Freitag, 28. Februar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:28 Uhr

Das war Freitag, der 28. Februar 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn ich jemanden vielleicht enttäuschen muss - der Frühling beginnt ja nicht in ein paar Stunden, sondern erst übermorgen. Denn 2020 ist ein Schaltjahr, das heißt morgen kriegen wir einen zusätzlichen - oder einen geschenkten - Tag. Warum das so ist, erklärt hier meine Kollegin Hedviga Nyarsik.

Was war heute wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen 29. Februar und einen sonnigen Start in den Frühling! Bis Montag!

22:01 Uhr

Gericht: Paypal-AGB mit 80 Seiten nicht zu lang

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AGB lang wie ein Roman? Kein Problem für Paypal.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch wenn die Geschäftsbedingungen von Paypal ausgedruckt mehr als 80 Seiten lang sind - das macht sie nach einem Gerichtsbeschluss nicht automatisch zu lang und unwirksam.

  • Deutsche Verbraucherschützer erlitten mit der Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln auch in zweiter Instanz einen Rückschlag in ihrem Kampf für überschaubare Nutzungsregeln.
  • Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wollte die Paypal-Geschäftsbedingungen als unverständlich und unzumutbar lang untersagen lassen. Er berief sich dabei unter anderem auf eine Auswertung mit Software, die die Verständlichkeit von Texten analysiert.
  • Das Gericht ließ den Hinweis auf einen "Verständlichkeitsindex" jedoch nicht gelten. So könne etwa die Verwendung von Fremdwörtern auch dann zulässig sein, wenn diese hinreichend erläutert würden.
21:25 Uhr

MAN verschwindet bald von der Börse

Traton
Traton 12,81

Die VW-Lastwagentochter Traton will die MAN SE von der Börse nehmen und die Aktien einziehen. Die noch verbliebenen Minderheitsaktionäre der MAN SE sollen eine "angemessene Barabfindung" erhalten, teilte Traton in München mit. Die Höhe stehe noch nicht fest.

  • Traton hält bereits 94,36 Prozent des Grundkapitals der MAN SE. Der Traton-Vorstand habe mit Zustimmung des Aufsichtsrats und der Volkswagen-Gremien das Squeeze-Out beschlossen. Ziel sei, die Konzernstruktur zu optimieren, teilte Traton mit.
  • Künftig würde die MAN-Lastwagensparte Truck and Bus ohne Umweg über die MAN SE direkt Traton unterstehen, ebenso wie der schwedische Lastwagenbauer Scania. Die bisher von der MAN SE gehaltene Beteiligung an Scania ginge an Traton.
  • Die Beteiligung am chinesischen Lkw-Bauer Sinotruk und der südamerikanische Lastwagenbauer VW Caminhoes gehören zur Traton-Tochter MAN Finance Luxemburg. Traton ist auch am US-Lastwagenbauer Navistar beteiligt und will ihn komplett übernehmen.
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21:08 Uhr
Breaking News

Trump bestätigt baldige Unterzeichnung von Taliban-Abkommen

US-Präsident Donald Trump hat die baldige Unterzeichnung eines Abkommens mit Vertretern der Taliban bestätigt. US-Außenminister Mike Pompeo werde an der Zeremonie teilnehmen, teilte Trump in Washington mit. Die Unterzeichnung wird für diesen Samstag in Doha in Katar erwartet.

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20:45 Uhr

Model erblindet nach Augen-Tattoo

Sie wollte wie ihr Vorbild, polnischer Rapper Popek, aussehen und ließ sich ihre Augäpfel tätowieren. Jetzt hat Instagram-Model Aleksandra Sadowska aus Wroclaw schwarze Augen.

  • Doch offenbar machte der Tätowierer aus Warschau einen fatalen Fehler: Laut "Daily Mail" benutzte er Körperfarbe, die nicht in die Augen gelangen darf.
  • Daraufhin verlor die 25-Jährige ihr rechtes Augenlicht. Wie ihre Ärzte jetzt diagnostizierten, wird sie auch auf ihrem linken Auge erblinden.
  • Der Tätowierer muss nun mit einer dreijährigen Gefängnisstrafe rechnen. 
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20:04 Uhr

Corona-Bier wegen Coronavirus in der Krise

AB INBEV
AB INBEV 40,35

Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev rechnet wegen des Coronavirus mit einem Gewinneinbruch im ersten Quartal. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in den ersten drei Monaten werde um rund zehn Prozent sinken, teilte der Brauer bekannter Marken wie Beck's, Budweiser, Corona und Stella Artois in Leuven mit.

Im ersten Quartal des Vorjahres hatte AB Inbev operativ etwas mehr als fünf Milliarden Dollar verdient.

AB Inbev bezifferte auch die bisherige Belastung durch den Ausbruch des neuartigen Coronavirus. In den ersten beiden Monaten drückten die Folgen des Virus demnach das Ergebnis um 170 Millionen Dollar.

Laut einer Umfrage der PR-Agentur 5WPR liegen die schlechten Zahlen zum Teil daran, dass die US-Amerikaner ihre Trinkgewohnheiten wegen des Virus anpassen. Demnach haben 38 Prozent der Befragten angegeben, dass sie auf Bier der Marke Corona verzichten würden.

19:35 Uhr
Breaking News

Berliner Reisemesse ITB wegen Coronavirus abgesagt

Die Reisemesse ITB in Berlin wird wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Das sagte ein Messesprecher. Die ITB ist die führende Messe der weltweiten Reiseindustrie. Die Veranstalter rechneten mit rund 150.000 Besuchern.

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19:24 Uhr

Merkel telefoniert mit Erdogan

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die "rücksichtslosen" Angriffe auf türkische Truppen im syrischen Idlib verurteilt. In einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan forderte Merkel zudem "ein Ende der Offensivoperationen des syrischen Regimes und seiner Unterstützer", wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte.

Merkel und Erdogan seien sich einig gewesen, dass es "dringlich geboten" sei, einen erneuten Waffenstillstand zu vereinbaren und "baldmöglichst die hierzu erforderlichen politischen Gespräche aufzunehmen", hob Seibert hervor.

Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron sowie Erdogan hatten angeboten, ein Vierertreffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin kommende Woche in Istanbul abzuhalten. Putins Antwort darauf steht laut Seibert aber noch aus.

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18:41 Uhr

Riesige Rauchwolken am Gare de Lyon in Paris

Flammen und Rauchwolken rund um den Pariser Bahnhof Gare de Lyon. Wie die Staatsbahn SNCF auf Anfrage mitteilte, habe es außerhalb des großen Fernbahnhofs im Südosten der Hauptstadt Demonstrationen gegeben. Dabei hätten auch Autos gebrannt.

Auf Twitter teilte die SNCF mit, dass der Bahnhof geschlossen wurde.

Vom Gare de Lyon aus fahren die Züge von Paris aus in Richtung Südfrankreich. Gerade in den Abendstunden herrscht dort großer Andrang.

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18:15 Uhr

Räuber lässt Tanga am Tatort zurück

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Wer kennt diesen Mann ..?

(Foto: Polizei)

In Berlin hat ein Mann eine Spedition ausgeraubt - und ein Paket mit Stringtanga und Bettzeug zurückgelassen.

  • Der Raub ereignete sich bereits im Mai, die Polizei veröffentlicht nun Fotos und bittet um Hinweise.
  • In dem Betrieb bedrohte der Gesuchte zwei Mitarbeiter mit einer Pistole und einem Messer. Bei einem Handgemenge erlitt einer der Mitarbeiter eine leichte Kopfverletzung.
  • Dann flüchtete er mit der Beute. Das Paket ließ er dagegen am Tatort zurück.
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... oder diesen Tanga?

(Foto: Polizei)

 

17:40 Uhr

Athen: Kein illegaler Grenzübergang wird geduldet

Die Türkei droht, die Grenzen zu öffnen und Migranten auf dem Weg nach Europa durchzulassen. Daraufhin zeigt der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis Härte.

"Kein illegaler Grenzübertritt wird geduldet", erklärte Mitsotakis auf Twitter. Athen trage keine Verantwortung für die dramatischen Ereignisse in Syrien und werde nicht den Preis dafür zahlen. Er habe die Regierungschefs anderer EU-Staaten und die EU-Führung bereits informiert, dass Griechenland seine Grenzkontrollen verstärkt habe.

Zuvor hatten sich nach Gerüchten über eine Öffnung der türkischen Grenzen für Flüchtlinge in Richtung Europa Hunderte Migranten an einem Grenzübergang am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros versammelt. Als einige Migranten über die Grenze zu kommen versuchten, setzte die Polizei Pfefferspray und Tränengas ein, wie das Staatsfernsehen berichtete.

16:56 Uhr

Neues Video von Lady Gaga wurde komplett mit Handy gedreht

Liebe Besitzer des iPhone 11 Pro, Sie können mit Ihrem Handy viel mehr tun, als nur telefonieren, chatten und ntv.de-App lesen. Das beweist das neue Video von Lady Gaga, das komplett mit dem Smartphone gedreht wurde.

Heute Nacht hat der Popstar seinen neuen Song "Stupid Love" und das dazugehörige Musikvideo veröffentlicht. Und das ist noch lange nicht alles: Mit dem Hashtag #LG6 kündigt die Sängerin außerdem die Veröffentlichung ihres sechsten Studioalbums an, das erste in vier Jahren.

Das Video zu "Stupid Love" wurde bereits mehr als drei Millionen Mal auf YouTube angesehen. Wann das Album folgt, ist derzeit nicht bekannt.

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16:27 Uhr

Stephan E. an weiterem Mordversuch beteiligt?

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Stephan E. soll Walter Lübcke getötet haben, womöglich war er auch an einem weiteren Mordversuch beteiligt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Hauptverdächtige im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke soll an einem weiteren Mordanschlag beteiligt gewesen sein.

  • Der Generalbundesanwalt gehe dem Anfangsverdacht nach, dass Stephan E. im Jahr 2003 an einem rechtsterroristischen Mordversuch gegen einen Kasseler Lehrer beteiligt gewesen sein könnte, berichten der NDR und der "Spiegel". Weitere Details zu dem Vorwurf nannte die Behörde demnach nicht.
  • Im Februar 2003 wurde ein Anschlag auf einen Geschichtslehrer in Kassel verübt, der sich damals aktiv gegen Rechtsextremismus engagierte. Er wurde von einem Schuss durch sein Küchenfenster knapp verfehlt.
  • Ermittler hätten nun in verschlüsselten Dokumenten auf E.s Computer Informationen über den Lehrer gefunden. Die Datei soll im Jahr vor dem versuchten Mord erstellt worden sein.
16:00 Uhr

Burkhard Driest gestorben - Schauspieler, Autor und Bankräuber

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Er gefiel Romy Schneider sehr: Burkhard Driest

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Schauspieler und Autor Burkhard Driest ist tot. Driest sei am Donnerstag nach langer Krankheit in Berlin im Alter von 80 Jahren gestorben, teilte seine Familie mit.

  • Der 1939 in Stettin geborene Driest wurde unter anderem als Schauspieler in Filmen von Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Reinhard Hauff sowie in Inszenierungen des Regisseurs Peter Zadek bekannt.
  • Auch als Drehbuch- und Theaterautor machte er sich einen Namen, unter anderem für Filme wie "Endstation Freiheit" und "Falco meets Amadeus".
  • Wegen schweren Bankraubes wurde er zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, wurde aber nach drei Jahren entlassen und schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch.
  • 1974 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Die Verrohung des Franz Blum", der starke autobiografische Züge hat.
  • Legendär wurde sein Fernsehauftritt mit Romy Schneider. In der WDR-Takshow "Je später der Abend" entlockte er der Schauspielerin die Worte: "Sie gefallen mir! Sie gefallen mir sehr!".
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15:35 Uhr

Falscher Arzt fordert 22.000 Euro für Coronavirus-Behandlung

Der "Enkeltrick" mal anders: Ein Unbekannter rief zwei ältere Frauen in Brandenburg an und gab sich als Enkel aus, der für die Behandlung seiner Coronavirus-Erkrankung 100.000 Euro benötige. Beide gingen auf die Forderungen nicht ein und legten auf.

Ein 85-Jähriger konnte von der Polizei erst kurz vor der Übergabe von 22.000 Euro an die Betrüger aufgehalten werden. Der Mann wurde von seinem angeblichen Sohn angerufen, der sich wegen einer Infektion mit dem Coronavirus in Behandlung befinde. Später rief ein anderer Mann an, der sich als Oberarzt eines Krankenhauses ausgab. Er gab vor, 22.000 Euro für die Behandlung des vermeintlichen Sohns zu benötigen.

Die Schwiegertochter des 85-Jährigen informierte daraufhin die Beamten.

Der Mann fuhr zu seiner Bank und hob das Geld ab. Die Polizei konnte ihn aber rechtzeitig vor der Geldübergabe antreffen und von der Zahlung abhalten. Er zahlte das Geld daraufhin wieder bei der Bank ein und erstattete Anzeige.

14:49 Uhr

Größte Explosion im Universum registriert

In einer weit entfernten Galaxie haben Astronomen die größte bislang bekannte Explosion im Universum registriert.

Ausgangsort ist ein supermassereiches Schwarzes Loch im Galaxienhaufen Ophiuchus in etwa 390 Millionen Lichtjahren Entfernung. Die Explosion habe etwa fünf Mal mehr Energie freigesetzt als der bisherige, im Jahr 2005 registrierte Rekordhalter, schreibt das Team um Simona Giacintucci vom Naval Research Laboratory in Washington im Fachblatt "The Astrophysical Journal".

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Friederike Zörner hat's geschafft - sie verabschiedet sich ins Wochenende. Ich begleite ich Sie weiter durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:20 Uhr

Greta Thunberg: Medien und Politik ignorieren Klimakrise komplett

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Greta Thunberg setzt ihren Klimastreik unbeirrt fort.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Das ist eine Notsituation, Menschen leiden bereits und sterben als Konsequenz des Klima- und Umwelt-Notstands." Auch am heutigen Freitag ist Greta Thunberg zusammen mit anderen jungen Aktivisten auf die Straße gegangen. Die Schwedin hielt vor Tausenden Anhängern in Bristol eine Ansprache, die live im BBC-Fernsehen übertragen wurde. Es werde noch schlimmer werden, prophezeite die 17-Jährige in Bezug auf den Klimawandel. "Immer noch wird diese Notlage komplett ignoriert von den Politikern, den Medien und denen in einflussreichen Positionen." Und weiter: "Im Grunde wird nichts getan, um diese Krise aufzuhalten." Sie werde nicht schweigen und zusehen, kündigte Thunberg unter Beifall an.

13:43 Uhr

Griechenland schließt Grenzübergang zur Türkei

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Einige Migranten warten aktuell im Niemandsland des bulgarisch-griechisch-türkischen Dreiländerecks.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach der militärischen Eskalation in Nordsyrien verbreiten sich Gerüchte, die Türkei öffne ihre Grenzen für syrische Flüchtlinge in Richtung Europa. Hunderte Migranten versammeln sich daraufhin an dem Grenzübergang Kastanies/Pazarkule. Die Regierung in Athen nimmt dies zum Anlass, den besagten Übergang am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros (türkisch: Meric) zu schließen. Das berichtet das griechische Staatsfernsehen (ERT). Wie lange die Schließung dauern werde, ist unklar. Reporter vor Ort berichten, auf der griechischen Seite habe die Regierung in Athen zahlreiche Polizisten und Grenzschutzbeamte sowie Soldaten zusammengezogen. Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis habe zuvor Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonisch über das Vorgehen an der Grenze zur Türkei informiert. Dies teilte das Büro des Regierungschefs mit.

13:19 Uhr

Barnier: Kanada kein Vorbild für Handelsabkommen mit Briten

Die Durchsetzung des Brexits hat bekanntlich sehr lange gedauert. Bei der aktuellen Ausarbeitung eines Handelsabkommens zwischen der EU und Großbritannien müssen die Verhandlungspartner aufs Tempo drücken. Nur bis Ende des Jahres gilt die Übergangsphase - gibt es bis dahin keine Einigung, ist der vielfach befürchtete No-Deal-Brexit bittere Realität. Der Ernst der Lage dürfte Brüssel und London bewusst sein. Dennoch fallen die beiden Seiten momentan eher durch Querelen als durch Lösungsansätze auf.

So gibt EU-Chefunterhändler Michel Barnier derzeit nur bekannt, was für Brüssel nicht funktioniert: ein Freihandelsabkommen nach dem Vorbild des Vertrages der EU mit Kanada. Im "Spiegel" verwies Barnier laut Vorabbericht auf die räumliche Distanz. "Zwischen Großbritannien und Kanada gibt es beispielsweise den entscheidenden Unterschied, dass Kanada von Europa über 5000 Kilometer entfernt ist, Dover aber nur 42 Kilometer von Calais", sagte Barnier. "Das hat Auswirkungen, auch auf die Inhalte des Abkommens." Der Umfang des Zugangs der Briten zum Binnenmarkt der 27 EU-Staaten mit über 440 Millionen Menschen werde davon abhängen, inwieweit sie sich etwa bei Umweltschutz oder Sozialstandards auch künftig an den EU-Regeln orientierten.

12:49 Uhr

Tödlicher Unfall nach versuchter Geldautomaten-Sprengung?

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Drei Personen verunglückten in diesem Wagen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Polizei am Niederrhein prüft einen Zusammenhang zwischen einer versuchten Geldautomaten-Sprengung und einem Unfall mit zwei Toten in der niederländischen Grenzregion. Im nordrhein-westfälischen Emmerich war in den frühen Morgenstunden versucht worden, einen Geldautomaten zu sprengen, wie die Polizei in Kleve mitteilte. Zeugen hätten drei Täter bei der Flucht beobachtet, so die Sprecherin. Wenig später ereignete sich auf der Autobahn 12 in Richtung Arnheim - rund 15 bis 20 Kilometer vom Tatort entfernt - der Unfall nahe dem Ort Zevenaar. Dabei starben zwei Insassen.

"Es war ein baugleicher Wagen", sagte die Sprecherin. Das Auto sei gegen einen Lastwagen geprallt, von der Strecke abgekommen und in einem Graben gelandet. Polizisten, die zufällig in der Nähe waren, sahen den Angaben zufolge den Unfall. Laut den Beamten lief die dritte Person möglicherweise schwer verletzt von der Unglücksstelle weg. Die Polizei setzte bei der Suche einen Hubschrauber ein. Die A12 in Richtung Arnheim wurde vorerst gesperrt.

12:22 Uhr

Aktueller Winter ist zweitwärmster seit 1881

Irgendwie haben wir es doch alle geahnt: Der zu Ende gehende Winter in Deutschland war der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. "Für den Winter 2006/2007 (+4,1 Grad überm langjährigen Mittelwert) wird es nicht reichen", sagt ntv-Meteorologe Björn Alexander. "Doch mit fast 4 Grad sind wir am Ende auch nicht allzu knapp dahinter und somit ist es schlussendlich der zweitwärmste Winter der Wettergeschichte."

Auch der ausklingende Februar ist rekordverdächtig mild. "Der Februar 1990 ist hier das Maß der Dinge mit fast 5,5 Grad positiver Abweichung", erklärt Alexander. "Da kommen wir definitiv nicht mehr hin. Aber am Ende liegt der Februar 2020 mit knapp 5 Grad Temperaturüberschuss direkt auf einem der nachfolgenden Plätze."

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12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:46 Uhr

Elfjähriger hantiert in Berlin mit Waffe: SEK greift ein

In einer Whatsapp-Gruppe taucht ein Video auf. Darin ist zu sehen, wie ein Schüler mit einer Waffe in die Luft schießt. Die Berliner Polizei bekommt einen Hinweis. Die Spur führt die Polizisten zu einer Wohnung in Berlin-Gesundbrunnen. Die Einsatzkräfte klingeln und klopfen an der Wohnungstür. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, eine schwarze Schreckschusswaffe wird nach draußen geworfen. SEK-Beamte brechen die Wohnungstür auf und legen dem 36-jährigen Mieter - dem Vater des auf dem Video zu sehenden Jungen - Handfesseln an.

So schildert die Berliner Polizei die Vorgänge, die sich am gestrigen Abend zugetragen haben. Weder die Eltern noch der Elfjährige wollten sich bislang zu den Aufnahmen äußern. Die Beamten ermitteln nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

11:37 Uhr
Breaking News

Genfer Autosalon wegen Coronavirus abgesagt

Angesichts der Coronavirus-Epidemie ist der Genfer Autosalon abgesagt worden. Die bekannte internationale Fahrzeugmesse entfalle in diesem Jahr, teilten die örtlichen Behörden mit. Die Eröffnung des Autosalons war für kommenden Donnerstag vorgesehen. Zuvor hatte die Schweizer Regierung wegen des neuartigen Erregers alle Großveranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern vorerst untersagt. Das Verbot trete sofort in Kraft und gelte mindestens bis zum 15. März, hieß es. Die Maßnahme habe "weitreichende Auswirkungen für die Bevölkerung", räumte die Regierung ein. "Sie verspricht aber einen wirksamen Schutz für die Menschen im Land und für die öffentliche Gesundheit."

Aktuelle Entwicklungen in Bezug auf das Coronavirus lesen Sie in unserem Liveticker.

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11:19 Uhr

Papst hustet: Offizielle Audienzen abgesagt

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Hat offensichtlich eine Erkältung: Papst Franziskus.

(Foto: dpa)

Papst Franziskus fühlt sich momentan nicht so gut. Gestern fehlte er wegen "leichtem Unwohlsein" bei einer Veranstaltung in Rom (wir berichteten). Nun muss der Pontifex weitere Termine absagen - allerdings nur die offiziellen Audienzen. Die Morgenmesse habe der 83-Jährige wie üblich gehalten und auch die Teilnehmer begrüßt, teilte Vatikansprecher Matteo Bruni mit. Die Termine an seinem Wohnort in der Casa Santa Marta im Vatikan sollten auch stattfinden. Was genau der Papst hat, gab der Sprecher nicht bekannt. Franziskus hustete und schniefte allerdings bei Feierlichkeiten diese Woche.

10:54 Uhr

Russland schickt Kriegsschiffe durch den Bosporus

Wenige Stunden nach der militärischen Eskalation zwischen der türkischen Armee und syrischen Regierungstruppen in Idlib folgt eine Reaktion aus Russland: Zwei mit Marschflugkörpern bestückte Kriegsschiffe wurden durch den Bosporus in Richtung Mittelmeer geschickt. Die russischen Fregatten "Admiral Makarow" und "Admiral Grigorowitsch" hatten zuvor den Hafen von Sewastopol auf der Krim-Halbinsel verlassen, wie ein Sprecher der russischen Armee erklärte.

  • Die Schiffe sollen demnach den Bosporus und anschließend die Dardanellen durchqueren. Zum Ziel der Fregatten äußerte sich der Sprecher nicht.
  • In der Regel durchqueren russische Marineschiffe die türkische Meerenge aber zur Versorgung der russischen Streitkräfte in Syrien.
  • Moskau warf den türkischen Streitkräften unterdessen vor, in Idlib an der Seite von "Terroristen" gekämpft zu haben. Überdies habe die Türkei die Anwesenheit ihrer Truppen in dem betroffenen Gebiet nicht an Russland gemeldet.
  • Eine Vereinbarung zwischen Ankara und Moskau sieht vor, dass die türkische Armee ihre Stellungen in Idlib an Russland übermittelt, um Angriffe der syrischen Armee zu verhindern.
10:30 Uhr
Breaking News

Dax fällt um mehr als 5 Prozent

Der wichtigste deutsche Aktienindex Dax ist inzwischen um mehr als 5 Prozent auf 11.743,16 Punkte gefallen. Die Sorge um die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung belasten seit Tagen die Finanzmärkte weltweit und haben am Morgen bereits die Börsen in Asien tiefer ins Minus gedrückt.

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10:22 Uhr

SPD-Vorsitzende Esken macht Morddrohung öffentlich

Unbekannte haben der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken damit gedroht, sie mit einem Beil oder einer Rohrbombe anzugreifen. Die Politikerin machte die perfide Drohung auf Twitter publik. In der E-Mail wird geschrieben, sie stehe ebenso wie die Angestellten in ihrem Bundestagsbüro auf einer "Abschlussliste". Die Verfasser bezeichnen sich selbst als "Todesschwadron88". Die Zahl 88 steht bei Rechtsextremisten für die Position des Buchstabens H im Alphabet - 88 gilt als Abkürzung für "Heil Hitler". Esken appellierte auf Twitter: "Die Behörden für Aufklärung und Ermittlung müssen einen steten Verfolgungsdruck gegen rechten Terror und rechte Hasskriminalität aufbauen."

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10:10 Uhr
Breaking News

VW und Verbraucherschützer erzielen doch noch Diesel-Vergleich

Nach ihren zunächst gescheiterten Gesprächen haben Volkswagen und Verbraucherschützer jetzt doch noch einen gemeinsamen Vergleich zur Entschädigung von Dieselkunden erzielt. Bei ihren Güteverhandlungen am Oberlandesgericht Braunschweig einigten sich beide Seiten auf eine "umfassende Vereinbarung", wie das Gericht mitteilte.

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09:55 Uhr

Linken-Chefin kritisiert Fraktionskollegen wegen Merkel-Anzeige

Katja Kipping ist erbost. So erbost, dass sie zunächst einen Tweet absetzt und anschließend noch ein ausführliches Statement gibt. Der Grund des Ärgers der Linken-Vorsitzenden ist das Vorgehen von acht Genossen. Wie gestern bekannt wurde, haben acht Bundestagsabgeordnete der Linken Anzeige gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrere Minister gestellt. Hintergrund ist die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch eine US-Drohne. (Hier die Details)

"Diese Aktionen von 8 einzelnen Abgeordneten halte ich für falsch", schrieb Kipping nun auf Twitter. "Sie war weder mit Fraktions- noch Parteispitze abgestimmt. Insofern ist es ausdrücklich KEINE Klage von @dieLinke." Und weiter auf dpa-Anfrage: "Die Frage, die sich die acht stellen müssen, lautet: Ist Soleimani der geeignete Fall, um die berechtigte Kritik an den Drohnenmorden hochzuziehen? Generell bin ich der Meinung, dass solche weitreichenden Schritte mit Fraktion und Partei abzustimmen sind. Und: Ich denke, dass sie auch mit seriösen Akteuren der Zivilgesellschaft, die sich für Menschenrechte einsetzen, vorher zu beraten sind."

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09:35 Uhr

"The Rock" fordert amerikanischen Popstar zum Duett auf

"Als nächstes singen wir unser Duett. Du bringst die Gitarre mit, ich den Tequila." Diese Aufforderung verheißt einen hervorragenden Sonntagabend ... Ausgesprochen hat sie der Schauspieler Dwayne "The Rock" Johnson. Sie ging an niemand Geringeres als Popstar Taylor Swift. Die 30-Jährige hat vor wenigen Stunden das Musikvideo zu ihrem Lied "The Man" veröffentlicht. Darin verkörpert sie einen Mann, der wahlweise als Geschäftsmann mit Machogehabe, arroganter Playboy oder aufbrausender Tennis-Star auffällt. Er kommt mit seinem Gehabe ohne Weiteres durch.

Swift prangert auf diese Weise Sexismus an, frei unter dem Motto: Männer dürfen sich alles erlauben - und werden dafür auch noch gefeiert. "Was für eine Verwandlung und - noch wichtiger: eine großartige Botschaft zur Gleichstellung der Frauen", twitterte Johnson. Im Video leiht der 47-Jährige "The Man" seine Stimme. Ob er mit dieser auch eine Melodie halten kann, wird die Welt vielleicht bald erfahren.

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09:13 Uhr

Brand in Lagerhalle verursacht über eine Million Euro Schaden

Ein technischer Defekt hat in der Nacht in Saarbrücken ein teures Inferno ausgelöst: Bei einem Feuer in der Lagerhalle einer Elektrofirma entstand ein Schaden von mehr als einer Million Euro. In dem erst 2019 erbauten Gebäude lagerten technische Gegenstände. Die Feuerwehr habe den Brand in eineinhalb Stunden vollständig gelöscht, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand. Eine abschließende Untersuchung der Brandursache steht bislang noch aus.

09:10 Uhr
Breaking News

Dax rutscht zum Handelsstart um mehr als drei Prozent ab

Der Deutsche Aktienindex hat vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus zum Handelsstart erneut mehr als drei Prozent verloren. Der Dax rutschte in Frankfurt am Main unter die Marke von 12.000 Punkten und weitete seine Verluste seit Beginn der Woche auf insgesamt rund zwölf Prozent aus. Auch die Börsenbarometer in Paris und London verloren mehr als drei Prozent.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:43 Uhr

Forscher entdecken "Tier", das ohne Sauerstoff lebt

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Der Parasit Henneguya salminicola ist zwar relativ ungefährlich, verursacht aber im Lachsgewebe weiße Zysten.

(Foto: imago/All Canada Photos)

Israelische Wissenschaftler haben durch Zufall ein Lebewesen entdeckt, das ohne Sauerstoff zu atmen, leben kann. Wie CBS News berichtet, stellten Forscher der Tel Aviv Universität fest, dass der kleine Parasit namens Henneguya salminicola keine Mitochondrien hat. Letztere sind bekanntlich das Kraftwerk der Zelle (Gruß an die Biolehrer dieses Landes) und kommen in den Zellen so ziemlich aller Tiere und Menschen vor.

H. salminicola tritt als Parasit im Muskelfleisch von Lachsen auf und ist dem Bericht zufolge mit Quallen und Korallen verwandt. Die Forscher wollten eigentlich nur das Erbgut des aus weniger als zehn Zellen bestehenden Gebildes entschlüsseln, als sie feststellen, dass die Mitochondrien zur Sauerstoffumwandlung fehlen. Es ist noch unklar, wie der Parasit Energie produziert. Doch schon jetzt ist die Entdeckung Anlass, die Definition, was Tiere ausmacht, zu überdenken.

08:19 Uhr

Eskalation in Syrien: Türkei aktiviert Artikel 4 der Nato-Verträge

Die Vorfälle in Nordsyrien beschäftigen ab 10.30 Uhr den Nordatlantikrat der Nato. Die Türkei habe um ein Sondertreffen unter Artikel 4 der Nato-Verträge gebeten, teilte das Militärbündnis mit. Artikel 4 besagt, dass jeder Alliierte jederzeit um Beratungen bitten kann, wenn seiner Meinung nach "die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist".

  • Der Nordatlantikrat ist das wichtigste Entscheidungsgremium der Nato.
  • Er trifft sich in der Regel einmal pro Woche auf Ebene der Botschafter und etwa halbjährlich auf Ebene der Außen- und Verteidigungsminister.
  • Es ist das sechste Mal seit der Nato-Gründung 1949, dass Artikel 4 ausgelöst wird - meistens von der Türkei.
  • Am Donnerstagabend waren bei einem Luftangriff in Idlib mindestens 33 türkische Soldaten getötet und 36 weitere verletzt worden.
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07:52 Uhr

Auto kracht gegen Baum - drei junge Menschen tot

Aus bislang ungeklärter Ursache ist in der Nacht ein Wagen mit fünf Insassen von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Bei dem Unfall in Mecklenburg-Vorpommern kamen drei junge Männer ums Leben. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge überfuhr der 23 Jahre alte Fahrer bei Torgelow eine Verkehrsinsel und kam nach links von der Fahrbahn ab.

Durch den Aufprall wurden der Fahrer und zwei seiner Mitfahrer im Alter von 20 und 23 Jahren tödlich verletzt. Die 21 Jahre alte Beifahrerin wurde durch die Kollision im Auto eingeklemmt. Die Rettungskräfte bargen sie schwer verletzt. Ein Ersthelfer barg einen weiteren 21 Jahre alten Mitfahrer schwer verletzt aus dem Unfallwagen.

07:27 Uhr

Frau trinkt mit MDMA versetzten Wein und stirbt

Eine 41-jährige Frau hat in Belgien einen Schluck Rotwein aus einer Flasche getrunken, die mit der Droge MDMA versetzt war. Wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtet, brach die Frau kurz danach zusammen und starb fünf Tage später in einer Klinik an den Folgen einer Überdosis. Belgische Ermittler gehen demnach davon aus, dass Unbekannte die Droge dem Wein hinzufügten und auf diese Weise schmuggeln wollten. Bei dem Wein habe es sich um einen Merlot Cabernet Sauvignon 2016 der niederländischen Marke Black & Bianco gehandelt.

An der Flasche sei nicht ersichtlich gewesen, dass sie manipuliert worden sei, hieß es weiter. Der Wein habe allerdings einen komischen Geschmack hinterlassen und der Korken sei ein firmenuntypischer gewesen. Obwohl es unwahrscheinlich sei, dass weitere MDMA-Flaschen im Umlauf seien, warnten die belgischen Behörden, augenscheinlich veränderte Flaschen nicht zu öffnen.

07:04 Uhr

Antarktis so warm wie Los Angeles - Eis schmilzt

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Die Kombination aus zwei Satellitenbildern zeigt das Schmelzen auf der Eiskappe der Insel Eagle Island in der Antarktis, aufgenommen am 4. Februar und 13. Februar (v.l.).

(Foto: picture alliance/dpa)

Normalerweise wird die US-Metropole Los Angeles nicht mit der Antarktis assoziiert - es sei denn, ein Hollywood-Regisseur wählt den Südpol als Schauplatz eines Blockbusters aus oder Leonardo DiCaprio macht auf den Klimawandel aufmerksam. Am 6. Februar gab es jedoch eine ganz reale Parallele zwischen den beiden Orten: die Temperatur. An der argentinischen Forschungsstation Esperanza Base im Norden der Antarktis wurden an dem besagten Datum 18,3 Grad Celsius gemessen - mehr als je zuvor seit Beginn der Messungen dort. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Am selben Tag sei es in Los Angeles etwa gleichwarm gewesen.

Die Rekordtemperaturen seien Teil einer Hitzewelle in der Antarktis, die etwa die erste Februarhälfte angedauert habe. Satellitenbilder der Nasa zeigten, dass die Hitzewelle große Schneemassen zum Schmelzen brachte.

06:51 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

nach dem Tod von mindestens 33 türkischen Soldaten in Nordsyrien fordert die Türkei Beistand von der Nato und der internationalen Gemeinschaft. Gleichzeitig droht sie kaum verhohlen damit, syrischen Flüchtlingen im Land die Grenzen in Richtung Europa zu öffnen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte der syrischen Regierung eine Frist bis Ende Februar gesetzt und mit einer Militäroffensive gedroht, sollten sich Regierungstruppen nicht von türkischen Beobachtungsposten in der nordsyrischen Region Idlib zurückziehen. Wir behalten die Entwicklungen im Auge.

Diese Themen sind heute außerdem bedeutend:

  • Am Abend wurde bekannt, dass sich ein Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat. Die Zahl der Betroffenen in Deutschland steigt also - trotzdem gibt es keinen Grund zur Panik. Alle aktuellen Entwicklungen zur Ausbreitung des Erregers lesen Sie in unserem Liveticker.
  • Vor dem Hintergrund einer ausstehenden Erholung der Konjunktur in Deutschland gibt die Bundesagentur für Arbeit ihre Arbeitsmarktstatistik für Februar bekannt. Volkswirte erwarten eine stark abgeschwächte Frühjahrsbelebung.
  • Der VW-Konzern will erste Eckdaten seiner Bilanz zum abgelaufenen Jahr vorlegen. Für die Kernmarke hatte Geschäftsführer Ralf Brandstätter bereits im Dezember von einem "wesentlich verbesserten" Betriebsergebnis gesprochen.
  • Wegen einer Sturmwarnung tritt Eintracht Frankfurt mit einem Tag Verspätung zum Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League bei Red Bull Salzburg an. Anpfiff der verlegten Partie ist um 18 Uhr (im Liveticker auf ntv.de). Um 13 Uhr wird überdies die Europa-League-Auslosung im Livestream bei ntv.de übertragen.
  • In der Bundesliga ist unterdessen Hertha BSC schon wieder im Abstiegskampf gefordert. Die Berliner treten ab 20.30 Uhr bei Fortuna Düsseldorf an (im Liveticker auf ntv.de).

Mein Herz schlägt ehrlicherweise eher für Union Berlin. Aber so wie Klinsi mit Hertha umgegangen ist - das verdient wirklich niemand. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich überlasse alle weiteren Sport-Einschätzungen nun meinen Kollegen im betreffenden Ressort und versorge Sie stattdessen bis in den frühen Nachmittag mit anderen Meldungen aus aller Welt. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:35 Uhr

Dach von Sportwagen bei Unfall abgerissen

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Sieht laut Polizei schlimmer aus, als es ist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Glück im Unglück für einen Sportwagenfahrer: Der 69-Jährige ist auf der Autobahn 67 in Hessen mit seinem Auto unter einer Leitplanke hindurch von der Fahrbahn gerutscht. Dabei wurde kurzerhand das ganze Dach des Wagens abgerissen, sagte ein Sprecher der Polizei. "Der Fahrer hat richtig Glück gehabt", fügte er hinzu. Denn der Mann erlitt bei dem Unfall zwischen Gernsheim und Lorsch zwar Verletzungen am Kopf, wurde aber nicht lebensgefährlich verletzt. Es ist noch unklar, warum er von der Straße abkam. Eine Spur in Richtung Mannheim wurde gesperrt. Den Schaden schätzt die Polizei einer Mitteilung zufolge auf 25.000 Euro.

06:21 Uhr

Nach heftigen Böen folgt kurzes Zwischenhoch

Tief "Bianca" ist durch und hat - neben teils kräftigen Schneefällen mit Verkehrsbehinderungen in der Mitte und im Süden - vor allem vom Schwarzwald bis herüber an die Alpen mit Böen in Orkanstärke ziemlich gewütet. Hier die heftigsten Böen auf den Bergen (in km/h): Feldberg/Schwarzwald 165, Nebelhorn 156 und Wallberg (Tegernsee) 154. Doch auch in den tieferen Lagen hat es für Orkanböen gereicht: Altenstadt 126, München 124, Chieming und Stötten (Schwäbische Alb) mit jeweils 120.

Heute bringt ein Zwischenhoch eine zwischenzeitliche Wetterberuhigung, bevor ab morgen Tief "Charlotte" besonders im Westen und Norden für windiges bis stürmisches Wetter sorgt. Dabei wird es zwar deutlich milder, aber auch zeitweise nass. Im Bergland setzt - zumindest vorübergehend - Tauwetter ein.

Heute klingen die Schneeschauer auch in der Osthälfte im Tagesverlauf ab, der Wind lässt deutlich nach und dann wird es bei etwas Sonne freundlich und trocken. Nachmittags ziehen im Westen dann neue Wolken auf, doch erst gegen Abend setzt westlich des Rheins leichter Schneefall, in tiefen Lagen Regen ein. Höchstwerte zwischen 4 und 10 Grad, im Bergland 1 bis 3 Grad.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Morgen fällt bei vielen Wolken vormittags im Norden und Osten, nachmittags hauptsächlich in der Westhälfte Regen und im Bergland setzt bis in die Hochlagen Tauwetter ein. Über die Mittagszeit gibt es auch mal etwas Sonne, doch nur an den Alpen dürfte es weitgehend trocken bleiben. Die Temperaturen steigen auf 10 bis 15, im Bergland sowie an der Ostsee auf 7 bis 10 Grad an. In der Nordwesthälfte weht erneut ein starker bis stürmischer Südwestwind; auf den Bergen und auf den Nordseeinseln mit Sturmböen.

Am Sonntag, dem 1. März (meteorologischer Frühlingsbeginn) gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken. Von den westlichen Mittelgebirgen bis zur Küste sowie an den Alpen ziehen Regenschauer durch. Hierbei liegt die Schneefallgrenze bei etwa 600 bis 1000 Meter. Die Temperaturen: 5 Grad im Erzgebirge und 13 Grad am südlichen Oberrhein. Es weht ein starker, an der Nordsee auch stürmischer Wind. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein hoffentlich sehr entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:08 Uhr

Bus bei Ulm durch Windböe umgekippt - acht Verletzte

Ein Reisebus aus Kroatien ist auf der schneeglatten Bundesstraße 10 bei Ulm von einer Windböe erfasst worden und umgekippt. Acht Menschen wurden bei dem Unfall bei Tomerdingen im Alb-Donau-Kreis am späten Abend verletzt, teilte die Polizei mit. Der 48-jährige Fahrer und eine 53 Jahre alte Passagierin erlitten schwere Verletzungen. Der Bus war in Richtung Stuttgart unterwegs. Die B10 musste über mehrere Stunden voll gesperrt werden. Sie konnte nach Angaben der Behörden erst am Morgen wieder freigegeben werden. Zwei Schwerlastkräne bargen das Fahrzeug. Der entstandene Schaden soll rund 200.000 Euro betragen.