Der Tag
27. Februar 2023
imageHeute mit Alexander Schultze und Robin Grützmacher
Zum Archiv
22:27 Uhr

Das war Montag, der 27. Februar

Liebe Leserinnen und Leser,

etwas Schönes zu Beginn dieser Zusammenfassung: Wie der Name schon sagt, sind Polarlichter hauptsächlich am Nord- und Südpol zu sehen. Doch in der vergangenen Nacht wurden die faszinierenden Leuchterscheinungen gleich in mehreren Regionen Deutschlands, in Großbritannien und in Irland bewundert und bestaunt.

Wie ist der Stand am Montag im Krieg in der Ukraine? Seit Monaten wird Cherson immer wieder Ziel russischer Angriffe. Vor allem von der gegenüberliegenden Flussseite fliegen immer wieder Raketen in Richtung der ukrainischen Großstadt. Doch nun sollen sich die russischen Besatzer auf den Abzug vorbereiten.

Am Nachmittag kam dann die Meldung, dass Großbritanniens Premierminister Sunak und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen den Streit um die Zollgrenze mit einem "Windsor-Rahmenabkommen" beilegen wollen. Neue Gesetze sollen für einen reibungslosen Warenverkehr sorgen. Zudem waren auch diese Nachrichten heute wichtig:

Die gesamten Entwicklungen im Ukraine-Krieg können Sie hier in unserem Liveticker verfolgen. Was in der Welt des Sports so Interessantes passierte, ist an dieser Stelle nachlesbar.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und einen erholsamen Schlaf!

Das war Montag, der 27. Februar
22:00 Uhr

Ermittlungen gegen Europaabgeordnete - Geld und Luxusautos beschlagnahmt

Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) ermittelt wegen Betrugs gegen eine italienische Europaabgeordnete. Wie die EPPO mitteilte, wurden bei Ermittlungen in dem Fall Vermögenswerte in Höhe von mehr als 170.000 Euro bei der Abgeordneten Stefania Zambelli und ihren vier Assistenten beschlagnahmt - darunter Gelder auf Bankkonten sowie Luxusautos. Zambelli gehört der rechtsnationalen Partei Lega an.

Wie die EPPO weiter mitteilte, haben ihre Assistenten die Tätigkeiten, für die sie eingestellt worden waren, den Beweismaterialien zufolge nicht oder "nur teilweise" ausgeübt und sie gegenüber dem Europäischen Parlament "fälschlich" dokumentiert. Zudem hätten die vier Beschäftigten bei ihren Qualifikationen geschummelt, indem sie "Abschlüsse und berufliche Kompetenzen angaben, die sie nicht haben". Zambelli ist den Angaben nach mit mindestens einem der Beschäftigten eng verwandt. Sie wird verdächtigt, persönlich von den Einkommen der Mitarbeitenden profitiert zu haben.

Ermittlungen gegen Europaabgeordnete - Geld und Luxusautos beschlagnahmt
21:27 Uhr

500 Menschen demonstrieren gegen Containterunterkunft

In Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern haben Hunderte Menschen gegen eine geplante Containerunterkunft für 500 Geflüchtete demonstriert. Nach Polizeischätzungen versammelten sich am Montagabend etwa 500 Menschen am Ort der geplanten Unterkunft im Greifswalder Ostseeviertel. Etwa 30 Menschen versammelten sich zu einer Gegendemonstration. Unter den Demonstranten, die gegen die Pläne protestierten, befanden sich nach Aussage eines Polizeisprechers etwa 20 Teilnehmer aus der rechten Szene.

In einer Schule neben dem entsprechenden Grundstück fand am Montagabend eine Sitzung der Ortsteilvertretung Ostseeviertel statt, bei der die Pläne beraten werden sollten. Wegen des großen Andrangs musste der Zutritt begrenzt werden. Es kam zu Gedränge am Schultor. In Mecklenburg-Vorpommern gab es in den vergangenen Wochen mehrfach teils heftige Proteste gegen die Unterbringung von Flüchtlingen.

500 Menschen demonstrieren gegen Containterunterkunft
21:10 Uhr

Entgegen der Erwartungen: "Heißer Herbst" von Protesten bleibt aus

Der von manchen Politikern und Experten erwartete "heiße Herbst" von Protesten in Deutschland ist laut einer aktuellen Studie ausgeblieben. "Die vielfältigen Forschungsergebnisse spiegeln ein heterogenes Protest- und Diskursgeschehen wider", teilte der Forschungsverbund Motra vor dem Start seiner Jahrestagung in Wiesbaden mit. "Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das unter dem Schlagwort "Heißer Herbst" befürchtete Protestgeschehen in 2022 nicht stattgefunden hat."

Motra steht für "Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung", an dem Verbund sind unter anderem mehrere deutsche Universitäten und das Bundeskriminalamt (BKA) beteiligt. "Darüber hinaus zeigen die Forschungsergebnisse, dass sich die während der Corona-Proteste beobachteten gewaltträchtigen Radikalisierungstendenzen 2022 nicht fortsetzten", teilte der Verbund mit.

Entgegen der Erwartungen: "Heißer Herbst" von Protesten bleibt aus
20:34 Uhr

Riesige Mengen Kokain an Strand angespült

Aufsehenerregende Kokain-Funde gibt es ja des Öfteren, aber das hier ist schon eine beträchtliche Menge: Demnach wurden am Sonntag am nahegelegenen Strand von Réville in Frankreich "zwischen 700 und 800 Kilogramm" der Droge gefunden. Bei "etwa dreißig sichergestellten Tüten" hätten "erste Tests" ergeben, dass es sich um Kokain handelt, sagte der Staatsanwalt der Stadt Cherbourg, Pierre-Yves Marot, vor Journalisten.

Es ist nicht das erste Mal, dass an einem französischen Strand Kokain gefunden wurde. Ende 2019 tauchten entlang der Atlantikküste zwischen Saint-Jean-de-Luz im Südwesten des Landes und Camaret im Nordwesten Päckchen mit insgesamt 1600 Kilogramm Kokain auf. Ende Mai 2022 wurden an einem Strand der Gemeinde Berck im Norden Frankreichs Päckchen mit insgesamt 21 Kilogramm der Droge gefunden.

Riesige Mengen Kokain an Strand angespült
20:15 Uhr

Macron will französische Soldaten aus Afrika abziehen

Ein halbes Jahr nach dem unfreiwilligen Abzug der französischen Soldaten aus Mali hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag die "sichtbare Verringerung der Präsenz" französischer Soldaten auf dem afrikanischen Kontinent angekündigt. Dies sei jedoch weder ein Rückzug noch ein Ende der Einsätze, fügte er hinzu. Die französischen Stützpunkte in Afrika sollten "afrikanisiert" werden, sagte Macron.

"Dort wo Hunderte oder Tausende französische Soldaten stationiert sind, wird die Zahl unserer Soldaten reduziert. Zugleich wird die Zahl der afrikanischen Partner vergrößert", erklärte er. Die französischen Militärstützpunkte würden nicht geschlossen, sondern in Akademien oder gemeinschaftliche Stützpunkte umgewandelt. Die Zahl der französischen Soldaten in der Region ist zuletzt von 5000 auf 3000 gesunken.

Macron will französische Soldaten aus Afrika abziehen
19:42 Uhr

Dichte Schneedecke auf Mallorca - vielleicht bald auch am "Ballermann"

Sturmtief "Juliette" hat am Montag weite Teile der spanischen Mittelmeer-Insel Mallorca mit einer dicken Schneeschicht von bis zu 50 Zentimetern sowie mit Kälte und Starkregen überzogen, wie die Regionalzeitungen "Última Hora" und "Diario de Mallorca" berichteten. Die Schneegrenze fiel bis zum späten Nachmittag auf etwa 300 Höhenmeter. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass die Schneegrenze noch weiter fällt und es vielleicht sogar auch auf Meereshöhe - etwa am "Ballermann" - schneit. In der Nacht auf Dienstag sollten die Temperaturen in der Balearen-Hauptstadt Playa de Palma auf bis knapp über dem Gefrierpunkt fallen.

Viele Mallorquiner teilten in den sozialen Netzwerken begeistert Fotos und Videos der schneebedeckten Dörfer und Straßen. Zuletzt hatte es auf Mallorca Ende Januar einige Schnee-Tage gegeben.

Dichte Schneedecke auf Mallorca - vielleicht bald auch am "Ballermann"
19:03 Uhr

Menschen in Deutschland verbannen beliebte Lebensmittel vom Einkaufszettel

Durch die teilweise heftigen Preiserhöhungen in den letzten Monaten haben viele Menschen in Deutschland Konsequenzen beim Einkauf gezogen. Die Jahresstatistik der Marktforscher von Nielsen IQ, aus der die "Welt" zitiert, zeigt, was Kunden sich mittlerweile lieber verkneifen: Um fast neun Prozent sind die Verkaufszahlen für Butter im hiesigen Lebensmitteleinzelhandel 2022 eingebrochen. Auch die meisten anderen Molkereiprodukte haben im vergangenen Jahr bei den Absatzmengen spürbar verloren.

Bei Trinkmilch zum Beispiel beträgt das Minus laut der Zeitung 6,4 Prozent, ebenso bei Sahne. Quark wiederum verzeichnet einen Rückgang der Verkäufe in Höhe von sieben Prozent, bei Joghurt sind 2,9 Prozent und die sogenannte gelbe Linie, also Käse, hat 4,8 Prozent im Selbstbedienungsbereich verloren und stattliche 16,5 Prozent an der Frischetheke.

Menschen in Deutschland verbannen beliebte Lebensmittel vom Einkaufszettel
18:35 Uhr

Neues Beben erschüttert türkische Provinz Malatya

Schon früh nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien warnen Experten vor weiteren Erschütterungen. Die türkische Provinz Malatya wird nun von einem neuen Beben der Stärke 5,6 heimgesucht. Mindestens ein Toter ist zu beklagen, 69 weitere Menschen werden laut Angaben des Katastrophenschutzes verletzt. Auch sollen 29 Gebäude eingestürzt sein, die bereits durch die verheerenden Erdstöße Anfang Februar beschädigt worden waren.

Neues Beben erschüttert türkische Provinz Malatya
18:12 Uhr

Bargeld auf dem Rückzug: Tausende Geldautomaten abgebaut

Wer auf Automaten der Volks- und Raiffeisenbanken angewiesen ist, der wird vielleicht schon bemerkt haben, dass es davon immer weniger gibt: Seit 2014 wurden mehr als 4000 Stück abgebaut. Allein in den Jahren 2021 und 2022 ging die Zahl der Automaten der genossenschaftlichen Institute um 1800 zurück, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) berichtete. Der dpa lagen die BVR-Zahlen ebenfalls vor. Demnach betrieben die Volks- und Raiffeisenbanken Ende 2022 etwas mehr als 15.500 Geldautomaten. "Die Zahl der Geldautomaten sinkt vor allem aufgrund abnehmender Filial- und SB-Standorte sowie einer allgemein nachlassenden Bargeldnutzung in Deutschland", teilte der BVR mit.

Bargeld auf dem Rückzug: Tausende Geldautomaten abgebaut
17:43 Uhr

Berliner SPD will bald bekannt geben, welche Koalition sie anstrebt

Die Berliner SPD will im Laufe der Woche bekannt geben, welche Regierungskoalition sie anstrebt. "Wir werden in dieser Woche wissen, in welche Richtung Koalitionsverhandlungen gehen", sagte die Regierende Bürgermeisterin und SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey nach einem dritten Sondierungsgespräch mit den Grünen und der Linken. Das Sondierungsteam der Sozialdemokraten wird sich demnach nun beraten und eine Empfehlung an den Landesvorstand der Partei ausarbeiten. Dieser soll am Mittwoch tagen.

Giffey zufolge erzielten die drei Parteien auch eine Einigung, wie sie mit dem Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" umgehen wollen. Die Linken wollen diesen umsetzen, die SPD-Politikerin sprach sich hingegen bereits dagegen aus. Es sei ein Weg gefunden worden, "der aus unserer Sicht ein gangbarer sein könnte", sagte Giffey jetzt. Mit diesem könne der Zielsetzung des Entscheids entsprochen werden.

Berliner SPD will bald bekannt geben, welche Koalition sie anstrebt
17:00 Uhr

Wütendes Nashorn attackiert Safari-Wagen - mehrere Verletzte

Das Horror-Szenario von Menschen, die Wildtiersafaris machen, ist im indischen Jaldapara-Nationalpark eingetreten. Dort erleiden die Besucherinnen und Besucher einen Schock: Ein Nashorn taucht aus dem Unterholz auf und visiert den Wagen der Gruppe an. Sechs Menschen werden verletzt, ein Video hält den Moment des Angriffs fest.

Wütendes Nashorn attackiert Safari-Wagen - mehrere Verletzte
16:35 Uhr

"Bemerkenswerte Aktion" - Durchsuchung im Erzbistum weckt Hoffnungen

Nach Bekanntwerden einer Durchsuchung der Staatsanwaltschaft im Erzbistum München und Freising hoffen Betroffene und Kirchen-Reformer auf einen veränderten Umgang der Justiz mit Missbrauchsverdachtsfällen in der katholischen Kirche. "Das ist tatsächlich eine bemerkenswerte Aktion. Hoffentlich ist es ein Zeichen für einen Kurswechsel der Justiz im Umgang mit der Kirche", sagte der Sprecher der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch. "Leider kommt er für viele Betroffene zu spät."

Der Vorsitzende des Betroffenenbeirats der Erzdiözese München, Richard Kick, nannte es "außerordentlich, dass nach mehr als zehn Jahren des Wegschauens der bayerischen Staatsregierung endlich Bewegung in die Sache kommt". Die Staatsanwaltschaft München I wurde nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Mitte Februar mit einem Durchsuchungsbeschluss beim Erzbistum vorstellig. Die Aktion soll im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal und Vertuschungsvorwürfen gegen Bistumsverantwortliche stehen.

"Bemerkenswerte Aktion" - Durchsuchung im Erzbistum weckt Hoffnungen
16:18 Uhr

Zündeten Polizisten Asylbewerber an? Initiative kritisiert Gerichtsentscheidung

Der Kampf um die Aufklärung vom Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh geht wohl weiter. Das Bundesverfassungsgericht entschied zwar, es verstoße nicht gegen das Grundgesetz, die Ermittlungen in der Sache einzustellen, die Initiative Break the Silcence kündigte jedoch an, die Familie bei ihrem Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte unterstützen zu wollen. Die jüngste Gerichtsentscheidung kritisierte die Initiative: "Damit hat nun auch die höchste Instanz der deutschen Justiz den Mord und das Verbrennen eines Menschen durch Polizeibeamte - entgegen aller Fakten und Beweismittel - negiert und das Opfer selbst zum Täter gemacht."

Zuvor wurde der Fall vor dem Oberlandesgericht in Naumburg verhandelt. Dabei seien die Fragen nach der Brand- und Todesursache unbeantwortet gelassen worden. Vor mehr als 18 Jahren war der aus Westafrika stammende Jalloh, gefesselt auf einer Matratze liegend, in einer Zelle in Dessau in Sachsen-Anhalt gestorben. Er war betrunken und stand unter Drogen. Ob er die Matratze selbst anzündete, ist nach zwei Landgerichtsprozessen bis heute unklar.

Zündeten Polizisten Asylbewerber an? Initiative kritisiert Gerichtsentscheidung
15:45 Uhr

Deutscher bleibt mit seinem BMW auf Wanderweg in Österreich stecken

Ein deutscher Autofahrer hat sich in Österreich blind auf sein Navi verlassen und ist mit seinem BMW auf einen schmalen Wanderweg am Wolfgangsee gefahren. Der 77-Jährige aus Nordrhein-Westfalen habe laut "rosenheim24.de" zwar den immer enger werdenden Wanderweg bemerkt und sei auch von entgegenkommenden Passanten gewarnt worden - dies ignorierte er aber und blieb schließlich stecken:

Die Feuerwehr aus St. Gilgen musste den Wagen bergen. Ein Alkoholtest ergab 0,0 Promille.

Deutscher bleibt mit seinem BMW auf Wanderweg in Österreich stecken
15:22 Uhr

"Fehler, Mängel und Makel" - Erdogan bittet Menschen in der Türkei um Vergebung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Menschen in der Türkei um Vergebung für Verzögerungen bei der Hilfe nach den starken Erdbeben vor genau drei Wochen gebeten. Aufgrund der großen Zerstörung, der Wetterbedingungen und der Schäden an der Infrastruktur habe man in den ersten Tagen nicht in der "gewünschten Effektivität" arbeiten können, sagte Erdogan in Adiyaman. Deswegen bitte er um Vergebung.

Der türkische Präsident bat zudem "um ein Jahr" Zeit, um "die Wunden des Erdbebens zum Großteil" zu heilen. "Wie jeder Sterbliche können auch wir Fehler, Mängel und Makel haben." Nach den schweren Erdbeben war Kritik am Krisenmanagement der Regierung laut geworden. Vielerorts wurde beklagt, dass Rettungsteams zu spät und in zu geringer Zahl und mit zu wenig Ausrüstung in die Krisenregion gekommen seien.

"Fehler, Mängel und Makel" - Erdogan bittet Menschen in der Türkei um Vergebung
14:59 Uhr

Frau bringt Baby auf Fähre bei Kiel zur Welt

Diese schöne Geschichte möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Auf einer Norwegen-Fähre in der Ostsee bei Kiel hat eine Frau am Wochenende einen Jungen geboren. Gegen 15.00 Uhr am Samstag hatte die Besatzung der "Color Fantasy" über die einsetzenden Wehen der Norwegerin informiert, wie ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sagte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das am frühen Nachmittag von Kiel aus gestartete Schiff noch auf Höhe des Kieler Leuchtturms. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet.

Die Leitstelle in Stavanger hatte die DGzRS eingeschaltet. In Absprache mit dem Kapitän wurde entschieden, die Frau mit einem Helikopter vom Schiff abzuholen. Aber noch vor Eintreffen des Hubschraubers sei das Baby bereits geboren worden, sagte der Sprecher. Mutter und Junge seien wohlauf gewesen.

Frau bringt Baby auf Fähre bei Kiel zur Welt
14:39 Uhr

Mode-Influencerin in Hongkong zerstückelt: Fünf Festnahmen

Der gewaltsame Tod einer Mode-Influencerin, deren Leiche zerstückelt wurde, schockt die asiatische Hafenmetropole Hongkong. Nach der grausamen Tat an der 28-jährigen Abby Choi wurden ihr Ex-Mann, Schwager, ihre Schwiegereltern und die Geliebte des Schwiegervaters in Haft genommen, wie Hongkonger Medien berichteten. Die Mutter einer Tochter war bekannt in sozialen Medien, besuchte Fashion-Veranstaltungen in der Welt und trat als elegantes Model in Magazinen auf. Auf Instagram hatte sie 114.000 Follower. Die Polizei entdeckte Leichenteile, einen Fleischwolf und eine elektrische Säge im Haus ihres Schwiegervaters, wie die "South China Morning Post" berichtete. Ein Schädel und Rippen seien in einem großen Suppentopf gefunden worden. In der Kühltruhe hätten Beine gelegen. Nach dem Torso und den Händen werde noch gesucht. Der Schädel habe ein 6,5 mal 5,5 Zentimeter großes Loch, hieß es. Forensiker glaubten, dass es eine tödliche Verletzung gewesen sei. Choi war seit Mittwoch verschwunden. Das Motiv könnte ein Streit zwischen Choi und ihrem 28-jährigen arbeitslosen Ex-Mann und seiner Familie um eine teure Immobilie gewesen sein, wie die "South China Morning Post" berichtete.

Mode-Influencerin in Hongkong zerstückelt: Fünf Festnahmen
14:20 Uhr

Zu viel Fett und Zucker: Özdemir will "Junkfood"-Werbung für Kinder verbieten

An Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit zu viel Zucker, Fett und Salz soll nach Plänen von Ernährungsminister Cem Özdemir gesetzlich beschränkt werden. "Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder gesünder aufwachsen können", sagte der Grünen-Politiker in Berlin. Bisherige freiwillige Selbstverpflichtungen hätten beim Kinderschutz versagt. Unter anderem sollen mit Blick auf unter 14-Jährige Werbeverbote in "allen für Kinder relevanten Medien" kommen. Demnach soll solche Werbung von 6 und 23 Uhr unzulässig sein, wenn sie regelmäßig auch von Kindern wahrgenommen werden kann. Die Feststellung eines zu hohen Zucker-, Fett- oder Salzgehaltes soll sich an Nährwertberechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientieren. Unzulässig werden soll auch Außenwerbung auf Plakaten für solche ungesunden Produkte im Umkreis von 100 Metern um Schulen, Kitas, Spielplätze und Freizeiteinrichtungen für Kinder. Verboten werden soll außerdem an Kinder gerichtetes Sponsoring für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt.

Zu viel Fett und Zucker: Özdemir will "Junkfood"-Werbung für Kinder verbieten
14:02 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Alexander Schultze ist im Feierabend, nun bin ich an der Reihe. Ich heiße Robin Grützmacher und versorge Sie bis in den späten Abend hinein an dieser Stelle mit Nachrichten aus der Welt. Für alle News zum Krieg in der Ukraine nutzen Sie bitte hier unseren Liveticker.

Bei Hinweisen, Fragen und Kritik schreiben Sie gerne eine E-Mail an: dertag@ntv.de.

Schichtwechsel
13:59 Uhr

Greta Thunberg kämpft gegen Windpark - Gericht erklärte Baugenehmigung für ungültig

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und Dutzende Aktivisten der Minderheit der Samen haben aus Protest gegen Windkraftanlagen im Westen Norwegens den Zugang zum Energieministerium in Oslo blockiert. "Wir können die sogenannte Klimawende nicht als Deckmantel für Kolonialismus benutzen", sagte Thunberg vor den Türen des Ministeriums. "Eine Klimawende, die die Menschenrechte verletzt, ist keine Klimawende, die ihres Namens würdig ist", sagte die Aktivistin dem Sender TV2. Die samischen Aktivisten protestieren gegen das Fortbestehen von Windparks in der Region Fosen im Westen Norwegens - mehr als 500 Tage nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs gegen die Anlagen.

Der Gerichtshof hatte beschieden, dass das Windparkprojekt die Rechte der indigenen Samen beschneide, ihre Kultur der Rentierzucht zu praktizieren. Die elf Richter erklärten die für den Bau der 151 Turbinen erteilten Genehmigungen einstimmig für ungültig. Die Vertreter der Samen verlangen nun den Abriss der Windkraftanlagen.

Greta Thunberg kämpft gegen Windpark - Gericht erklärte Baugenehmigung für ungültig
13:43 Uhr

Megastars sagen reihenweise ab - Wer singt am Ende überhaupt bei Charles' Krönung?

In etwas mehr als zwei Monaten, genauer gesagt am 6. Mai, wird König Charles III. gekrönt. Um diese zuletzt höchst seltene Zeremonie in Großbritannien gebührend zu feiern, soll am Tag darauf auf Schloss Windsor ein Star gespicktes Konzert steigen. Zu den bereits bestätigten Acts zählen Olly Murs, Lionel Richie, Take That (allerdings ohne Robbie Williams) sowie die Minogue-Schwestern Kylie und Dannii. Noch mehr namhafte Musikerinnen und Musiker sollen zeitnah verkündet werden - dies scheint jedoch gar nicht so einfach zu sein, wie "The Sun" nun berichtet. So haben laut des Berichts drei gigantische Namen im Musikgeschäft abgesagt: Sir Elton John, Harry Styles sowie die Spice Girls. Als Grund für die Absagen in allen drei Fällen wird folglich der zu volle Terminkalender vorgeschoben. Ähnlich gestaltete sich der Sachverhalt zuvor schon bei Stars wie Adele und Ed Sheeran sowie besagtem Robbie Williams.

Megastars sagen reihenweise ab - Wer singt am Ende überhaupt bei Charles' Krönung?
13:26 Uhr

China weist US-Bericht zu Labortheorie als Ursprung von Covid-19 zurück

China hat Medienberichte über Erkenntnisse des US-Energieministeriums zurückgewiesen, wonach das Coronavirus vielleicht einer Laborpanne entsprungen sein könnte. Pekings Außenamtssprecherin Mao Ning sagte vor der Presse, die Suche nach dem Ursprung des Virus sei eine wissenschaftliche Angelegenheit und solle "nicht politisiert" werden. Dass eine Laborpanne "höchst unwahrscheinlich" sei, habe die Forschungsmission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit chinesischen Wissenschaftlern bei ihren Untersuchungen 2021 in der zentralchinesischen Stadt Wuhan festgestellt, wo das Virus erstmals entdeckt worden war. Es solle aufgehört werden, die Labortheorie aufzubauschen und China zu verleumden, sagte die Sprecherin weiter.

Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge soll das US-Energieministerium seine Einschätzung zum Ursprung des Coronavirus geändert haben und nun von einer möglichen Laborpanne ausgehen - aber nur mit einem "niedrigen" Grad der Gewissheit. Der geheime Bericht sei dem Weißen Haus und Mitgliedern des Kongresses vorgelegt worden.

China weist US-Bericht zu Labortheorie als Ursprung von Covid-19 zurück
13:14 Uhr

Verbraucherschützer sauer: Energieanbieter erhöhen Preise kurz vor Energiepreisbremse deutlich

Kurz vor dem Inkrafttreten der Strom- und Gaspreisbremsen im März warnen die Verbraucherzentralen vor überhöhten Abschlägen. Die Energiepreisbremsen sollten die Bürger entlasten, argumentierte ihr Bundesverband VZBV. "Umso ärgerlicher, dass mancher Anbieter offensichtlich versucht, abzukassieren und völlig überhöhte Abschläge durchzudrücken." Demnach liegen dem Verband Hinweise vor, wonach vereinzelt März-Abschläge von 1000 Euro und mehr verlangt werden. Der VZBV rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, Probleme online zu melden. Die Energiepreisbremse für Millionen Bezieher von Gas, Strom und Fernwärme greift ab dem 1. März und wird rückwirkend auch für Januar und Februar berechnet. Verbraucher müssen nichts tun - Entlastungen sollen automatisch über die Abrechnung beziehungsweise über niedrigere Abschlagszahlungen kommen.

Verbraucherschützer sauer: Energieanbieter erhöhen Preise kurz vor Energiepreisbremse deutlich
12:59 Uhr

Deutsche Bahn gibt sich vor Tarifgesprächen zugeknöpft: Spielräume sind "begrenzt"

Vor Beginn die Tarifgespräche bei der Deutschen Bahn (DB) am Dienstag hat Personenverkehrs-Vorstand Michael Peterson betont, dass die finanziellen Spielräume des Konzerns "begrenzt" seien. Die DB erwarte in diesem Jahr allein wegen der hohen Energiepreise zusätzliche Ausgaben bis zu 1,5 Milliarden Euro, die Inflation treibe zudem die Materialpreise in die Höhe und die Baukosten seien sehr hoch, sagte Peterson dem "Tagesspiegel". Jetzt kämen die Tarifforderungen dazu. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verlangt zwölf Prozent mehr Lohn, mindestens aber 650 Euro mehr im Monat. Für Nachwuchskräfte soll es mindestens 325 Euro mehr pro Monat geben, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auch die Gewerkschaft verweist auf die gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten.

Deutsche Bahn gibt sich vor Tarifgesprächen zugeknöpft: Spielräume sind "begrenzt"
12:42 Uhr

Polizist in Österreich erschossen - Kollege als Verdächtiger festgenommen

Ein österreichischer Polizist hat laut Behördenangaben einen Kollegen mit einer Schusswaffe tödlich getroffen. Der Zwischenfall ereignete sich in der Polizeiwache in Trieben, wie die Sicherheitsbehörde der Steiermark mitteilte. Der Verdächtige wurde festgenommen. Beamte aus dem benachbarten Bundesland Salzburg nahmen die Ermittlungen auf. Details zu dem Zwischenfall wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Polizist in Österreich erschossen - Kollege als Verdächtiger festgenommen
12:24 Uhr

Kampf dem Schilderwald? Dieben lassen im Harz 17 Verkehrszeichen mitgehen

Einen ungewöhnlichen Fund hat die Thüringer Polizei bei einer Verkehrskontrolle gemacht: Bei der Überprüfung eines mit drei jungen Männern besetzten Wagens stießen die Beamten nach eigenen Angaben in Nordhausen auf "ein buntes Sammelsurium an Verkehrszeichen". Insgesamt 17 Schilder "aller Arten und Formen" und auch eine Warnlampe wurden letztlich aus dem Auto entladen. "Nach ersten Ermittlungen soll das Beutegut bei einem Ausflug in den Harz seinen Weg in das Auto gefunden haben", erklärte die Polizei. "Dass die Schilder der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dienen, schien den Dieben nicht bewusst gewesen zu sein." Gegen die drei Insassen seien entsprechende Strafanzeigen gefertigt worden.

Kampf dem Schilderwald? Dieben lassen im Harz 17 Verkehrszeichen mitgehen
12:04 Uhr

Amtliches Ergebnis der Berlin-Wahl: SPD bleibt 53 Stimmen vor Grünen

Nach der Wiederholungswahl in Berlin liegt die SPD nun endgültig knapp vor den Grünen auf Platz zwei, Wahlsieger ist die CDU. Das geht aus dem amtlichen Ergebnis hervor, das der Landeswahlausschuss feststellt.

Amtliches Ergebnis der Berlin-Wahl: SPD bleibt 53 Stimmen vor Grünen
11:47 Uhr

Gestohlener Dreizack aus Potsdamer Neptungrotte wieder aufgetaucht

Die Polizei hat den kupfernen Dreizack wiedergefunden, der in der vergangenen Woche von einer Neptunstatue im Potsdamer Park Sanssouci abgebrochen wurde. Eine Zeugin habe Hinweise geben können, teilte die Polizei in Brandenburg an der Havel mit. Der zwei Meter lange Dreizack habe in einem Hinterhof gelegen. Die Polizei untersucht ihn nun auf Spuren. Neben der Statue aus Marmor war an der Neptungrotte aus dem 18. Jahrhundert am Mittwoch auch eine andere Skulptur beschädigt worden, eine Najade. Wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mitteilte, wurde ihr die Nase abgeschlagen. Auf die Schulter seien SS-Runen geschmiert worden. Laut Polizei entstand ein Gesamtschaden von mindestens 66.500 Euro.

Gestohlener Dreizack aus Potsdamer Neptungrotte wieder aufgetaucht
11:32 Uhr

Schneechaos legt Teile Kroatiens lahm

In Kroatien hat ein Wintereinbruch für ein Verkehrschaos gesorgt. Anhaltende Schneefälle schnitten die Küstenregion Dalmatien vom Landesinneren ab. Die Straßensperren blieben auch noch am Vormittag bestehen, berichtete das Nachrichtenportal "index.hr". Infolge von Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde kam es außerdem zu Schneeverwehungen. Rettungsmannschaften rückten immer wieder aus, um feststeckende Autofahrer zu befreien. Viele Reisende kamen auf der Strecke zwischen der Hauptstadt Zagreb und der dalmatinischen Küste nicht mehr weiter. Sie harrten an heillos überfüllten Autobahnraststätten aus und verbrachten die Nacht zum Montag in ihren Fahrzeugen, wie es in den Berichten hieß.

Schneechaos legt Teile Kroatiens lahm
11:13 Uhr

Reist lieber inkognito - Theo Waigel erklärte sich sogar mal selbst für tot

Der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel mag gern unerkannt reisen und behilft sich deshalb auch mit Notlügen. "Vor zwei Jahren war ich in Tirol, da kam ein Mann auf mich zu, schaute mich an und sagte: Sie sind aber nicht der Theo Waigel? Ich sagte: Nein", so der 83-Jährige gegenüber der "Augsburger Allgemeinen". Der Mann habe daraufhin gesagt, dass Waigel ja schon gestorben sei. "Ich habe ihm dann geantwortet: Sie haben recht - vor drei Jahren oder so." Trotz dieser Freude an der Diskretion will Waigel sein markantestes Erkennungszeichen - die buschigen Augenbrauen - nicht ändern. "An meinen Augenbrauen hat sich noch niemand mit der Schere betätigen dürfen", sagte er der Zeitung. Neulich habe von einem Fernsehteam jemand etwas wegschneiden wollen. "Ich habe gesagt: Lassen Sie das bitte bleiben - ich bring Sie um."

Reist lieber inkognito - Theo Waigel erklärte sich sogar mal selbst für tot
10:55 Uhr

Bedrohtes Paradies - Zyklon "Judy" rast auf Vanuatu zu

In der Südsee zieht ein Zyklon in Richtung des Inselstaates Vanuatu. Der tropische Wirbelsturm "Judy" bewege sich schnell vorwärts und werde wahrscheinlich noch im Laufe des Tages kleinere Inseln der Salomonen erreichen, berichtete die Zeitung "Fiji Sun" unter Berufung auf den örtlichen Wetterdienst. Am Dienstag werde "Judy" über den nördlichen Teil von Vanuatu hinwegziehen. Bis Mittwoch werde sich der Sturm über dem Archipel wahrscheinlich weiter intensivieren, hieß es. Meteorologen zufolge könnte Vanuatu in den nächsten Tagen von teilweise "sehr zerstörerischen Winden und starkem Regen" betroffen sein. Für die weiter östlich gelegenen Fidschi-Inseln stelle der Zyklon derzeit keine direkte Bedrohung dar, so die "Fiji Sun" weiter. Auch Neuseeland beobachtet "Judy" genau, nachdem der tropische Wirbelsturm "Gabrielle" vor zwei Wochen verheerende Verwüstungen auf der Nordinsel angerichtet hatte.

Bedrohtes Paradies - Zyklon "Judy" rast auf Vanuatu zu
10:38 Uhr

Fehlerhafte Zündanlage stoppt SpaceX-Flug zur ISS

Aufgrund von Problemen an der Zündanlage ist der Abflug von zwei US-Amerikanern, einem Russen und einem Emirati zur Internationalen Raumstation (ISS) verschoben worden. Wenige Minuten vor dem geplanten Start der "Crew Dragon"-Rakete wurde der Vorgang am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida am frühen Montagmorgen (Ortszeit) abgebrochen, wie auf einer Live-Übertragung der US-Raumfahrtbehörde NASA zu sehen war. Wann genau der nächste Startversuch des Raumschiffs der privaten Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk unternommen werden soll, war zunächst nicht bekannt. Fast eine Stunde lang mussten Stephen Bowen, Warren Hoburg, Andrej Fedjajew und Sultan al-Nijadi weiter in der Kapsel ausharren und darauf warten, dass der Treibstoff abgelassen wurde. Die drei Astronauten und der Kosmonaut wären eigentlich am Dienstag auf der ISS erwartet worden. Geplant ist, dass die vier Raumfahrer dort sechs Monate bleiben.

Fehlerhafte Zündanlage stoppt SpaceX-Flug zur ISS
10:19 Uhr

Rechtsextremer Politiker begrüßt Ausschreitungen israelischer Siedler

Ein Abgeordneter der rechtsextremen Koalitionspartei Ozma Jehudit in Israel hat die schweren Ausschreitungen israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ausdrücklich begrüßt. Solche Taten sorgten nach dem tödlichen Anschlag eines Palästinensers auf zwei junge israelische Siedler für die notwendige Abschreckung, sagte Knessetmitglied Zvika Fogel dem Rundfunksender Galei Israel. Als Rache für den Anschlag in der Ortschaft Huwara südlich von Nablus hatten israelische Siedler dort am Sonntagabend Dutzende Häuser, Läden und Autos in Brand gesetzt. Bei den Ausschreitungen in Huwara und benachbarten Orten wurden ein Palästinenser getötet und Hunderte verletzt. "Nach einem Mord wie gestern müssen die Dörfer brennen, wenn die Armee nichts unternimmt. Huwara geschlossen und verbrannt, das ist es, was ich sehen will", sagte Fogel.

Rechtsextremer Politiker begrüßt Ausschreitungen israelischer Siedler
10:05 Uhr

Bringt Erdbeben Versöhnung? Ägypten nimmt wieder Kontakt zu Syrien auf

Nach mehr als zehn Jahren diplomatischer Eiszeit ist der ägyptische Außenminister Sameh Schukri zu einem Besuch in Syrien eingetroffen. Damit zeige Ägypten nach dem schweren Erdbeben im syrisch-türkischen Grenzgebiete seine Solidarität mit Syrien, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Schukri wurde demnach am Flughafen von Damaskus vom syrischen Außenminister Faisal al-Mokdad begrüßt. Er will anschließend in die Türkei weiterreisen. Syrien ist seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 international weitgehend isoliert. Auch viele arabische Länder brachen die Beziehungen zu Damaskus ab, Syriens Mitgliedschaft in der Arabischen Liga wurde suspendiert. Das verheerende Erdbeben vom 6. Februar hat jedoch zu einer Wiederannäherung geführt.

Bringt Erdbeben Versöhnung? Ägypten nimmt wieder Kontakt zu Syrien auf
09:45 Uhr

Rekordfund in Ecuador: Knapp 9 Tonnen Kokain beschlagnahmt

In Ecuador hat die Polizei rund 8,8 Tonnen Kokain im Wert von 330 Millionen Dollar (rund 313 Millionen Euro) beschlagnahmt, die in einem für Belgien bestimmten Container zwischen Bananen versteckt waren. "Rekordbeschlagnahmung im Jahr 2023 von mehr als acht Tonnen Kokain", schrieb Polizeivertreter Fausto Salinas am Sonntag im Onlinedienst Twitter. "Wir haben verhindert, dass 90 Millionen Dosen im Wert von 330 Millionen Dollar in Europa verkauft werden", erklärte er. Salinas veröffentlichte ein Video, das die Polizei bei der Durchsuchung des Containers im Hafen der zweitgrößten Stadt des Landes, Guayaquil, zeigt. Ecuador liegt zwischen Kolumbien und Peru, den Hauptproduzenten von Kokain, und hat im Jahr 2021 etwa 210 Tonnen der Droge beschlagnahmt, die für den Transport nach Europa bestimmt waren - ein Rekord.

Rekordfund in Ecuador: Knapp 9 Tonnen Kokain beschlagnahmt
09:24 Uhr

SPD soll Autobahnen verhindern - Greenpeace seilt sich an Parteizentrale ab

Greenpeace-Aktivsten haben am Morgen das Dach der SPD-Parteizentrale besetzt und gegen den Ausbau von Autobahnen protestiert. Etwa zehn Aktivisten befanden sich auf dem Dach, wie die Berliner Polizei mitteilte. Zwei von ihnen hätten sich abgeseilt und ein Banner mit der Aufschrift "Bahn statt Beton, Fortschritt wagen" am Haus aufgespannt. Zehn weitere Greenpeace-Aktivisten wollten am Boden demonstrieren, sind aber gestoppt worden, wie es weiter hieß. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot von rund 100 Einsatzkräften vor Ort. "Wir sind hier, weil die SPD gerade das Zünglein an der Waage ist, wenn es um den Bau neuer Autobahnen in Deutschland geht", sagte Lena Donat von Greenpeace. Greenpeace fordere von der SPD, Farbe zu bekennen und zu ihren Werten und Versprechen zu stehen. "Autobahnen bauen ist nicht sozial gerecht", sagte Donat.

SPD soll Autobahnen verhindern - Greenpeace seilt sich an Parteizentrale ab
08:44 Uhr

Risse in Tradition: Erste japanische Schulen lockern Uniformpflicht

Fans von Manga und Anime lieben sie: japanische Schuluniformen. Im Land der aufgehenden Sonne haben Schulen jeweils ihre eigenen Uniformen. Dabei gilt: Mädchen haben Rock zu tragen, Jungs Hose. Doch im Zuge eines Überdenkens der oft strikten Schulregeln ändern nun erste Bildungseinrichtungen die Auflagen zur Uniform, wie die Zeitung "Mainichi Shimbun" berichtete. Dort dürfen zum Beispiel nun auch Mädchen auf Wunsch Hosen tragen. Die Zeitung vermutet dahinter einen Trend, "Diversität aus der Perspektive 'gender free' zu respektieren". Wobei Japan in puncto Geschlechterungleichheit allgemein noch immer ein großes Problem hat.

Risse in Tradition: Erste japanische Schulen lockern Uniformpflicht
08:26 Uhr

Was heute wichtig wird

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn der Winter mit frostigem Wind weitere Teile Deutschlands wieder im Griff zu haben scheint, hoffe ich, dass Sie frohen Mutes in die Woche starten.

Die bringt international ein Treffen zwischen dem britischen Premier Rishi Sunak und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dabei geht es um eine mögliche Lösung des Streits um die Rolle Nordirlands nach dem Brexit.

Der UN-Menschenrechtsrat beginnt heute. Außenministerin Annalena Baerbock und UN-Generalsekretär António Guterres sind dabei. Es geht unter anderem um die Missachtung von Menschenrechten in der Ukraine, dem Iran und Afghanistan.

Im Westen Deutschlands wird der Streik an den Flughäfen Köln und Düsseldorf sowie in Teilen des öffentlichen Dienstes wieder zahlreiche Tagesabläufe durcheinander wirbeln. Eine Annäherung im Tarifkonflikt gab es in der Vorwoche nicht.

In Berlin wird heute das amtliche Endergebnis der nachgeholten Landtagswahl verkündet. Zudem finden weitere Sondierungen zwischen SPD, Grünen und Linkspartei statt.

In Bremen werden im Prozess um einen versuchten Mord an einer Schule in Bremerhaven heute die Plädoyers gehalten. Es könnte gar bereits ein Urteil gesprochen werden. Ein Schütze soll im Mai des Vorjahres unter anderem mit einer Armbrust auf eine Lehrerin und im Anschluss vor dem Schulgelände auf Passanten geschossen haben.

Um 21 Uhr findet zudem die Kür zur Weltfußballerin und zum Weltfußballer durch die FIFA statt. Weltmeister Lionel Messi ist ebenso dabei wie die französischen Nationalspieler Kylian Mbappé und Karim Benzema.

Ich hoffe, dass Sie von schlechtem Wetter und Streiks weitgehend verschont bleiben. Ich begleite Sie bis 14 Uhr durch den "Tag". Mein Name ist Alexander Schultze. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@n-tv.de. Auf geht's!

Was heute wichtig wird
08:06 Uhr

Auf Sparkurs: Hessischer Rundfunk baut Stellen ab und plant Immobilienverkauf

Der Hessische Rundfunk (HR) will in den nächsten Jahren Personal abbauen. Intendant Florian Hager sagte: "Die Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse wird reduziert." Eine genaue Zahl und den Zeitraum nannte er nicht. Der Personalabbau werde sozial verträglich erfolgen. Entlassungen soll es nicht geben.

Der Sender beschäftigt rund 1700 Arbeitnehmer, hinzu kommen rund 990 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit dem Personalabbau und der veränderten Arbeitswelt geht nach HR-Angaben auch eine Reduktion des Flächenbedarfs am Standort Frankfurt einher. Hier prüfe der Sender zurzeit verschiedene Optionen bis hin zu einem Verkauf von Immobilien.

Auf Sparkurs: Hessischer Rundfunk baut Stellen ab und plant Immobilienverkauf
07:49 Uhr

Sonne gewinnt zu windigem Wochenstart die Oberhand

Eine gute Nachricht zur neuen Woche: Grundsätzlich zieht die Temperaturkurve nach oben. Dennoch sorgen starke Winde für Abkühlung und Ungemütlichkeit. Dafür kann sich die Sonne auf breiter Front durchsetzen, und die Schneefälle lassen nach.

Sonne gewinnt zu windigem Wochenstart die Oberhand
07:32 Uhr

Fans und Freunde sagen Lebewohl: Trauerfeier für "Grease"-Star Olivia Newton-John

Die im vergangenen Jahr gestorbene Sängerin und Schauspielerin Olivia Newton-John ist in ihrer Heimatstadt Melbourne mit einer emotionalen Trauerfeier gewürdigt worden. An der staatlichen Gedenkveranstaltung am frühen Sonntagabend (Ortszeit) in der Hamer Hall nahmen neben Familie und Freunden auch zahlreiche Fans teil. Weltstars wie Mariah Carey, Pink, Dolly Parton und Hugh Jackman schickten Video-Botschaften. "Sie war so eine wunderbare Naturgewalt, sie war lustig, freundlich, warmherzig und talentiert", sagte Elton John in seiner Botschaft und würdigte ihren "Mut und Optimismus". Die mit der Musicalverfilmung "Grease" Ende der 1970er weltberühmt gewordene gebürtige Britin war nach einem jahrzehntelangen Kampf gegen Krebs im August im Alter von 73 Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien gestorben.

Fans und Freunde sagen Lebewohl: Trauerfeier für "Grease"-Star Olivia Newton-John
07:11 Uhr

Tödlicher Unfall vor malerischer Kulisse: Deutscher Tourist stirbt in Thailand

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Thailand sind einem Medienbericht zufolge ein deutscher Tourist und sein örtlicher Fahrer ums Leben gekommen. Das Unglück habe sich am frühen Sonntagabend auf einer Schnellstraße im Distrikt Sai Yok nordwestlich von Bangkok ereignet, zitierte die Zeitung "Bangkok Post" Polizeisprecher Sarit Tikhasuk. Ein deutsches Ehepaar sei mit einem lokalen Touristenführer und einem Fahrer in einem Kleinbus unterwegs gewesen, als ein entgegenkommender SUV plötzlich über die Mittellinie ausgeschert sei, hieß es. Die beiden Fahrzeuge seien frontal zusammengeprallt. Auf Fotos war das zerstörte Wrack des Vans zu sehen.

Der Fahrer des Kleinbusses war den Angaben zufolge sofort tot. Alle anderen Insassen der Fahrzeuge seien bei dem Unfall verletzt und in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden. Der Deutsche sei dort an seinen schweren Verletzungen gestorben. Seine Frau werde noch in der Klinik behandelt.

Tödlicher Unfall vor malerischer Kulisse: Deutscher Tourist stirbt in Thailand
06:53 Uhr

Viel zu wenig Niederschlag: Alpen sitzen zunehmend auf dem Trockenen

Angesichts der vielfach geringen Schneedecke in den Alpen und des regenarmen Februars droht laut Experten bald massive Trockenheit. In Frankreich, der Schweiz, Italien sowie in Teilen Österreichs liege aktuell viel weniger Schnee als viele Jahre üblich, sagte der Meteorologe Klaus Haslinger von Geosphere Austria. In Italien schlägt die Umweltorganisation Legambiente Alarm und warnt, dass in den dortigen Alpen in den vergangenen Monaten 53 Prozent weniger Schnee als im langjährigen Mittel gefallen sei. Das Problem ist nicht nur der mangelnde Schnee, sondern auch der ausbleibende Regen. Im Becken des Po, des größten Flusses Italiens, sind die Niederschläge um 61 Prozent gesunken. In Frankreich wird nach mehreren praktisch regenfreien Wochen schon jetzt ein zweiter Dürre-Sommer in Folge befürchtet.

Viel zu wenig Niederschlag: Alpen sitzen zunehmend auf dem Trockenen
06:33 Uhr

Milliardär Bao Fan nicht verschwunden: Er "kooperiert" mit Behörden

Der seit fast zwei Wochen vermisste chinesische Milliardär Bao Fan "kooperiert" nach Angaben seines Unternehmens aktuell mit den Behörden in einer Untersuchung. Die in der Sonderverwaltungszone Hongkong ansässige Investmentbank China Renaissance teilte in einem auf Sonntag datierten Dokument mit, sie habe erfahren, dass Bao "derzeit in einer Untersuchung kooperiert, die von bestimmten Behörden in Festlandchina vorgenommen wird". Die Bank äußerte sich nicht zum Inhalt der Untersuchung. Sie kündigte aber an, sie werde ihrerseits "ordnungsgemäß" mit den Behörden kooperieren und "bei "jeglicher ihrer gesetzmäßigen Anfragen helfen", sollten solche gestellt werden. Die Bank hatte am 17. Februar mitgeteilt, ihr sei es nicht gelungen, Bao "zu kontaktieren".

Bao hatte mit seiner Bank zu der Gründung einer Reihe von Internet-Startups in China beigetragen, darunter der führenden E-Commerce-Firma JD.com. In den vergangenen Jahren waren in China wiederholt Investoren ins Visier der Behörden geraten.

Milliardär Bao Fan nicht verschwunden: Er "kooperiert" mit Behörden
06:14 Uhr

Bedient sich Christian Lindner für Aktienrente bei der Post?

Zum Aufbau eines Kapitalstocks für die geplante Aktienrente will Bundesfinanzminister Christian Lindner einem Medienbericht zufolge Aktienanteile des Bundes an der Deutschen Post in den Sonderfonds übertragen. Das berichtet der digitale Mediendienst Table Media laut Vorabbericht. Die angestrebte Startsumme für den von Lindner bereits angekündigten Kapitalstock mit dem Namen "Generationenkapital" liege bei zehn Milliarden Euro. An der Deutschen Post halte der Bund über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gut 20 Prozent der Anteile. Das entspreche nach aktuellem Börsenwert ebenfalls rund zehn Milliarden Euro, hieß es weiter.

Die Deutsche Post befürchte jedoch, dass die Verwaltung des geplanten "Generationenkapitals" durch ein solch großes Post-Aktienpaket unter Verkaufsdruck geraten könnte, um ein Klumpenrisiko zu vermeiden, beichtete Table Media unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Käme es dann tatsächlich zum Verkauf, könnte die Aktie insgesamt unter Druck geraten.

Bedient sich Christian Lindner für Aktienrente bei der Post?