Mittwoch, 02. September 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Mittwoch, der 2. September 2020

Der russische Regierungskritiker Alexej Nawalny ist nach Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr mit dem chemischen Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet worden. Die Bundesregierung sieht das als "zweifelsfrei" erwiesen an, fordert die russische Regierung eindringlich zur Aufklärung auf und will mit den Verbündeten über Konsequenzen beraten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:02 Uhr

Pkw brennt auf Autobahn - Feuerwehr entdeckt Leiche

Auf der Autobahn 1 nahe Hermeskeil in Rheinland-Pfalz brannte am Abend ein Auto. Nachdem die Feuerwehr die Flammen löschen konnte, entdeckten die Einsatzkräfte im Wagen eine Leiche. Zur Brandursache sowie zur Identität des Toten konnte die Polizei bisher keine Angaben machen.

21:33 Uhr

Russische Botschaft warnt vor "Politisierung" des Falls Nawalny

Die russische Botschaft in Berlin hat die Bundesregierung vor einer "Politisierung" des Falls Nawalny gewarnt. "Wir rufen unsere Partner auf, jedwede Politisierung dieses Vorfalls zu vermeiden und sich ausschließlich auf glaubwürdige Fakten zu stützen, die hoffentlich schnellstmöglich geliefert werden", hieß es in einer Erklärung. Darin fordert die Botschaft die Bundesregierung auch zu einer "möglichst zeitnahen Antwort" auf ein Rechtshilfeersuchen aus der vergangenen Woche auf, in dem um Informationen zu den deutschen Untersuchungsergebnissen gebeten wurde. "Wir rechnen mit vollwertiger Zusammenarbeit und Informationsaustausch unter Einbeziehung der bestehenden bilateralen rechtlichen Mechanismen."

20:55 Uhr

Foodwatch fordert Werbestopp für drei Produkte wegen Täuschung

Die Verbraucherorganisation Foodwatch verlangt wegen "fortgesetzter Täuschung" der Verbraucher den Stopp der Werbung für drei mit dem Schmähpreis "Goldener Windbeutel" nominierte Produkte. Die zuständigen Lebensmittelbehörden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern müssten diese Lebensmittel vom Markt nehmen oder die "irreführende Vermarktung" auf anderem Wege beenden, forderte Foodwatch. Anderenfalls werde die Organisation die Behörden verklagen.

Es geht um folgende Produkte:

  • Bio-H-Weidemilch von Arla, die mit 71 Prozent weniger CO2 wirbt, was sich allerdings nur auf die Verpackung bezieht.
  • Volvic Rooibos Tee von Danone Waters mit einem Tee-Gehalt von 0,26 Prozent.
  • Grünländer Käse von Hochland, der mit "Milch von Freilaufkühen" beworben wird, obwohl die Tiere laut Kleingedrucktem im Stall gehalten werden.

"Arla, Hochland und Danone bewerben stinknormale Produkte als besonders klimaschonend, tierfreundlich oder hochwertig - das ist illegal", erklärte Manuel Wiemann von Foodwatch

20:10 Uhr

Häftling nimmt JVA-Mitarbeiter als Geisel

In einer Justizvollzugsanstalt am Niederrhein hat ein Häftling einen JVA-Mitarbeiter mehr als eine Stunde lang als Geisel gehalten.

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Der Vorfall ereignete sich in der JVA Geldern im Kreis Kleve.

(Foto: picture alliance)

  • Der 31 Jahre alte Insasse hatte den 51-jährigen Angestellten im Innenhof des Gefängnisses in Geldern unter Vorhalt eines Messers in seine Gewalt gebracht, konnte aber später von weiteren JVA-Bediensteten überwältigt und entwaffnet werden, wie die Polizei mitteilte. Dazu hätten die Mitarbeiter einen günstigen Moment genutzt.
  • Die Geisel sowie ein einschreitender Kollege und der Gefangene erlitten leichte Schnittverletzungen.
  • Der Inhaftierte verbüßt eine Strafe wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung, teilte die Polizei mit. Er habe gefordert den Anstaltsleiter zu sprechen, berichtete eine Sprecherin der Kreispolizei Kleve. Was er wollte, blieb zunächst unklar.
  • Die Polizei reagierte mit einem Großeinsatz auf die Alarmierung. Auch ein Hubschrauber und Spezialeinheiten der Polizei wurden angefordert.
19:39 Uhr

Meghan und Harry haben einen neuen Job

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Von Royals zu Netflix-Produzenten: Meghan und Harry.

(Foto: imago images/PA Images)

Alle, die sich gefragt haben, wie sich Prinz Harry und Herzogin Meghan nach dem "Megxit" finanzieren sollen, bekommen jetzt eine Antwort. Die Ex-Royals produzieren in Zukunft Filme und Serien für Netflix.

Dazu gehörten auch Dokumentationen, Spielfilme und Angebote für Kinder. "Wir werden uns darauf konzentrieren, Inhalte zu schaffen, die informieren, aber auch Hoffnung geben", zitierten die britische Nachrichtenagentur PA und die Zeitung "New York Times" das Paar aus einer Mitteilung zu dem Deal. Als Eltern sei es ihnen auch wichtig, "inspirierende Familienprogramme" zu machen, betonten demnach die Royals. Der Vertrag soll über mehrere Jahre gehen, heißt es.

19:26 Uhr
Breaking News

Kanaren und damit ganz Spanien zum Corona-Risikogebiet erklärt

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen stuft die Bundesregierung auch die Kanarischen Inseln und damit ganz Spanien als Risikogebiet ein.

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19:00 Uhr

Mohammed-Karikaturen: Türkei kritisiert "Charlie Hebdo" scharf

Die Türkei hat die erneute Veröffentlichung von Mohamed-Karikaturen anlässlich des Prozessauftakts zu dem islamistischen Terroranschlag auf das französische Satireblatt "Charlie Hebdo" 2015 scharf kritisiert.

  • "Wir verurteilen nachdrücklich die Entscheidung des Magazins, Karikaturen, die Respektlosigkeit gegenüber unserer Religion und unserem Propheten beinhalten, erneut zu veröffentlichen", teilte das türkische Außenministerium mit.
  • "Charlie Hebdo" hatte bereits zuvor erschienene Karikaturen in einem Sonderheft erneut veröffentlicht. Die islamische Tradition verbietet es, den Propheten Mohammed abzubilden.
  • Die Beleidigung und Respektlosigkeit gegenüber Muslimen sei nicht mit der Presse-, Kunst- oder Meinungsfreiheit zu rechtfertigen, hieß es. Die Darstellungen seien Wasser auf die Mühlen von Rassisten und Faschisten und seien eine Gefahr für den sozialen Frieden in Europa.
  • Bei dem Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" waren vor gut fünfeinhalb Jahren zwölf Menschen getötet worden.
17:50 Uhr

Unfall auf A31: Zwei Tote, zwei Schwerverletzte

Bei einem schweren Auffahrunfall auf der Autobahn 31 sind bei Dorsten in Nordrhein-Westfalen zwei Menschen ums Leben gekommen und zwei weitere schwer verletzt worden.

Ein Autofahrer aus Gelsenkirchen sei auf die rechte Spur gewechselt und dort auf einen Lastzug aufgefahren, teilte die Polizei mit. Der Autofahrer und seine Beifahrerin starben, die beiden weiteren Insassen des Pkw wurden schwer verletzt. Der Autobahnabschnitt zwischen Schermbeck und Reken war mehrere Stunden gesperrt.

17:49 Uhr

Merkel: Nawalny sollte zum Schweigen gebracht werden

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bestürzt über die Untersuchungsergebnisse im Fall des russischen Regierungskritikers Alexej Nawalny gezeigt. Es sei sicher, dass dieser "Opfer eines Verbrechens" geworden sei, sagt Merkel in Berlin. "Er sollte zum Schweigen gebracht werden." Bei ihm sei eindeutig ein chemischer Nervenkampfstoff nachgewiesen worden. "Wir erwarten, dass die russische Regierung sich zu diesem Vorgang erklärt", sagte Merkel. "Es stellen sich jetzt sehr schwerwiegende Fragen, die nur die russische Regierung beantworten kann und beantworten muss."


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17:18 Uhr

Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen in Israel: Elf Angeklagte

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen in der Küstenstadt Eilat ist in Israel Anklage gegen elf Tatverdächtige erhoben worden. Dabei handele es sich um drei Erwachsene und acht Minderjährige, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Ein 27-Jähriger und ein 28-Jähriger sowie 17 Jahre alte Zwillinge seien wegen Vergewaltigung angeklagt. Die anderen Personen seien wegen Beihilfe zur Vergewaltigung, sexueller Belästigung und unterlassener Hilfeleistung angeklagt. Nach Medienberichten wird mit weiteren Anklagen gerechnet.

Der Vorfall in einem Hotel in Eilat hatte in Israel für Entsetzen gesorgt. Laut Anklageschrift haben die Tatverdächtigen das Mädchen in ein Hotelzimmer gelockt und dort äußerst brutal vergewaltigt. Einer von ihnen filmte die Tat mit dem Handy.

17:10 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:47 Uhr

Berliner Pastor ermordet: Polizei fasst Verdächtige in Rumänien

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Der 77-Jährige Pastor wurde Anfang Juli tot in seiner Berliner Wohnung gefunden.

(Foto: Polizei Berlin)

Anfang Juli sollen sie in Berlin einen ehemaligen Pastor getötet haben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nun mitteilen, wurden bereits am 21. August in Rumänien zwei Tatverdächtige festgenommen. Die 20 und 24 Jahre alten Männer konnten demnach dem weiteren Umfeld des 77-Jährigen zugeordnet werden, der Anfang Juli tot in seiner Wohnung gefunden worden war.

Die Männer sitzen derzeit noch in Auslieferungshaft in Rumänien und sollen in Deutschland in Untersuchungshaft kommen.

16:13 Uhr

Einbruch ins Grüne Gewölbe: Beweise in Berlin gefunden

Im Zuge der Ermittlungen zum Juwelendiebstahl aus dem Dresdner Schatzkammermuseum Grünes Gewölbe im November 2019 ist die Polizei in Berlin fündig geworden. Bei der Durchsuchung eines Internet-Cafés im Bezirk Neukölln und der Wohnung eines dort Beschäftigten wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. "Wir gehen davon aus, dass er mit den Tätern in Kontakt stand", sagte ein Sprecher. Es bestehe der Verdacht, dass er ihnen auf fiktive Personalien registrierte SIM-Karten verkauft hat oder sie zum Vertrieb an das Café gab, die von den Tätern benutzt wurden. Ob er deren Verwendung kannte, ist bisher unklar und der Mann nicht tatverdächtig.

Die Ermittler nahmen Geschäftsunterlagen, Mobiltelefone und Speichermaterial mit, die nun ausgewertet werden. Sie hoffen, dass sie zu den Käufern der SIM-Karten führen und die Täter des Coups identifiziert werden können, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden.

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15:51 Uhr
Breaking News

Berlin: Nawalny "zweifelsfrei" mit Nervenkampfstoff vergiftet

Bei dem in Deutschland in Behandlung befindlichen russischen Regierungskritiker Alexej Nawalny wurde nach Angaben der Bundesregierung "der zweifelsfreie Nachweis" eines chemischen Nervenkampfstoffes aus der Nowitschok-Gruppe erbracht. Das erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

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15:34 Uhr

Eltern sperren ihre Kinder vier Monate lang ein

Ein Elternpaar in Schweden hat seine drei Kinder aus Angst vor der Corona-Pandemie vier Monate lang in der Wohnung eingesperrt. Die Kinder im Alter zwischen zehn und 17 Jahren wurden nun auf Veranlassung eines Gerichts im südschwedischen Jönköping aus der Familie genommen.

Aus dem Gerichtsbeschluss geht hervor, dass die Eltern ihre Kinder in ihren Zimmern einsperrten. Selbst innerhalb der Wohnung durften sie demnach untereinander keinen Kontakt haben. Zudem hätten die Eltern die Wohnungstür "vernagelt". Dies bestreitet das Paar jedoch, wie sein Anwalt einem örtlichen Radiosender sagte.

14:57 Uhr

Lottospieler knackt Jackpot von 157 Millionen Euro

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157 Millionen Euro!

(Foto: imago stock&people)

Und wieder geht es um sehr viel Geld. Ein Lottospieler in Frankreich hat 157 Millionen Euro gewonnen. Der oder die Glückliche knackte den Jackpot der Lotterie Euro Millions, teilte die französische Gesellschaft Française des jeux mit. Niemand sonst in Europa tippte demnach die richtigen Zahlen.

In Frankreich ist es der dritthöchste Gewinn seit Gründung von Euro Millions im Jahr 2004. Dort liegt der Rekord bei 170 Millionen Euro. In ganz Europa war der Höchstgewinn 190 Millionen Euro. Er wurde im vergangenen November in Großbritannien erzielt.

14:03 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser! Ich bin sehr froh, Sie durch die zweite Hälfte des Tages begleiten zu dürfen. Friederike Zörner verabscheidet sich in den Feierabend, mein Name ist Uladzimir Zhyhachou. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:19 Uhr

Bushido: Clanchef bekam neun Millionen Euro

Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt als Rapper Bushido, sitzt im Gerichtssaal. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/Pool/dpa/Archiv

Anis Ferchichi, bekannt als Rapper Bushido, tritt als Zeuge in einem Prozess gegen Clanchef Abou-Chaker auf.

(Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/Pool/dpa/Archiv)

Bushido hat vor Gericht Einblick in die früheren Geschäftsbeziehungen zu dem Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker gewährt. Der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, erklärte in seiner Zeugenaussage vor dem Landgericht der Hauptstadt, Abou-Chaker habe etwa neun Millionen Euro im Laufe der Jahre mit ihm verdient. 2007 sei "offiziell" ein Managervertrag abgeschlossen worden.

Bereits ab 2004 habe er dem Clanchef 30 Prozent von seinen Einkünften zahlen müssen, so Bushido weiter. Zu der mündlichen und für ihn unfreiwilligen Vereinbarung sei es gekommen, nachdem ihm Abou-Chaker geholfen habe, aus einem Plattenvertrag herauszukommen.

Der 41-jährige Rapper und der 44-jährige Chef der bekannten arabischstämmigen Großfamilie in Berlin galten über Jahre hinweg als Partner im Musikgeschäft. Doch als Bushido die Geschäftsbeziehungen 2017 auflöste, kam es laut Anklage zu mehreren Straftaten durch den angeklagten Abou-Chaker und weitere Clanmitglieder.

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13:45 Uhr

Lamborghini und Ferrari in Unfall auf A3 verwickelt

Bei einer folgenschweren Karambolage sind zwei teure Sportwagen schwer beschädigt beziehungsweise komplett zerstört worden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hatte ein Lamborghini-Fahrer am Dienstagabend seinen Wagen wegen einer Panne auf dem Standstreifen der A3 geparkt. Aus noch ungeklärter Ursache krachte daraufhin ein anderes Fahrzeug in Höhe des Offenbacher Kreuzes gegen den geparkten Sportwagen.

Der Lamborghini fing Feuer und brannte vollständig aus, berichtet der Hessische Rundfunk. Auch ein Ferrari, der vor dem Lamborghini geparkt war, wurde bei dem Unfall den Angaben zufolge schwer beschädigt. Beide Sportwagenfahrer waren wohl zusammen unterwegs und hatten sich vor dem Crash hinter der Leitplanke in Sicherheit gebracht. Der Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.

13:22 Uhr

Rätsel um Hamster-DNA in Zug bleibt wohl ungelöst

Haben Sie zufälligerweise eine Kühlbox mit Ampullen voller Hamster-DNA in einer S-Bahn in Heidelberg vergessen? Wenn ja, würde sich die Polizei freuen, wenn Sie sich melden. Denn so langsam glauben die Beamten nicht mehr daran, den rechtmäßigen Eigentümer zu finden. Es seien keine Hinweise eingegangen, seit die Beamten den Fund vor einigen Tagen bekannt gemacht hatten, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Ein Lokführer hatte bei einem Kontrollgang durch die am Heidelberger Hauptbahnhof abgestellte S-Bahn die Kühlbox aus Styropor entdeckt. Darin waren drei Ampullen voller Hamster-DNA. Weil zunächst aber nicht klar war, worum es sich handelt, rückte der Entschärfungsdienst der Bundespolizei an. Ein Toxikologe der Rechtsmedizin identifizierte die Flüssigkeit später. Da die Kühlkette nicht eingehalten wurde, mussten die Ampullen schlussendlich entsorgt werden, hieß es.

12:50 Uhr

Ministerpräsident Kretschmann lässt Unfall nicht los

Für ihn ging der Unfall glimpflich aus, doch ein einjähriges Mädchen und ein 33 Jahre alter Mann wurden schwer verletzt: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist nach seinen Worten noch immer in Gedanken bei den Betroffenen. Das sagte der Grünen-Politiker bei der Eröffnung eines neuen Daimler-Werks in Sindelfingen. Er hoffe inständig, dass sie wieder gesund werden.

Am Montagabend war ein Auto auf der nassen Autobahn 81 nördlich von Heilbronn in ein stehendes Begleitfahrzeug aus der Kolonne Kretschmanns gekracht. Drei Menschen in dem Wagen verletzten sich. Am Dienstag schwebte das einjährige Kind in Lebensgefahr. Wie es ihm heute geht, gibt die Polizei nicht bekannt. Kurz vor dem Unfall war Kretschmanns Dienstwagen ins Schleudern geraten, gegen die Leitplanke geprallt und dann auf dem Standstreifen zum Stehen gekommen. Der 72-Jährige, der nicht am Steuer saß, blieb unverletzt.

12:22 Uhr

Thailands König begnadigt seine Geliebte

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König Maha Vajiralongkorn und seine Königlich-Adelige Gemahlin Sineenat "Koi" Wongvajirapakdi

(Foto: picture alliance/dpa)

Der thailändische König Maha Vajiralongkorn und seine zuletzt in Ungnade gefallene Geliebte Sineenat "Koi" Wongvajirapakdi haben sich offensichtlich wieder versöhnt. Die frühere Generalmajorin Koi war im Juli 2019 zur "Chao Khun Phra" erhoben worden, einer Art Konkubine. Das Königshaus veröffentlichte damals dazu mehr als 60 Fotos. Koi war dadurch einige Monate lang praktisch die Zweitfrau neben Königin Suthida und trug sogar zeitweise den Titel Königlich-Adelige Gemahlin.

Doch dann wurde der 35-Jährigen überraschend im Oktober der Titel wieder entzogen. Sie wurde sogar ins Gefängnis gesteckt. Seither war sie nicht mehr öffentlich gesehen worden. Vor wenigen Tagen gab es allerdings Berichte, wonach Koi aus der Haft entlassen und nach Deutschland gebracht worden sei, wo Vajiralongkorn die meiste Zeit lebt. Heute kam die offizielle Bestätigung in der "Royal Gazette", der offiziellen Veröffentlichungsstelle für amtliche Bekanntmachungen. Demnach habe 68-jährige König seiner Geliebten wieder alle königlichen und militärischen Titel verliehen.

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12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:52 Uhr

Zeitung: Melania Trump nutzte private Mail-Accounts im Weißen Haus

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Kommuniziert auf vielfältigen Kanälen: Melania Trump.

(Foto: REUTERS)

Erinnern Sie sich noch an die Aufregung, die im vergangenen US-Wahlkampf entstand, als herauskam, dass Hillary Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin einen privaten E-Mail-Server nutzte? Der damalige Präsidentschaftsbewerber und heutige Amtsinhaber Donald Trump bezeichnete den Vorgang damals als "schlimmer als Watergate". Doch offensichtlich nehmen es ihm nahestehende Personen in dieser Angelegenheit auch nicht ganz so genau. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf eine frühere Freundin und Beraterin Melania Trumps berichtet, nutzte die First Lady private E-Mail-Adressen für Angelegenheiten, die das Weiße Haus und ihre Tätigkeit dort betreffen.

Stephanie Winston Wolkoff gab in einem Interview mit der Zeitung an, Melania Trump hätte regelmäßig einen E-Mail-Account der Trump-Organisation und der Domain "MelaniaTrump.com" genutzt. Zudem verschickte sie Nachrichten über iMessage und die App Signal. Die "Post" konnte nach eigenen Angaben einige Nachrichten einsehen. Inhaltlich ging es bei diesen zum Beispiel um Vertragsverhandlungen mit Mitarbeitern, detaillierte Terminpläne des US-Präsidenten und der First Lady bei Besuchen in Japan und Israel sowie die Finanzierung der Vereidigungszeremonie im Januar 2017. Die Nutzung einer privaten Mail-Adresse ist für Melania Trump, die kein Regierungsamt innehat, demnach zwar nicht verboten, aber aus datenschutzrechtlichen Gründen riskant.

Winston Wolkoff hat ein Buch über ihre frühere Freundschaft mit Melania Trump und dem schlussendlichen Bruch der beiden geschrieben. Pressesprecher der Trump-Administration werfen ihr daher vor, mit ihren angeblichen Enthüllungen Aufmerksamkeit erhaschen zu wollen und eine Art Rachefeldzug zu betreiben.

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11:29 Uhr

Borkumer Junge entdeckt seltenes Seepferdchen

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Hippocampus hippocampus

(Foto: picture alliance/dpa)

"Das hat es bei uns seit 50 Jahren nicht gegeben, dass ein Seepferdchen lebend gefangen wurde. Wir sind natürlich happy." Das Nordsee-Aquarium-Borkum freut sich über zwei Exemplare der seltenen Kurzschnäuzigen Seepferdchen. Die etwa fünf und zehn Zentimeter großen Tiere kamen auf ganz unterschiedlichen Wegen zu Maria und Ihno Oetjen, die das Aquarium betreiben. Ein Borkumer Junge habe eines der Meerestiere vor einem Monat beim Keschern im Hafen im Netz gehabt. Vor 14 Tagen dann hatten Fischer auf einem Kutter ein zweites Seepferdchen im Netz entdeckt. Beide schwimmen nun in einem eigenen Becken.

Nach Angaben des Vereins Schutzstation Wattenmeer in Husum gibt es weltweit etwa 100 Arten von Seepferdchen, die zwischen 1,5 und 35 Zentimeter groß werden. Sie galten seit 1930 im deutschen Wattenmeer als ausgestorben. Seit Ende der 1990er Jahre wurden aber immer wieder mal lebende Exemplare entdeckt. Kurz- und Langschnäuzige Seepferdchen sind von Europas Küsten bekannt - im Wattenmeer kommt eher das Kurzschnäuzige vor. Es hat keine oder kurze Fransen auf dem Kopf, seine Schnauze ist kürzer als ein Drittel der Kopflänge und aufwärts gebogen.

11:03 Uhr

Fußgängerin überquert Gleise und wird von Zug erfasst

Eine Fußgängerin ist in Mecklenburg-Vorpommern von einem Zug erfasst und getötet worden. Die 46-Jährige wollte laut Zeugenaussagen an einem Bahnübergang in Ducherow bei geschlossenen Schranken die Gleise überqueren, teilte die Polizei in Neubrandenburg in der Nacht mit. Offenbar übersah sie dabei den Zug auf dem Weg von Stralsund nach Eberswalde. Hinweise auf einen Suizid gibt es nicht. Der Intercity befand sich laut Polizei auf einer sogenannten Überführungsfahrt, er hatte keine Fahrgäste an Bord. Für die Weiterfahrt wurde der Lokführer ausgetauscht. Die Unglücksstelle war für rund vier Stunden gesperrt.

10:31 Uhr

80 Festnahmen bei neuen Protesten gegen Lukaschenko

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Polizisten gingen teils brutal gegen die Demonstranten vor.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zu Beginn des neuen Semesters sind in Belarus Hunderte Studierende auf die Straße gegangen, um die Freilassung aller politischen Gefangenen zu fordern und ein Zeichen gegen den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko zu setzen. Nach Angaben von Aktivisten wurden im Zuge der Proteste mindestens 80 Menschen festgenommen. Das Menschenrechtszentrum Wesna listete in der Nacht allein für die Hauptstadt Minsk 75 Festgenommene mit Namen auf.

Bei den Protesten am Dienstag gingen Sicherheitskräfte teilweise rabiat gegen friedliche Demonstranten vor. Erneut gerieten auch Journalisten ins Visier der Uniformierten. Der Journalistenverband des Landes sprach von rund zehn Medienvertretern, die in Polizeigewahrsam kamen. Das unabhängige Portal tut.by berichtete, dass sechs von ihnen die Nacht in einer Polizeistation verbracht hätten. Sie sollen nun wegen angeblicher Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration vor Gericht kommen.

Update 12.12 Uhr: Inzwischen teilte das Innenministerium mit, es habe 95 Festnahmen gegeben.

10:06 Uhr

Jetpack kreuzt Flugzeuge bei Landeanflug in Los Angeles

Iron Man, bist du es? Im Umkreis des Flughafens von Los Angeles wurde ein Mensch mit einem Raketenrucksack in luftiger Höhe gesichtet. Mehrere Piloten berichteten, sie hätten den Mann oder die Frau in der Nähe von landenden Maschinen gesehen. Das FBI leitete deswegen eine Untersuchung ein, wie eine Sprecherin der US-Bundespolizeibehörde mitteilte. Auch die Flugaufsichtsbehörde FAA ging nach eigenen Angaben den Berichten der Piloten nach.

Mehrere Flugkapitäne hatten gemeldet, dass eine Person mit einem sogenannten Jetpack am Sonntagabend den Weg von landenden Flugzeugen gekreuzt habe. "Tower, American 1997. Wir sind gerade an einem Typen mit einem Jetpack vorbeigeflogen", sagte ein Pilot von American Airlines in einer von einem örtlichen Fernsehsender abgespielten Funkbotschaft an die Fluglotsen. Nach Angaben dieses Piloten wurde das Jetpack in 275 Metern Entfernung von seinem Flugzeug in einer Höhe von 915 Metern gesichtet. Ein zweiter Pilot einer anderen Airline meldete kurz danach an den Tower: "Wir haben gerade den Typen gesehen, der mit dem Jetpack an uns vorbeigeflogen ist." So was gebe es "nur in L.A." kommentierte dies ein Fluglotse.

09:45 Uhr

Erster Klub verabschiedet sich aus Messi-Poker

Wohin wechselt Lionel Messi? Neben Manchester City fiel in den letzten Tagen immer wieder der Klubname Inter Mailand, wenn es um eine mögliche kommende Vereinsstation ging. Doch dem italienischen Traditionsverein ist die ganze Causa nun offenbar zu heiß geworden und hat sich aus dem Rennen um den sechsmaligen Weltfußballer verabschiedet.

Gegenüber Sky Italia hat Inters Sportdirektor Piero Ausilio nun unmissverständlich erklärt: "Wir werden Lionel Messi nicht verpflichten!" Mehr noch: "Ich weiß nicht einmal, wo diese verrückten Spekulationen herkommen." Die eindeutige Absage an einen millionenschweren Messi-Deal reduziert den Kreis der potenziellen Abnehmer für den 33-Jährigen damit weiter. Das dürfte ganz nach dem Geschmack von Man City sein.

Dieser Beitrag stammt aus dem Sport-Tag. Dort halten Sie meine Kollegen Anja Rau und Torben Siemer über aktuelle Entwicklungen aus der Welt des Sports auf dem Laufenden.

09:36 Uhr

30 Jahre nach Mord an junger Frau: Verdächtiger ermittelt

Im Dezember 1990 wird die Leiche der 19-jährigen Cornelia Geißler in einem Waldstück bei Ilmenau gefunden. Ermittlungen ergeben, dass die junge Frau vergewaltigt und mit mehreren Messerstichen getötet wurde. Die Suche nach dem Täter verläuft damals ergebnislos. Doch 2018 kommt dank einer Zeugenaussage Bewegung in den Fall. Im März dieses Jahres gibt die Polizei schließlich über die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" eine detaillierte Täterbeschreibung heraus und bittet um weitere Hinweise.

Mit Erfolg: Wie die Erfurter Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Gotha nun bekannt gegeben haben, konnte tatsächlich ein Verdächtiger ermittelt werden. Es handelt sich dabei um einen heute 78-jährigen Mann aus dem Bereich Ilmenau. Er wird verdächtigt, Cornelia Geißler getötet zu haben. Der Mann wurde jedoch nicht festgenommen. Es gebe weiter intensive Ermittlungen, hieß es.

09:11 Uhr

Torsten "Toto" Heim springt "Tod knapp von der Schippe"

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Lässt sich nicht so leicht unterkriegen: Torsten "Toto" Heim.

(Foto: imago/Horst Galuschka)

"Ich bin halt nicht kaputtzukriegen": TV-Polizist Torsten Heim, bekannt aus der Sat.1-Show "Toto & Harry", hatte zwei Notoperationen, die sein Leben gerettet haben. Er hatte im Urlaub in Cuxhaven unter anderem Luftnot, sagte der 57-Jährige der "Bild"-Zeitung. Zurück in seiner Heimat Bochum habe er bei einer Herzkatheter-Untersuchung Kammerflimmern bekommen. "Ein mieses Gefühl. Ich musste an den Defibrillator, danach lief die Sinuskurve wieder." Bei einer Operation erhielt er dem Bericht zufolge drei Bypässe.

Anschließend seien Probleme mit der Galle aufgetreten, erneut musste der TV-Star in den OP. Der Arzt habe nach dem Eingriff zu ihm gesagt: "Die Nacht hätten Sie nicht überlebt, das war nicht 5 vor 12, das war 3 vor 12." In einer Reha-Klinik erholt sich Torsten Heim nun von den Operationen: "Ich bin dem Tod wohl echt zweimal knapp von der Schippe gesprungen." Er habe zwei neue Geburtstage dazubekommen.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:42 Uhr

Sohn George mit auf Jagd: Scharfe Kritik an Prinz William

Aus einem privaten Vater-Sohn-Ausflug ist in Großbritannien ein Politikum geworden. Weil er den siebenjährigen George auf eine Auerhahn-Jagd mitnahm, hat Prinz William den Zorn von Tierrechtsaktivisten auf sich gezogen. Britische Medien berichten, dass die Jagd am vergangenen Wochenende stattfand, als die Cambridges in Schottland zu Besuch waren. George soll beobachtet haben, wie sein Vater und andere hochrangige Mitglieder der Königsfamilie in der Nähe von Balmoral den Morgen damit verbrachten, Vögel zu töten, heißt es. Es war offenbar nicht das erste Mal, dass William Prinz George mit auf die Jagd nahm.

Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert das scharf: Ein Kind, das Zeuge eines solchen Sports werde, könne psychische Schäden davontragen, zudem könnte es dazu führen, dass George gleichgültig werde, wenn es um das Leid von Tieren gehe. "Um ihm zu helfen, sich zu einem verantwortungsbewussten, mitfühlenden Anführer zu entwickeln, müssen seine Eltern ihm Respekt für alle Lebewesen beibringen", zitiert die "Daily Mail" Mimi Bekhechi von Peta.

08:35 Uhr

Der Sommer will es noch mal wissen

Der Herbst zeigt sich zu seinem meteorologischen Start direkt mit voller Kraft. Ein bunter Mix aus Regen, Wolken und Sonne zieht über Deutschland. Doch am Wochenende feiert der Sommer ein Kurz-Comeback.

08:17 Uhr

Ehemaliger Folterchef der Roten Khmer gestorben

Der einstige Folterchef der menschenverachtenden Roten Khmer in Kambodscha, Kaing Guek Eav, alias Duch, ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 77 Jahren in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Phnom Penh, wie der Sprecher des Rote-Khmer-Tribunals, Neth Peaktra, sagte. Die genaue Todesursache ist bislang nicht bekannt.

  • Duch war 2010 als erster der ranghohen Vertreter des Regimes wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden. Nachdem das Tribunal eine Berufung abgelehnt hatte, erhielt er 2012 eine lebenslange Haftstrafe.
  • Der frühere Mathematiklehrer war unter der Schreckensherrschaft der maoistischen Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 Leiter des berüchtigten Gefängnisses Tuol Sleng in Phnom Penh. Dort wurden bis zu 15.000 Menschen gefoltert und auf einem nahegelegenen "Killing Field" hingerichtet.
  • Unter der Herrschaft der Roten Khmer wurden in Kambodscha rund zwei Millionen Menschen durch Zwangsarbeit, Hungersnöte und Hinrichtungen getötet, ein Viertel der kambodschanischen Bevölkerung.
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08:02 Uhr

Fast jeder dritte Homosexuelle im Job diskriminiert

Viele homosexuelle Menschen werden in ihrem Arbeitsleben gemobbt oder auch sexuell belästigt. Eine gemeinsame Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Universität Bielefeld, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt, ergab nun, dass 30 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe angeben, in ihrem Job diskriminiert zu werden. Unter Transsexuellen sind es sogar mehr als 40 Prozent. Fast ein Drittel der Befragten geht vor Kollegen immer noch nicht offen mit seiner Sexualität um.

Homo- und Transsexuelle gehen laut Studie zwar in ähnlichem Maße einer Erwerbstätigkeit nach wie die übrige heterosexuelle Bevölkerung. Doch seien sie meistens höher qualifiziert und in anderen Branchen tätig. So liege der Anteil der Fach- oder Hochschulabsolventen in der Personengruppe bei 60 Prozent gegenüber der restlichen Bevölkerung gleichen Alters mit 42 Prozent. Im Gegensatz zu Heterosexuellen arbeiten Homosexuelle seltener im produzierenden Gewerbe, dafür aber häufiger im Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Kunst und Unterhaltung.

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07:44 Uhr

Riesiges Teleskop nimmt gestochen scharfe Bilder der Sonne auf

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Ein Sonnenfleck in höchster Auflösung, beobachtet mit dem Gregor-Teleskop bei einer Wellenlänge von 430 nm.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Dies ist, als würde man eine Nadel auf einem Fußballfeld aus einer Entfernung von einem Kilometer perfekt scharf sehen." Forschern ist es gelungen, mithilfe des größten europäischen Sonnenteleskops "Gregor" gestochen scharfe Bilder der Feinstruktur der Sonne aufzunehmen. Mit dem Gerät lassen sich Details von nur 50 Kilometern auf der Sonne auflösen, teilte das Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS) in Freiburg mit. Das entspreche einem winzigen Bruchteil des Sonnen-Durchmessers von 1,4 Millionen Kilometern.

Das Sonnenteleskop wird von einem deutschen Konsortium unter der Federführung des KIS betrieben und befindet sich am Teide-Observatorium auf der spanischen Insel Teneriffa. Um die hochauflösenden Bilder machen zu können, wurden an dem Gerät Optik, Mechanik und Elektronik in nur einem Jahr komplett neu gestaltet. Dadurch können die Wissenschaftler nun beispielsweise Magnetfelder, Turbulenzen, Sonneneruptionen und Sonnenflecken detailliert untersuchen.

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07:17 Uhr

Zum ersten Mal verliert ein Kennedy in Massachusetts

Das gab es noch nie: Erstmals hat ein Mitglied der Kennedy-Familie eine Wahlniederlage im Heimat-Bundesstaat Massachusetts erlitten. Der 39-jährige Joe Kennedy III. musste sich in der Vorwahl der Demokraten für den US-Senat dem Amtsinhaber Ed Markey geschlagen geben. Kennedy räumte in der Nacht seine Schlappe ein.

Kennedy wurde für die Demokraten 2013 ins Repräsentantenhaus gewählt, wollte nun aber in den Senat wechseln. Der 74-jährige Markey wurde in dem Rennen auch vom sogenannten progressiven Flügel der Demokratischen Partei unterstützt, der auf soziale Reformen dringt. Zu den Progressiven gehört unter anderem die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Nach einer Datenauswertung der "New York Times" lag Markey bei rund 55 Prozent der Stimmen. Seit der spätere Präsident John F. Kennedy 1946 in den Kongress gewählt wurde, hatten alle Generationen der Polit-Dynastie Wahlen in Massachusetts gewonnen.

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07:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

es wird kein angenehmer Termin gewesen sein. Und so richtig willkommen war er auch nicht. Dennoch besuchte US-Präsident Donald Trump die von Protesten und Unruhen erschütterte Stadt Kenosha im Bundesstaat Wisconsin. Nach den Schüssen auf den Afroamerikaner Jacob Blake stellte sich Trump demonstrativ auf die Seite der Polizei. "Um die politische Gewalt zu stoppen, müssen wir auch die radikale Ideologie konfrontieren. Wir müssen die gefährliche Anti-Polizei-Rhetorik verurteilen", sagte der Republikaner vor einer Gruppe ortsansässiger Unternehmer in einer Schulturnhalle. "Das sind keine friedlichen Proteste, sondern das ist wirklich Inlandsterror."

Sowohl Wisconsins demokratischer Gouverneur als auch der Bürgermeister von Kenosha hatten Trump öffentlich darum gebeten, nicht zu kommen, weil sie befürchteten, dass seine Gegenwart die Lage zusätzlich aufheizen könnte. Welche tatsächlichen Nachwirkungen der Besuch haben wird, beobachten wir für Sie weiter.

Diese Themen sind heute außerdem wichtig:

  • Rund fünfeinhalb Jahre nach dem verheerenden islamistischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" beginnt um 10 Uhr in Paris der Strafprozess gegen mutmaßliche Helfer.
  • Das Bundeskabinett will um 09.30 Uhr im Insolvenzrecht beschließen, krisenbedingte Lockerungen zu verlängern. Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags soll bis Jahresende ausgesetzt bleiben - falls Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eines Unternehmens Folge der Corona-Krise sind.
  • Die Spitze der Unionsfraktion diskutiert ab 10 Uhr vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Pandemie über zentrale Zukunftsthemen wie Innovation und Digitalisierung. Auch FDP und Grüne stecken in Klausursitzungen ihren jeweiligen Kurs für die kommenden Monate ab.
  • Um 14 Uhr enthüllt Daimler-Vorstandschef Ola Källenius im Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen die neue S-Klasse. Zugleich nimmt die neue "Factory 56" den Betrieb auf.
  • In Köln teilen Polizei und Staatsanwaltschaft um 11 Uhr Einzelheiten zu den jüngsten Razzien im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach mit. Bundesweit waren gestern die Wohnungen von 50 Tatverdächtigen durchsucht worden.
  • In Berlin wird die Zeugenaussage des Rappers Bushido wird vorgesetzt. Dem Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker werden Straftaten zum Nachteil des Rappers wie Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Untreue, gefährliche Körperverletzung und Nötigung vorgeworfen.
  • Die 77. Internationalen Filmfestspiele Venedig werden eröffnet. Zur Premiere am Abend wird das italienische Ehedrama "Lacci" mit Alba Rohrwacher zu sehen sein.

Aktuelles rund um das Thema Coronavirus können Sie wie gewohnt unserem Liveticker entnehmen. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich betreue bis zum frühen Nachmittag den "Tag". Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:55 Uhr

Behörden ermitteln Ursache von Elefantensterben

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Simbabwe bietet nach offiziellen Angaben Platz für 50.000 Elefanten.

(Foto: REUTERS)

In der vergangenen Woche werden in einem Waldgebiet in Simbabwe zwölf verendete Elefanten gefunden. Dass die Tiere von Wilderern auf der Jagd nach Elfenbein getötet oder mit Zyanid vergiftet wurden, können die Behörden sofort ausschließen, da die Stoßzähne der Dickhäuter intakt waren. Nun hat die Naturschutzbehörde die Todesursache geklärt: Die jungen Tiere seien an einer bakteriellen Infektion gestorben, sagte Behördensprecher Tinashe Farawo.

Die Experten gehen demnach davon aus, dass die Elefanten im Alter von zwei bis sechs Jahren giftige Pflanzen am Boden gefressen hatten, weil sie noch nicht an Blätter in den Bäumen herankamen. In Simbabwe gibt es mehr als 84.000 Elefanten. Das Land bietet nach Angaben der Behörden aber eigentlich nur Platz für bis zu 50.000. In den vergangenen Jahren waren deswegen bereits zahlreiche Tiere verhungert oder verdurstet.

06:34 Uhr

Joe Biden macht Wahlkampf in Videospiel

Joe Biden hebt den US-Präsidentschaftswahlkampf auf ein ganz neues Level. Anhänger des Demokraten können sich nun Werbeschilder in ihren Garten stellen - und zwar in dem Computerspiel "Animal Crossing". Bidens Team veröffentlichte vier virtuelle Schilder, die in dem populären Spiel genutzt werden können.

"Animal Crossing", das für Nintendos Spielekonsole Switch verfügbar ist, wurde seit der Veröffentlichung im März mehr als 20 Millionen Mal verkauft. In dem Spiel geht es darum, eine Insel zu erkunden und weiterzuentwickeln. Für ein Biden-Wahlkampfschild müssen Spieler einen QR-Code mit Nintendos Smartphone-App für die Switch einlesen.

06:10 Uhr

Schöpfer von "I Like to Move It" mit 49 gestorben

DJ Erick Morillo ist tot. Der Leichnam des 49-Jährigen wurde in seinem Haus in Miami Beach im US-Bundesstaat Florida gefunden. Die Todesursache ist bislang unklar. Es seien keine Spuren von Gewaltanwendung gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher. Doch stehe die Obduktion noch aus.

  • Für Morillo hätte am kommenden Freitag ein Gerichtstermin angestanden, in dem es um gegen ihn erhobene Vergewaltigungsvorwürfe gehen sollte. Eine Frau hatte Morillo beschuldigt, sie im vergangenen Dezember vergewaltigt zu haben, während sie geschlafen habe.
  • Der in New York geborene und teilweise in Kolumbien aufgewachsene Morillo hatte als DJ große Erfolge gefeiert, vor allem in der sogenannten House-Szene.
  • Seinen Hit "I Like to Move It" brachte er 1993 unter dem Pseudonym Reel 2 Real heraus. Das Lied wurde auch Teil des Soundtracks des populären Animationsfilms "Madagascar" von 2005.
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05:57 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht