Internet daraufhin heftig angefeindet - und das obwohl das verbreitete Video nicht am 11. September, sondern Tage später aufgenommen wurde.

21:46 Uhr

Bushido hat Corona - und einen Rat für "Aluhüte"

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Bushido

(Foto: imago images/Olaf Wagner)

Rapper Bushido hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten", teilte der 42-Jährige auf Instagram mit. Er habe Symptome, schrieb er in einer Story auf seinem Account. Und weiter: "Ich konnte euch Aluhüte noch nie verstehen. Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen", so der Rapper.

21:22 Uhr

Merz drängt weiter auf schnellen Parteitag

Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus hatte der CDU-Bundesvorstand eine Verschiebung des ursprünglich für den 4. Dezember geplanten Parteitages beschlossen.

Der Vorsitzkandidat Friedrich Merz geht trotzdem weiter davon aus, dass bei seiner Forderung, noch dieses Jahr einen Parteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden abzuhalten, noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Er bemühe sich darum, dass die CDU im Interesse ihrer Handlungs- und Führungsfähigkeit in dieser Frage zu einer Entscheidung komme, sagte Merz beim Jahresempfang des Wirtschaftsrats der CDU Hessen im Kloster Eberbach im Rheingau. "Mein Eindruck ist, das wird auch in den nächsten Tagen sich so verdichten".

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20:30 Uhr

"Charlie Hebdo" reagiert auf Erdogans Hetze mit provokativer Karikatur

Neue Ausgabe der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" wird dem türkischen Staatschef Erdogan wohl noch weniger gefallen, als die mit den umstrittenen Mohammed-Karikaturen. Denn diesmal ziert er selbst das Cover.

Die Zeichnung hat den Titel "Erdogan - privat ist er sehr lustig" und zeigt den Präsidenten in einem Sessel sitzend, während er einer Frau den Schleier lüftet. Die neue "Charlie-Hebdo"-Ausgabe erscheint am Mittwoch.

 

20:05 Uhr

Die Videos des Tages

19:52 Uhr

Trump und Biden veröffentlichen neue TV-Spots

Mit sehr unterschiedlichen Wahlkampfspots wollen Joe Biden und Donald Trump in den letzten Tagen vor der US-Präsidentschaftswahl punkten. Das Biden-Team stellte eine Reihe von Werbeclips vor, in denen der Herausforderer unter anderem die Einheit des tief gespaltenen Landes beschwor und seine Unterstützung für die "Black Lives Matter"-Bewegung bekräftigte. Auch wandte er sich an die Wähler und forderte diese auf, die "düstere, wütende Politik" der letzten Jahre unter Präsident Trump zu beenden.

 

Auch das Wahlkampfteam vom Präsident Trump veröffentlichte demgegenüber einen neuen Spot, in dem Biden das "Anheizen der Flammen" in "brennenden Städten" der USA vorgeworfen wird. Die Werbung spielt auf vereinzelte Gewaltausbrüche im Zuge der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den vergangenen Monaten an.

 

19:36 Uhr

Auch Linke sagt ihren Parteitag ab

Die scheidenden Linken-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger bleiben wohl etwas länger im Amt. Denn nach der CDU hat auch die Linke ihren Parteitag zur Wahl einer neuen Parteispitze abgesagt. Der Parteivorstand beschloss, dass das schon einmal von Juni auf Ende dieses Monats verschobene Treffen erneut nicht stattfinden kann. "Die weiter ansteigenden Corona-Infektionszahlen machen diesen Schritt leider unausweichlich", teilte die Partei mit.

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18:55 Uhr

Kadyrow: Macron sieht "wie ein Terrorist aus"

Nach den Äußerungen von Emmanuel Macron zu Mohammed-Karikaturen und gegen Islamisten hat der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow den französischen Staatschef mit einem "Terroristen" verglichen.

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Kadyrow wirft Macron unter anderem vor, "Muslime heimlich dazu aufzurufen, Verbrechen zu begehen".

(Foto: AP)

  Macron provoziere Muslime und sehe allmählich "selbst wie ein Terrorist aus", erklärte Kadyrow bei Telegram. "Indem er Provokationen unterstützt, fordert er die Muslime heimlich dazu auf, Verbrechen zu begehen".

Macron habe knapp zwei Milliarden Muslime auf der ganzen Welt beleidigt, fügte Kadyrow hinzu. "Ehe es zu spät ist, Macron, hören Sie mit Ihren Provokationen und Angriffen auf den Glauben auf." Ansonsten werde Macron als "Präsident in die Geschichte eingehen, der verrückte Entscheidungen getroffen hat", warnte der tschetschenische Machthaber.

18:12 Uhr

Kim Kardashian kassiert Shitstorm für Bikini-Fotos

Kim Kardashian feiert sich und ihre Kurven in den sozialen Medien einfach mal selbst. Der Reality-TV-Star, der vergangene Woche 40 Jahre alt wurde, präsentiert in körperbetonten Outfits gern seine wohlgeformte Silhouette - dieses Mal sogar besonders knapp bekleidet. Kardashians Kommentar dazu: "Das ist 40!"

 

Unter den Bikinibildern häufen sich Kritikerstimmen, die vor allem eines anprangern: Natürlich ist hier kaum noch etwas. "So sieht 40 für jemanden aus, der das notwendige Geld für Fitnesstrainer, Ernährungsberater, Köche, kosmetische Eingriffe und hochwertige Gesichts- und Körperpflegeprodukte hat", schreibt etwa eine Twitter-Nutzerin. Andere pflichten ihr bei: "Geht es wirklich als 40 durch, wenn all deine Körperteile brandneu sind?" oder "Nein, das ist plastische Chirurgie und Geld".

17:38 Uhr

Einbrecher geraten bei Flucht vor Polizei in Gegenverkehr - drei Tote

Bei einer Verfolgungsjagd auf einer Autobahn nahe dem Brüsseler Flughafen sind drei mutmaßliche Einbrecher ums Leben gekommen.

Die Polizei wurde im Ort Zaventem wegen eines versuchten Einbruchs alarmiert. Die Polizisten nahmen die Verfolgung eines verdächtigen Fahrzeugs auf, eines gestohlenen Autos, wie sich herausstellte. Die mutmaßlichen Einbrecher fuhren auf eine Autobahn, irrten sich aber in der Fahrtrichtung. Sie versuchten, bei Machelen wieder abzufahren, stießen dabei aber mit einem Kleinlastwagen zusammen. Dessen Fahrer wurde nur leicht verletzt, die drei Flüchtigen kamen ums Leben.

17:16 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:57 Uhr

Trump: "Echte Umfragen zeigen, dass ich gewinne"

Diese Umfragewerte sind laut Trump also nicht "echt":

*Datenschutz

Die "echten Umfragen zeigen, dass ich gewinne", schreibt der US-Präsident auf Twitter. Was er unter einer echten Umfrage versteht, erklärt Trump allerdings nicht.

Der 74-Jährige bezeichnet die öffentlich bekannten Erhebungen häufig als gefälschte Umfragen, die keinen Wert hätten. Wahlkampfteams haben in der Regel auch eigene, nicht veröffentlichte Umfragen.

16:19 Uhr

Jugendlicher stirbt bei Fotoshooting

Schrecklicher Unfall in Baden-Württemberg: Ein 17-Jähriger ist in Bruchsal bei einer Fotoaktion ums Leben gekommen. Er wollte sich auf dem Kofferraum eines Autos sitzend aufnehmen lassen. Der 18-jährige Fahrer, ein Bekannter des Jugendlichen, fuhr zunächst langsam los, beschleunigte dann aber den Wagen. Der 17-Jährige stürzte auf den Asphalt und wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Einen Tag später starb der Jugendliche in einer Klinik.

15:57 Uhr

Mehr als eine Million Menschen fliehen vor Taifun in Vietnam

Auf eine Naturkatastrophe folgt die nächste. Vietnam wurde in den vergangenen Wochen bereits von vier Wirbelstürmen heimgesucht. Dabei kamen 130 Menschen ums Leben. In den kommenden Tagen erwartet der vietnamesische Wetterdienst "einen der schlimmsten Stürme der letzten 20 Jahre". In den Küstenregionen haben sich heute bereits mehr als 500.000 Menschen vor dem heranziehenden Taifun "Molave" in Sicherheit gebracht. Weitere 700.000 sollen folgen.

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Menschen stappeln Sandsäcke, um Wellenbrecher zu verstärken.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Behörden verfügten, dass mehr als 500.000 Menschen ihre Häuser verlassen und in Schutzunterkünften untergebracht werden sollten.

Es wird erwartet, dass der Taifun am Mittwochmittag (Ortszeit) mit Sturmböen von bis zu 140 Stundenkilometer und bis zu zehn Meter hohen Wellen auf Land treffen wird. Im Vorfeld wurden Schulen geschlossen und zahlreiche Flüge abgesagt. Nach den Vorhersagen wird vor allem die bei Touristen besonders beliebte Region rings um Danang im Zentrum des Landes von dem Wirbelsturm betroffen sein.

15:29 Uhr

Frankreich warnt seine Bürger in muslimischen Ländern

Als Franzose in die Türkei, in den Iran, nach Indonesien oder Bangladesch zu reisen, das ist aktuell vielleicht nicht die beste Idee. Im Streit um Karikaturen des Propheten Mohammed hat Frankreich Sicherheitshinweise für mehrere mehrheitlich muslimische Länder veröffentlicht.

In den betroffenen Ländern sollten sich Franzosen von Protesten fernhalten, hieß es vonseiten des Außenministeriums. Auch öffentliche Versammlungen sollten gemieden werden. Insbesondere auf Reisen und an touristischen Orten sollte man wachsam sein, heißt in den Sicherheitshinweisen. 

Staatschef Macron hatte mehrfach die Meinungsfreiheit und das Veröffentlichen von Karikaturen verteidigt. Vor allem streng gläubige Muslime lehnen eine bildliche Darstellung des Propheten ab und empfinden sie als beleidigend, explizit verboten ist sie im Koran aber nicht. Macrons Äußerungen führten in mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern zu heftigen Protesten. Der türkische Präsident Erdogan nannte europäische Politiker "Faschisten" und rief dazu auf, französische Waren zu boykottieren.

14:51 Uhr

Rund 800.000 Tote: Verdächtiger für Völkermord in Ruanda festgenommen

Rund 800.000 Menschen wurden 1994 in Ruanda getötet. Angehörige der Hutu-Mehrheit töteten vor allem Tutsis und auch gemäßigte Hutus.

In den Niederlanden wurde nun ein Mann aus dem afrikanischen Land festgenommen, der unter dem Verdacht der Beihilfe am Völkermord in seiner Heimat steht. Der 71-Jährige lebte seit etwa 20 Jahren in den Niederlanden. Ruanda hatte die Auslieferung des Mannes beantragt.

Der Mann soll zur Zeit des Völkermordes in der Hauptstadt Kigali Eigentümer einer Apotheke gewesen sein. Er soll unter anderem an Treffen teilgenommen haben, bei denen Ermordungen der Tutsis vorbereitet wurden. Außerdem soll er eine Liste mit potenziellen Opfern erstellt haben, teilte die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf die Justiz in Ruanda mit.

14:45 Uhr

Schichtwechsel

Volker Petersen verabschiedet sich in den Feierabend, jetzt kann er weiter ungestört den Corona-Ticker auf ntv.de lesen. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten, die thematisch nicht in den Ticker passen. So eine Art corona-freie Zone ist das hier also. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:30 Uhr

Mittlerweile 3200 Soldatinnen in der Bundeswehr

In der Bundeswehr dienen 20 Jahre nach einer Grundgesetzänderung für den Dienst an der Waffe inzwischen etwa 3200 Soldatinnen.

  • Über alle Laufbahnen hinweg betrage der prozentuale Anteil der Frauen damit mehr als 12 Prozent, im Sanitätsdienst mehr als 45 Prozent, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Dienstag in Berlin. "Generale sind die höchsten Dienstgrade der Bundeswehr.
  • Derzeit gibt es drei Soldatinnen im Generalsrang, eine Frau Generalstabsarzt und zwei Generalärzte - Tendenz steigend".

Update: Die Zahl wurde inzwischen auf 3200 korrigiert. In einer ersten Version war von 23.000 Soldaten und Soldatinnen die Rede gewesen.

13:56 Uhr

CO2-Ausstoß von Kraftwerken soll Höhepunkt hinter sich haben

Kraftwerke stoßen weltweit CO2 aus, um Energie bereitzustellen - doch wie eine Studie zeigt, könnten diese den Höhepunkt beim Ausstoß schon im vergangenen Jahr überschritten haben.

  • Wegen der Corona-Krise werde er dieses Jahr um etwa zehn Prozent niedriger ausfallen als 2019, heißt es in der Studie von "Bloomberg Energy Finance".
  • Selbst wenn mit der wirtschaftlichen Erholung in den nächsten Jahren der Ausstoß wieder steige, werde er das Niveau von 2019 nicht mehr erreichen, schätzen die Experten.
  • Grund sei, dass Strom aus Wind oder Sonne immer günstiger werde, die Investitionen in diese Technologien stiegen und somit vor allem Kohlekraftwerke relativ an Bedeutung verlören.
13:38 Uhr

Warum viele Eltern nicht mehr vorlesen

Den Kindern vorzulesen, ist eine super Sache, da sind sich Experten einig. Doch mehr und mehr hapert es bei den Eltern an der Zeit oder der Bereitschaft, wie die neue Vorlesestudie 2020 zeigt.

  • Die Hälfte der Eltern, die ihren Kindern nur selten vorliest, gibt an, dass es im Haushalt anderes zu tun gebe und sie zu erschöpft zum Vorlesen seien.
  • "Vorlesen ist für viele der Befragten eine zusätzliche Belastung in ihrem Alltag", sagte Rainer Esser, Geschäftsführer der "Zeit"-Verlagsgruppe. 48 Prozent der Eltern glaubten außerdem, dass ihren Kindern woanders genug vorgelesen werde, vor allem in der Kita.
  • Für die Studie der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung "Die Zeit" und der Deutschen Bahn Stiftung wurden bundesweit 528 Eltern befragt, die maximal einmal pro Woche vorlesen. Sie gehören zu den rund 32 Prozent der Eltern in Deutschland, die ihren Kindern selten oder nie vorlesen - diese Zahl ist seit Jahren konstant.
13:03 Uhr

Sagen Sie es mit einem Merkel-Gif

Wer etwas hermachen will auf Twitter oder im Chatprogramm, braucht Gifs. Solche Minivideos gibt es sehr zahlreich von Angela Merkel, wie Twitter-Nutzer Marcel Dirsus feststellte, der im Hauptberuf am Institut für Sicherheitspolitik an der Uni Kiel forscht. Er schlägt vor, einfach nur noch mit Merkel-Gifs zu kommunizieren. Schauen Sie mal hier, ob das was für Sie wäre!

 

12:42 Uhr

Schon 64 Millionen Amerikaner haben gewählt

Eigentlich ist es gar nicht mehr korrekt, den 3. November als den Wahltag der USA zu bezeichnen. Die Wahl läuft ja längst - per Brief. 64 Millionen Amerikaner haben schon abgestimmt, meldet nun die "New York Times" unter Berufung auf das US Elections Project. Das seien 46 Prozent der Stimmenzahl, die vor vier Jahren gezählt wurde. Es zeichnet sich eine Rekord-Wahlbeteiligung ab. Der Grund ist Präsident Trump, der Anhänger wie Gegner gleichermaßen an die Urnen treibt.

12:32 Uhr

Nicht einmal Plattners Megakauf bringt SAP auf Tageshoch

Mehr als eine breitangelegte Bodenbildung bei der SAP-Aktie um 97 Euro sehen Händler noch nicht. "Es ist schon etwas komisch, dass nicht mehr Dynamik hereinkommt, obwohl der Markt jetzt weiß, dass Aufsichtsratschef Plattner mit einer Viertelmilliarde eingestiegen ist", sagte ein Händler.

Die Aktie notierte am Mittag 3,3 Prozent im Plus bei 100,76 Euro. Ihr höheres Tageshoch hatte sie aber bereits in der Vorbörse auf Tradegate bei 102,82 Euro erreicht.

SAP
SAP 100,14

Dieser Eintrag erschien zuerst im Börsen-Tag.

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12:17 Uhr

Razzia bei Rechtsextremen in Mecklenburg-Vorpommern

Sie sollen illegal Waffen besessen haben, deswegen schauten heute mal ein paar Polizeibeamte vorbei - und führten eine Razzia bei 24 Rechtsextremen in Mecklenburg-Vorpommern durch.

  • Das Verfahren richte sich gegen Mitglieder der Gruppierung "Nationales Bündnis Löcknitz", die im Verfassungsschutzbericht des Landes erwähnt wird.
  • An den Durchsuchungen der Wohnungen, Büros und Nebengebäude in der Region um Löcknitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald waren 300 Beamte von Landes- und der Bundespolizei beteiligt. Ziel sei es gewesen, gegebenenfalls Waffen, Munition und Unterlagen zu beschlagnahmen.
12:03 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:39 Uhr

Zeuge beschreibt Tiergarten-Mord

"Der wusste, glaube ich, was er tat" - das sagte heute ein Zeuge im Prozess um den Mord im Kleinen Tiergarten in Berlin vor gut einem Jahr. Der Zeuge hatte nach eigenen Angaben am 23. August 2019 einen Knall in dem Park gehört. Als er sich umdrehte, sah er in etwa 20 Meter Entfernung einen Mann auf dem Bauch auf dem Weg liegen. Daneben stand ein weiterer Mann und richtete eine Pistole auf den Kopf des Opfers. "Er hat noch einmal abgedrückt." Danach sei der Schütze ruhig mit einem Fahrrad weggefahren. "Hektisch war er auf jeden Fall nicht." Das Opfer war ein 40-jähriger Georgier tschetschenischer Abstammung, der am helllichten Tag erschossen worden war. Nach Ansicht der Bundesanwaltschaft war es ein Mord im Auftrag staatlicher russischer Stellen.

11:28 Uhr

AfD wählt Berndt zum Kalbitz-Nachfolger

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Berndt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Brandenburger AfD-Landtagsfraktion hat Hans-Christoph Berndt zum neuen Vorsitzenden gewählt. Dies teilte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Dennis Hohloch, mit. Berndt tritt die Nachfolge von Andreas Kalbitz an, der nach seinem Rauswurf aus der Partei im August zurückgetreten war.

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11:10 Uhr

Unbekannter Lotto-Millionär holt Gewinn nicht ab

Oh Gott, genau das könnte mir auch passieren: Ein unbekannter Glückspilz hat bereits vergangenes Jahr über eine Million Euro im Lotto gewonnen - und das Geld bis heute nicht eingefordert.

  • Der Lottospieler habe am 21. Dezember 2019 in einer Lotto-Annahmestelle im Raum Memmingen bei dem Spiel "BayernMILLIONEN" das Gewinnerlos gekauft und sich seitdem nicht gemeldet, teilte Lotto Bayern mit.
  • Nach dem Unbekannten werde deshalb nun öffentlich gesucht, grundsätzlich habe er aber noch bis Ende 2023 Zeit, seinen Gewinn geltend zu machen.
10:38 Uhr

Kriegsschiff bei Kollision schwer beschädigt

Ein Minensuchboot der griechischen Kriegsmarine ist bei einer Kollision mit einem portugiesischen Containerschiff schwer beschädigt worden. Mindestens zwei Besatzungsmitglieder des griechischen Schiffes wurden verletzt.

  • Das Minensuchboot verlor bei der Kollision sein Heck. Es habe starke Schlagseite, berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT). Zwei Schlepperboote versuchten, das Kriegsschiff zum nahen Marinestützpunkt auf der Insel Salamis zu schleppen.
  • Über die Umstände des Unfalls wurde aus offiziellen Quellen zunächst nichts bekannt. Piräus ist einer der größten Häfen des Mittelmeeres. In der Bucht vor dem Hafen wimmelt es von Frachtern, Tankern und Containerschiffen. In derselben Region befinden sich der größte griechische Marinestützpunkt und der Fährhafen von Piräus.
10:05 Uhr

Dreijähriger erschießt sich versehentlich selbst

Es passierte, weil bei einem Kindergeburtstag einem Gast die Pistole aus der Hosentasche rutschte - Sie ahnen es, wir befinden uns in den USA, genauer: in Texas. Dort hat sich ein Dreijähriger auf seiner eigenen Geburtstagsfeier versehentlich selbst erschossen. Einer der erwachsenen Gäste hatte seine Waffe fallen lassen.

09:41 Uhr

Ziemiak erwidert Merz-Kritik

Wer sich so lautstark wie Friedrich Merz gestern über die Verschiebung des CDU-Parteitags beschwert, muss sich nicht wundern, wenn eine Gegenrede folgt. Die hat nun CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak abgegeben.

  • Er betonte, dass Überlegungen zum Gesundheitsschutz ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen seien. "Der Grund für die Verschiebung des Präsenzparteitages war die Infektionslage in Deutschland", sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk.
  • Merz hatte Teilen des "Parteiestablishments" vorgeworfen, ihn als CDU-Chef verhindern zu wollen und gesagt, die Absage sei "der letzte Teil der Aktion 'Merz verhindern' in der CDU".
09:16 Uhr

Plug-in-Hybride boomen

Nicht nur dank der Kaufprämien werden Elektroautos immer begehrter - dabei erleben Plug-in-Hybride einen regelrechten Boom.

  • In den ersten drei Quartalen wurden in den fünf größten westeuropäischen Automärkten 146.000 Wagen mit Plug-in-Hybrid-Motor neu zugelassen, ein Plus von 316 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das hat die Unternehmensberatung Strategy& analysiert.
  • Bei Elektroautos gibt es drei unterschiedliche Bauarten: Plug-in-Hybride sind Fahrzeuge mit kombiniertem Verbrennungs- und Elektromotor, deren Batterie separat aufgeladen werden kann. Daneben gibt es Hybridfahrzeuge ohne Plugin-Funktion und die vollelektrischen Autos.
08:25 Uhr

"Trump rief mich an. Er glaubt wirklich an seine Wiederwahl"

Piers Morgan

Piers Morgan.

(Foto: Facundo Arrizabalaga/EPA/dpa)

Die Wahlen in den USA scheinen gelaufen, Biden scheint uneinholbar vorn zu liegen. Aber nach 2016 fällt es schwer, sich auf solche Gewissheiten zu verlassen. Der britische TV-Moderator Piers Morgen schreibt nun in der Zeitung "Daily Mail", Trump habe ihn angerufen. Und nach dem 25-minütigen Gespräch glaube er nicht, dass die Wahl gelaufen sei. "Trump glaubt ernsthaft, er werde wiedergewählt werden", schreibt Morgan. Eben weil beim letzten Mal die Umfragen auch falsch gelegen hätten. Morgan sieht nach Trumps gesitteterem TV-Duell mit Biden vergangene Woche noch eine Chance. "Die Leute mögen dieses Ich lieber", habe Trump am Telefon gesagt. "Aber manche Leute mögen das andere Ich auch", habe er gesagt. Er habe Trump geraten, sich mitfühlender und verständnisvoller zu zeigen, dann habe er noch eine Chance gegen Biden.

07:55 Uhr

Hurrikan "Zeta" trifft auf Südküste Mexikos

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Am Strand der Küste Yucatáns wurde es ungemütlich.

dpa

Hurrikan "Zeta" ist an der Südostküste Mexikos auf Land getroffen. Das Auge des Sturms erreichte das Festland am späten Montagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern nahe der Stadt Tulum im Bundesstaat Quintana Roo, wie die mexikanische Wetterbehörde mitteilte.

  • Das entspreche einem Hurrikan der Stufe eins von insgesamt fünf. Zugleich warnte die Behörde vor starken Regenfällen sowie bis zu sieben Meter hohen Wellen entlang des betroffenen Küstengebiets auf der Yucatán-Halbinsel.
  • Der Sturm ziehe nun mit einer Geschwindigkeit von rund 20 Kilometern pro Stunde in nordöstlicher Richtung weiter. Für Teile des Bundesstaates Quintana Roo, zu dem beliebte Urlaubsorte wie Cancún und die Insel Cozumel gehören, hatte Mexikos Zivilschutzbehörde die höchste Alarmstufe ausgerufen
07:30 Uhr

Bombe explodiert in Pakistan, mehrere Kinder getötet

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(Foto: REUTERS)

Ein Attentäter platziert in Pakistan eine Bombe - so weit, so schlecht. Er hielt es aber für eine gute Idee, dies in einer Koranschule in Peschawar zu tun. Sieben Kinder sind tot, etwa 70 weitere verletzt. Viele der verletzten Jungen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren befänden sich in einem kritischen Zustand, sagte ein Krankenhausarzt. Bisher hat sich niemand zu der grausamen Tat bekannt.

07:10 Uhr

Städte bereiten sich auf Weihnachtsmärkte vor

Lebkuchenherzen hängen auf einem Weihnachtsmarkt vor einem Stand. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv/Symbolbild

Lebkuchenherzen hängen auf einem Weihnachtsmarkt vor einem Stand. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv/Symbolbild

(Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv/Symbolbild)

Glühwein unterm Heizpilz, verbrannte Mandeln und furchtbare Musik aus schlechten Boxen - werden wir dieses Jahr unsere Weihnachtsmärkte genießen können? Die Städte arbeiten daran.

  • Um Besucher und Besucherinnen bestmöglich zu schützen, sind die Auflagen vielerorts streng. Während etwa in München oder Dresden der Markt räumlich entzerrt werden soll, planen die Veranstalter am Berliner Breitscheidplatz Zugangskontrollen, um Menschenmassen zu vermeiden.
  • In Essen müssen Gäste an den Ständen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, in Leipzig sind gastronomische Angebote wie Bratwurst- oder Glühweinstände sogar ganz verboten.
  • In anderen Städten wie Düsseldorf, Köln, Erfurt, Freiburg oder Frankfurt wurden viele Märkte hingegen bereits abgesagt - am Montag kam auch das Aus für den weltberühmten Christkindlesmarkt in Nürnberg.
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06:38 Uhr

Das wird heute wichtig

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Real-Star Toni Kroos spielt seine Traumpässe heute im Borussia-Park, wo man von einem Erfolg gegen die Königlichen träumt.

(Foto: imago/Sven Simon)

In den USA feiert Präsident Trump den vorerst letzten großen Erfolg seiner Amtszeit - die Berufung der Richterin Amy Coney Barrett an den höchsten Gerichtshof, den Supreme Court. Seine Gegner trösten sich damit, dass es vielleicht nicht nur vorerst, sondern insgesamt Trumps letzter Triumph sein dürfte. Wenn die Umfragen stimmen! Aber heute stehen auch noch andere Termine an:

  • In Brandenburg wählt die AfD-Fraktion nach dem Abgang des Rechtsextremen Kalbitz eine neue Spitze. Zwei Männer und eine Frau bewerben sich auf die Nachfolge. Vorm Landtag in Potsdam soll es Proteste geben - auch Star-Pianist Igor Levit und Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel haben sich angekündigt.
  • Die erste Transgender Kommandeurin der Bundeswehr, Anastasia Biefang, übergibt die Führung des Technikbataillons an den Nachfolger. Oberstleutnant Anastasia Biefang hatte am 18. Oktober 2017 das Bataillon in der Kurmark-Kaserne Storkow (Mark) übernommen und wechselt in den Führungsstab des Kommandos Cyber- und Informationsraum in Bonn.
  • In der Wirtschaft legt Microsoft Quartalszahlen vor - einen Tag vor dem 65. Geburtstag von Gründer Bill Gates.
  • In Berlin beginnt ein Prozess gegen Polizisten, die einen tödlichen Unfall verursachten. Sie rammten im Januar 2018 das Auto einer jungen Frau, die daraufhin starb.
  • In der Fußball-Champions-League erlebt Borussia Mönchengladbach heute Abend eine Sternstunde: Real Madrid gastiert. Die Bayern spielen derweil auswärts gegen Lokomotive Moskau.

Ich heiße Volker Petersen und drücke heute ausnahmsweise mal Gladbach die Daumen. Wobei ich beim Fußballgucken mittlerweile immer die Tore verpasse, weil ich die ganze Zeit auf meinem Handy den Corona-Liveticker auf ntv.de lese (und andere Sachen, aber den Hinweis konnte ich nicht liegen lassen). Erreichbar bin ich unter volker.petersen (at) nama.de. Guten Morgen!

P.S.: Das Spiel Mönchengladbach gegen Real können Sie natürlich auch im ntv.de-Liveticker verfolgen. Dann verpassen Sie auch keine Tore. Selbiges gilt für die Begegnung der Bayern.

06:21 Uhr

SPD will Rüstungsexporte radikal verringern

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Deutscher Panzer vom Typ "Leopard" - eines der wichtigeren deutschen Rüstungsexportgüter.

(Foto: imago images / Björn Trotzki)

Mit Rüstungsexporten tut sich die SPD traditionell schwer - nun nimmt die Partei einen neuen Anlauf, diese zurückzufahren.

  • "Wir wollen eine europäische Rüstungskooperation, die bündelt, einspart und Exporte radikal verringert", heißt es in einem 15-seitigen Positionspapier mit dem Titel "Souveränes Europa", das die SPD-Bundestagsfraktion heute beschließen will.
  • Durch eine vertiefte Rüstungskooperation unter den europäischen Partnern könne der Exportdruck für Rüstungsfirmen reduziert werden.
  • Europa solle souveräner werden, sich nicht so sehr auf die USA verlassen. "Es sind mehr Anstrengungen erforderlich, um europäische Sicherheit aus eigener Kraft zu garantieren." Die verteidigungspolitische Souveränität Europas dürfe aber kein Gegensatz zur Partnerschaft mit den USA sein.
06:06 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht