Freitag, 06. Dezember 2019Der Tag

mit Friederike Zörner
22:35 Uhr

Das war Freitag, der 06. Dezember 2019

Der große Paukenschlag blieb aus. Auf dem mit Spannung erwarteten Parteitag der SPD segneten die Delegierten das Führungsduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans ab, wählten fünf statt drei Stellvertreter - damit es keinen Streit gibt - und sprachen sich für einen vorläufigen Verbleib in der Großen Koalition aus. Schon ein bisschen langweilig alles, resümieren meine Kollegen Gudula Hörr und Benjamin Konietzny. Aber wer weiß, noch ist der Parteitag ja nicht zu Ende. Vielleicht wird der Aufbruch in die beschworene "neue Zeit" statt bislang eher nüchtern tatsächlich noch euphorisch. Wir halten Sie jedenfalls über weitere spannende oder auch harmonische Entwicklungen auf dem Laufenden.

Das war heute außerdem Thema:

Mit diesen Leseempfehlungen verabschiede ich mich. Ich wünsche Ihnen ein erholsames zweites Adventswochenende. Kommen Sie gut durch die Nacht.

22:21 Uhr

Weinstein-Kaution soll auf fünf Millionen Dollar angehoben werden

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Harvey Weinstein war bei der Anhörung in New York anwesend.

(Foto: REUTERS)

In einem Monat muss sich Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe vor Gericht verantworten. Die zwei Vorfälle, die in New York verhandelt werden, ereigneten sich in den Jahren 2006 und 2013. Dem Ex-Filmmogul werden Vergewaltigung, kriminelle sexuelle Handlungen und räuberische sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Weinstein beteuert, jegliche sexuelle Handlungen seien einvernehmlich erfolgt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 67-Jährigen nun außerdem vor, seine Bewährungsauflagen verletzt zu haben. Es gebe zahlreiche Verstöße in Verbindung mit der elektronischen Überwachungsfessel an Weinsteins Knöchel, sagte Staatsanwältin Joan Illuzzi-Orbon laut "Washington Post" bei einer Anhörung. Der Angeklagte habe sich mehrfach in einem Funkloch aufgehalten, sodass der Kontakt abgerissen sei. Zudem sei es passiert, dass Weinstein ein wichtiges Teil der Fessel zuhause vergessen habe und das Gerät nicht funktionierte. Weinsteins Anwälte bestritten solche Verstöße und sprachen von "technischen Fehlern". Die Anklage beantragte, Weinsteins Kaution von einer Million Dollar auf fünf Millionen anzuheben. Richter James Burke vertagte die Anhörung und kündigte eine Entscheidung für den Mittwoch an.

21:53 Uhr

A400M mit Soldaten an Bord musste offenbar umkehren

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Der Problemflieger A400M

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Transportflugzeug A400M sitzen ein paar Schrauben locker. Das wurde vor wenigen Wochen bekannt. Nun soll eine Bundeswehr-Maschine dieses Typs durch einen Systemfehler zur vorzeitigen Landung gezwungen worden sein. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, befanden sich 24 Soldaten an Bord des Fliegers. Sie sollen auf dem Weg nach Afghanistan gewesen sein. Der Airbus kehrte demnach wieder nach Deutschland um. Die Militärangehörigen konnten dem Bericht zufolge ihre Reise ins Ausland am nächsten Tag antreten.

Insgesamt hat Deutschland 53 Maschinen des Typs bei Airbus bestellt. Sie sollen bei der Truppe vor allem das mittlerweile hoch betagte Vorgängermodell C-160 "Transall" ersetzen. Den ersten deutschen A400M bekam die Bundeswehr im Dezember 2014.

21:42 Uhr

Scheitert Grundrente-Start an fehlenden Daten?

Die nach langem Ringen zwischen Union und SPD vereinbarte Grundrente soll ab dem 01. Januar 2021 in Kraft treten. Einem Bericht des "Spiegel" zufolge könnte dieser Zeitplan jedoch ins Wanken geraten. Der triviale Grund: Den Finanzämtern fehlen wichtige Daten für die geplante Einkommensprüfung.

  • Die größte Schwierigkeit sei die Erfassung der Kapitaleinkommen, die bei der Grundrente berücksichtigt werden sollen. Ein neues Verfahren für die Erfassung würde mindestens zwei Jahre Entwicklungszeit erfordern.
  • Laut Koalitionsbeschluss sollen die entsprechenden Einkünfte bei der Bewilligung der neuen Sozialleistung berücksichtigt werden. Doch die erforderlichen Daten liegen den Finanzämtern nicht vor, weil Zinseinkünfte in aller Regel pauschal mit der sogenannten Abgeltungsteuer erfasst werden. Wer wie viel mit seinen Geldanlagen verdient, ist den Steuerbehörden also nicht bekannt.
  • Eine händische Lösung gelte ebenfalls als ausgeschlossen. Dazu müssten die Behörden "mehrere Tausend Beamte einstellen", sagte Alexander Gunkel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung, dem Nachrichtenmagazin.
21:12 Uhr

Trump: Saudischer König verurteilt "barbarisches" Attentat

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Der Schütze, der auf einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Florida drei Menschen getötet hat, war Behördenangaben zufolge ein Soldat der saudi-arabischen Luftwaffe. Er befand sich zur Ausbildung auf dem Stützpunkt Pensacola, erklärte der Gouverneur des Bundesstaates, Ron Desantis. Acht Menschen seien verletzt worden. Es sei nun auch an der saudischen Regierung, die Opfer zu unterstützen. "Sie sind hier etwas schuldig." Desantis betonte, es seien Menschenleben gerettet worden, dadurch dass die Beteiligten so schnell und mutig reagiert hätten. Der Angreifer war erschossen worden.

Wenige Stunden nach der Tat rief der saudische König Salman US-Präsident Donald Trump an, um sein Beileid zu bekunden. Trump twitterte, dass der Monarch gesagt habe, dass das saudische Volk tief verärgert über die "barbarischen" Taten des Schützen seien. Diese Person repräsentiere nicht die Gefühle der Saudis, die die Amerikaner lieben würden.

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20:47 Uhr

Ukrainischer Oligarch wohl in Deutschland verhaftet

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Gegen Oleksandr Onyschtschenko lag ein Haftbefehl vor.

(Foto: imago/Ukrainian News)

Er gilt als Unterstützer Donald Trumps und Hinweisgeber in Sachen Ukraine und Hunter Biden: Oleksandr Onyschtschenko. Der ukrainische Oligarch und Ex-Parlamentsabgeordnete soll nun von deutschen Behörden in der Stadt Achim festgenommen worden sein. Das berichtet das Nachrichtenportal t-online.de. Demnach habe die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg die Festnahme eines ukrainischen Staatsbürgers bestätigt. Dieser sei der von der Ukraine per Haftbefehl gesucht worden. Der Mann befinde sich in Auslieferungshaft.

Gas-Manager und Parlamentarier Onyschtschenko hatte dem Bericht zufolge die Ukraine im Jahr 2016 verlassen, als dort Ermittlungen gegen ihn wegen Korruptionsverdachts aufgenommen wurden. Im November soll er einer wenig bekannten rechtsgerichteten Plattform gesagt haben, belastendes Material gegen den ukrainischen Gaskonzern Burisma und Hunter Biden zu besitzen. Dessen Tätigkeit bei dem Unternehmen steht im Mittelpunkt der Vorwürfe gegen seinen Vater Joe Biden, die US-Präsident Trump erhebt. Sie waren Anlass für den amerikanische Staatschef, bei seinem Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj nachzuhaken. Welche Auswirkungen dieses Telefonat auf das Hier und Jetzt hat, sollte hinlänglich bekannt sein (Stichwort: Impeachment).

20:14 Uhr

Bericht: Imbisstester Harry Schulz im Alter von 59 Jahren gestorben

Der Sat.1-Imbisstester Harry Schulz ist im Alter von 59 Jahren ums Leben gekommen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf familiäre Kreise. Noch am Dienstagabend besuchte Schulz demnach die Charity-Veranstaltung "Mehr als eine warme Mahlzeit" in Hamburg, einen Tag später wurde der Hamburger tot aufgefunden. Vor drei Jahren hatte Schulz einen Herzinfarkt erlitten.

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20:00 Uhr

Videos des Tages

19:43 Uhr

Schon wieder Bauer von Sumatra-Tiger getötet

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Weniger als 400 Sumatra-Tiger leben noch in freier Wildbahn.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Indonesien kommt es häufig zu Konflikten zwischen Mensch und Tier - insbesondere in Regionen, wo Regenwald für Palmöl-Plantagen gerodet wird. Die Rodungen zerstören den natürlichen Lebensraum vieler Arten. Nun kam es zum zweiten Mal binnen weniger Wochen zu einem tödlichen Angriff eines Sumatra-Tigers.

  • Das Tier zerfleischte auf der indonesischen Insel einen Bauern. Besorgte Angehörige hätten die Leiche des Mannes auf seiner Kaffee-Plantage gefunden, nachdem er tagelang von seiner Arbeit nicht zurückgekehrt sei, berichtete die Polizei. In der Nähe des Toten hätten sie die herumstreifende Raubkatze entdeckt.
  • Bereits vor knapp drei Wochen hatte ein Tiger einen Kaffee-Bauern auf Sumatra getötet. Der 57-Jährige hatte noch vergeblich versucht, den Angriff abzuwehren.
  • Die ausschließlich auf der Insel vorkommenden Sumatra-Tiger gelten als vom Aussterben bedroht. Insgesamt sollen noch weniger als 400 Tiere in freier Wildbahn leben.
19:14 Uhr

Mutige Helfer bringen bewusstlose Frau auf Autobahn in Sicherheit

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Dem schnellen Handeln mehrerer Autofahrer verdankt eine Frau aus Hüllhorst in Ostwestfalen vermutlich ihr Leben. Die 36-Jährige lag nach einem Unfall in der Nacht bewusstlos auf der dunklen Fahrbahn der Autobahn 30. Mehrere Autos näherten sich, die Fahrer konnten im letzten Moment ausweichen. Ein 42-jähriger Berliner rief die Polizei und kehrte zur Unfallstelle zurück. Das Gleiche tat ein 25-Jähriger aus Niedersachsen. Seine beiden Mitfahrer liefen zur Unfallstelle und zogen die Frau von der Straße. Der Bielefelder Polizei zufolge verhinderten die vier Männer so einen weiteren Unfall auf der Autobahn.

Die Frau war aus bislang ungeklärter Ursache rund zwei Stunden nach Mitternacht von der Fahrbahn abgekommen und mehrmals gegen die Leitplanke geprallt. Anschließend drehte sich das Auto auf die linke Straßenseite und prallte gegen eine Betonschutzwand. Die 36-Jährige konnte das Auto noch verlassen, brach dann aber bewusstlos zusammen und blieb mitten auf der Fahrbahn liegen.

18:58 Uhr

Klimamarsch in Madrid setzt sich in Bewegung

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Greta Thunberg samt Schild unterm Arm.

(Foto: REUTERS)

In Madrid hat der große Klimamarsch im Rahmen der Weltklimakonferenz begonnen. Zu der Protestkundgebung werden mehrere Hunderttausend Menschen aus aller Welt erwartet. Sie wollen damit die verantwortlichen Politiker zu mehr Engagement im Kampf gegen die globale Erderwärmung aufrufen. Bei der Großdemonstration darf natürlich eine nicht fehlen: Greta Thunberg. Die schwedische Klimaaktivistin wurde wie immer mit ihrem Protestschild "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik fürs Klima) gesichtet.

Zuvor hatte die 16-Jährige die verantwortlichen Politiker bei der Weltklimakonferenz zu mehr Engagement und handfesten Ergebnissen aufgerufen. "Ich hoffe sehr, dass die COP25 etwas Konkretes hervorbringt", sagte sie vor zahlreichen Journalisten. Die Mächtigen in der Welt müssten endlich begreifen, wie ernst die Situation sei. Alle Bemühungen hätten bisher nicht gefruchtet, es fehle am politischen Willen. Die Klimakrise sei derweil noch viel größer geworden. "Wir streiken jetzt seit mehr als einem Jahr, aber nichts ist wirklich passiert", resümierte sie. "Wir brauchen endlich Taten."

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18:28 Uhr

Das ist das erfolgreichste Album des Jahres

Das erfolgreichste Album des Jahres stammt von … Trommelwirbel … Rammstein. In den Offiziellen Deutschen Jahrescharts 2019 setzte sich die Band mit ihrem titellosen Album, das den Hit "Deutschland" enthält, gegen die Konkurrenz durch, wie GfK Entertainment in Baden-Baden mitteilte. Hinter Rammstein landeten in den Album-Jahrescharts weitere deutschsprachige Musikstars wie Sarah Connor ("Herz Kraft Werke"), Udo Lindenberg ("MTV Unplugged 2 - Live vom Atlantik"), Herbert Grönemeyer ("Tumult") und die Schlagersängerin Andrea Berg ("Mosaik").

In der Single-Wertung siegte der amerikanische Rapper Lil Nas X mit dem Country-Hip-Hop-Hit "Old Town Road". Das Lied "Dance Monkey" der australischen Singer-Songwriterin Tones And I belegte Rang zwei, gefolgt von "Roller" von Rapper Apache 207, "Vermissen" von Juju feat. Henning May und "Sweet But Psycho" von Ava Max.

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18:22 Uhr
Breaking News

SPD bleibt vorerst in Großer Koalition - Gespräche mit Union

Die SPD bleibt vorerst in der Großen Koalition, will aber mit der Union über neue Akzente in der Regierungsarbeit sprechen. Anschließend soll der Parteivorstand entscheiden, ob diese Themen im bestehenden Regierungsbündnis umsetzbar sind, entschied der SPD-Parteitag in Berlin. Damit folgten die Delegierten bei wenigen Gegenstimmen einem zuvor mühsam ausgehandelten Vorschlag des Parteivorstands, an dem auch die neuen Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans mitgearbeitet hatten.

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17:54 Uhr

Boris Johnson kneift vor Interview mit kritischem Moderator

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Was kann man von einem Premierminister erwarten, der sich gegen mächtige Staatsmänner wie Trump, Putin und Xi behaupten muss, aber nicht in der Lage ist, sich in einem halbstündigen Interview mit der BBC zu behaupten? Diese Frage wirft der berüchtigte Moderator Andrew Neil in einem Video auf, das in den sozialen Medien viral gegangen ist. Der Angesprochene: Boris Johnson. Dieser steht unter wachsendem Druck, sich noch vor der Parlamentswahl am 12. Dezember einem Interview mit Neil zu stellen. Neil gilt als härtester Interviewer in Großbritannien und wird oft als "chief attack dog" (oberster Kampfhund) der BBC bezeichnet. Johnson weigert sich aber bisher. Die Spitzenkandidaten aller anderen Parteien hatten sich von Neil interviewen lassen und mussten dabei einige Federn lassen.

Johnson sei überhaupt der erste Kandidat bei einer Wahl, der sich einem Einzelinterview verweigere, sagte Neil. Doch es sei nicht zu spät. Das Interview sei bereits vorbereitet und könne jederzeit geführt werden. Themen wären Vertrauen und "warum ihn Kritiker und manchmal sogar Nahestehende so oft in seiner Karriere, in der Politik und dem Journalismus als nicht vertrauenswürdig erachtet haben", sagte Neil. Tory-Chef Johnson sieht es trotz des Video-Aufrufs nicht ein, sich mit den Fragen des Moderators auseinanderzusetzen. Er könne nicht jede Anfrage beantworten.

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17:30 Uhr

Polizist fährt Nikolaus nach Autopanne zur Schule

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Nikolaus, Helfer in der Not und Diensthund Dzuba

(Foto: Polizeipräsidium Westfalz)

Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie enttäuscht die Kinder einer Grundschule in Rheinland-Pfalz gewesen wären, wenn heute Vormittag nicht der Nikolaus zu Besuch gekommen wäre. Doch glücklicherweise bekam der Heilige Mann Hilfe in größter Not. Der Diensthundeführer der Polizei Westpfalz entdeckte ihn am Straßenrand, als er sich gerade in voller Montur über die offene Motorhaube seines motorisierten Schlittens beugte. Das Pannenfahrzeug bekamen der Nikolaus und sein Helfer zwar nicht rechtzeitig flott. Doch der Polizist fuhr den Mann kurzerhand persönlich zur Grundschule in Godelhausen und setzte ihn in der Nähe ab. "Er wollte nicht direkt vor der Schule rausgelassen werden, damit die Kinder ihn nicht aus dem Polizeiauto aussteigen sehen", bemerkte ein Sprecher. Der Bescherung stand also nichts im Weg.

17:07 Uhr

Tiergarten-Mord: BND soll sich um mutmaßlichen Auftragskiller sorgen

Die Vergiftung der Skripals ist nicht das einzige Attentat in Europa, das mutmaßlich von russischer Seite in Auftrag gegeben wurde. Auch der Mord im Kleinen Tiergarten Berlins an einem Georgier soll von Moskau aus initiiert worden sein. Der brisante Fall sorgt zusehends für diplomatische Verstimmungen zwischen Deutschland und Russland. Ein Bericht könnte nun für weiteren Unmut sorgen. Der in Haft sitzende Tatverdächtige - ein Mann mit russischem Pass - soll nämlich in eine geheim gehaltene Haftanstalt verlegt worden sein, weil der Bundesnachrichtendienst um sein Leben fürchtete. Das berichtet die ARD. Demnach könnte der mutmaßliche Auftraggeber von Vadim S. besorgt sein, dass dieser über die Hintergründe der Tat auspacken könnte. Die deutschen Ermittler seien daher besorgt, dass eine gezielte Tötung in Haft durchgeführt werden könnte. Der BND wollte den Bericht der ARD zufolge nicht bestätigen.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:38 Uhr

Schüsse auf US-Militärstützpunkt: Mehrere Tote

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Erst am Mittwoch tötet ein Angehöriger der US-Marine auf dem Militärstützpunkt Pearl Harbor zwei Zivilangestellte und erschießt sich anschließend selbst. Nun ist es auf einem weiteren Militärstützpunkt zu tödlichen Schüssen gekommen. Die US Navy teilte mit, in Pensacola (Florida) habe ein Mann am Morgen Schüsse abgegeben. Der Schütze sei tot, außerdem gebe es mindestens zwei weitere Todesopfer. Es gab den Angaben nach auch Verletzte, die ins Krankenhaus gebracht wurden. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Aus dem Weißen Haus hieß es, Präsident Donald Trump sei über den Zwischenfall informiert worden und verfolge die Lage.

Update 18.23 Uhr: Der Angreifer hat mindestens drei Menschen erschossen.

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16:13 Uhr

Bericht: Skripal-Attentäter sollen in Deutschland gewesen sein

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Ruslan Boschirow (links) und Alexander Petrow sollen hinter dem Nervengift-Attentat stecken.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist einer der spektakulärsten Agentenvorfälle der jüngeren Vergangenheit: Vor eineinhalb Jahren wird ein Anschlag auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia in Großbritannien verübt. Die Vergiftung mit Nowitschok überleben die beiden nur knapp. Der Fall wird schnell in Verbindung mit Russland gebracht. Nun berichtet der "Spiegel", dass der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt ein eigenes Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Attentäter durchführen. In dem kürzlich eingeleiteten Verfahren mit dem Namen "Novi" hätten sich Hinweise darauf ergeben, dass sich die beiden Agenten des russischen Militärgeheimdiensts GRU in Deutschland aufgehalten hätten.

Dem Bericht zufolge hatten sich die mutmaßlichen Attentäter 2014 drei Tage lang in der Gegend um Frankfurt am Main aufgehalten. Nach "Spiegel"-Recherchen verfügte wahrscheinlich auch der mutmaßliche Kommandeur der geheimen "Einheit 29155" des GRU über Kontakte nach Deutschland. Die Einheit werde neben dem Skripal-Anschlag mit weiteren Attentaten in Verbindung gebracht. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

15:44 Uhr

Kleinflugzeug stürzt in Haus

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Sieht schlimmer aus, als es ist.

(Foto: dpa)

Glück im Unglück hatten nicht nur die vier Passagiere eines Kleinflugzeugs, sondern auch die Anwohner eines Wohnhauses in einem Vorort von Buenos Aires. In der Nacht stürzte die Maschine, die im brasilianischen Porto Alegre gestartet und auf dem Weg zum Flughafen San Fernando war, in das Haus. Dieses befand sich noch im Bau und war zum Zeitpunkt des Unglücks leer. Die vier Insassen wurden nur leicht verletzt. Ihrem Flugzeug war offenbar kurz vor dem Ziel der Treibstoff ausgegangen. "Wir haben gerade gegrillt, als das Flugzeug abgestürzt ist und die ganzen Stromkabel in der Straße heruntergerissen hat", erzählte ein Nachbar im Fernsehsender TN. "Das hätte in einer Katastrophe enden können."

15:17 Uhr

Aus diesem Grund verzichtet Salvini künftig auf Nutella

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Hat ganz eigene Prinzipien: Matteo Salvini.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Ohne groß bodyshamen zu wollen: Ich hätte mir so manchen Grund vorstellen können, warum Matteo Salvini in Zukunft auf die Kalorienbombe Nutella verzichtet will/sollte. Doch der Chef der rechten Lega überraschte auf einem Wahlkampfauftritt in Ravenna nun mit folgender Abstinenz-Begründung: Die Nuss-Nougat-Creme ist ihm nicht italienisch genug. "Ich habe nämlich entdeckt, dass Nutella türkische Nüsse verwendet, und ich will lieber Betrieben helfen, die italienische Produkte verwenden. Ich ziehe es vor, italienisch zu essen und den italienischen Bauern zu helfen", sagte der 46-Jährige.

Salvini, der bis Anfang September italienischer Innenminister war, hofft auf Neuwahlen in Italien und eine Rückkehr an die Macht. In Umfragen ist seine Lega stärkste Partei. Eine Stellungnahme vom Nutella-Hersteller Ferrero auf die Abkehr Salvinis liegt indes noch nicht vor. Italienischen Medienberichten zufolge kann das italienische Angebot an Haselnüssen den Bedarf gar nicht decken. Laut Welternährungsorganisation Fao ist die Türkei der mit Abstand größte Produzent und Exporteur von Haselnüssen weltweit.

Welche Zutaten noch für Nutella verwendet werden und was das vor einigen Monaten mit Chile zu tun hatte, hat mein Kollege Axel Witte aufgeschrieben.

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14:55 Uhr
Breaking News

Esken und Walter-Borjans neue SPD-Vorsitzende

Die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und der frühere nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans sind neue Vorsitzende der SPD. Der Parteitag wählte die beiden Kritiker der Großen Koalition und bestätigte damit das Ergebnis des Mitgliederentscheids. Die 58-jährige Esken erhielt 75,9 Prozent, der 67 Jahre alte Walter-Borjans 89,2 Prozent der Stimmen. Damit wird die Partei erstmals von einer Frau und einem Mann gemeinsam geführt.

 

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14:45 Uhr

Diebstahl zu DDR-Zeit: Bedeutende Gemälde wieder da?

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Das Selbstbildnis mit Sonnenblume nach Anthonis van Dyck - in Schwarz-Weiß.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1979 verschwinden fünf hochkarätige Gemälde aus dem Schlossmuseum im thüringischen Gotha. Es handelt sich um die Werke "Brustbild eines jungen Mannes" von Frans Hals, "Landstraße mit Bauernwagen und Kühen" von Jan Brueghel dem Älteren, "Selbstbildnis mit Sonnenblume" von Anthonis van Dyck, "Alter Mann" von Jan Lievens sowie von Hans Holbein dem Älteren "Heilige Katharina". Ihr Wert: etwa fünf Millionen DDR-Mark.

40 Jahre nach dem mysteriösen Diebstahl sind die Kunstschätze nun möglicherweise wieder aufgetaucht. Das teilte die Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha mit. Die Bilder alter Meister befinden sich demnach im Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen Berlin. Dort werde überprüft, ob es sich tatsächlich um das Diebesgut aus Gotha handle. Am gestrigen Donnerstag habe es bundesweite Durchsuchungen gegeben, die mit dem Kunstraub von 1979 in Verbindung stünden, teilte die Stiftung weiter mit.

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14:28 Uhr

Buschbrände nahe Sydney bilden "Megafeuer"

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Dichte Rauchschwaden machen den Menschen in Sydney zu schaffen.

(Foto: dpa)

Es klingt nach einem schlechten Katastrophenfilm, doch für die Menschen in Australien ist es bittere Realität: Nahe der australischen Ostküsten-Metropole Sydney hat sich ein "Megafeuer" gebildet - so nennt es jedenfalls die Feuerwehr des Bundesstaates New South Wales. Mehrere Buschbrände seien in einem gewaltigen Feuer aufgegangen, dessen Front sich über 60 Kilometer erstrecke. Einer der Brandherde liege nur 75 Kilometer von Sydneys Stadtzentrum entfernt.

Am Nachmittag hatte sich erneut eine dicke Rauchdecke auf die Metropole gesenkt. Auf dem Radar sähen die gewaltigen Rauchmengen wie beträchtlicher Regen aus, hieß es von der Meteorologiebehörde. Dutzende Schulen blieben geschlossen, mehrere Sportveranstaltungen wurden abgesagt.

Die Umweltbehörde hatte in den vergangenen Tagen von einer der schlimmsten Luftverschmutzungen überhaupt gesprochen, die die Stadt derzeit erlebt. Im Bundesstaat brennen mehr als 100 Buschfeuer, mehr als 2800 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Dabei ist das Wetter weiter keine Hilfe: Die Meteorologiebehörde rechnet auch für die nächsten Tage mit Hitze, Trockenheit und Wind.

14:11 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Sebastian Huld hat sich in den verregneten Berliner Nachmittag verabschiedet. Ab jetzt versorge ich Sie bis zum späten Abend mit Meldungen aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

13:57 Uhr

Mehr als 460 Menschen bei Protesten im Irak getötet

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Mit symbolischen Särgen protestieren Demonstranten in Bagdad gegen Gewalt der Sicherheitskräfte.

(Foto: REUTERS)

Seit Beginn der Proteste im Irak vor zwei Monaten sind dort mindestens 460 Menschen getötet worden. Mehr als 20.000 Menschen seien bei den Anti-Regierungs-Demonstrationen verletzt worden, sagte Ali al-Bajati, Mitglied der vom irakischen Parlament gewählten Menschenrechtskommission. Anfang Oktober hatten die Proteste in dem ölreichen Land begonnen.

Die Demonstranten werfen der Regierung Misswirtschaft und Korruption vor. Internationale Menschenrechtsgruppen kritisieren die Sicherheitskräfte scharf und werfen ihnen unrechtmäßige Tötungen und massive Gewalt gegen Demonstranten vor. Iraks Regierungschef Adel Abdel Mahdi hatte im Zuge der Proteste seinen Rücktritt eingereicht.

13:47 Uhr

Umstrittener Insektenkiller Chlorpyrifos wird in der EU verboten

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(Foto: picture alliance / Steven Lüdtke)

Wegen Gesundheitsrisiken wird ein intensiv genutztes Pflanzenschutzmittel ab Ende Januar in Europa verboten. Der Insektenkiller Chlorpyrifos ist zwar in Deutschland nicht mehr auf dem Markt, wurde aber immer wieder auf importierten Orangen, Mandarinen oder Grapefruits nachgewiesen. Die EU-Staaten billigten nun mehrheitlich den Vorschlag, das Mittel nicht mehr zuzulassen.

Chlorpyrifos soll Schädlinge in der Landwirtschaft bekämpfen, steht jedoch im Verdacht, Erbgut und Nerven bei Kindern zu schädigen. Deutschland stimmte im zuständigen Expertengremium für das Verbot. In der Bundesrepublik sind nach offiziellen Angaben schon seit 2011 keine Produkte mit dem Wirkstoff mehr auf dem Markt.

13:31 Uhr

Kokain-Rückstände im Main mehr als doppelt so hoch wie 2006

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Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen setzte 2017 Frankfurt am Main auf Platz 14 der Städte mit dem höchsten Kokainkonsum.

(Foto: REUTERS)

Forscher haben im hessischen Main mehr Rückstände von Kokain gefunden als noch vor einigen Jahren. Die Konzentration des Abbauprodukts Benzoylecgonin habe sich im Fluss in der Nähe einer großen Kläranlage am Stauwerk Griesheim in Frankfurt seit 2006 mehr als verdoppelt, berichtete der Hessische Rundfunk unter Berufung auf eine eigens in Auftrag gegebene Wasseranalyse.

Benzoylecgonin ist ein Abbauprodukt, das Menschen nach dem Konsum von Kokain oder Crack ausscheiden. Auch an einer Messstelle im Frankfurter Stadtteil Höchst habe die Konzentration im Wasser stark zugenommen. Die Forscher führen den Anstieg auf einen höheren Kokainkonsum in der Mainstadt zurück. Das Abbauprodukt könne nur durch den Urin von Kokain- oder Crackkonsumenten über Kanalisation und Kläranlage in den Main gelangt sein.

13:12 Uhr

Wolfgang Petry tritt erstmals seit 13 Jahren wieder im TV auf

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Der Schnauzer ist schon lange weg, die Armbändchen sind es auch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach langer Pause tritt der Sänger Wolfgang Petry am Samstagabend bei der ZDF-Spendengala "Ein Herz für Kinder" live vor TV-Kameras auf. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung, dem Gastgeber der Gala, singt der 68-Jährige zum ersten Mal seit 13 Jahren wieder live im Fernsehen.

Der Schlagerstar tritt unter seinem neuen Künstlernamen Pete Wolf auf und singt auf Englisch, hieß es. "Ich singe ja in der Show den Song "2084", in dem es darum geht, dass unsere Erde kaputt geht, wenn wir unsere Lebensweise nicht ändern", sagte er der "Bild" mit Blick auf den guten Zweck der Veranstaltung. Am Freitag erschien das gleichnamige zweite Album der Pete Wolf Band.

12:45 Uhr

Ermittlungen gegen Journalisten wegen "Ibiza-Videos" eingestellt

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Das geleakte Video hat weltweit für Aufsehen gesorgt und in Österreich Geschichte geschrieben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat nach der Veröffentlichung des aufsehenerregenden "Ibiza-Videos" mit dem damaligen österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache die Ermittlungen gegen Journalisten der "Süddeutschen Zeitung" eingestellt. Der frühere FPÖ-Chef Strache, den das Video zum Rücktritt zwang, hatte drei Journalisten und zwei Chefredakteure der "SZ" unter anderem wegen "Zugänglichmachen von höchstpersönlichen Bildaufnahmen" angezeigt.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass "das überragende Interesse an der Berichterstattung über die thematisierten Missstände von erheblichem Gewicht" sei und dieses Interesse die Nachteile für Strache überwiege. Strache ist auf dem heimlich gefilmten Video im Gespräch über mögliche Formen politischer Einflussnahme mit einer vermeintlichen russischen Investorin zu sehen. Er musste nach der Veröffentlichung von seinen politischen Ämtern zurücktreten; außerdem zerbrach die rechtskonservative Regierung in Österreich.

12:25 Uhr

Sechsstöckiges Gebäude in Nairobi eingestürzt

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Rettungskräfte und Anwohner suchen nach Opfern des Unglücks.

(Foto: dpa)

In Kenias Hauptstadt Nairobi ist am Morgen ein sechsstöckiges Gebäude eingestürzt. Rettungskräfte fürchteten, dass viele Menschen in den Trümmern des Hauses im Stadtteil Embakasi eingeschlossen wurden. Mehrere Menschen seien verletzt worden, teilte ein Sprecher des Roten Kreuzes Kenia mit. Konkrete Zahlen nannte er nicht, auch über mögliche Todesopfer gebe es bislang keine Erkenntnisse. Fernseh- und Amateuraufnahmen zeigten, wie Anwohner Verletzte vom Unglücksort wegtrugen.

12:02 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

12:03 Uhr

Regierungskritischer Blogger in Moskau verurteilt

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Schukos feierte mit seinen Unterstützern, einer Freiheitsstrafe entkommen zu sein.

(Foto: REUTERS)

Die russische Justiz hat im Fall eines angeklagten Studenten nach den Moskauer Massenprotesten im Sommer eine vergleichsweise milde Strafe gesprochen. Eine Richterin verurteilte Jegor Schukow wegen angeblicher extremistischer Äußerungen in seinem Blog zu drei Jahren Haft auf Bewährung, wie das Gericht in Moskau mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor vier Jahre Straflager für den 21-Jährigen gefordert. Er darf nun zwei Jahre nichts mehr auf seiner Internetseite veröffentlichen.

Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich mehr als 150 Unterstützer, überwiegend junge Leute. Die Menge skandierte unter anderem immer wieder "Russland ohne Putin" und "Nein zu Repressionen". Viele Unterstützer Schukows saßen im Gerichtssaal, darunter Rapper Oxxxymiron und Schauspielerin Tschulpan Chamatowa.

Der Student und Videoblogger war im Sommer vor den Wahlen zum Moskauer Stadtparlament festgenommen worden. Die Ermittler warfen ihm zunächst vor, Demonstrationen angeführt zu haben. Als sich dies nicht beweisen ließ, wurde er wegen Äußerungen in seinem Blog angeklagt.

11:47 Uhr

Merkel zu erstem Besuch in Auschwitz-Gedenkstätte eingetroffen

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Merkel besichtigt das frühere Lager zusammen mit Regierungschef Morawiecki und Museumsdirektor Cywinski.

(Foto: REUTERS)

Als erst dritte Kanzlerin überhaupt und erstmals in ihrer eigenen Regierungszeit ist Angela Merkel zu Besuch in der Gedenkstätte im ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Sie traf am Vormittag am Eingang des sogenannten Stammlagers ein. Zunächst war eine Führung durch das ehemalige KZ geplant.

Merkel besucht die Gedenkstätte auf Einladung der Stiftung Auschwitz-Birkenau, die ihr zehnjähriges Bestehen begeht. Zu den Rednern auf einem geplanten Festakt zählt neben der Kanzlerin und dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki auch der Auschwitz-Überlebende Bogdan Stanislaw Bartnikowski.

Das KZ Auschwitz-Birkenau war das größte Vernichtungslager der Nazis. Etwa 1,1 Millionen Menschen wurden dort ermordet, die meisten waren Juden.

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11:34 Uhr

Mithilfe von sechs Regeln den nächsten Weihnachtshit landen

Es gibt keine ganz genauen Zahlen, aber auch 35 Jahre nach der Veröffentlichung verdienen Wham! mit "Last Christmas" jedes Jahr eine sechsstellige Summe. Die Tantiemen, die Slade für seinen Weihnachtsklassiker "Merry Christmas Everybody" erhält, sollen sogar in die Millionen gehen. Cosmo Klein überrascht das nicht. Er ist Sänger und Songschreiber und findet: Das sind einfach richtig gute Songs. Was einen Weihnachtshit ausmacht und welche Hinweise man beachten sollte, falls man es selbst versuchen möchte, erklären wir mit Cosmo in der neuen Folge von "Wieder was gelernt". Frohe Weihnachten!

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Wieder was gelernt

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11:18 Uhr

Ex-Vizepräsident Biden beschimpft Mann im Publikum

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Biden wird angesichts der Vorwürfe des Mannes laut.

(Foto: REUTERS)

Angesichts von Kritik an seiner Rolle in der Ukraine-Affäre bei einem Wahlkampfauftritt die Beherrschung verloren und einen Mann beschimpft. "Sie sind ein verdammter Lügner, Mann", rief der ehemalige Vizepräsident im Rathaus von New Hampton im Bundesstaat Iowa, wo er sich Fragen von Bürgern stellte. Er bezeichnete ihn zudem als "fett".

Der Angesprochene, der sich als 83-jähriger Landwirt vorstellte, hatte zuvor Biden vorgeworfen, er habe seinen Sohn Hunter Biden in die Ukraine geschickt, "um ihm einen Job zu verschaffen und damit er für eine Gasfirma arbeitet". "Sie verkaufen Zugang zum Präsidenten", fügte der Mann mit Blick auf Bidens Posten als Stellvertreter des damaligen Präsidenten Barack Obama hinzu. "Das ist nicht wahr und das hat noch nie jemand gesagt", sagte Biden.

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10:34 Uhr

Pilzesammler entdeckt in Stuttgart Fass mit drei Kilo Marihuana

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Der intensive Marihuanageruch durchdrang offenbar selbst die Vakuumverpackungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Pilzesammeln hat ein Mann in Stuttgart kiloweise Marihuana gefunden. Der Mann sei eine Art Sammel-Stammgast in der Region und nehme in dem Waldstück stets auch den Müll mit, teilte die Polizei mit. Unter einer Plastiktüte sei er bereits Mitte November auf ein eingegrabenes Wasserfass mit mehreren vakuumverpackten Tüten gestoßen, aus denen ihm ein marihuanatypischer Geruch entgegengeströmt sei. Insgesamt seien 2,7 Kilogramm Marihuana in dem Fass versteckt worden. Weniger überraschend als der kuriose Fund: "Ein Eigentümer hat sich bislang noch nicht gemeldet", hieß es.

10:16 Uhr

Sowjet-Spione vom KGB sollen Albert Camus getötet haben

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Albert Camus erhielt 1957 den Literaturnobelpreis.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der große französische Schriftsteller Albert Camus ist 1960 womöglich doch nicht in Folge eines tragischen Autounfalls verstorben. Vielmehr sollen Agenten im Auftrag des sowjetischen Auslandsspionagediensts KGB den Autor von "Die Pest" und "Der Fremde" durch eine Manipulation des späteren Unfallfahrzeugs getötet haben. Das behauptet der Autor Giovanni Catelli in einem neuen Buch. Darin führt er weitere Indizien aus zu seiner erstmals 2011 verbreiteten These.

Catelli beruft sich auf den verstorbenen tschechischen Poeten Jan Zábrana, der wiederum in seinem Tagebuch einen Informanten entsprechend zitiert hatte. Demnach rächte sich der KGB damit für Kritik des linken Intellektuellen Camus an der Niederschlagung des ungarischen Aufstands 1954. Tatsächlich war der Unfall Catelli zufolge mysteriös: Der 46-jährige Camus starb auf dem Beifahrersitz, als das Auto auf gerader, breiter und kaum befahrener Strecke verunfallte.

Der britische "Guardian" zitiert aber auch Zweifel an der Mordttheorie.

09:48 Uhr

Nordkorea-Ministerin attackiert Trump als "Senilen"

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Als Trump Ende Juni als erster US-Präsident nordkoreanisches Territorium betrat, standen die Zeichen noch deutlich auf Annäherung.

(Foto: dpa)

Oh je, das sind wieder Umgangsmethoden zwischen dem Regime in Nordkorea und US-Präsident Trump. Dabei war doch Letzterer entschlossen, mit der Befriedung der koreanischen Halbinsel in die Geschichte einzugehen. Nun muss er sich von Pjöngjangs Vize-Außenministerin Choe Son Hui anhören, seine jüngsten Äußerungen seien der "Rückfall in die Senilität eines Senilen".

Zuvor hatte Trump auf dem Nato-Gipfel in London ein militärisches Vorgehen gegen Nordkorea erneut nicht ausgeschlossen. "Er schießt definitiv gerne Raketen ab, oder?", sagte Trump mit Blick auf Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Rande des Nato-Gipfels. "Deswegen nenne ich ihn Raketen-Mann."

In einer Reaktion erklärte Choe nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA, wenn der US-Präsident damit die Zustände vor zwei Jahren zurückhaben wolle, "als ein Krieg der Worte über den Ozean hinweg geführt wurde", schaffe dies eine "sehr gefährliche" Lage.

09:14 Uhr

Leichnam von vermisster junger Frau im Wald in Duisburg gefunden

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Ermittler am Fundort des Leichnams

(Foto: dpa)

Die Polizei hat in einem Wald in Duisburg die Leiche einer jungen Frau gefunden. Laut Staatsanwaltschaft gehen die Ermittler davon aus, dass es sich um eine vermisste 26-Jährige handelt – der "Bild"-Zeitung zufolge um Mine O. Die junge Frau und Mutter war seit Anfang September verschwunden.

Der Ehemann der Frau wurde vorläufig festgenommen. Ermittler hatten zuvor in seiner Garage Spuren gefunden. Im Verhör gab er offenbar einen Hinweis auf die Stelle im Wald. Am späten Donnerstagabend begann dort die Suche, bei der man die Leiche fand. Zu einem Motiv gab es zunächst keine Hinweise.

09:04 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:57 Uhr

Trump-Anwälte lehnen Veröffentlichung seiner Steuerunterlagen ab

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(Foto: REUTERS)

Nach dem Willen der Anwälte Donald Trumps soll das Oberste Gericht die vom Kongress verlangte Herausgabe der Steuerunterlagen des US-Präsidenten ablehnen. Mit der Anforderung der Unterlagen unter Strafandrohung habe der Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses seine Befugnisse überschritten, argumentierten die Anwälte in einem beim Supreme Court eingereichten Antrag. Der Supreme Court hatte vergangene Woche verfügt, dass Trump seine Unterlagen zunächst nicht herausgeben muss, bis die Richter eine Entscheidung in der Sache treffen können.

Der Kontrollausschuss hatte die Unterlagen von Trumps Buchhalterfirma über einen Zeitraum von acht Jahren unter Strafandrohung angefordert. Trump versucht, die Herausgabe der Steuerunterlagen zu verhindern. Kritiker mutmaßen, er habe etwas zu verbergen. Normalerweise veröffentlichen US-Präsidentschaftskandidaten ihre Steuererklärungen schon während des Wahlkampfs.

08:26 Uhr

Polizisten erschießen vier mutmaßliche Mörder und Vergewaltiger

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Polizisten sichern nach den tödlichen Schüssen den Tatort.

(Foto: dpa)

Der Fall einer von vier Männern vergewaltigten, getöteten und verbrannten Tierärztin nahe der Millionenstadt Hyderabad sorgt in Indien seit einer Woche für Aufruhr. Nun sind die Verdächtigen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren tot - erschossen von der Polizei.

Die Verdächtigen sollten zusammen mit Ermittlern den Tatort besichtigen, teilte die Polizei mit. Dabei hätten sie die Polizisten plötzlich angegriffen und versucht, ihnen die Waffen zu entreißen. Sie seien aus Notwehr erschossen worden.

07:47 Uhr

Blinder Mörder in USA auf elektrischem Stuhl hingerichtet

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Weil Hall bereits vor dem Jahr 1999 zum Tode verurteilt worden war, durfte er die Hinrichtungsart wählen und entschied sich gegen eine Giftspritze.

(Foto: AP)

Im US-Bundesstaat Tennessee ist ein blinder verurteilter Mörder auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet worden. Der 52-Jährige sei Ortszeit Freitag 2.26 Uhr für tot erklärt worden, teilte die Strafverfolgungsbehörde von Tennessee mit. Leroy "Lee" Hall war schuldig gesprochen worden, 1991 das Auto seiner Ex-Freundin angezündet zu haben, als diese darin saß. Die Frau hatte ihn kurz zuvor verlassen.

Halls Anwälte hatten mit wiederholten Einsprüchen dafür gekämpft, ihren Mandanten vor der Hinrichtung zu bewahren. Sie verwiesen insbesondere darauf, dass Hall wegen eines schlecht behandelten Glaukoms erblindet sei und seine Hinrichtung ein "Verstoß gegen die Menschlichkeit" wäre.

07:25 Uhr

Hungrige Eisbären bedrängen Dorf im russischen Norden

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Eisbären nahe Ryrkaipij

(Foto: dpa)

Menschen am Polarmeer im Nordosten Russlands müssen wieder hungrige und unterernährte Eisbären fürchten. 56 Tiere seien in den vergangenen Tagen in der Nähe des Dorfes Ryrkaipij gesichtet worden, teilte die Umweltstiftung WWF in Moskau mit. "Fast alle Bären sind dünn." Tierschützer machen die Erderwärmung dafür verantwortlich.

Auf der Halbinsel herrschen dem WWF zufolge für Anfang Dezember ungewöhnlich hohe Temperaturen. Deshalb sei das Eis vor der Küste noch nicht dick genug, damit Eisbären dort auf Robbenjagd gehen könnten. Derzeit lebten weltweit noch etwa 26.000 Tiere, zitierten die Umweltschützer Daten der Weltnaturschutzunion IUCN. Ihr Bestand werde Prognosen zufolge bis 2050 allein wegen der Erderwärmung um 30 Prozent zurückgehen.

07:08 Uhr

464 Vergewaltigungen binnen zwei Jahren bei Uber-Fahrten in USA

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Uber betont, die krasse Mehrheit seiner Fahrten sei sicher.

(Foto: dpa)

Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat in den vergangenen zwei Jahren fast 6000 sexuelle Übergriffe gemeldet bekommen. 464 davon seien Vergewaltigungen gewesen, heißt es im ersten Bericht dieser Art des US-Unternehmens. Außerdem kamen dem Report zufolge im Zeitraum 2017 bis 2018 19 Menschen bei Überfällen ums Leben.

Uber betont aber, 99,9 Prozent aller Fahrten seien ohne Probleme verlaufen. Nicht zuletzt habe man in den vergangenen zwei Jahren mehr Instrumente geschaffen, um die Sicherheit für Fahrer und Mitfahrer zu erhöhen sowie 44.000 Fahrer abgelehnt.

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06:50 Uhr

Was heute wichtig wird

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Putin kann über fortgesetzte Sanktionen gegen sein Land nicht glücklich sein.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Guten Morgen,

und einen frohen Nikolaus, werte Leserinnen und Leser. Ich hoffe, Sie hatten heute eine Kleinigkeit im Schuh. Wenn nicht, dann ab zum Snackautomaten oder an den Süßigkeitenschrank. Schoki schmeckt super zum Kaffee, meine Meinung.

Und nun zu den ernsten Dingen des Lebens: die SPD zum Beispiel.

  • Die Sozialdemokraten beginnen heute ihren richtungsweisenden Parteitag. Mein Kollege Benjamin Konietzny versorgt Sie vorab mit allen wichtigen Informationen hierzu.
  • Angela Merkel reist zum ersten Mal während ihrer Kanzlerschaft nach Auschwitz.
  • In Lübeck geht die Innenministerkonferenz zu Ende.
  • Der russische Präsident Wladimir Putin trifft deutsche Wirtschaftslenker in Sotschi. Doch von einer absehbaren Entspannung der Beziehungen beider Länder kann nach der jüngsten Affäre um einen mutmaßlichen Auftragsmord keine Rede sein.

Das wird also mit Sicherheit ein sehr interessanter Freitag. Ich freue mich, dass Sie dabei sind. Kritik und Hinweise bitte via sebastian.huld@nama.de an mich.

Und weil "Der Tag" morgen Wochenende hat, gratuliere ich an dieser Stelle vorab dem großartigen Tom Waits zum 70. Geburtstag.

*Datenschutz

 

06:31 Uhr

Zum Nikolaus wird es teils gefährlich glatt

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Nach der frostigen Nacht ist mit Eis zu rechnen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Heute geht es nur noch ganz im Süden und Südosten freundlich bis sonnig und trocken weiter. Im großen Rest breiten sich die Wolken von Tief "Quentin" aus und sorgen für einen mitunter glatten Nikolaustag. Denn die Wolken bringen Regen und Nieselregen mit. Gleichzeitig sind die Böden im Mittelgebirgsraum zum Teil noch gefroren, sodass hier stellenweise akute Glätte durch das sogenannte Blitzeis besteht.

Das gilt am Vormittag vor allem Richtung Eifel, Sauer- und Siegerland sowie im Harz. Anschließend verschiebt sich die glätteaktive Zone immer weiter südostwärts. Erst bis in die Bereiche vom Hunsrück bis herüber in den Thüringer Wald. Am Abend und in der Nacht kann es dann in Niederbayern und im Bayerischen Wald glatt werden.

Die Temperaturen: in den Mittelgebirgen nach wie vor kalt bei 0 bis 2 Grad. Ansonsten kommt mit dem Tiefausläufer aber Bewegung in die Atmosphäre. Der Wind weht teils stark bis stürmisch mit Sturmböen an der Nordsee und auf den Bergen und sorgt im Norden und Nordwesten für Höchstwerte von 6 bis 10 Grad. Am mildesten ist es aber nach wie vor mit der Sonne im Süden bei 10 bis 12 Grad.

Die weiteren Aussichten: das zweite Adventswochenende bringt uns immer wieder Regen und Sturm, statt Frost und Schnee. Erst in der nächsten Wetterwoche wird es wieder kühler. Hier die teils turbulenten Details und die Trends bis Weihnachten, mit denen ich Ihnen ein hoffentlich sehr entspanntes Wochenende wünsche.

Ihr Björn Alexander

 

06:13 Uhr

Franzosen weiter von massiven Verkehrseinschränkungen betroffen

Wegen des Generalstreiks aus Protest gegen die geplante Rentenreform müssen sich die Menschen in Frankreich auch heute auf erhebliche Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr und im Fernverkehr einstellen.

  • Nach Angaben der staatlichen Bahngesellschaft SNCF fallen 90 Prozent der Schnellzugverbindungen und 70 Prozent der Regionalzüge aus.
  • Auch bei den internationalen Verbindungen mit dem Thalys und dem Eurostar werde es wieder Störungen geben.
  • Bei der Pariser Metro sollten zehn von 14 Linien stillstehen.
  • Die Fluggesellschaft Air France strich 30 Prozent der Inlandsflüge und fast zehn Prozent der Mittelstreckenflüge. Auch die Airlines Transavia, Easyjet und Ryanair annullierten nach eigenen Angaben einige Flüge.
  • Aus Protest gegen die geplante Reform waren am Donnerstag nach Angaben des Innenministeriums mehr als 800.000 Menschen auf die Straße gegangen.
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