Donnerstag, 19. Mai 2022Der Tag

mit Kristin Hermann
Kristin Hermann
22:42 Uhr

Das war Donnerstag, der 19. Mai 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

der heutige Tag war ziemlich ereignisreich. In Bremerhaven drang am Vormittag ein junger Mann in ein Gymnasium ein und schoss mit einer Armbrust auf eine Frau. Beamte konnten ihn festnehmen. Noch ist vieles unklar. Die Staatsanwaltschaft sprach von "psychischen Auffälligkeiten". Außerdem zogen heftige Gewitter über Deutschland, auch wenn die Auswirkungen bisher glücklicherweise harmloser als erwartet ausfielen. Alle Entwicklungen zum weiteren Verlauf finden Sie in unserem Unwetter-Ticker. Während in der Ukraine weiter gekämpft wurde und sich erneut Hunderte Soldaten aus dem Stahlwerk von Mariupol den russischen Angreifern ergaben, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz dem Land weitere Verteidigungshilfen zu - und richtete eine Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Gerhard Schröder verlor wegen seiner Russland-Beziehungen indes einige Privilegien als Altkanzler - und aus Brüssel droht ihm weiteres Ungemach. Welche Entwicklungen im Ukraine-Krieg heute sonst noch wichtig waren, finden Sie in unserer Tageszusammenfassung.

Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen restlichen Abend und eine gute Nacht.

22:12 Uhr

Flügel verkümmern: Neue Virusvariante bedroht Bienen weltweit

Eine gefährliche Variante des Krüppelflügelvirus ist weltweit auf dem Vormarsch. Das Virus befällt Honigbienen und sorgt dafür, dass ihre Flügel verkümmern und die Tiere sterben. Die neue Variante, die in Europa den ursprünglichen Virenstamm bereits abgelöst hat, breitet sich auch in anderen Regionen der Welt aus und führt zum Kollaps ganzer Völker. Das zeigt eine Studie eines internationalen Forschungsteams unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), das Daten zur Verbreitung der Virenvarianten aus den vergangenen 20 Jahren analysiert hat. Die Arbeit erschien im "International Journal for Parasitology: Parasites and Wildlife".

Das "Deformed Wing Virus" (Krüppelflügelvirus, DVW) werde über die Varroamilbe übertragen. "Die Milben übertragen aber nicht nur Viren, sondern fressen auch die Puppen der Bienen", sagt der Bienenforscher Robert Paxton von der MLU. Er forscht seit vielen Jahren zur Verbreitung verschiedener Krankheitserreger bei Honig- und Wildbienen. "Das Krüppelflügelvirus ist definitiv die größte Bedrohung für Honigbienen", sagt Paxton weiter.

21:54 Uhr

Lufthansa-Chef: Derzeit teuerstes Ticket kostet 24.000 Dollar

Das derzeit teuerste Ticket der Lufthansa kostet nach Angaben von Airline-Chef Carsten Spohr 24.000 Dollar (22.650 Euro) - und zwar für einen Erste-Klasse-Flug von San Francisco nach Frankfurt und zurück. Sogar diese Tickets seien derzeit ausverkauft, sagte Spohr im Aviation Club of Washington in der US-Hauptstadt. Die Lufthansa erhole sich schneller von der Covid-Pandemie als erwartet. Besonders auf der Nordamerika-Strecke "sehen wir sehr starke Zahlen", betonte der Vorstandsvorsitzende. "Ich glaube, in der Sommersaison, um ehrlich zu sein, sind wir sowieso schon ausgebucht." Lufthansa habe die Zahl der angeflogenen Ziele in den USA auf 25 erhöht - mehr als vor der Krise. Spohr sagte, Passagiere betrachteten Fluggesellschaften nach deren schweren Verlusten wegen der Pandemie nicht mehr als eine "Bankrott-Industrie". Stattdessen stünden inzwischen wieder Fragen wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Zentrum.

21:14 Uhr

Baby bereits seit einigen Tagen da? Rihanna und ASAP Rocky sollen Eltern geworden sein

Superstar Rihanna und ihr Freund ASAP Rocky haben einem Medienbericht zufolge ihr erstes Kind bekommen. Das Baby, ein Junge, sei bereits am 13. Mai in Los Angeles auf die Welt gekommen, berichtete das Promi-Portal "TMZ". Der Name des Neugeborenen wurde zunächst nicht bekannt. Die 34-jährige Sängerin von Hits wie "Diamonds" und "Umbrella" hatte ihre Schwangerschaft Ende Januar öffentlich gemacht, als sie sich von einem Promi-Fotografen mit über dem kugelrunden, nackten Bauch geöffneten Mantel ablichten ließ. Die auch als Modeunternehmerin erfolgreiche Rihanna und der Rapper ASAP Rocky sollen bereits seit geraumer Zeit liiert sein. Ihre Beziehung machten sie aber erst im vergangenen Jahr offiziell.

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20:56 Uhr

RKI: Omikron-Untervariante BA.5 nimmt auf sehr niedrigem Niveau zu

Der Anteil der Omikron-Subvariante BA.5 in Deutschland wächst, aber bisher auf sehr niedrigem Niveau. Er lag nach den jüngsten verfügbaren Daten, einer Stichprobe von vorletzter Woche, bei 1,4 Prozent. In den Wochen zuvor waren es 0,5 und 0,3 Prozent, wie aus dem Corona-Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Das stetige Wachstum der seit einiger Zeit vorherrschenden Omikron-Variante BA.2 scheint indes gestoppt, der Wert sank leicht auf nun 97,4 Prozent.

"Der aktuell besonders in Südafrika und zuletzt auch in Portugal zunehmende Trend der Omikron-Linien BA.4 und BA.5 geht dort mit einem Anstieg der Covid-19-Fallzahlen und Positivenrate einher", schreibt das RKI. In Deutschland ist bei BA.4 bisher nur eine sehr kleine Zunahme auszumachen, von 0,1 auf 0,3 Prozent. Auch bei Mischvarianten ist dem Bericht zufolge bisher kein starker Anstieg zu verzeichnen. Es werden aber nicht alle positiven Proben dahingehend untersucht.

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20:23 Uhr

"Maria Magdalena"-Sängerin Sandra hat Brustkrebs überstanden: "Es war die Hölle"

Die Sängerin Sandra hat erstmals öffentlich über ihren Kampf gegen Brustkrebs gesprochen. "Es war die Hölle, aber alles ist gut", sagte die 80er-Ikone ("Maria Magdalena") kurz vor einem Konzert im tschechischen Olmütz bei einer Online-Pressekonferenz. Die Diagnose Brustkrebs habe sie im Oktober 2017 erhalten. "Aber ich habe jetzt alles hinter mich gebracht. Die fünf Jahre sind um. Ich bin wieder gesund." Sie habe ihre Erkrankung geheim gehalten, weil sie ihre Fans nicht traurig habe machen wollen. Jetzt freue sie sich, wieder aufzutreten. "Ich kann es kaum erwarten." Neue Songs gebe es noch nicht. "Wir sind dabei, etwas zu machen. Aber das wird sich wahrscheinlich noch ein bis zwei Jahre hinziehen." Sandra ist am Mittwoch 60 Jahre alt geworden.

19:51 Uhr

Eine Milliarde Euro für die Corona-Pflege

Für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie erhalten mehr als 1,5 Millionen Pflegekräfte einen Bonus von bis zu 2500 Euro. Der Bundestag verabschiedete am Abend mit großer Mehrheit ein entsprechendes Gesetz, mit dem für das Vorhaben eine Milliarde Euro bereitgestellt wird - je zur Hälfte für den Klinikbereich und die Altenpflege. "Dass Deutschland bisher die Pandemie bewältigen konnte, verdanken wir zu großen Teilen dem unermüdlichen Einsatz der Pflegekräfte", erklärte Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Gleichzeitig räumte er ein, unabhängig vom Bonus seien auch bessere Arbeitsbedingungen und höhere Bezahlung vonnöten. Deshalb wurde mit dem Gesetz auch beschlossen, dass sich Pflegeeinrichtungen ohne eigenen Tarifvertrag ab September bei der Bezahlung an den durchschnittlichen Tariflöhnen der Region orientieren müssen.

19:28 Uhr

Spaniens Altkönig erstmals nach zwei Jahren wieder in der Heimat

Der ehemalige König von Spanien, Juan Carlos, will das erste Mal seit zwei Jahren seine Heimat besuchen.

Spaniens umstrittener Altkönig Juan Carlos.

(Foto: Esteban Felix/AP/dpa)

Nach einer Abwesenheit von fast zwei Jahren ist Spaniens umstrittener Altkönig Juan Carlos wieder in seiner Heimat. Der im Exil in Abu Dhabi lebende 84-Jährige landete am Abend in einem Privatjet am Flughafen Vigo-Peinador im Nordwesten des Landes, wie spanische Medien berichteten und auch auf Bildern verschiedener TV-Sender live zu sehen war. Das Königshaus, das auf Abstand zum Ex-Monarchen bedacht ist, hatte die Reise erst am Vorabend offiziell bestätigt. Am Montag - zum Abschluss des Kurzbesuchs - sei in Madrid ein Treffen zwischen Vater und Sohn, dem jetzigen König Felipe VI. vorgesehen.

Das Wochenende über werde der passionierte Segler in Sanxenxo - etwa 45 Autominuten von Vigo entfernt - bleiben. Dort findet eine Regatta statt. In der Hafenstadt in Galicien wohnt Juan Carlos im Haus eines befreundeten wohlhabenden Unternehmers. Der emeritierte König hatte seine Heimat am 4. August 2020 zunächst mit unbekanntem Ziel verlassen. Später tauchte er in Abu Dhabi auf. Anfang März ließ er nach der Einstellung aller Strafermittlungen wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten verlauten, er wolle vorerst zwar im Exil bleiben, die Heimat aber bald sporadisch besuchen.

19:01 Uhr

Patientenbeauftragter Schwartze fordert Expertenrat zu Long Covid

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze von der SPD, pocht auf eine Koordinierungsstelle zum Umgang mit Patientinnen und Patienten, die an Long Covid leiden. "Wir brauchen einen Expertenrat für Long Covid", sagte Schwartze dem "Spiegel". In der Öffentlichkeit seien die möglichen Folgeerkrankungen nach einer Corona-Infektion noch nicht ausreichend bekannt. "Die Menschen wissen nicht, was da auf sie zukommen kann." Eine Aufklärungskampagne sei dringend notwendig, so Schwartze.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt indes eine Internetseite mit Informationen zu Long Covid an. Am 31. Mai soll die Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung online gehen. "Bei Long Covid ist das Hauptproblem, dass wir nicht wirklich wissen, woran wir sind", sagte der SPD-Politiker dem "Spiegel". Er findet, dass bisherige Forschungsgelder zu Therapieformen von Long Covid nicht ausreichen. "Zehn Millionen Euro für die Forschung sind das Mindeste", kündigte er an.

18:40 Uhr

Sondierungen über Jamaika-Bündnis in Kiel gescheitert

Schleswig-Holstein bekommt voraussichtlich doch eine neue Regierungskoalition. In einem Sondierungsgespräch konnten sich die Spitzen von CDU, Grünen und FDP in Kiel nicht auf Verhandlungen über eine Fortsetzung des amtierenden Jamaika-Bündnisses verständigen. Er bedauere dies außerordentlich, sagte Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU nach mehrstündigen Beratungen in einem Kieler Hotel. Er habe sich ein anderes Ergebnis gewünscht.

Nun werde der CDU-Landesvorstand am Montag über die Situation beraten und einem der beiden bisherigen Koalitionspartner ein Angebot für Sondierungsgespräche machen. Mit 43,4 Prozent hatte die CDU bei der Landtagswahl am 8. Mai nur um ein Mandat die absolute Mehrheit im Landtag von Kiel verfehlt. Sie hätte somit auch nur mit den Grünen oder der FDP eine sichere Mehrheit im Parlament - trotzdem hatte Günther für eine Fortsetzung des Dreierbündnisses geworben, das seit 2017 zusammen den Norden regiert.

18:14 Uhr

Fünf Seeleute sterben bei Untergang von italienischem Schlepper

Bei einem Schiffsunglück vor der Küste Italiens sind fünf Seeleute ertrunken. Nur der Kapitän des unter italienischer Flagge fahrenden Schleppers "Franco P" konnte lebend geborgen werden, wie die italienische Küstenwache mitteilte. Das Schiff war mit einer schwimmenden Plattform in Richtung Albanien unterwegs, als es rund 85 Kilometer vor dem süditalienischen Bari in stürmische See geriet. Die Besatzung setzte am Mittwochabend noch einen Notruf ab, da die "Franco P" mit Wasser voll lief. Bei der Suche nach den vermissten Besatzungsmitgliedern - vier Italiener und ein Tunesier - wurden jedoch nur deren Leichen gefunden.

17:44 Uhr

Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger werden weitgehend ausgesetzt

Hartz-IV-Empfängern, die ihren Pflichten nicht nachkommen, drohen künftig deutlich weniger Einschnitte bei ihren Bezügen als bisher. Der Bundestag verabschiedete mit den Stimmen der Ampel-Koalition eine Änderung des Sozialgesetzbuches, mit dem die bisherigen Sanktionen weitgehend aufgehoben werden. Mit dem neuen Gesetz gibt es Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger nur noch bei außergewöhnlichen Meldeversäumnissen - und dann auch nur noch in einer Höhe von zehn Prozent statt bisher bis zu 30 Prozent der Bezüge.

Das heißt: Wer etwa einen Termin beim Jobcenter versäumt, muss mit einem entsprechenden Abzug rechnen. Die Weigerung, einen Job anzunehmen, soll hingegen nicht mehr zu einer Sanktion führen. Die Aussetzung der Hartz-IV-Sanktionen, die ein Jahr gelten soll, bildet die Vorstufe zu dem von der Ampel-Koalition geplanten Bürgergeld, das im kommenden Jahr das bisherige Hartz-IV-System ersetzen soll. Im Zuge des Bürgergeldes, das SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart hatten, sollen dann die Mitwirkungspflichten der Leistungsempfänger und etwaige künftige Sanktionen neu geregelt werden.

17:48 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:17 Uhr

Größter Gewinn in Großbritannien: Britisches Paar gewinnt Jackpot von fast 220 Millionen Euro

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Joe und Jess Thwaite

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Ein Paar aus Großbritannien hat den größten Lotto-Jackpot des Landes geknackt und ist nun um knapp 220 Millionen Euro reicher. Joe und Jess Thwaite aus Gloucester in Westengland nannten den beispiellosen Gewinn von 184.262.899 Pfund "riesig für uns". Ihre Jackpot-Zahlen wählten die beiden zufällig aus, wie sie bei einer Pressekonferenz sagten. "Es war erstaunlich, aber auch surreal", beschrieb der 49-jährige Joe, der in einem Kommunikationsunternehmen arbeitet, den Moment, in dem er von dem Gewinn erfuhr. "Ich sah mir den Betrag online auf dem Smartphone an. Ich legte es erstmal wieder weg, dann nahm ich es wieder in die Hand und sah mir den Betrag noch einmal an."

Seine Frau, die zu dem Zeitpunkt neben ihm schlief, weckte er erstmal nicht, sondern überraschte sie erst nach dem Aufstehen mit der Nachricht. "Er sagte: 'Ich muss dir ein Geheimnis verraten'", erinnerte sich die 44-jährige Jess an die Wortes ihres Mannes. "Ich sagte: 'Sei nicht dumm!'" und fügte hinzu, dass sie beide anfangs dachten, es sei ein Scherz und "offensichtlich falsch". Das Paar kämpft wie viele andere Briten mit den zunehmend steigenden Lebenshaltungskosten im Land. Das Geld nur für sich zu behalten, kommt für die beiden aber nicht in Frage. Sie wollen das neue Vermögen mit Freunden und Familie teilen.

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16:45 Uhr

Falscher Amokalarm in Leipzig - Video entstand bei Schulprojekt

Nach dem SEK-Einsatz am Morgen wegen möglicher Amoklauf-Pläne in Leipzig hat die Polizei Entwarnung gegeben. Das Video, das ein Mann im sozialen Netzwerk Snapchat hochgeladen hatte und als mögliche Amoklauf-Ankündigung aufgefallen war, ist laut Polizei bei einem Schulprojekt entstanden. Es habe keine Gefahrenlage gegeben, teilt die Polizeidirektion Leipzig mit. Die Polizei war von amerikanischen Behörden gewarnt worden, dass der 21-Jährige ein Video im sozialen Netzwerk Snapchat hochgeladen hatte, das auf eine mögliche Gewalttat in einer Schule hindeutete.

Kräfte des Spezialeinsatzkommandos und der Polizeidirektion Leipzig stürmten daraufhin die Wohnung des 21-Jährigen. Der Mann wurde zunächst festgenommen, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen haben nun ergeben, dass das Video den Ausschnitt eines Projekts an einer Leipziger Schule zeigte, das ohne Lehrer durchgeführt wurde. Es zeigte unter anderem eine Person mit einer Waffe in der Hand in einem Klassenzimmer. Bei ihrer Wohnungsdurchsuchung fanden die Einsatzkräfte eine Softair-Waffe, die auch in dem Video zu sehen war. Die Polizei ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens gegen den Mann.

16:13 Uhr

Auto mit "DDR"-Kennzeichen gestoppt - Fahrer zeigt DDR-Reisepass

Auf einem Autobahn-Parkplatz südlich von Chemnitz hat die Polizei ein Auto aus dem Verkehr gezogen, auf dessen Kennzeichen die Abkürzung "DDR" stand. Bei der Kontrolle zeigte der 61 Jahre alte Fahrer am Mittwochmorgen an der A72 einen DDR-Reisepass vor, wie die Polizei heute mitteilte. Demnach stand die Abkürzung "DDR" auf dem Nummernschild nach der Ortskennung. Laut Polizei wurden die Kennzeichen, die kein amtliches Siegel hatten, und der Pass sichergestellt. Ausweisen konnte sich der Mann mit seinem Führerschein. Bei der Kontrolle stellten die Polizisten fest, dass der Mann für seinen Wagen keine Zulassung besaß und dass dieser nicht pflichtversichert war. Gegen den Fahrer wird nun unter anderem wegen Kennzeichenmissbrauchs ermittelt.

15:50 Uhr

Erste Städte starten Verkauf von 9-Euro-Tickets

Für die ab voraussichtlich 1. Juni bundesweit im Nah- und Regionalverkehr geltenden 9-Euro-Monatstickets zeichnet sich eine hohe Nachfrage ab. Nach entsprechenden Erwartungen der großen Nahverkehrsverbünde in Nordrhein-Westfalen liefern die Stadtwerke Wuppertal einen ersten Beleg dafür. Sie haben den Online-Verkauf von 9-Euro-Tickets über ihre WSW TicketApp bereits am Mittwoch gestartet - Tage vor anderen Verkehrsunternehmen. "Wir haben in den ersten 24 Stunden ab Mittwoch 7Uhr 1700 Tickets verkauft", sagte ein Sprecher der Stadtwerke Wuppertal. Damit seien die Erwartungen klar übertroffen worden. "So eine Zahl hatten wir nicht erwartet." Die Nahverkehrsverbünde in Nordrhein-Westfalen wollen mit dem Verkauf ab Montag (23. Mai) starten. Die Deutsche Bahn hatte am Sonntag ebenfalls den 23. Mai als Starttermin für den Verkauf genannt - vorausgesetzt, Bundestag und Bundesrat stimmen dem Gesetz zur Finanzierung des Angebots zu.

In Hamburg startet der Vorverkauf laut Hamburger Verkehrsverbund (HVV) am 20. Mai. Erhältlich ist es dann über die HVV App, im HVV Onlineshop, an fast allen Servicestellen und in vielen Bussen im Hamburger Umland, wie HVV-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt sagte. An Fahrkarten-Automaten, in Hamburger Bussen und in der HVV switch-App sei das Sonderticket erst ab 1. Juni zu bekommen. Es ist bundesweit im Nah- und Regionalverkehr gültig und gilt in der 2. Klasse.

15:23 Uhr

Bundestag weitet Steuererleichterungen wegen Corona-Pandemie aus

Zur Abfederung der Corona-Folgen hat der Bundestag mehrere Steuer-Erleichterungen für Bürger und Wirtschaft beschlossen. Damit wurden unter anderem die Homeoffice-Pauschale und die Abgabefristen für die Steuererklärung verlängert. Corona-Boni für Beschäftigte in der Pflege, in Krankenhäusern und Praxen bleiben bis 4500 Euro steuerfrei. Unternehmen bekommen bessere Möglichkeiten zur Abschreibung und Verrechnung von Verlusten mit Gewinnen der Vorjahre.

Wer sich bei der Steuererklärung von einem Steuerberater helfen lässt, muss die Erklärung für 2021 nun erst im August 2023 abgeben. Wer die Steuererklärung selbst macht, bekommt bis Ende Oktober Zeit. Der Bund erwartet durch die Hilfen in diesem Jahr Steuerausfälle von 235 Millionen Euro. Bis 2026 sollen sie sich auf mehr als elf Milliarden summieren. Dem Gesetz stimmte im Bundestag nicht nur die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP zu, sondern auch die oppositionelle Union. Linke und AfD enthielten sich.

14:53 Uhr

Spezialkräfte durchsuchen Schule in Bremerhaven nach Schüssen - Video soll Schützen zeigen

Nach Schüssen auf eine Beschäftigte an einem Gymnasium in Bremerhaven haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei das Schulgebäude durchsucht. Alle Personen hätten das Gebäude des Lloyd-Gymnasiums verlassen, teilte die Polizei auf Twitter mit. Die Schülerinnen und Schüler wie das Schulpersonal würden durch Feuerwehr und Polizei professionell betreut. Am Morgen hatte ein Schütze auf eine Beschäftigte der Schule geschossen und sie verletzt. Zur Art der Waffe wurden zunächst keine Angaben gemacht. Der Täter wurde festgenommen.

Im Internet kursiert indes ein Video, das zeigen soll, wie sich der mutmaßliche Täter stellt. Zu sehen ist, wie ein Mann an einer Kreuzung in der Nähe der Schule sitzt, neben ihm liegt offenbar eine Armbrust auf dem Boden. Nach wenigen Sekunden legt er sich auf den Bauch und verschränkt die Arme auf dem Rücken. Kurz darauf fährt ein Polizeiwagen vor, aus dem Beamte springen und zu ihm eilen.

14:27 Uhr

US-Autorin soll ihren Mann nach eigener Gebrauchsanleitung getötet haben

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Nancy Crampton Brophy

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

In den USA steht eine Autorin vor Gericht, die ein Buch mit dem Titel "Wie man seinen Ehemann umbringt" geschrieben hat - und nun ihren Ehemann umgebracht haben soll. Die Staatsanwaltschaft in Portland im Bundesstaat Oregon wirft der 71-jährigen Nancy Crampton Brophy vor, ihren Mann erschossen zu haben, um mehrere Lebensversicherungen zu kassieren. Der Fall hat alle Zutaten eines klassischen Krimis - eine hohe Versicherungssumme, eine mittellose Verdächtige, die sich auf Erinnerungslücken beruft, eine unauffindbare Waffe und eine Überwachungskamera, durch deren Aufzeichnungen die Verdächtige offenbar auf frischer Tat ertappt wurde.

Laut der Anklage wurde Crampton Brophys Wagen am 2. Juni 2018 fast genau zu dem Zeitpunkt am Oregon Culinary Institute gefilmt, als ihr Mann in einem der Schulräume getötet wurde. Crampton Brophy sagte vor Gericht aus, sie erinnere sich nicht daran, dort gewesen zu sein. Sie bestätigte aber, dass auf den Bildern ihr Wagen zu sehen sei. Sie sei auf der Suche nach einer Idee für eine neue Geschichte in der Gegend herumgefahren, behauptete sie. Der 63-jährige Daniel Brophy wurde an jenem Morgen tot aufgefunden. Auf ihn waren zwei Kugeln abgefeuert worden.

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14:20 Uhr
Breaking News

Altkanzler Schröder verliert Teil seiner Sonderrechte

Der wegen seiner Russland-Kontakte in der Kritik stehende Altbundeskanzler Gerhard Schröder muss auf einen Teil seiner Privilegien verzichten. Der Haushaltsausschuss des Bundestags beschloss die Abwicklung seines Büros - ein Ruhegehalt und Personenschutz soll der SPD-Politiker aber weiter bekommen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Ausschusskreisen erfuhr.

14:01 Uhr

Ermittler entdecken Drogenlager in Kinderzimmer

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Die sichergestellten Pilze im Zimmer des jungen Mannes.

(Foto: Zollfahndungsamt Frankfurt am Main)

Per Post verschicktes Kokain in einer Cappuccino-Dose hat Zollfahnder auf die Spur eines mutmaßlichen Drogendealers geführt: Im Kinderzimmer des 19-Jährigen in Kaiserslautern entdeckten die Ermittler ein Drogenlager mit 500 Gramm Marihuana, 130 Gramm Ecstasy, halluzinogen Pilzen sowie mehrere Liter eines starken Schmerzmittels.

Den Einsatz im Kinderzimmer gab es bereits am Mittwoch vergangener Woche. Der mutmaßliche Drogendealer sitzt nach Angaben des Zollfahndungsamtes in Untersuchungshaft und muss sich nun wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten.

13:31 Uhr

Scotland Yard legt "Partygate"-Ermittlungen zu den Akten

Während des Lockdowns fanden in der Downing Street illegale Feiern statt. Die sogenannte "Partygate"-Affäre setzte Premier Boris Johnson schwer unter Druck.

Nun hat die Londoner Polizei die Ermittlungen zu den Lockdown-Partys abgeschlossen. Insgesamt seien 126 Strafbefehle verhängt worden, teilt die Metropolitan Police mit. Bei acht Zusammenkünften in den Jahren 2020 und 2021 Verstöße seien Verstöße festgestellt worden. 73 Frauen und 53 Männer erhielten dafür Strafbefehle. Darunter auch einige mehrfach.

Für Johnson, der auch eine Geldbuße zahlen musste, ist die Affäre damit aber noch nicht ausgestanden. Der Premier muss sich derzeit wegen mutmaßlicher Lügen im Parlament im Zusammenhang mit der Affäre um illegale Lockdown-Partys auch einer Untersuchung durch einen Parlamentsausschuss stellen.

Mit Spannung wird nun auch erwartet, wann der interne Untersuchungsbericht der Spitzenbeamtin Sue Gray zu den Vorfällen in voller Länge veröffentlicht wird.

12:44 Uhr

Chinas Militär nutzt deutsche Forschung für Aufrüstung

China nutzt offenbar das Wissen aus der gemeinsamen Forschung mit deutschen Hochschulen, um sein Militär aufzurüsten. Das legt eine Recherche elf europäischer Medien nahe, darunter der Rechercheverband Correctiv und die Deutsche Welle.

Für die Recherche werteten Journalisten über 350.000 veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten aus. Sie seien auf 3.000 Fälle der Zusammenarbeit mit militärischen Hochschulen in China gestoßen, davon 349 unter Beteiligung deutscher Hochschulen.

Mindestens 48 Hochschulen beteiligten sich dem Bericht zufolge an Projekten, bei denen auf chinesischer Seite das Risiko einer Nähe zum Militär besteht. Unter anderem arbeiteten die Universitäten Bonn und Stuttgart mit der chinesischen National University of Defence Technology zusammen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:59 Uhr

Brocken-Benno zieht es trotz Krebserkrankung auf die Spitze

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Brocken-Benno wird am Sonntag 90 Jahre alt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Mann, ein Berg - und der Ort für die Geburtstagsfeier ist klar. Benno Schmidt, bekannt als Brocken-Benno, wird am Sonntag 90 Jahre alt. Er hat den Brocken - also den höchsten Berg Norddeutschlands - bereits 9000 Mal bestiegen. Weil er an Krebs erkrankt ist, kann er dies an seinem Geburtstag nicht tun. Der Jubilar werde stattdessen mit einem Auto auf die Brocken-Kuppe gebracht, sagt Gunter Karste, der den Brockengarten im Nationalpark Harz betreut.

Mit dabei sein will auch seine wanderfreudige Familie: Ehefrau Helga und die gemeinsamen Töchter Annette und Susanne. Brocken-Benno, der es bis ins Guinnessbuch der Rekorde schaffte, hat mit seinen Aufstiegen 120.000 Kilometer bewältigt - und dabei mehr als 40 Paar Wanderschuhe verschlissen, wie er selbst sagt.

11:14 Uhr

Putin-Tochter mit Ex-Chef des Münchner Staatsballetts liiert?

Wladimir Putins jüngste eheliche Tochter führte offenbar eine bislang unbekannte Beziehung mit dem Ex-Chef des Münchner Staatsballetts. Darauf deuten Unterlagen hin, die der russischen Enthüllungsplattform IStories und dem "Spiegel" vorliegen.

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Katerina Tikhonova ist Putins jüngste eheliche Tochter.

(Foto: REUTERS)

Katerina Tikhonova reiste demnach zwischen 2017 und 2019 Dutzende Male nach München, wo der russische Starchoreograf Igor Zelensky bis heute gemeldet ist. Im Dezember 2019 reiste die Putin-Tochter offenbar zusammen mit dem Choreografen nach Moskau. Mit an Bord: ein fast zwei Jahre altes Mädchen, das offenbar eine bisher unbekannte Tochter Tikhonovas ist.

Auffällig ist, dass das Kind mit zweitem Namen Igorevna heißt – was gemäß russischer Tradition darauf hindeutet, dass ihr Vater Igor heißt.

Igor Zelensky galt als einer der erfolgreichsten Balletttänzer Russlands. 2016 wurde er Direktor des Bayerischen Staatsballetts. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine war zurückgetreten. Als Grund nannte Zelensky "private Familienangelegenheiten".

10:52 Uhr
Breaking News

Ein Verletzter nach Schüssen an Schule in Bremerhaven

An einer Schule in Bremerhaven ist geschossen worden. Ein Mensch wird dabei verletzt.

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10:19 Uhr

Ex-Präsident Bush leistet sich bei Rede peinlichen Versprecher

War das etwa ein Freudscher Versprecher? Der ehemalige US-Präsident George W. Bush hat sich in einer Rede zum Ukraine-Krieg einen unangenehmen Versprecher geleistet. Bei einer Veranstaltung im texanischen Dallas sprach der 75-Jährige am Mittwoch (Ortszeit) mit Blick auf Putin von der "Entscheidung eines einzelnen Mannes, eine völlig ungerechtfertigte und brutale Invasion im Irak zu starten".

Dann korrigierte er sich sofort selbst: "Ich meine: in die Ukraine." Als Bush die Irritation im Publikum bemerkte, fügte er in Anspielung auf sein Alter noch knapp hinzu: "75".

Wir erinnern uns: Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatten die USA einen "Krieg gegen den Terror" begonnen. Dem Einmarsch in Afghanistan folgte 2003 der Krieg im Irak. Das militärische Vorgehen wurde mit vermeintlichen Massenvernichtungswaffen im Besitz von Machthaber Saddam Hussein gerechtfertigt, die aber nie gefunden wurden.

09:43 Uhr

Tote bei Militäreinsatz in Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan

Tadschikistan ist das ärmste Land der ehemaligen Sowjetrepubliken und wirtschaftlich von Russland abhängig. Es wurde in den 1990er Jahren durch einen Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen, Islamisten und Gegnern der autoritären Regierung erschüttert. Bis heute kommt es in den Grenzregionen zu Afghanistan und Kirgisistan immer wieder zu Gefechten.

Nun sind bei einem Militäreinsatz im Osten des Landes neun Menschen getötet und 24 verletzt worden. Wie das Innenministerium mitteilt, wurden acht Mitglieder einer "illegalen bewaffneten Gruppe" getötet und elf weitere verletzt. Zudem wurden durch Molotowcocktails ein Soldat getötet und 13 weitere verletzt. Mehr als 70 Mitglieder einer "terroristischen Gruppe" wurden demnach festgenommen.

Rund 200 Mitglieder der Gruppe sollen zuvor eine Straße zwischen der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe und Chorugh, der Hauptstadt der Autonomen Region Gorno-Badachschan, unweit der Grenze zu Afghanistan blockiert haben.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:58 Uhr

Affenpocken-Virus erreicht die USA

Nach mehreren Fällen in Großbritannien, Spanien und Portugal sind die Affenpocken nun auch in den USA angekommen. Die Krankheit sei bei einem Bewohner aus dem Bundesstaat Massachusetts registriert worden, teilt die Gesundheitsbehörde CDC mit. Die Person sei kürzlich nach Kanada gereist - das Virus sei aber in den Vereinigten Staaten festgestellt worden.

Normalerweise werden Affenpocken über die Luft übertragen. In einigen der kürzlich aufgetauchten Fälle aber gingen die Experten von einer Infektion durch Flüssigkeiten aus, weil es sich bei den Patienten um homosexuelle Männer handelt. Angesichts der Fälle in Großbritannien hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) zuletzt bereits Ärzte in Deutschland für die Virusinfektion sensibilisiert.

Die Virus-Erkrankung ruft meist nur milde Symptome hervor, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen.

08:10 Uhr

US-Schauspielerin Schulenburg stirbt mit 37 Jahren

Marnie Schulenburg ist tot. Sie habe den Kampf gegen ihren metastasierenden Brustkrebs im Alter von nur 37 Jahren verloren, teilt ihr Sprecher dem "Hollywood Reporter" mit. Im Mai 2020 habe die US-Schauspielerin die niederschmetternde Diagnose erhalten, nur fünf Monate nach der Geburt ihrer ersten Tochter.

Schulenburg war in den USA eine gefeierte Soap-Darstellerin. In der Erfolgsserie "Jung und Leidenschaftlich - Wie das Leben so spielt" verkörperte sie bis zu deren Einstellung 2010 einen der Hauptcharaktere, Alison Stewart. Außerdem spielte sie in der Seifenoper "Liebe, Lüge, Leidenschaft" die wiederkehrende Rolle der Jo Sullivan.

Die Darstellerin hinterlässt ihren Ehemann, Schauspielkollege Zack Robidas, und ihre zweijährige Tochter Coda. Erst vor wenigen Tagen meldete sich Schulenburg anlässlich des Muttertags auf Instagram mit einem emotionalen Post zu Wort.

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07:25 Uhr

Elon Musk: US-Demokraten sind die Partei des Hasses

Was ist bloß mit Elon Musk los? Nach dem Wirbel um die Übernahme des Nachrichtendienstes Twitter nähert sich der Tesla-Chef mit kruden Aussagen dem rechten Spektrum.

So schreibt der Tech-Milliardär nun auf Twitter, die US-Demokraten seien zur "Partei der Spaltung und des Hasses geworden". Deshalb werde er künftig für die Republikaner stimmen.

Auch wettert der 50-Jährige gegen die Elite-Uni Yale als "Epizentrum des geistigen Woke-Virus, das versucht, die Zivilisation zu zerstören". Hintergrund: Über die sogenannte "Woke"-Kultur zu schimpfen, bei der es um den Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung geht, gehört zum festen Repertoire der Erzkonservativen in den USA.

Für die Aussagen gibt es dann auch umgehend Applaus. Die Abgeordnete Lauren Boebert - einer Anhängerin von Ex-Präsident Trump und Verfechterin extrem lockerer Waffengesetze schreibt: "Willkommen auf der richtigen Seite, Elon".

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07:03 Uhr

Delfine erkennen Freunde - am Urin

Delfine gelten als sehr soziale Tiere. Die Meeressäuger leben in Gruppen, führen komplexe Beziehungen und kommunizieren miteinander sogar in regionalen Dialekten. Doch woran erkennen Delfine befreundete Artgenossen? Eine nun veröffentlichte Studie glaubt die Antwort zu kennen: am Urin.

"Delfine halten ihr Maul offen und probieren den Urin von vertrauten Individuen länger als den von unbekannten", erklärt der Forscher Jason Bruck von der Stephen F. Austin State University im US-Bundesstaat Texas.

"Das ist wichtig, weil Delfine die ersten Wirbeltiere sind, bei denen eine soziale Erkennung allein durch den Geschmack nachgewiesen wurde", fügt der Erstautor der in dem Fachmagazin "Science Advances" veröffentlichten Studie hinzu.

Bislang war bekannt, dass die untersuchten Großen Tümmler ihre Artgenossen gezielt über Pfeifgeräusche ansprechen. Allerdings ist es bei den Tieren auch üblich, die Genitalien ihrer Artgenossen mit dem Maul zu berühren, was zumindest die Möglichkeit bietet, deren Urin zu schmecken.

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07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sonne scheint und das Wochenende ist nicht mehr fern - perfekte Bedingungen also, um in den Tag zu starten. Heute stehen folgende Termine im Programm:

  • Bundeskanzler Olaf Scholz gibt im Bundestag eine Regierungserklärung zum außerordentlichen EU-Gipfel am 30. und 31. Mai in Brüssel ab.
  • Der Haushaltsausschuss befasst sich abschließend mit dem von Finanzminister Christian Lindner aufgestellten Bundesetat für 2022.
  • Das Bundesverfassungsgericht verkündet seine endgültige Entscheidung zur Corona-Impfpflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal.
  • US-Präsident Joe Biden empfängt Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson und den finnischen Präsidenten Sauli Niinistö angesichts der NATO-Beitrittspläne der beiden Länder im Weißen Haus.
  • Der Bundestag soll die Finanzierung der geplanten 9-Euro-Monatstickets für Busse und Bahnen beschließen.
  • Die Gesundheitsminister der sieben führenden Industriestaaten (G7) beraten in Berlin über den Kampf gegen weltweite Gesundheitskrisen.
  • Ein geplantes Oktoberfest im fernen Dubai beschäftigt das Oberlandesgericht (OLG) München. Es muss sich mit der Frage befassen, ob dieses Fest überhaupt Oktoberfest heißen darf.
  • Im ersten von zwei Endspielen wollen sich Hertha BSC und Trainer Felix Magath in der Bundesliga-Relegation gegen den Hamburger SV eine gute Ausgangsposition für den Klassenerhalt verschaffen.

Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]n-tv.de.

Los geht's!

06:37 Uhr

Babymilch-Krise in den USA: Biden reaktiviert Gesetz aus Kriegszeiten

In den USA schließt ein großer Babymilch-Hersteller seine Produktionsstätte. Die Folge: In vielen Teilen des Landes mangelt es plötzlich an Babynahrung. Das anfänglich kurios anmutende Problem entwickelt sich zu einer ernsten Krise. Mit der Verzweiflung der Eltern wächst auch der Druck auf Joe Biden.

Der US-Präsident greift nun zu einem ungewöhnlichen Mittel und entscheidet, das ursprünglich für Kriegszeiten eingeführte Gesetz "Defense Production Act" anzuwenden, um die Produktion von Babynahrung anzukurbeln.

Konkret ordnet Biden an, die Hersteller von Lieferanten bevorzugt vor anderen Kunden mit den nötigen Zutaten versorgt werden. Um den Import von Babymilchpulver zu beschleunigen, weist Biden außerdem an, dass Verkehrsflugzeuge des Verteidigungsministeriums genutzt werden könnten, um Säuglingsnahrung aus dem Ausland in die USA zu bringen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:10 Uhr

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 383,3

Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 383,2 an. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 407,4 gelegen (Vorwoche: 502,4; Vormonat: 669,9).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 58.719 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 88.961 registrierte Ansteckungen) und 165 Todesfälle (Vorwoche: 197) innerhalb eines Tages.

Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

06:12 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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