Sonntag, 27. September 2020Der Tag

mit Christian Herrmann
Christian Herrmann
22:29 Uhr

Das war Sonntag, 27. September 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser, nach Spiel- und Reisestrapazen ist der deutsche Rekordmeister in der Fußball-Bundesliga nicht auf der Höhe. Fußballerisch sehr mutige Hoffenheimer nutzen das aus, und plötzlich ist der große FC Bayern in diesem Jahr erstmals geschlagen.

Das waren die anderen wichtigen Themen des Tages:

  • Wolfgang Clement macht sich in den frühen 2000er-Jahren auf landes- und bundespolitischer Ebene verdient. Mit seinem Parteiaustritt sorgt der SPD-Politiker 2008 für Aufsehen, der Politik kehrt er fortan den Rücken. Im Alter von 80 Jahren ist er gestorben.
  • Die Zahl der Neuinfektionen in Berlin bleibt hoch. Deshalb bekommen die Gesundheitsämter nun Hilfe von der Bundeswehr. Die Soldaten sollen in elf Bezirken bei der Kontaktrecherche helfen. Nur Friedrichshain-Kreuzberg lehnt den Einsatz von Militär ab.
  • Erst mit einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus bekommen wir unser altes Leben zurück. Aber viele Menschen sind skeptisch. Ein US-Ökonom hat einen Vorschlag: 1000 Dollar für jede Impfung.
  • Während deutsche Personenschützer den vergifteten Kreml-Kritiker rund um die Uhr abschirmen und die Kanzlerin seine Genesung genau verfolgt, glaubt Nawlnys engster Vertrauter nicht an einen zweiten Mordanschlag in Berlin. Erst nach seiner Rückkehr nach Russland wolle Nawalny sein Leben radikal umstellen, verrät er im Exklusivinterview mit RTL/ntv.
  • Nach vier Jahren im Amt ist US-Präsident Trump höchst umstritten. Dabei ist die Bewertung abhängig von der Perspektive. Erfolgreich im Sinne seiner Partei war Trump durchaus.
  • Der Konflikt um die Region Berg-Karabach ist voll entbrannt. Armenien und Aserbaidschan führen nach neuen Auseinandersetzungen den Kriegszustand für einige Regionen ein.
  • Sie trotzen Polizei und Militär: Die Menschen in Belarus protestieren weiter gegen Machthaber Lukaschenko. Diesmal haben sie eine spezielle Mission.
  • Auf den Siegrekord von Michael Schumacher muss Lewis Hamilton nun doch noch etwas warten. In Sotschi handelt sich der Formel-1-Superstar schon früh unnötige Strafen ein und muss Platz eins seinem Teamkollegen überlassen. Der britische Superstar versteht die Welt nicht mehr.

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Mein Name ist Christian Herrmann, kommen Sie gut durch die Nacht und schauen Sie auch morgen wieder vorbei bei "Der Tag" auf ntv.de und in der ntv-App. Auf Wiedersehen!

21:58 Uhr

Mindestens elf Tote bei Angriff auf Bar in Mexiko

Im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato kämpfen das Kartell Santa Rosa de Lima und das Verbrechersyndikat Cartel de Jalisco Nueva Generación um die Kontrolle. Vergangene Nacht ist ihr Machtkampf eskaliert: Bei einem Überfall auf eine Bar sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen.

  • Bewaffnete Angreifer hätten die Bar in der Ortschaft Jaral del Progreso gestürmt und das Feuer eröffnet, berichtet die Zeitung "Milenio" unter Berufung auf die örtlichen Sicherheitsbehörden.
  • In Mexiko waren in der ersten Jahreshälfte 2020 laut offizieller Statistik bereits 98,8 Mordopfer pro Tag gezählt - noch etwas mehr als im Vorjahr.
  • Die Gewalt in dem Land geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Banden, die teilweise Verbindungen zu Sicherheitskräften haben.
21:27 Uhr

Bericht: Regierung streicht Gorleben von Endlager-Liste

Jahrelang stand Gorleben sinnbildlich für den deutschen Streit in der Frage: Wohin mit unserem Atommüll? Als Endlager kommt der niedersächsische Salzstock nun anscheinend nicht mehr infrage. Die "Bild"-Zeitung berichtet, Bundesregierung werde das Zwischenlager nicht auf die Liste möglicher Standorte aufnehmen.

  • Das sei in einer Schaltkonferenz von Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit den Chefs der Bundestagsfraktionen beschlossen worden, heißt es.
  • Zur Begründung habe es geheißen, der Salzstock im niedersächsischen Gorleben habe sich seit der Eiszeit verändert und werde dies weiter tun. Ein Einlagerung von Atommüll sei deshalb nicht zu verantworten.
  • Die Bundesgesellschaft für Endlagerung will am Montag erstmals mögliche Regionen für ein Atommüll-Lager benennen und andere ausschließen.

20:41 Uhr

Johnson-Partei verliert Spitzenplatz in Umfragen

Die britischen Bürger sind ganz offensichtlich nicht zufrieden mit dem Job, den Premierminister Boris Johnson derzeit abliefert. In einer neuen Umfrage für die Sonntagszeitung "The Observer" verloren seine konservativen Tories das erste Mal seit seinem Amtsantritt ihren Spitzenplatz an die Labour-Partei.

  • In der Umfrage sprachen sich 42 Prozent der Befragten für die Oppositionspartei aus, 39 Prozent für die regierenden Konservativen.
  • 36 Prozent gaben zudem an, dass sie sich Labour-Chef Keir Starmer als Premierminister wünschen. Nur 32 Prozent der Befragten entschieden sich für Amtsinhaber Johnson.
  • Besonders schmerzhaft für den umstrittenen Premier: Noch im März lagen die Tories in Umfragen 26 Prozentpunkte vor der Labour-Partei.
  • Vor allem Johnsons bisheriger Umgang mit der Corona-Krise, aber auch seine Spielchen in den Brexit-Verhandlungen mit der EU sorgen für Kritik.

20:01 Uhr

Frau verursacht fünf Unfälle - ein Toter

Im nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt hat eine 44-jährige Frau eine tödliche Unfallserie verursacht. Ein 47-jähriger Radfahrer sei getötet worden, sagt die Polizei. Drei weitere Menschen seien schwer verletzt worden, eine Person leicht.

Hinweis: Zunächst war von vier Unfällen die Rede. Die Zahl wurde im Laufe des Abends auf fünf nach oben korrigiert.

20:00 Uhr
19:26 Uhr

Dortmund bleibt SPD-Hochburg, Düsseldorf sägt Sozialdemokraten ab

Ungewohnte Glücksgefühle bei der SPD: Oberbürgermeister Thomas Westphal hat die Oberbürgermeisterwahl in Dortmund mit 52 Prozent der Stimmen gewonnen. CDU-Herausforderer Andreas Hollstein kam auf 48 Prozent. Damit bleibt die Stadt fest in sozialdemokratischer Hand: Seit 1946 sitzen SPD-Männer im Dortmunder Rathaus.

Ganz ohne Wahlniederlage geht es bei der SPD derzeit aber nicht: In Düsseldorf ist Oberbürgermeister Thomas Geisel abgewählt worden. Er erhielt in der Stichwahl gegen CDU-Mann Stephan Keller nach Auszählung von rund 420 der 454 Stimmbezirke nur 45,1 Prozent der Stimmen.

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Thomas Westphal bejubelt seinen Sieg.

(Foto: picture alliance/dpa)

19:11 Uhr

SEK-Einsatz: Mann randaliert und wirft mit Waffen

In Essen hat ein randalierender und bewaffneter Mann das Spezialeinsatzkommando auf den Plan gerufen. Ein Anwohner habe am Morgen den Notruf gewählt, nachdem er von seinem Nachbarn mit einem Messer bedroht worden sei, sagt die Polizei.

  • Als die Beamten eintrafen, randalierte der 37-Jährige im oberen Teil des Hauses, schrie herum und drohte, jemandem etwas anzutun.
  • "Kurze Zeit später warf er mehrere Hieb- und Stichwaffen in den Flur und verbarrikadierte sich in seiner Wohnung", sagt die Polizei.
  • Die SEK-Beamten verschafften sich Zugang zur Wohnung des Mannes und nahmen ihn fest.
18:35 Uhr

Trump verlangt Dopingtest von Biden

Im Wahlkampf hat sich US-Präsident Donald Trump eine neue Strategie überlegt, um seinen demokratischen Herausforderer zu diskreditieren: Er unterstellt Joe Biden neuerdings, Aufputschmittel zu nehmen. Zwei Tage vor dem ersten TV-Duell forderte er ihn nun auf, einen Dopingtest zu machen.

  • Auf Twitter verlangt Trump, dass "Sleepy Joe", wie er Biden nennt" entweder vor oder nach dem Duell einen solchen Test macht.
  • Seine provokante Forderung begründete er damit, dass Bidens Auftritte in Debatten "rekordverdächtig unausgeglichen" seien. "Nur Medikamente können diese Diskrepanz verursacht haben", schrieb Trump - selbstverständlich ohne einen einzigen Beleg vorzuweisen.
  • Trump und Biden treffen am Dienstag in Cleveland in ihrem ersten von insgesamt drei TV-Duellen aufeinander.
  • Biden hatte bereits erklärt, er bereite sich auf "persönliche Angriffe und Lügen" vor.

18:02 Uhr

Bonner Massenschlägerei endet mit Schüssen

In Bonn ist ein Mann bei einem Streit zweier größerer Gruppen angeschossen worden. Zwei weitere Personen seien am Nachmittag mit jeweils einer Schnitt- und einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gekommen, sagt die Polizei. Man werde eventuell eine Mordkommission einsetzen.

  • Wie zuerst der Bonner "General-Anzeiger" berichtet hatte, waren im Ortsteil Mehlem zwei jeweils acht bis zehn Personen starke Gruppen an einer Straße aufeinander losgegangen.
  • Als die Polizei eintraf, waren einige Schläger bereits verschwunden. Die Beamten stellten aber Messer, eine Schusswaffe und einen sogenannten Totschläger sicher.
  • Hintergrund der Auseinandersetzung ist nach ersten Erkenntnissen ein Fall von häuslicher Gewalt und Sachbeschädigung in den Nachtstunden gewesen.
18:00 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:23 Uhr

Gorilla verletzt Pflegerin im Zoo von Madrid schwer

In Madrid hat ein Gorilla-Männchen eine Tierpflegerin angegriffen und schwer verletzt. Die 46-Jährige habe ein Schädelhirntrauma, offene Brüche an beiden Armen sowie verschiedene Verletzungen am Torso erlitten, teilt der Zoo der spanischen Hauptstadt mit.

  • Die Pflegerin liegt im Krankenhaus, heißt es. Ihr Gesundheitszustand sei ernst, genauere Informationen könne man derzeit nicht geben.
  • Demnach wurde sie am Vormittag bei Routinearbeiten im Gehege plötzlich vom 29 Jahre alten Gorilla-Männchen Malabo überrascht.
  • Ihre Kollegen hätten sehr schnell eingegriffen und den etwa 200 Kilogramm schweren Silberrücken mit einem Betäubungspfeil ruhig gestellt, heißt es.
  • Nach ersten Erkenntnissen deutet alles auf einen menschlichen Fehler hin: Es sei eine Sicherheitstür offen gelassen worden, sagt der Zoo.
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Gorilla Malabo - hier schlafend in seinem Gehege - gilt als sehr beliebt bei seinen Pflegern.

(Foto: imago/Pacific Press Agency)

17:07 Uhr

Merkel plant mit CDU-Spitzen Superwahljahr 2021

Welche Akzente will die CDU bis zur Bundestagswahl im Herbst 2021 setzen? Um diese Frage zu beantworten, hat sich Kanzlerin Angela die Spitzen ihrer Partei für ein Strategietreffen eingeladen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

  • Bei dem Treffen im Kanzleramt waren demnach Fraktionschef Ralph Brinkhaus sowie die Minister Peter Altmaier (Wirtschaft), Jens Spahn (Gesundheit), Julia Klöckner (Agrar), Anja Karliczek (Bildung), Annegret Kramp-Karrenbauer (Verteidigung) sowie die Staatsministerinnen Annette Widmann-Mauz (Migration, Integration) und Monika Grütters (Kultur) dabei.
  • Wichtigstes Ziel des Gesprächs: Die CDU möchte verhindern, dass CSU und SPD als alleinige Treiber der Bundesregierung wirken.
  • Nach dpa-Informationen hatte Merkel kürzlich intern klargemacht, dass sie die CDU jetzt am Zug sehe, in der Regierung Druck zu machen, um auch jenseits des wichtigen Corona-Themas in entscheidenden Politikfeldern zu liefern.
  • Nächstes Jahr wird ein neuer Bundestag gewählt. Außerdem stehen Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen an.
15:50 Uhr

US-Behörden warnen vor hirnfressender Amöbe im Leitungswasser

Gruselmeldung aus den USA: In Texas haben die Gesundheitsbehörden die Einwohner von acht Gemeinden aufgefordert, ihr Leitungswasser nur noch zum Spülen der Toilette zu benutzen, nachdem sie in der örtlichen Wasserversorgung die hirnfressende Amöbe Naegleria fowleri nachgewiesen haben.

  • Den Angaben zufolge sind Infektionen mit Naegleria fowleri äußerst selten. Kommt es aber dazu, verlaufen sie zumeist tödlich: Wenn der Parasit in die Nase gelangt, dringt er entlang des Riechnervs ins Gehirn vor und verursacht eine Hirnhautentzündung.
  • Von 1962 bis 2018 haben die USA 145 Fälle registriert, nur vier Patienten haben überlebt.
  • Jüngster Fall ist nach Angaben von CNN ein sechsjähriger Junge, der sich Anfang September infiziert hatte und wenig später starb. Daraufhin hatten die Gesundheitsbehörden die Wasserversorgung auf die Amöbe hin getestet.
  • Die Behörden in Texas teilten mit, das öffentliche Wassersystem werde desinfiziert, gespült und anschließend erneut auf den Erreger hin untersucht.
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Ein Computerillustration zeigt, wie die Amöbe Naegleria fowleri aussieht.

(Foto: imago/Science Photo Library)

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15:25 Uhr

Neue Proteste in Minsk: Sicherheitskräfte riegeln Zufluchtsorte ab

Die Menschen in Belarus trotzen den Einschüchterungsversuchen ihrer Staatsmacht: In Minsk haben sich erneut zahlreiche Demonstranten versammelt, um gegen ihren Staatschef Alexander Lukaschenko zu protestieren - wie an jedem Sonntag seit der umstrittenen "Präsidentschaftswahl" am 9. August.

  • Die belarussischen Sicherheitskräfte haben ein Großaufgebot vor der Residenz von Lukaschenko aufgefahren.
  • Nach Angaben von Reportern der Nachrichtenagentur AFP haben sie außerdem U-Bahnstationen und Einkaufszentren abgeriegelt, in die Demonstranten bei früheren Kundgebungen vor der Gewalt der Staatsmacht geflüchtet waren.
  • Lukaschenko hatte sich am Mittwoch nach 26 Jahren an der Macht ohne Vorankündigung zum sechsten Mal im Amt vereidigen lassen.
  • Der belarussische Außenminister Uladsimir Makej warf westlichen Ländern zudem vor, "Chaos und Anarchie" in der früheren Sowjetrepublik zu sähen. "Wir sehen Versuche unser Land zu destabilisieren", sagte er am Samstag in einer Videobotschaft an die Vollversammlung der Vereinten Nationen.
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Auch die belarussischen Sicherheitskräfte tragen Gesichtsmasken, aber nicht um das Coronavirus einzudämmen.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

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15:07 Uhr

Erdogan nennt Armenien "Bedrohung für Region"

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Aserbaidschan im Konflikt mit Armenien um die Region Berg-Karabach Unterstützung zugesichert. "Die türkische Nation steht wie eh und je auch heute mit all ihren Möglichkeiten an der Seite ihrer aserbaidschanischen Geschwister", schrieb Erdogan auf Twitter.

  • Erdogan warf Armenien vor, eine Bedrohung für die Region darzustellen. Er rief die Weltgemeinschaft auf, sich ebenfalls an die Seite Aserbaidschans zu stellen.
  • Die beiden verfeindeten Südkaukasusrepubliken streiten seit vielen Jahren um die Region Berg-Karabach, die vom christlich geprägten Armenien kontrolliert wird, aber völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan gehört.
  • Seit 1994 gilt eine brüchige Waffenruhe. Heute Morgen waren die Kämpfe erneut aufgeflammt.
  • Aserbaidschan setzt auf die Türkei als Schutzmacht, Armenien weiß Russland hinter sich.
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14:35 Uhr

George, Charlotte und Louis treffen ihr Idol

David Attenborough ist die Stimme von Naturdokumentationen wie Planet Earth - und anscheinend das große Idol der royalen Sprösslinge George, Charlotte und Louis. Das zumindest hat Herzogin Kate dem berühmten Filmemacher gesagt, als sie und Prinz William ihn im eigenen Garten zur Premiere seiner neuen Dokumentation "A Life on Our Planet" empfingen.

  • Die Filmpremiere war bereits am Donnerstag, der Kensington Palast hat aber erst jetzt auf Instagram die Bilder veröffentlicht.
  • "Unsere Kinder (...) sind Ihre größten Fans", hat Herzogin Kate im Gespräch mit Attenborough verraten.
  • Der hat den Mini-Royals mehrere Geschenke mitgebracht. Unter anderem erhält der siebenjährige George den Zahn eines Riesenhais.
*Datenschutz

14:16 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Volker Petersen verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehmen seinen Platz in der Redaktion und versorge bis zum späten Abend mit den wichtigsten Meldungen des Tages. Mein Name ist Christian Herrmann, kommen Sie gut durch den Nachmittag!

13:59 Uhr

Massenschlägerei auf Familienfeier bei Osnabrück

Streit auf einer Familienfeier, haben Sie das schon einmal erlebt? In Hasbergen bei Osnabrück hatte so ein Meinungsaustausch tatsächlich mal Hand und Fuß, allerdings so, dass es weh tat. Weil sich 50 Menschen auf einer Privatparty prügelten, musste die Polizei anrücken, mit 50 Streifenwagen. Die Beamten sprechen von einer "wüsten Schlägerei", die sich vom Gasthaus in den Außenbereich verlagert habe. Schließlich brachten die Polizisten die Lage unter Kontrolle. Was den Streit ausgelöst hat, darüber haben wir keine Infos.

13:35 Uhr

Zetsche-Comeback im Daimler-Aufsichtsrat fällt aus

Lange war Dieter Zetsche Chef von Daimler, doch viele haben ihn nicht in bester Erinnerung. Das führt nun auch dazu, dass der einstige Spitzenmanager nun nicht an die Spitze des Daimler-Aufsichtsrats rücken darf. Investoren hatten dagegen protestiert.

  • "Natürlich hätte ich diese Aufgabe gerne gemacht. Ich glaube auch, dass ich sie gut gemacht hätte. Aber in letzter Konsequenz habe ich mich entschieden, dass ich das nicht will, dass ich darauf verzichte", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Den Aufsichtsratschef Manfred Bischoff habe er bereits informiert.
  • Als Favorit für den Posten, der mit Bischoffs Abschied im Frühjahr 2021 frei wird, wird nun in Investoren- und Arbeitnehmerkreisen der scheidende Siemens-Chef Joe Kaeser gehandelt.
13:00 Uhr

Schweizer lehnen Begrenzung von Einwanderung ab

Die Schweizer haben eine Begrenzung des Zuzugs von EU- und anderen Ausländern bei einer Volksabstimmung abgelehnt.

  • Nach ersten Trends stimmten 63 Prozent gegen die Vorlage der rechtskonservativen SVP, wie der Sender SRF am Sonntag berichtete. Die Fehlermarge lag noch bei drei Prozent, aber damit war eine Annahme nicht mehr möglich.
  • Die SVP hatte argumentiert, zu viele Menschen minderten den Wohlstand aller und sei zu teuer für die Sozialwerke. Seit 1990 stieg die Bevölkerungszahl in der Schweiz um rund ein Viertel auf 8,6 Millionen.
12:44 Uhr
Breaking News

Wolfgang Clement gestorben

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement ist tot. Der 80-Jährige sei am frühen Sonntagmorgen zu Hause in Bonn im Kreis der Familie friedlich in seinem Bett gestorben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Familienkreis.

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12:23 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:52 Uhr

Noch ein Grindwal vor Tasmaniens Strand gerettet

Gestern hieß es noch, alle noch lebenden Grindwale am Strand in Tasmanien seien gerettet worden - nun sind doch noch zwei lebende Tiere gefunden und gerettet worden. Insgesamt überlebten nun 110 Tiere die Massenstrandung der zu den Delfinen zählenden Säugern an der australischen Insel. Zum letzten geretteten Delfin sagte ein Sprecher der örtlichen Umweltbehörde, es sei "absolut erstaunlich", dass das Tier sechs Tage nach Entdeckung der Massenstrandungen noch gelebt habe.

11:14 Uhr

Briefporto zu teuer? Netzagentur prüft

Früher, da kostete das Briefporto eine Mark! Das wären ja 50 Cent! Aber halten wir ein mit dem Opa-erzählt-vom-Krieg-Modus. Heute kostet ein Standardbrief 80 Cent und das kommt den Mitbewerbern der Deutschen Post etwas hoch vor. Die Bundesnetzagentur nimmt nun die Bedenken auf und prüft diesen Preis, wie die "Welt am Sonntag" berichtet.

Hintergrund des Vorgangs ist dem Bericht zufolge eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom Mai. Demnach war die Preisanhebung für Standardbriefe der Deutschen Post von 62 auf 70 Cent für die Jahre 2016 bis 2018 wegen eines unzulässigen Genehmigungsverfahrens rechtswidrig. Der Bundesverband Paket und Express Logistik sieht laut der "Welt am Sonntag" Parallelen zu den nachfolgenden Genehmigungsverfahren. Deswegen habe der Verband auch gegen das derzeitige Porto Klage eingereicht.

So günstig wie früher (eine Mark!) wird es aber nicht mehr werden.

10:46 Uhr

Niederlande: Auto fährt in Gruppe vor Pub

Es passierte heute früh gegen 5:30 Uhr und glücklicherweise wurden nur zwei Menschen verletzt - ein Auto fuhr in den Niederlanden in eine Gruppe von Menschen, nachdem es erst über einen Radweg gekurvt war. Anschließend machte sich der Fahrer oder die Fahrerin davon. Das ganze passierte in der Gemeinde Rijsbergen in der südniederländischen Provinz Noord-Brabant.

10:34 Uhr

16 Arbeiter in chinesischem Bergwerk erstickt

17 Bergleute wurden in China nach einem Brand in ihrem Bergwerk eingeschlossen - fast alle von ihnen sind nun tot, melden die örtlichen Behörden. Ein weiterer Arbeiter schwebe noch in Lebensgefahr. Die Männer erstickten, weil der Kohlenmonoxid-Gehalt in ihre Atemluft zu hoch war. Das Unglück ereignete sich nahe Chongqing im Südwesten des Landes.

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10:27 Uhr
Breaking News

Schalke feuert David Wagner

Nach dem 0:8 gegen die Bayern bekam er noch eine Gnadenfrist, aber das 1:3 gegen Werder Bremen war dann doch zu viel: Schalke stellt seinen Trainer David Wagner frei, nach nunmehr 18 Spielen ohne Sieg.

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09:58 Uhr

Moria-Flüchtlinge kommen am Mittwoch

Mittwoch ist es so weit, dann kommen die ersten Flüchtlinge aus dem Lager Moria auf Lesbos nach Deutschland. Einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge handelt es sich dabei um unbegleitete Minderjährige.

  • Mit ihnen im Flugzeug sollen auch 18 behandlungsbedürftige Kinder samt Familien sitzen, denen bereits vor dem Brand eine Aufnahme zugesagt worden sei.
  • Insgesamt 400 Minderjährige seien demnach bereits von Lesbos auf das griechische Festland gebracht worden. Mehrere Länder hatten sich bereit erklärt, diese Flüchtlinge aufzunehmen - nach Deutschland dürfen insgesamt 150 einreisen.
09:52 Uhr

Zwei Militärhubschrauber in Berg-Karabach abgeschossen

In Berg-Karabach wird wieder gekämpft - pro-armenische Rebellen schossen in Aserbaidschans Unruheregion Berg-Karabach zwei aserbaidschanische Militärhubschrauber ab, wie sie selbst mitteilen. Zuvor habe die aserbaidschanische Armee die mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnte Region bombardiert, so die Rebellen. Dabei seien auch Ziele in Berg-Karabachs Regionalhauptstadt Stepanakert angegriffen worden.

Update 10:29 Uhr: Mittlerweile haben die pro-armenischen Rebellen in der Region das Kriegsrecht verhängt und die Generalmobilmachung verkündet. Alle Volljährigen würden zu den Waffen gerufen, sagte Berg-Karabachs Präsident Araik Harutjunjan.

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08:33 Uhr

Mann läuft mitten auf Fahrbahn - tot

Ein 39 Jahre alter Mann wird im niedersächsischen Markhausen (Kreis Cloppenburg) von einem Auto erfasst und tödlich verletzt.

  • Der Mann sei am späten Samstagabend mittig auf der Straße entgegen der Fahrtrichtung gelaufen, teilte die Polizei mit. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Wagen eines 24 Jahre alten Autofahrers.
  • Der 39-Jährige erlitt durch die Wucht des Aufpralls tödliche Verletzungen, der 24-Jährige erlitt einen Schock.
07:58 Uhr

Frau erlegt Fuchs, kassiert Shitstorm, dann Schmerzensgeld

Die Jagd erhitzt die Gemüter - ist es einfach nur ein blutiger Sport? Oder ist es Hege und Pflege der Natur? Ohne Jäger wäre es jedenfalls schwierig, den Bestand mancher Wildtiere wie zum Beispiel Wildschweine in Grenzen zu halten. Da könnte man nun lange diskutieren, beide Seiten haben ihre Argumente. So differenziert lief es allerdings für eine junge Jägerin nicht ab, als sie ein Foto von sich mit einem erlegten Fuchs postete.

Das Posieren mit der Trophäe provozierte offenbar viele Nutzer auf Facebook, denen das Tier leidtat. Aber deswegen übelste Beschimpfungen, Gewalt- und Morddrohungen gegen die Dame ausstoßen? Das geht dann doch zu weit, wie nun der Deutsche Jagd-Verband mitteilt. In 50 Fällen habe es juristische Konsequenzen gegeben, insgesamt wurden rund 10.000 Euro Schmerzensgeld gezahlt. In zwei Tagen hatten Leute etwa 2000 Hass-Kommentare abgegeben. Auch die Fuchsjagd diene dem Artenschutz, etwa von Rebhühnern, argumentieren Jäger.

Was die Beleidigungen kosteten? Für die Beleidigung der Frau mit einer abfälligen Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsorgan waren 3800 Euro für Gericht, Anwalt und Schmerzensgeld fällig. "Miststück" und "Abschaum" kosteten 3300 Euro. Attacken wie "Schlampe", "besuchen, fesseln, knebeln" und "Ladung Schrot ins Hinterteil" führten zu Folgekosten von 2000 Euro.

07:20 Uhr

Scholz nennt Einkommensgrenze für höhere Steuern

Dass ein Kanzler Olaf Scholz die Steuern für die Reichen erhöhen will, wussten wir ja schon. Jetzt hat er aber auch gesagt, ab welcher Grenze das gelten soll. Wer 200.000 Euro oder mehr im Jahr verdient, soll künftig mehr Geld an den Staat abführen. Das sagte der Vizekanzler und Finanzminister der "Welt am Sonntag". Diese Menschen sollten "einen etwas größeren Beitrag als heute zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten". Dabei gehe es weniger darum, die Steuereinnahmen des Staates zu erhöhen, sondern in erster Linie um Leistungsgerechtigkeit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:55 Uhr

Autohersteller halten sich mit Rabatten zurück

Die Corona-Krise drückt den Umsatz, aber die deutschen Autobauer halten sich dennoch mit Rabatten zurück. Das zeigt der "Auto-Monitor" des Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer. Demnach ...

... würden Herstellungskapazitäten abgebaut, statt den Markt mit hohen Anreizen aufzupumpen. Nicht nur bei den stark geförderten Elektroautos seien eher knappere Lagerbestände und lange Lieferfristen zu beobachten.

... gingen die bei Internet-Angeboten ausgewiesenen Rabatte für die 30 populärsten Modelle sogar leicht auf 19,5 Prozent des ursprünglichen Listenpreises zurück.

Aber zugleich meldeten Hersteller und Händler etwas häufiger Neuwagen auf eigene Rechnung an. Solche Autos werden in der Regel nach kurzer Zeit zu sogenannten Hauspreisen in den Markt gedrückt.

06:37 Uhr

Das wird heute wichtig

Was hat das gestern geregnet! Bei Ihnen auch? Aber genug des Smalltalks. Diese Themen stehen heute auf dem Programm:

  • Nach der Vereidigung Lukaschenkos in Belarus am vergangenen Mittwoch plant die Opposition, die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja symbolisch bei einer "Amtseinführung des Volkes" zur Präsidentin zu ernennen. Bei der Aktion werden Hunderttausende Menschen erwartet.

  • Nach den Kommunalwahlen in NRW geht es nun in mehreren Städten in die Stichwahl. Spannende Entscheidungen fallen etwa in Düsseldorf, Dortmund, Köln, Aachen, Bonn, Münster und Wuppertal.

  • In München oder genauer: Im Internet beginnt die Gründermesse "Bits & Pretzels".

  • Die internationale Automesse in Peking geht weiter.

  • In der Fußball-Bundesliga treten heute die Bayern bei Hoffenheim an. Außerdem treffen Freiburg und Wolfsburg aufeinander.

Ich heiße Volker Petersen und wünsche Ihnen einen guten Morgen. Kommen Sie gut in den Tag, wenn Sie mögen, mit Nachrichten aus dem "Tag". Ich sitze bis 14 Uhr hier. Auf geht's!

06:17 Uhr

Macron: Lukaschenko muss gehen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Man kann in Europa davon ausgehen, dass die Wahlen in Belarus nicht sauber waren. Trotzdem wagt sich Frankreichs Präsident Macron nun weit aus der Deckung. Er sagt nun offen, Lukaschenko solle sich zurückziehen.

  • "Es ist klar, dass er gehen muss", sagte Macron der Zeitung "Journal du Dimanche". "Was in Belarus vor sich geht, ist eine Machtkrise, eine autoritäre Macht, die die Logik der Demokratie nicht akzeptieren kann und sich mit Gewalt festklammert", sagte der französische Staatschef, der am Montag nach Litauen und Lettland reist.
  • Macron äußerte zugleich seine Bewunderung für den Mut der Menschen, die gegen den seit 26 Jahren mit harter Hand regierenden Lukaschenko demonstrieren: "Sie kennen die Risiken, die sie eingehen, indem sie jedes Wochenende marschieren, und doch setzen sie die Bewegung fort, um die Demokratie in diesem Land am Leben zu erhalten, die ihnen so lange vorenthalten wurde."
05:54 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht