mit Janis PeitschDas war Donnerstag, der 30. September 2021
Liebe Leserinnen und Leser,
das war es schon wieder von mir. Der "Tag" schließt und begrüßt sie morgen wieder ab 6 Uhr. Bevor ich gehe, möchte ich Ihnen noch folgende Artikel meiner Kollegen empfehlen.
Habeck als Retter fatales Signal: Warum Baerbock doch Vizekanzlerin werden könnte
1,7 Millionen betroffene Kunden: Gaspreis zwingt britische Versorger in die Knie
Ich wünsche Ihnen noch einen entspannten Abend und eine geruhsame Nacht. Und bleiben Sie gesund!
Taliban lösen Demo für Frauenrechte mit Warnschüssen auf
Die Taliban haben eine Kundgebung einiger Frauen vor einer Schule in Kabul gewaltsam aufgelöst. Kämpfer der radikalislamischen Gruppe gaben Warnschüsse ab und attackierten einen Journalisten, wie AFP-Reporter berichteten.
Die sechs Aktivistinnen forderten die Rückkehr von Mädchen in weiterführende Schulen. Vor einer Schule im Osten der afghanischen Hauptstadt entrollten sie ein Banner mit der Aufschrift "Zerbrecht nicht unsere Stifte, verbrennt nicht unsere Bücher, schließt nicht unsere Schulen".
Die Taliban drängten die Demonstrantinnen zurück und schlugen einen ausländischen Journalisten, der den Protest filmen wollte, mit einem Gewehr. Ein Taliban-Kämpfer gab Warnschüsse in die Luft ab. Die Protestteilnehmerinnen zogen sich daraufhin in die Schule zurück.
Busdepot in Stuttgart in Flammen
In einem Busdepot des Stuttgarter Verkehrsbetreibers SSB ist am Abend laut einem Bericht ein Feuer ausgebrochen. Laut dem SWR stehen mehrere Fahrzeuge in Flammen. Ein Hubschrauber kreise über dem Osten der Stadt. Einsatzkräfte der Feuerwehr sind vor Ort, um den Brand zu löschen.
Auf Fotos von Anwohnern ist eine große Rauchsäule über der Stadt zu sehen. Unbestätigten Informationen zufolge könnte ein Elektrobus für das Feuer verantwortlich sein.
Chinesischer Ex-Vizeminister entlassen und aus Partei verbannt
Chinas ehemaliger Vizeminister für öffentliche Sicherheit ist aus dem Staatsdienst entlassen und aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen worden. Der Grund: Korruptionsvorwürfe. Sun Lijun habe "eine große Menge wertvoller Gegenstände" angenommen und Stellen "an Vertraute" vergeben, erklärte die Zentrale Disziplinarkommission (CCDI).
Sun, gegen den seit vergangenem Jahr ermittelt wird, war während der Unruhen in Hongkong für die Sicherheit in der Sonderverwaltungszone zuständig. Die Anti-Korruptionsbehörde warf Sun "extrem übertriebenen politischen Ehrgeiz" vor und beschuldigte ihn, "politische Gerüchte zu erfinden und zu verbreiten".
Sun gehört damit zu einer wachsenden Gruppe von Funktionären, die ins Visier der Anti-Korruptionskampagne von Präsident Xi Jinping geraten sind. Kritiker werfen dem Staatschef vor, mit der Disziplinarkommission gegen politische Gegner vorzugehen.
"Reichskanzler" wegen Urkundenfälschung verurteilt
Sogenannte "Reichsbürger" sind der Meinung, dass das Deutsche Reich noch immer fortbestehe. Einige von ihnen schmücken sich sogar mit abenteuerlichen Titeln. Ein solcher wurde nun vom Amtsgericht Hildesheim verurteilt. Der selbsternannte "Reichskanzler" erhielt wegen Urkundenfälschung und Beleidigung eine Bewährungsstrafe von drei Monaten. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Als Bewährungsauflage muss der 79-Jährige 500 Euro zahlen.
Der Mann hatte laut Anklage Ausweise, Führerscheine und eine Staatsangehörigkeits-Urkunde gefälscht, in denen er sich außerdem als "Reichskanzler" bezeichnete. Er ist bereits mehrfach vorbestraft - erhielt allerdings bisher nur Geldstrafen.
Laut einem psychiatrischen Gutachten liegt bei dem Angeklagten eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit vor, er stelle aber keine erhebliche Gefährdung für die Allgemeinheit dar, erläuterte der Sachverständige. Der Angeklagte kündigte bereits an, Berufung einlegen zu wollen.
Insider: Helene Fischer ist schwanger
Helene Fischer ist laut Insiderinformationen schwanger. Demnach soll sich die Schlagersängerin im vierten Monat befinden. Für die 37-Jährige und ihren Partner Thomas Seitel wäre es das erste Kind.
Fischer war zehn Jahre lang mit Schlagerkollege Florian Silbereisen zusammen. 2018 trennte sich das Paar. Seit dem Sommer 2018 ist Fischer mit dem Tänzer und Akrobaten Thomas Seitel zusammen.
Litauen kauft deutsche Sturmgewehre
Großauftrag für die deutsche Waffenschmiede Heckler & Koch: Litauen kauft für 19 Millionen Euro zusätzliche Exemplare des Sturmgewehrs G36. Das teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius mit. Die Waffen sollen 2022 und 2023 an das baltische EU- und Nato-Land ausgeliefert werden.
Wie viele Gewehre das Land kauft, sei ein "Staatsgeheimnis", sagte Verteidigungsminister Arvydas Anusauskas der Agentur BNS.
Die litauische Armee nutzt das G36 seit 2007 als Standardgewehr. Mit dem Erwerb weiterer Exemplare sollten die Fähigkeiten der Streitkräfte weiterentwickelt und veraltete Waffensysteme ersetzt werden, hieß es in der Ministeriumsmitteilung.
Serienkiller mit "Furchengesicht" ist wohl Ex-Polizist
Die Suche ist beendet: 35 Jahre nach Start einer Serie von Morden und Vergewaltigungen haben französische Fahnder einen ehemaligen Pariser Polizisten als mutmaßlichen Täter ermittelt. Nach einer Vorladung zum Verhör habe sich der 59 Jahre alte Ex-Beamte am Mittwochabend in der Nähe von Montpellier das Leben genommen, berichtete die Zeitung "Le Parisien". Zurückgelassen habe er ein Schreiben, in dem er seine Taten gestanden.
Da Zeugen von einem Mann mit pockiger Haut sprachen, wurde nach dem Serientäter unter dem Namen "Furchengesicht" gefahndet. Vier Morde und sechs Vergewaltigungen werden ihm angelastet, erstes Opfer war 1986 eine vergewaltigte und ermordete Elfjährige.
IT-Ausfall: Tausende Mitarbeiter Berliner Behörden nicht arbeitsfähig
IT-Probleme mit weitreichenden Folgen: In Berlin sind laut einem Bericht Tausende Behördenmitarbeiter nicht arbeitsfähig. Wie der "Tagesspiegel" meldet, funktionieren derzeit in einigen Senatsverwaltungen einzelne Programme, teilweise auch ganze Rechner nicht. Demnach ist besonders die Justiz betroffen.
Wann mit einer Lösung des Problems gerechnet werden kann, sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar, heißt es in einer internen Mail der Verwaltung. Der Grund für die Störung ist noch unklar. Ein Cyberangriff wird aber ausgeschlossen.
Hit "Eloise" - Sänger Barry Ryan ist tot
Der britische Musiker Barry Ryan ist tot. Das gab sein guter Freund Cat Stevens alias Yusuf bekannt. Ryan wurde 72 Jahre alt.
Barry und sein Zwillingsbruder Paul Ryan wurden in den 60ern zunächst als Duo bekannt - hauptsächlich durch den 1968er Hit "Eloise". In Deutschland landete der Titel sogar an der Chartspitze, ebenso wie in Australien und der Schweiz. Barry Ryan feierte später einen weiteren großen Erfolg. Mit dem deutschen Schlager "Zeit macht nur vor dem Teufel halt" gewann er 1972 die "ZDF-Hitparade". Weitere Erfolge blieben jedoch aus und der Brite widmete sich ab Ende der 70er einer anderen Leidenschaft - der Fotografie.
Wie Yusuf auf Instagram erklärte, verstarb Barry Ryan bereits am Dienstag. "Als ich kürzlich mit ihm sprach, sagte er mir, dass er seinen Frieden damit gemacht habe, zu wissen, dass ihm nur noch wenig Zeit auf Erden blieb", erklärte Yusuf weiter.
Hautkrebs-OP bei FDP-Politiker Kubicki
FDP-Politiker Wolfgang Kubicki kann wie bereits bekannt an den ersten Sondierungstreffen nach der Bundestagswahl nicht teilnehmen, weil er sich einem "notwendigen operativen Eingriff" unterziehen musste. Der "Bild"-Zeitung erklärte er nun die Hintergründe: "Ich hatte eine OP wegen weißem Hautkrebs". Daher ziehe er sich eine Woche aus der Öffentlichkeit zurück.
"Die Erkrankung ist seit mehreren Monaten bekannt. Der notwendige operative Eingriff wurde wegen des Wahlkampfes auf unmittelbar nach der Bundestagswahl verschoben", bestätigte ein Sprecher Kubickis. "Herr Kubicki wird nach seiner kurzen Pause Ende nächster Woche wieder voll einsatzfähig sein", heißt es zudem.
Popstar Shakira von Wildschweinen attackiert
Menschen in Großstädten kennen das Phänomen: Auf der Suche nach Futter wagen sich Wildtiere immer weiter in die Metropolen. Das musste jetzt auch Popstar Shakira am eigenen Leib erfahren.
Bei einem Spaziergang mit ihrem Sohn Milan in einem Park in Barcelona wurde die Sängerin nach eigenen Angaben von Wildschweinen angegriffen.
"Sie haben mich im Park angegriffen und sind mit meiner Tasche mit dem Telefon abgehauen", schildert die Kolumbianerin in ihrer Instagram-Story, während sie eine zerrissene und verdreckte schwarze Tasche in die Kamera hält. "Zum Schluss haben sie von der Tasche abgelassen." Verletzt wurden die beiden offenbar nicht.
Offenbar vermuteten die Tiere Nahrung in der Tasche.
Forscher enthüllen "steinharten Sexgott"-Dino
Gestatten: Kurupi itaata. Mit diesem Namen versehen brasilianische Forscher eine neu entdeckte Raubsaurier-Art. So ehren sie den Fruchtbarkeitsgott Kurupi der Guaraní, der vor allem an seinem Riesenpenis zu erkennen ist. Doch auch ein Stundenhotel mitten im Nirgendwo dient als Quell der Inspiration.
Mann fängt Alligator mit Mülltonne
Dieser Mann hat echt Mut: Im US-Bundesstaat Florida hat ein Familienvater einen Alligator mit einer Mülltonne eingefangen.
"Das Einzige, was mir in den Sinn kam, war, meine Kinder und die anderen Kinder draußen zu schützen", sagte Eugene Bozzi der Zeitung "USA Today". Ein Clip des Vorfalls in Mount Dora, rund 35 Kilometer nordwestlich von Orlando, wurde auf Twitter bereits millionenfach angeklickt.
Darin ist zu sehen, wie der 26-jährige Vater sich zunächst dem langsam zurückweichenden Alligator mit einer aufgeklappten Mülltonne nähert. Schließlich lässt Bozzi den Deckel fallen, der den Kopf des Alligators trifft und ihn in die Mülltonne hineinlaufen lässt. Angefeuert von Schaulustigen hebt Bozzi den Container hoch und schließt ihn.
Anschließend brachte Bozzi die Tonne mit dem zappelnden Tier zu einem Gewässer auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort entließ er das Tier in die Freiheit.
Höchststrafe für Mörder der Londonerin Sarah Everard
Der Mörder der Londonerin Sarah Everard muss den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Das Strafgericht Old Bailey verurteilte den 48 Jahre alten Polizisten zur Höchststrafe: lebenslange Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Freilassung.
Der Mann hatte gestanden, die 33-jährige Everard am 3. März in Südlondon verschleppt sowie anschließend vergewaltigt und getötet zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Fall führte zu einem landesweiten Aufschrei über Gewalt an Frauen. Wie in der Verhandlung bekannt wurde, hatte der Polizist die junge Frau am 3. März mithilfe seines Dienstausweises angehalten, weil sie Corona-Regeln missachtet habe. Everard war zu Fuß auf dem Heimweg von einer Freundin. Ihre verbrannte Leiche wurde erst Tage später in einem Wäldchen in der südostenglischen Grafschaft Kent entdeckt - ganz in der Nähe eines Grundstücks, das dem verheirateten Familienvater gehörte. Der Mann war in London für die Bewachung diplomatischer Vertretungen zuständig.
In NS-Verfahren angeklagte 96-Jährige festgenommen
Die in dem Itzehoer NS-Verfahren angeklagte 96-Jähre ist festgenommen worden. Das teilt das Gericht mit.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege Sebastian Schneider hat jetzt Feierabend und darf noch ein bisschen die Nachmittagssonne genießen. Ich übernehme seinen Platz und versorge Sie bis zum Abend mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.
Los geht's!
Japan kämpft mit "Rock 'n' Roll" gegen Bären-Problem
Mit Rock 'n' Roll will eine Präfektur im Norden Japans gegen die Gefahr von Attacken der dort lebenden Bären vorgehen. Wegen vermehrter Bärensichtungen in Iwate beauftragte die Präfektur zwei Altrocker, einen Rocksong zu schreiben, der über die Gefahren durch die Tiere und das richtige Verhalten bei einer Begegnung mit einem Bären aufklärt. "Du denkst also, Bärenjunge sind süß?", beginnt der Song, der mit jaulenden Gitarren und hämmerndem Schlagzeug ins Ohr geht. "Verwirf diese naive Denkweise! In der Nähe dieses Jungen ist eine Bärenmutter und sie wird Dich plötzlich angreifen!" Gesungen wird der Warn-Song von zwei in die Jahre gekommenen Rockern. In Iwate hat die Zahl der Bärsichtungen zuletzt stark zugenommen. Gab es 2017 noch 700 Fälle, waren es vergangenes Jahr mehr als 3300. Die Behörden wollen den Warnsong daher nun bis Ende Oktober an Straßen und in Einkaufszentren spielen.
Wie verbringen Politiker eigentlich den Wahltag?
Nicht nur für die Wählerinnen und Wähler ist der Abend der Bundestagswahl etwas Besonderes, sondern auch für Politikerinnen und Politiker. Die "Zeit" hat einige von ihnen begleitet. Das Ergebnis?
Claudia Roth verbrachte den Tag in Bayern bei ihren bayerischen Parteikollegen. Die "Zeit" war an Bord ihres E-Sprinters auf den Weg nach München dabei. Dort habe sie auch gegen 15.30 Uhr von den ersten Nachwahlbefragungen erfahren. Ihre Reaktion auf die prognostizierten 15 Prozent: "Scheiße." Roths Fahrerin habe sie darauf hingewiesen, dass da die Briefwahl fehle. Roth soll darauf entgegnet haben: "Das wäre nicht das, was wir uns erhofft haben." Die Grünen landen am Ende bei 14,7 Prozent.
Tilman Kubans erste Reaktion auf das historische Debakel der Union sei Erleichterung gewesen. "Es ist endlich vorbei", wird der Junge-Union-Vorsitzende mit Blick auf den zehrenden Wahlkampf zitiert. Er habe den Abend in Hannover mit Parteifreunden verbracht.
Wolfgang Schäuble habe an dem Abend realisiert, dass er in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr Bundestagspräsident sein werde: "Ich glaube nämlich nicht, dass die SPD mich vorschlagen wird." Das Wahlergebnis seiner Union habe er so kommentiert: "Es ist zwar nicht wirklich überraschend, aber es ist schlecht."
Dagegen war die Freude bei der SPD groß. Kevin Kühnert sei um 01.00 Uhr morgens in eine Berliner Eckkneipe gekommen, habe die Fäuste geballt und laut "Jaaaa!" gerufen. Wolfgang Schmidt, Finanzstaatssekretär von Olaf Scholz, habe am Vormittag noch Fußball gespielt, dort zwar verloren, konnte aber am Abend den Wahlsieg im Willy-Brandt-Haus feiern.
Keine Eskalation: Serbien und Kosovo legen Grenzstreit bei
Serbien und das Kosovo haben ihren Grenzstreit um die gegenseitige Anerkennung von Nummernschildern nach EU-Angaben vorerst beigelegt. "Wir haben einen Deal!", schrieb der Westbalkan-Beauftragte der EU, Miroslav Lajcak, auf Twitter.
Nach zwei Tagen intensiver Verhandlungen sei ein Abkommen zur Deeskalation der Spannungen erreicht worden. Das Kosovo sagte demnach zu, Sondereinheiten der Polizei von der Grenze abzuziehen und Straßensperren aufzuheben. Damit scheint die Gefahr einer gewaltsamen Eskalation zunächst gebannt.
Die NATO-geführte KFOR-Schutztruppe soll nach der von Lajcak verbreiteten Erklärung für eine "sichere Umgebung und Bewegungsfreiheit" sorgen.
Eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung von EU-Vertretern soll binnen sechs Monaten eine dauerhafte Lösung erarbeiten.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bei einer Reise nach Pristina und Belgrad zwischen beiden Regierungen vermittelt. Zeitgleich fanden Gespräche mit Unterhändlern beider Seiten in Brüssel statt. Die Lage hatte sich vor gut einer Woche erheblich verschärft, nachdem das Kosovo serbische Nummernschilder nicht mehr anerkannt hatte.
Polizei durchsucht Spätkauf: Waffen, Drogen und gefälschte Impfpässe gefunden
Bei der Durchsuchung eines Spätkaufs ist die Berliner Polizei auf ein Arsenal von Waffen, Drogen und gefälschten Impfausweisen gestoßen. Beamte kontrollierten gestern im Stadtteil Neukölln einen 36-Jährigen, der in ein Mietfahrzeug ein- und nach kurzer Fahrt wieder ausstieg, erklärte die Polizei.
Weiter hieß es:
Bei der Durchsuchung des Mietwagens fanden sie zwei Laborgefäße mit mutmaßlichem Rauschgift.
Sie kontrollierten daraufhin das Fahrzeug mit zwei 19 und 20 Jahre alten Insassen und entdeckten dort Bargeld, weitere gefüllte Laborgefäße und einen Schlüssel zu einem Spätkauf.
Bei der anschließenden Durchsuchung des Ladens in Berlin-Kreuzberg beschlagnahmten die Beamten Baseballschläger, Hieb- und Stichwaffen, Cannabis, oft als Rauschmittel verwendete verschreibungspflichtige Medikamente und Impfausweise mit Fälschungsmerkmalen.
Die beiden Tatverdächtigen wurden nach erkennungsdienstlicher Behandlung wieder entlassen.
Tornado-Augenzeuge: "Riesige Böe fegte Leute vom Steg ins Wasser"
Die Erinnerung an den Tornado ist noch ganz frisch, da steigt Uwe Johannsen am Vormittag am Ort des Geschehens schon wieder in sein schmales Ruderboot. Johannsen ist Schlagmann in einem Vierer mit Steuerfrau und 91 Jahre alt, wie er sagt. "Das ging so schnell", erzählt der Mann vom Ersten Kieler Ruder-Club von 1862 unmittelbar vor dem Ablegen über das Geschehen vom Vorabend. "Da kam eine riesige Böe und fegte die Leute vom Steg ins Wasser, zwei waren besinnungslos", schildert Johannsen. "Die Leute wurden nur so ins Wasser gerissen, schlimm." Wie er denn nach so einem Erlebnis gleich wieder rudern gehen könne? "Das mache ich jetzt schon 71 Jahre", sagt Johannsen. "Da rudert man einfach weiter." Und dann geht es los: "Ablegen!", ruft die Steuerfrau um 10.43 Uhr "ihren" vier Männern im Boot zu. Gut 16 Stunden zuvor hatte genau hier der Tornado gewütet.
Türen können sich während Fahrt öffnen - weltweit 200.000 VW-Busse betroffen
Bei weltweit mehr als 200.000 VW-Bussen des Modells T6 gibt es potenziell gefährliche Probleme mit der Türverriegelung. In frostiger Umgebung bestehe das Risiko, dass sich "die Türen gegebenenfalls unerwartet während der Fahrt öffnen", heißt es beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Die Flensburger Behörde überwacht nach eigenen Angaben jetzt einen Rückruf, in Deutschland sind demnach vermutlich knapp 67.400 Fahrzeuge betroffen. Vorfälle mit Sachschäden oder verletzten Personen seien bisher aber nicht bekannt. Es gehe um T6-Exemplare aus den Baujahren 2019 bis 2021. Bei ihnen sollen nun die sogenannten Bowdenzüge, die die Türschlussfunktion mitsteuern, ersetzt werden.
Opel schließt Eisenacher Werk bis Jahresende
Der Autobauer Opel schließt sein Werk in Eisenach wegen Lieferengpässen bei wichtigen Bauteilen von kommender Woche an vorerst bis zum Jahresende. "Die globale Automobilindustrie befindet sich aufgrund der anhaltenden Pandemie und einem weltweiten Mangel an Halbleitern in einer Ausnahmesituation. In dieser anspruchsvollen und unsicheren Lage plant Stellantis, Anpassungen der Produktion vorzunehmen", begründete ein Sprecher des zum europäischen Großkonzern Stellantis gehörenden Herstellers den Schritt. Betroffen von der vorübergehenden Schließung des Werks in Thüringen sind nach Angaben des Sprechers 1300 Mitarbeiter.
Mehr über die Welt der Wirtschaft lesen Sie in unserem Börsen-Tag.
Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy schuldig gesprochen
Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ist im Prozess um illegale Wahlkampffinanzierung schuldig gesprochen worden. "Er hat es als Kandidat unterlassen, die Kosten zu kontrollieren", sagte die Vorsitzende Richterin Caroline Viguier in Paris. Sarkozy blieb der Urteilsverkündung fern, das Strafmaß stand noch aus.
Update 11:36: Mittlerweile ist das Strafmaß bekannt. Sarkozy wurde zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt.
Ist das die größte Leinwand der Welt?
Steht die größte Leinwand der Welt in Leonberg bei Stuttgart? Das behauptet zumindest der Juniorchef des Traumpalasts, Marius Lochmann, in der "Stuttgarter Zeitung". 23 mal 28 Meter soll das Herzstück des neuen IMAX-Kinos messen. Insgesamt hätten 600 Gäste in dem Saal Platz. Der erste Film, der dort gezeigt wurde, war um kurz nach Mitternacht (um 00.07 Uhr) der letzte James-Bond-Film mit Daniel Craig "Keine Zeit zu sterben" (ob der sich lohnt, können Sie hier lesen). Noch seien nicht alle Räumlichkeiten des Traumpalasts fertig, Handwerker verpassten derzeit einer Bowlingbahn und einem Bettenkino den letzten Feinschliff.
Prozess gegen frühere KZ-Sekretärin: 96-jährige Angeklagte flüchtig
Die 96-jährige Angeklagte im Itzehoer Prozess um Beihilfe zum Mord im KZ Stutthof ist flüchtig. Das Landgericht habe einen Haftbefehl erlassen, sagte der Vorsitzende Richter Dominik Groß. Die Frau habe am Morgen ihr Heim verlassen und sei mit dem Taxi zu einer U-Bahn-Station gefahren, führte eine Gerichtssprecherin aus. Die Angeklagte muss sich vor dem Landgericht Itzhoe wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 11.000 Fällen und einigen Fällen von Beihilfe zu versuchtem Mord verantworten.
Laut Anklage arbeitete sie in dem Lager von 1943 bis 1945 als Stenotypistin und Schreibkraft der Kommandantur. In Stutthof starben während des Zweiten Weltkriegs schätzungsweise 65.000 Gefangene, darunter viele Juden. Das Lager bei Danzig erlangte traurige Bekanntheit für die von der SS bewusst in Kauf genommene katastrophale Versorgung der Insassen, die vor allem an Entkräftung und Krankheiten starben.
Zahl der Rentner wird in Deutschland deutlich steigen
Die Zahl der Menschen im Rentenalter in Deutschland wird bis zum Jahr 2035 deutlich anwachsen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, steigt die Altersgruppe 67plus um 22 Prozent - also von etwa 16 auf voraussichtlich 20 Millionen. Laut den Angaben erwarten die Statistiker zugleich, dass es bis 2035 deutlich weniger Menschen im Erwerbsalter gibt. So wird in den westlichen Flächenländern mit einem Rückgang der Anzahl der 20-bis-66-Jährigen um 7 bis 11 Prozent gerechnet, in den östlichen Flächenländern könnten es demnach sogar 12 bis 15 Prozent sein. Lediglich in den Stadtstaaten würden die Zahlen weitgehend stabil bleiben, hieß es. "Der erwartete Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter ist darauf zurückzuführen, dass die großen Baby-Boom-Jahrgänge in den 2020er-Jahren aus dem Erwerbsalter ausscheiden und viel schwächer besetzte jüngere Jahrgänge aufrücken werden", erklärte Olga Pötzsch, Demografie-Expertin im Statistischen Bundesamt.
Union und FDP sprechen am Sonntagabend über Jamaika
Die Unionsspitze will an diesem Sonntagabend mit Vertretern der FDP über Chancen für eine mögliche gemeinsame Jamaika-Regierung mit den Grünen beraten. Aus Unionskreisen hieß es, die Parteichefs von CDU, CSU und FDP, Armin Laschet, Markus Söder und Christian Lindner, hätten gestrigen Abend festgelegt, dass man sich am Sonntagabend um 18.30 Uhr treffen wolle. Die Teilnehmer der Delegationen sollten im Laufe des Tages festgelegt werden. Auch Gespräche mit den Grünen seien verabredet worden, diese seien zu Beginn der kommenden Woche geplant
Wildschwein randaliert in Treppenhaus
Ein panisches Wildschwein hat im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Hessen randaliert und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Das rund 80 Kilogramm schwere Tier verirrte sich in Darmstadt in ein Wohnhaus, wie die Beamten gestern Abend mitteilten. Beim Eintreffen der Polizei konnte es in einen Kellerraum gesperrt werden. Das Veterinäramt und ein Jäger versuchten vergeblich, das Wildschwein für einen gefahrlosen Transport zurück in die Freiheit zu betäuben. Nach mehreren missglückten Versuchen wurde das bereits verletzte Tier vom Jäger erschossen. Menschen wurden nicht verletzt.
SPD-Fraktion feiert ohne Masken - mit einer Ausnahme
Das Ziel der SPD ist klar gesteckt: Olaf Scholz soll Kanzler werden. Und das mithilfe der Grünen und der Liberalen. Doch das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen, denn die Königsmacher von der FDP wollen auch mit Wahlverlierer Laschet in den Dialog treten.
Verzweifelte Suche nach Lkw-Fahrern: Johnson-Vize schlägt Straftäter vor
Im Kampf gegen einen akuten Mangel an Lastwagenfahrern in Großbritannien hat Vize-Premierminister Dominic Raab einen ungewöhnlichen Vorschlag eingebracht. "Wir haben Gefangene und Straftäter bislang ehrenamtlich und unbezahlt arbeiten lassen", sagte Raab - seit der kürzlichen Kabinettsumbildung Justizminister - dem "Spectator". "Warum sollte man sie nicht, wenn es Engpässe gibt, bezahlte Arbeit machen lassen, wenn es einen Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft hat?" In Großbritannien fehlen derzeit Schätzungen zufolge mehr als 100.000 Fernfahrer. Das sorgt für große Probleme, vor allem an britischen Tankstellen. Weil nicht mehr ausreichend Tanklaster den Kraftstoff an Ort und Stelle bringen konnten, saßen in den vergangenen Tagen unzählige Tankstellen auf dem Trockenen.
Schwere Sturmböen an der Küste lassen langsam nach
Die schweren Sturmböen an der Küste lassen allmählich nach. Es bleibt im Norden Deutschlands jedoch weiterhin nasskalt und ungemütlich. In der Mitte und im Süden ist es deutlich freundlicher, die meiste Sonne gibt es im Südwesten.
Handelsstreit in den USA: Biden und Abgeordnete lenken sich beim Baseball ab
Den USA droht ein neuer Shutdown. Damit das nicht passiert, befinden sich US-Präsident Joe Biden und die Abgeordneten im Kongress derzeit inmitten angestrengter Verhandlungen. Dennoch blieb am gestrigen Abend Zeit für das traditionelle Kongress-Baseball-Spiel, bei dem Abgeordnete von Demokraten und Republikanern zu wohltätigen Zwecken gegeneinander antreten. Biden stattete dem Spiel im Stadion der Baseballmannschaft Washington Nationals am Mittwochabend (Ortszeit) einen spontanen Besuch ab. Biden - ohne Krawatte und mit Baseball-Kappe - plauderte mit Spielern beider Teams. Für die Mannschaften von Demokraten und Republikanern traten überwiegend Abgeordnete aus dem Repräsentantenhaus an, aber auch einzelne Senatoren - darunter ein Neuling in der Kammer, der 34 Jahre alte demokratische Senator Jon Ossoff aus dem Bundesstaat Georgia. Das Kongress-Baseball-Spiel hat eine lange Tradition. Es wird seit 1909 in der Regel jedes Jahr ausgetragen. Gewonnen haben diesmal übrigens die Republikaner mit 13-12.
Digitaler Führerschein eine Woche nach Start defekt
Als wichtiges Digitalisierungsprojekt der scheidenden schwarz-roten Koalition ging vor einer Woche der digitale Führerschein an den Start. Autofahrer können theoretisch damit ihre Fahrerlaubnis virtuell auf dem Smartphone speichern. Konkrete Anwendungen waren bisher Mangelware, nun gibt es offenbar das nächste Problem. Wie es in der "Süddeutschen Zeitung" heißt, habe die App schon nach wenigen Tagen den Geist aufgegeben. Zahlreiche Nutzer hätten demnach über Fehlermeldungen berichtet. Zudem teilt die Bundesregierung auf ihrer Internetseite mit, dass es wegen der "sehr hohen Nachfrage" unerwartete "Leistungsspitzen" gegeben habe, die die Nutzung der App beeinträchtigt hätten. Nun werde das Programm für "wenige Wochen" wieder aus den App-Stores herausgenommen und dann neu gelauncht.
Tag der Legasthenie: "Ich lese alle Wörter, als würde ich sie zum ersten Mal lesen"
Jedes zehnte Schulkind hat eine Lese- und Rechtschreibschwäche, in ganz unterschiedlichen Ausprägungen. Diese Zahl sollte eigentlich dafür sorgen, dass das Thema auf die Agenda von Politik und Bildungsinstitutionen rutscht. Doch der 22-jährige Kai West Schlosser, selbst von einer schweren Legasthenie betroffen, hat andere Erfahrungen gemacht: "Viele Lehrer waren schon fast desinteressiert, mir weiterzuhelfen", erzählt er im Podcast "heute wichtig" von seiner Schulzeit. "Für die war klar, wenn man auf dem Gymnasium nicht weiterkommt, geht man halt auf die Realschule." Heute arbeitet er als Art Director in einer Agentur und findet - Rechtschreibung wird massiv überbewertet.
Außerdem im Podcast: Im neuen Bundestag sitzen mehr Abgeordnete mit Migrationshintergrund. Ihr Anteil ist um etwa drei Prozentpunkte auf 11,3 Prozent gestiegen. Das ist allerdings immer noch deutlich weniger als der Bevölkerungsdurchschnitt. "Es ist ein Demokratieproblem, wenn man bestimmte Gruppen der Gesellschaft so wenig im Parlament abbildet", erzählt Carsten Janke vom Mediendienst Integration, der die Zahlen erhoben hat.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
an Tag vier nach der Bundestagswahl wissen wir zumindest schon, wie der Zeitplan der nächsten Tage aussieht. Dass Grüne und FDP zuerst miteinander reden, haben sie bildgewaltig festgehalten. Danach darf dann auch die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz mitreden. Eigentlich sollte davor noch mit der Union und Armin Laschet gesprochen werden, aber ob sie dafür überhaupt schon bereit sind, darüber wird bisher gerätselt. Vielleicht sind wir heute Abend schlauer.
Das wird sonst noch wichtig:
In ihrer langen Historie kam es noch nie vor, dass die Vereinigten Staaten zahlungsunfähig waren. Heute läuft der US-Bundeshaushalt aus und es droht ein neuer Shutdown. Was das bedeutet, können Sie hier lesen.
Um 10 Uhr kommt erstmals die neue Bundestagsfraktion der Grünen zusammen.
Das Leben in Deutschland ist teurer geworden. Das Statistische Bundesamt will heute bekannt geben, ob die Inflation hierzulande über vier Prozent gestiegen ist.
Vor dem Landgericht Itzehoe bei Hamburg beginnt um 10 Uhr ein Prozess gegen eine ehemalige Sekretärin im deutschen Konzentrationslager Stutthof bei Danzig. Der heute 96-jährigen Irmgard F. wird Beihilfe zum Mord in über 11.000 Fällen vorgeworfen.
Nach einer etwa sechsjährigen Generalüberholung wird die "Gorch Fock" in Wilhelmshaven heute wieder offiziell an die deutsche Marine übergeben.
Mein Name ist Sebastian Schneider und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: sebastian.schneider@nama.de.
240 Meter hohes Windrad in NRW kracht zusammen
Ein fast 240 Meter hohes Windrad in der Nähe von Haltern am See in NRW ist am Mittwochabend eingestürzt. Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, brach das Windrad in etwa 20 Metern Höhe komplett ab. Es habe rund zwei Millionen Euro gekostet und sei erst vor einem halben Jahr in Betrieb genommen worden. Den Angaben zufolge meldeten Zeugen den Vorfall. Verletzt wurde niemand. Um sich ein Bild des Trümmerfeldes zu verschaffen, habe die Polizei einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera und die Feuerwehr Drohnen eingesetzt. Die Gründe für das Auseinanderbrechen waren bislang nicht bekannt. Gutachter der Betreiberfirma versuchten die Ursache in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken zu klären.
Massaker hinter Gittern: Über 100 Tote bei Bandenkämpfen in Ecuador
Verfeindete Gangs haben in einem Gefängnis nahe der ecuadorianischen Stadt Guayaquil ein Blutbad angerichtet: 116 Gefangene kamen bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Banden in der Haftanstalt Guayas N1 ums Leben, wie die Staatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes mitteilte. Weitere 78 Gefangene und zwei Polizisten seien bei den Kämpfen verletzt worden. "Es ist eine Tragödie, dass die kriminellen Banden im Kampf um die Kontrolle so weit gehen", sagte der Leiter des Strafvollzugs, Bolívar Garzón, im Radiosender FM Mundo. Mehrere Opfer sollen enthauptet worden sein.
Soldaten zogen einen Sicherheitskordon um die Haftanstalt, um die Arbeit der Ermittler und Forensiker abzusichern. Bei den Bandenkämpfen kamen demnach auch Schusswaffen und Sprengsätze zum Einsatz. Spezialeinsatzkräfte der Polizei brachten die Haftanstalt danach wieder unter ihre Kontrolle. Rund 400 Beamte seien an dem Einsatz beteiligt gewesen, sagte Polizeichef Fausto Buenaño. Die Polizisten seien beschossen worden. Bei dem Einsatz wurden demnach Schusswaffen, Messer, Munition und Drogen sichergestellt.
Den Banden gelinge es immer wieder, Waffen in das Gefängnis zu schmuggeln, räumte Garzón ein. Er war zum Zeitpunkt des Massakers gerade einmal einen Tag im Amt.
Streit um Raketentest: Für Kim ist das US-Angebot "reine Fassade"
Nach dem mutmaßlichen Test einer nordkoreanischen Hyperschall-Rakete hat sich der Tonfall zwischen der Führung in Pjöngjang und dem Westen deutlich verschärft. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bezeichnete ein US-Gesprächsangebot laut Staatsmedienberichten als "reine Fassade". Damit wollten die Vereinigten Staaten ihre "Unehrlichkeit und ihr feindseliges Handeln" verschleiern, sagte Kim laut der Zeitung "Rodong Sinmun". Der UN-Sicherheitsrat kommt wegen der Lage in Nordkorea zu einer Dringlichkeitssitzug zusammen. Auch nach der Amtsübernahme von US-Präsident Joe Biden habe sich nichts an der "militärischen Bedrohung" Nordkoreas durch die USA sowie deren "feindseliger Politik" gegenüber Pjöngjang geändert, sagte Kim laut "Rodong Sinmun" in einer Rede vor den Mitgliedern der Obersten Volksversammlung.