Das war heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
Nach den Massakern im ukrainischen Butscha werden russischen Soldaten bereits Kriegsverbrechen vorgeworfen. Nun bezichtigt auch der Bürgermeister der umkämpften Hafenstadt Mariupol die Russen, zur Vertuschung von Kriegsverbrechen Leichen in mobilen Krematorien zu verbrennen. Außerdem steht die Anschuldigung im Raum, sie schickten geplündertes Gut aus Kiew per Post aus Belarus nach Hause. Was heute noch wichtig war, lesen Sie hier. Alle weiteren Entwicklungen können Sie in unserem Liveticker zum Ukraine-Krieg nachlesen.
Auch diese Themen haben uns heute beschäftigt:
Damit möchte ich mich bei Ihnen herzlich verabschieden. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.
Bundeswehr erhält erstmals Kampfdrohnen
Angesichts des Kriegs in der Ukraine soll die Bundeswehr zum ersten Mal sogenannte Kampfdrohnen erhalten. Auf Antrag der Bundesregierung stimmten der Verteidigungs- und der Haushaltsausschuss des Bundestags der Anschaffung von insgesamt 140 Raketensätzen zur Bewaffnung von Drohnen des israelischen Modells Heron TP zu, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Parlamentskreisen erfuhr. Sie sollen binnen zwei Jahren geliefert werden. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf insgesamt 152,6 Millionen Euro. Für die parlamentarische Freigabe der Finanzmittel wählte die Bundesregierung unter Verweis auf die aktuell angespannte Sicherheitslage ein beschleunigtes Verfahren.
Kourtney Kardashian teilt Fotos von Blitz-Hochzeit
Zunächst handelte es sich nur um ein Gerücht, doch Kourtney Kardashians neuester Eintrag bei Instagram ist eindeutig: Die Reality-TV-Darstellerin und der Blink-182-Drummer Travis Barker haben sich tatsächlich nach der Grammy-Verleihung am Sonntag in Las Vegas das Jawort gegeben - natürlich vor einem Elvis-Imitator.
Anonyme Quellen hatten dem US-Promiportal "TMZ" verraten, dass es noch "mehrere" Hochzeitsfeiern geben werde. Diesen Eindruck machen auch die von Kardashian veröffentlichten Zeilen zu den Bildern. Denn zu mehreren Fotos, die die 42-Jährige eng umschlungen mit ihrem Partner zeigen, schrieb sie: "Es war einmal in einem weit, weit entfernten Land (Las Vegas), als sich eine Königin und ihr gutaussehender König um 2 Uhr morgens nach einer epischen Nacht und ein bisschen Tequila zur einzig offenen Kapelle mit einem Elvis wagten und geheiratet haben (ohne Lizenz)". Außerdem mache Übung den Meister, fügt sie an.
Johnson gegen Gleichbehandlung von Transfrauen
Als vor wenigen Tagen in Großbritannien die transsexuelle Bahnradsportlerin Emily Bridges vom internationalen Verband ihres Sportes an einem Wettbewerb ausgeschlossen wird, löst das eine Debatte unter den Briten aus. Nun äußert sich auch Premierminister Boris Johnson zu dem Fall und spricht sich gegen die Gleichbehandlung von Transfrauen und Frauen im öffentlichen Leben aus. "Ich finde nicht, dass biologisch männliche Personen bei Sportturnieren für Frauen antreten sollten", sagte Johnson beim Besuch eines Krankenhauses in einer Kleinstadt nördlich von London. Er fügte hinzu: "Vielleicht ist das eine kontroverse Sache, aber für mich wirkt das einfach vernünftig."
Ebenso sei er der Meinung, dass Frauen Räume für sich haben sollten, fuhr Johnson fort. Als Beispiele nannte er Krankenhäuser, Gefängnisse und Umkleiden. Er betonte, das bedeute nicht, dass er nicht immense Sympathien für Menschen habe, die ihr Geschlecht ändern wollten. "Es ist von zentraler Bedeutung, dass wir den Menschen die maximale Liebe und Unterstützung geben, um diese Entscheidungen zu treffen", so der Premier. Es handle sich aber um komplexe Probleme, die nicht leicht gelöst werden könnten.
Ferrero ruft weitere Kinder-Produkte zurück
Bereits am Dienstag hatte Ferrero mehrere Kinder-Produkte zurückgerufen, nun folgt eine um weitere Produkte aktualisierte Liste des Unternehmens. "Ferrero arbeitet eng mit der zuständigen Lebensmittelbehörde in Deutschland zusammen, um einen möglichen Zusammenhang mit einer Reihe von gemeldeten Salmonellenfällen aufzudecken", teilte das Unternehmen mit.
Obwohl keines der auf den Markt gebrachten Kinder-Produkte positiv auf Salmonellen getestet worden sei, sollten auch folgende Artikel, die in Belgien hergestellt wurden, vorsorglich nicht verzehrt werden:
Kinder-Überraschungseier (Viererpack, Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 21.08.2022)
Kinder Maxi Mix Plüsch (MHD 21.08.2022),
Kinder Mini Eggs Mix (MHD 21.08.2022)
Kinder Überraschung Maxi Ei Schlümpfe (MHD 19.08. bis 18.09.2022)
Pietro Lombardi rennt mit Aufzug um die Wette
Schon vor einer Woche machte Pietro Lombardi öffentlich, unzufrieden mit seinem Körpergewicht zu sein. "Ich bin wirklich in meinem Leben noch nie so dick gewesen. Ich hab' so krass zugenommen", schrieb er in einer Instagram-Story. Demnach wiege der Sänger aktuell 106 Kilo - für ihn "kein Zustand" mehr. Aus diesem Grund habe er sich entschlossen, wieder vermehrt Sport zu treiben.
Anders als so manch andere zieht der 29-Jährige sein selbstauferlegtes Programm auch gnadenlos durch. So filmt er sich nun nicht nur beim Workout im Fitnessstudio, sondern zeigt auch ein eher unkonventionelles Training: Er liefert sich ein Wettrennen mit seinem eigenen Aufzug.
US-Polizisten droht nach Tod eines Schwarzen keine Strafe
Wieder einmal steht die Polizei im US-Metropole Minneapolis in der Kritik. Rund zwei Jahre nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd, der bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen war, kam es im Februar zu einem weiteren Todesfall, der landesweit Bestürzung auslöste. Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilt, wird der Fall jedoch nicht weiter strafrechtlich verfolgt. Nach einer gründlichen Prüfung gebe es dafür keine ausreichenden Beweise, teilten die zuständigen Ermittler mit.
Der 22-Jährige war Anfang Februar von einem Beamten erschossen worden, als die Polizei aufgrund eines Durchsuchungsbefehls eine Wohnung betrat. Auf einem Körperkamera-Video des Einsatzes war zu sehen, wie sich Beamte Zutritt zur Wohnung verschaffen und dann lautstark ihre Anwesenheit ankündigten. Nur wenige Sekunden später trat ein Polizist gegen ein Sofa.
Daraufhin begann der 22-Jährige, der in eine Decke gehüllt auf dem Sofa lag, sich zu bewegen. Er hatte eine Pistole in der Hand. Ein Beamter feuerte daraufhin sofort mehrere Schüsse ab.
Die Staatsanwaltschaft stellte jetzt klar, dass das Opfer weder ein Verdächtiger in den Ermittlungen gewesen noch in den Durchsuchungsbefehlen genannt worden sei. Die Gesamtheit der Umstände ließe aber keine Strafverfolgung zu.
Zu viel Unterhaltung: Söder kritisiert ARD und ZDF
Gerade während der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs bietet das Fernsehen für viele Zuschauer eine willkommene Ablenkung vom Alltag. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder übt nun allerdings Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Für den Politiker zeigen ARD und ZDF offenbar zu viele Unterhaltungsformate. "Zu ihrem Auftrag gehört in gewissem Umfang Unterhaltung - aber nicht alles", erklärt Söder im Gespräch mit der "Zeit". Komiker seien etwa "bei einem Privatsender genauso gut aufgehoben". Außerdem könne man sich "darüber streiten, ob die ARD den hundertsten Degeto-Spielfilm braucht, wie 'Glück am Wörthersee' oder so ähnlich".
Zudem müsse es bei Ausgaben für Sportrechte, also beispielsweise für die Übertragung von Fußballspielen, "Grenzen geben", meint Söder weiter. Dafür fordert er mehr Meinungspluralismus. Der Politiker erklärt: "Als jemand, der sich liberalkonservativ fühlt, sehe ich nicht, dass sich das bürgerliche Spektrum ausreichend angesprochen fühlt."
Botschaftsmitarbeiter in Berlin soll für Moskau spioniert haben
Ein Wachmann der britischen Botschaft in Berlin ist unter dem Verdacht der Spionage für Russland nach Großbritannien ausgeliefert worden. Nach Angaben der britischen Staatsanwaltschaft wurde der 57-jährige David S. am heutigen Mittwoch ausgeflogen. Ihm wird demnach das Sammeln und Übermitteln von Informationen an den russischen Staat vorgeworfen. Morgen soll er vor einem Untersuchungsrichter in London erscheinen. S. war im vergangenen August nach gemeinsamen Ermittlungen der britischen und deutschen Behörden festgenommen worden. Demnach soll er einem russischen Geheimdienstvertreter gegen Bezahlung Dokumente übergeben haben.
Stoltenberg wirbt bei Skandinaviern für NATO-Blitz-Beitritt
Sowohl in Finnland als auch in Schweden wird seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine über eine mögliche NATO-Mitgliedschaft diskutiert. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg stellt ihnen nun für den Fall einer Bitte um Aufnahme in das Verteidigungsbündnis eine zügige positive Antwort in Aussicht. "Wenn sie sich für einen Antrag entscheiden, erwarte ich, dass alle Verbündeten sie willkommen heißen werden", sagte Stoltenberg zum Auftakt eines NATO-Außenministertreffens in Brüssel. Man arbeite bereits seit vielen Jahren zusammen, und die beiden Länder erfüllten die Standards des Verteidigungsbündnisses.
Sorgen, dass Russland die Zeit zwischen einer möglichen Bewerbung und der endgültigen Aufnahme für einen Angriff auf die Länder nutzen könnte, sollten nach Ansicht von Stoltenberg kein Argument gegen einen Beitritt sein.
Baden-Württemberg senkt Wahlalter auf 16
In Brandenburg, Bremen und Hamburg ist es bereits möglich, in Baden-Württemberg künftig auch: Nach jahrelangem Ringen hat das Parlament des Bundeslandes mit einer Zweidrittelmehrheit eine Wahlrechtsreform beschlossen, die es erlaubt, dass der Landtag künftig ab einem Alter von 16 Jahren gewählt werden darf.
Grüne, CDU, SPD stimmten dafür, FDP und AfD dagegen. Damit wird nicht nur das Mindestalter für das aktive Wahlrecht für Landtagswahlen, Volksabstimmungen, Volksanträgen und Volksbegehren um zwei Jahre abgesenkt, sondern auch ein Zwei-Stimmen-Wahlrecht eingeführt. Mit der Erststimme wird der Wahlkreis-Kandidat oder die Wahlkreis-Kandidatin direkt gewählt. Der wird weiterhin von den Kreisparteien vor Ort aufgestellt. Die Zweitstimme geht künftig an eine Partei, die dafür eine Landesliste aufstellt - dadurch haben die Parteien mehr Einfluss bei der Kandidatenkür.
Elon Musk stößt Jeff Bezos vom Thron
Niemand scheffelt so viel Kohle wie er: Tesla-Chef Elon Musk besitzt laut der jährlichen Milliardärsliste des "Forbes"-Magazin mittlerweile mehr Geld als Amazon-Gründer Jeff Bezos. Aktuell wird das Vermögen des 50-Jährigen auf 219 Milliarden Dollar (201 Mrd. Euro) geschätzt. Damit lässt er Bezos hinter sich liegen, der die Liste im vergangenen Jahr noch anführte. Der 58-Jährige verfügt über ein Vermögen von "nur" 171 Milliarden Dollar (156 Mrd. Euro).
Zu den Newcomern auf der "Forbes Billionairs"-Liste zählt in diesem Jahr auch Rihanna. Die Sängerin soll 1,7 Milliarden Dollar (1,5 Mrd. Euro) besitzen. Weitere bekannte Namen sind Microsoft-Gründer Bill Gates (129 Milliarden Dollar) auf Platz vier oder Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit 67 Milliarden Dollar auf Platz 37.
Kim Kardashian schwärmt von Pete Davidson
Weder ihr Altersunterschied noch eifersüchtige Ex-Partner können ihrer Beziehung etwas anhaben: Seit mehreren Monaten sind Kim Kardashian und Pete Davidson bereits ein Paar. Was viele Beobachter zunächst als nicht ernstzunehmende Ablenkung vonseiten der Reality-TV-Darstellerin abtaten, die sich derzeit in einem Scheidungskrieg mit Noch-Ehemann Kanye West befindet, scheint aber offenbar immer ernster zu werden.
"Ich bin ein Beziehungstyp, das ist sicher, und ich würde nicht mit jemandem zusammen sein, wenn ich nicht vorhabe, viel Zeit mit ihm zu verbringen", sagte die 41-jährige Kardashian nun im US-Frühstücksfernsehen. Sie sei "sehr glücklich und zufrieden" mit dem 28-jährigen Comedian. "Und es ist so ein gutes Gefühl, einfach in Frieden zu sein."
Seenotretter bergen drei Mädchen aus Ostsee
Sie waren bereits mehrere Hundert Meter vom Land entfernt und vom Regen völlig durchnässt: Seenotretter haben drei mit einem Kanu in akute Gefahr geratene Mädchen aus der Ostsee geborgen. Die Schülerinnen im Alter von 14 bis 16 Jahren paddelten mit einem Kanu auf den Ostseearm Schlei in Schleswig-Holstein hinaus, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen mitteilte. Auf der Schlei gelang es den dreien bei stürmischem Wind dann nicht, das Ufer aus eigener Kraft wieder zu erreichen. Der Wind wehte den Angaben zufolge mit etwa 60 Stundenkilometern.
Die Einsatzkräfte nahmen die vollkommen entkräfteten Mädchen an Bord und versorgten sie. Aufgrund einer Körpertemperatur von knapp über 35 Grad wurde einem der Mädchen eine Wärmeweste angelegt. Eine Behandlung im Krankenhaus war aber nicht notwendig.
Habeck: Strom bis 2035 fast komplett erneuerbar
Es ist ein ambitioniertes Ziel, das Bundesklimaschutzminister Robert Habeck hat: Deutschland soll seinen Strom binnen 13 Jahren weitgehend aus erneuerbaren Quellen beziehen. Das Bundeskabinett beschloss dazu das sogenannte "Osterpaket" des Grünen-Politikers. Es umfasst einen riesigen Katalog an Vorhaben zum Ausbau von Wind- und Sonnenenergie und der entsprechenden Infrastruktur. Habeck bezeichnete das Paket als "größte energiepolitische Gesetzesnovelle seit Jahrzehnten".
Der Koalitionspartner FDP kündigte zwar schon Nachbesserungsbedarf für die Beratungen im Bundestag an, doch Habeck hält die noch offenen Fragen für gut lösbar. "Wir waren ganz dicht beieinander", sagte er.
Er zeigte sich auch zuversichtlich, in ein paar Wochen eine Einigung mit den Ländern über ein Flächenziel bei der Windkraft erzielen zu können.
Schließende Zugbrücke klemmt Boot ein
Glück im Unglück nennt man das wohl: Im US-Bundesstaat Florida sucht eine Gruppe offenbar unter einer Zugbrücke Schutz vor Regen. Die zahlreichen Warnschilder sehen sie offenbar nicht. Denn als sich das tonnenschwere Konstrukt schließt, wird das Boot eingeklemmt. Gerade noch so können sich die Insassen mit einem Sprung ins Wasser retten.
Hochzeitskorso bremst Polizei auf A2 aus
Auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Oberhausen hat ein Hochzeitskorso am Samstagnachmittag für Frust und Ärger bei anderen Verkehrsteilnehmern und der Polizei gesorgt. Die Luxusautos bremsten etliche Fahrzeuge teilweise bis zum Stillstand aus und zwangen sie mit eingeschaltetem Warnblinklicht zu bremsen, wie die Polizei in Münster nun mitteilt.
Auch in Fahrtrichtung Hannover hätten Anrufer kurze Zeit später einen Hochzeitskorso gemeldet. Die Polizei stellte daraufhin fest, dass dieselben Fahrzeuge für die Verkehrsbehinderungen verantwortlich waren. Zwei Polizisten wurden auf dem Weg zum Korso selbst ausgebremst und mussten sich ihren Weg durch eine glücklicherweise gebildete Rettungsgasse bahnen. Bei Henrichenburg konnten zwei Autos gestoppt werden. Die Fahrer im Alter von 24 und 31 Jahren erwarten Strafverfahren, außerdem mussten sie ihre Führerscheine abgeben.
Verdacht auf Geldwäsche: Justiz ermittelt gegen Macron-Regierung
Am Sonntag stehen in Frankreich die Präsidentschaftswahlen an. Vier Tage vorher hat die französische Justiz nun Vorermittlungen in einer Affäre um externe Regierungsberater aufgenommen. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung, teilte die Finanz-Staatsanwaltschaft mit. Auslöser der bereits Ende März eingeleiteten Ermittlungen sei der Bericht einer Senatskommission über den Einsatz von Beraterfirmen durch die Regierung.
Nach dem Mitte März veröffentlichten Bericht hat die Regierung ihre Ausgaben für externe Berater zwischen 2018 und 2021 auf etwa eine Milliarde Euro verdoppelt. Die Autoren des Berichts prangerten fehlende Transparenz bei Ausschreibungsverfahren und den Zugang von Beratern zu sensiblen Informationen an.
Besonders kritisierten sie die Rolle des Unternehmens McKinsey, das zudem in Frankreich keine Körperschaftssteuer bezahlt habe. McKinsey hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
Präsident Emmanuel Macron weist die Vorwürfe zurück und betont die Notwendigkeit externer Berater. "Wenn etwas schnell gehen muss, dann braucht man manchmal Dienstleister von außerhalb", betonte er. Drei Viertel der Summe seien für IT-Dienstleistungen gezahlt worden.
Diebe stehlen Besitzer Ferrari unter der Nase weg
Im US-Bundesstaat New Jersey häufen sich Wagendiebstählen in besorgniserregendem Ausmaß. Nun gehört auch die Familie von "Real Housewives of New Jersey"-Star Jennifer Aydin zu den Opfern. Diebe verschaffen sich Eintritt zu ihrer Garage und klauen neben Turnschuhen auch einen roten Ferrari.
Bafög-Empfänger kriegen mehr Geld
Da die Zahl der Bafög-Empfänger seit Jahren sinkt, will die Ampel-Regierung eine Trendumkehr erreichen und hat nun den ersten Teil ihrer geplanten Bafög-Reform auf den Weg gebracht. Unter anderem sollen die gezahlten Sätze erhöht werden. Vorgesehen ist ein Anstieg des sogenannten Grundbedarfssatzes von 427 auf 449 Euro im Monat. Die Wohnpauschale für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, soll von 325 auf 360 Euro steigen. Das Deutsche Studentenwerk forderte angesichts der Inflation eine deutlich stärkere Anhebung der Bedarfssätze.
Studentinnen und Studenten in einer WG könnten somit auf 809 statt bisher 725 Euro bekommen. Studierende, die nicht mehr über die Eltern familienversichert sind und über das Bafög auch Zuschläge für die Kranken- und Pflegeversicherung erhalten, könnten künftig einen Bafög-Höchstbetrag von 931 statt 861 Euro erreichen.
Ed Sheeran gewinnt Prozess um Urheberrecht
Der britische Sänger und Songwriter Ed Sheeran hat sich bei einem Urheberrechtsstreit um seinen Song "Shape of You" vor dem Londoner High Court durchgesetzt. Geklagt hatten zwei Künstler, die ihrer Meinung nach in dem Lied Teile ihres Songs wiedererkannten und an den Erlösen für den Sheeran-Song beteiligt werden wollten. "Shape of You" stürmte 2017 die Charts und belegte allein in Deutschland 15 Wochen lang Platz eins.
Der Richter entschied jedoch, dass Sheeran "weder absichtlich noch unbewusst" eine Zeile des zwei Jahre vorher veröffentlichten Songs von Sami Chokri, der unter dem Namen Sami Switch auftritt, und Ross O'Donoghue abgeschrieben hatte. Sheeran, der während des Prozesses selbst ausgesagt und sogar im Zeugenstand gesungen hatte, zeigte sich in einem Instagram-Video erleichtert über die Entscheidung. Rechtsstreitigkeiten seien keine angenehme Angelegenheit.
Milka warnt Whatsapp-Nutzer vor gefährlichem Gewinnspiel
WhatsApp-Nutzer aufgepasst! Auf dem Messenger-Dienst kursiert derzeit ein Link, der auf ein angebliches Oster-Gewinnspiel von Milka leiten soll. Doch dabei handelt es sich um eine Falle, wie der Schokoladenhersteller nun mitteilt. "Diese Aktionen sind nicht aus unserem Hause. Unsere Marke Milka steht mit diesen Gewinnspielen in keinem Zusammenhang", schreibt das Unternehmen auf seiner Webseite. Der Link sollte weder angeklickt, noch weitergeleitet werden.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist in der Vorschau besagter Links tatsächlich "milka.de" zu lesen. Dieser führt dann allerdings auf eine Seite mit dem Kürzel ".ru". Dabei handelt es sich um sogenanntes Phishing, bei dem personenbezogene Daten aufgegriffen werden sollen.
US-Polizei identifiziert Serienmörder nach 30 Jahren
Besser spät als nie: Nach mehr als 30 Jahren hat die Polizei im US-Bundesstaat Indiana einen Verdächtigen in einer Mordserie identifiziert. Der 2013 gestorbene Mann soll laut einer Mitteilung zwischen 1987 und 1989 drei Frauen in Indiana und Kentucky ermordet haben. Eine vierte Frau sei 1990 in Indiana vergewaltigt worden. Die Polizei suchte jahrzehntelang nach dem sogenannten I-65-Mörder - die Morde ereigneten sich entlang der Interstate 65 in verschiedenen Motels.
Nach Angaben der Polizei hat Ahnenforschung zur Identifikation des Verdächtigen geführt. Dabei seien DNA-Spuren bei Plattformen für Ahnenforschung hochgeladen worden, um mithilfe von Verwandten den Täter zu finden. Bei einem Verwandten konnte eine Übereinstimmung mit dem mutmaßlichen Täter hergestellt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass der im Alter von 68 Jahren in Iowa gestorbene Mann der Täter sei, betrage 99 Prozent, so die Polizei. Den Angaben nach hatte der Mann ein umfangreiches Vorstrafenregister und zwischen 1963 und 1998 zahlreiche Verbrechen begangen.
SpaceX-Start verzögert wichtigen Raketentest von NASA
Die NASA will wieder Menschen zum Mond schicken - aber erstmal hat der Weltraumtourismus Vorrang. Weil am Freitag eine private SpaceX-Rakete mit drei Geschäftsleuten und einem Ex-Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS starten soll, verzögert sich der wichtigste Test der neuen riesigen Mond-Rakete der NASA. Am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida herrscht somit Platzgerangel. Die US-Raumfahrtbehörde gab am Dienstag die Unterbrechung der Generalprobe für die unbemannte Mond-Mission Artemis 1 bekannt, die in ein paar Monaten starten soll.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Kristin Hermann verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort werde ich Sie durch den "Tag" führen. Um Wünsche, Anregungen oder konstruktive Kritik zu äußern, kontaktieren Sie mich gerne über diese Adresse: dertag@ntv.de.
Liebe Grüße
Linn Penkert
Auto stürzt in Aufzugsschacht - Fahrer schwer verletzt
Ein Mann ist mit seinem Auto sieben Meter einen Aufzugsschacht in München hinabgestürzt und hat sich schwer verletzt. Der 77-Jährige hatte am Dienstag mit seinem Wagen vor dem Lift gewartet, um in eine Tiefgarage zu kommen, wie ein Sprecher der Polizei heute sagte. Dabei gab der Mann mit seinem Fahrzeug aus Versehen Gas, das Auto durchbrach die geschlossene Aufzugtür. Der Wagen landete zwei Stockwerke tiefer in der Fahrstuhlkabine. Der Fahrer wurde in seinem Wagen eingeschlossen. Höhenretter seilten sich der Feuerwehr zufolge den Schacht hinab und befreiten den Fahrer aus seinem Auto. Er kam in ein Krankenhaus. An Auto und Garage entstand ein Schaden von rund 200.000 Euro.
Personalmangel in Kitas: In immer mehr Einrichtungen kann Aufsichtspflicht nicht erfüllt werden
Der Personalmangel in deutschen Kindertagesstätten steigt einer Umfrage zufolge weiter an. "Schätzungsweise 9000 Kitas haben in Deutschland im zurückliegenden Jahr in über der Hälfte der Zeit in aufsichtspflichtrelevanter Personalunterdeckung gearbeitet. Das sind mehr als doppelt so viele Kitas wie ein Jahr zuvor", sagte Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) zum Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK) in Düsseldorf. "Übersetzt heißt das: Diese Einrichtungen konnten den Betrieb im Durchschnitt an mehr als jedem zweiten Tag nur unter Gefährdung der Sicherheit der zu betreuenden Kinder aufrechterhalten", so Beckmann.
Eine weitere Herausforderung seien auch die Kinder, die aus der Ukraine nach Deutschland flüchteten. Diesen besonders zuwendungsbedürftigen Kindern müsse alles gegeben werden, was nötig sei, so Beckmann. Das System Kita stehe jedoch vor dem Kollaps und brauche nun dringender denn je mehr Ressourcen. Unter dem Personalmangel litten neben den Kindern auch die Erwachsenen, denn dieser führe zu einer erheblichen Belastung des pädagogischen Personals. So gaben 82 Prozent der bundesweit 4827 befragten Kitaleitungen in der repräsentativen Studie an, sich durch ihre Tätigkeit psychisch belastet zu fühlen, wie der Verband berichtete. Jede vierte Kitaleitung berichtete demnach, in den letzten zwölf Monaten bis zu 20 Tage zur Arbeit gegangen zu sein, obwohl sie sich aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeitsfähig gefühlt habe.
Konsequenz aus DFB-Schmach: Abgewählter Rainer Koch bietet UEFA-Rückzug an
Der umstrittene Spitzenfunktionär Rainer Koch zieht nach der gescheiterten Wiederwahl ins DFB-Präsidium persönliche Konsequenzen. Der 63-Jährige bietet seinen vorzeitigen Rückzug aus dem Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) an. Zudem wird er Ende Juni nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes kandidieren, wie der BFV mitteilte. Den größten DFB-Landesverband führt Koch seit 18 Jahren an.
Frühere Hamburger Kiezgröße bei Einreise am Frankfurter Flughafen festgenommen
Mehr als 20 Jahre nach seiner Abschiebung aus Deutschland ist ein in Hamburg wegen mehrfachen Mordes verurteilter 71-Jähriger bei seiner Ankunft am Frankfurter Flughafen verhaftet worden. Der Österreicher sei in den 1980er-Jahren in diverse Straftaten im Hamburger Rotlichtmilieu verwickelt gewesen, teilte die Bundespolizei in Frankfurt mit. Das Landgericht Hamburg hatte den Mann demnach 1990 wegen mehrerer Auftragsmorde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
Nach einer angerechneten Haftzeit von mehr als dreizehn Jahren und neun Monaten sei er dann nach Österreich abgeschoben worden. Der 71-Jährige war nach diesen Angaben bereits am Sonntag aus der Dominikanischen Republik gekommen und wollte über Frankfurt nach Wien weiterfliegen. "Durch die Wiedereinreise nach Deutschland muss der Österreicher nun seine Restfreiheitsstrafe ableisten", erklärte die Bundespolizei. Er sei noch am Sonntagabend in ein Gefängnis gebracht worden.
Kabinett bringt Bafög-Erhöhung auf den Weg
Das Bafög für Studierende, Schüler und Azubis soll erhöht werden. Das Bundeskabinett brachte die Pläne dazu auf den Weg. Demnach steigt die staatliche Ausbildungshilfe für Studierende zum nächsten Wintersemester um fünf Prozent. Der Kreis der möglichen Empfänger wird außerdem durch eine Anhebung der Elternfreibeträge erweitert. Das Gesetz muss noch durch Bundestag und Bundesrat. Die Reform sieht vor, dass der Bafög-Satz für Studentinnen und Studenten von 427 auf 449 Euro im Monat steigt.
Wer nicht mehr bei den Eltern lebt, bekommt zudem 360 statt 325 Euro für die Miete. Auch für Schüler und Azubis soll die Förderung erhöht werden. Schüler, die auswärts wohnen, können etwa 629 statt wie bisher 585 Euro bekommen. Zudem ist geplant, die Altersgrenze von 30 Jahren bei Bafög-Beginn auf 45 Jahre anzuheben, damit auch später noch ein Studium aufgenommen werden kann.
Twitter testet Korrektur-Button für die Tweets
Twitter testet einen Button zur nachträglichen Korrektur der Beiträge. Wie das US-Unternehmen mitteilte, soll es den Redigier-Knopf in den kommenden Monaten zunächst jedoch nur für die zahlenden Twitter-Blue-Mitglieder geben. Der Test solle zeigen, "was funktioniert und was nicht funktioniert". Der zum größten Aktionär des Internetdiensts aufgestiegene Tesla-Gründer Elon Musk hatte zuvor auf Twitter eine Umfrage zu dem Bearbeitungsknopf gestartet - 4,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzer antworteten, 73 Prozent mit "ja".
"Nun, da jeder fragt: Ja, wir arbeiten seit vergangenem Jahr an einer Bearbeitungsfunktion der Tweets", teilte Twitter nun selbst mit. "Nein, wir haben diese Idee nicht von einer Umfrage", hieß es mit einem kleinen Seitenhieb auf Musk. In der Tat ist es nach Angaben von Twitter so, dass sich Nutzerinnen und Nutzer schon "seit vielen Jahren" eine Funktion wünschen, mit der die kurzen Tweets nachträglich bearbeitet werden können - etwa weil sie überhastet geschrieben wurden, Tippfehler enthalten oder ein Link aktualisiert werden soll. Bislang können Nutzer ihren Beitrag nur komplett löschen und müssen dann einen neuen Tweet absetzen.
Heidi Klum posiert für Kim Kardashian in Unterwäsche
Heidi Klums Karriere konzentriert sich in den letzten Jahren eher auf Reality-TV, statt auf große Laufstege. Jetzt posiert die 48-Jähre neben anderen Topmodels für Stilikone Kim Kardashian. Hinter dem PR-Stunt steht jedoch mehr als eine bloße Promi-Freundschaft.
Ärzte fordern Verbot von Kopfbällen im Fußball-Training mit Kindern
Fachärzte der Hamburger Asklepios Klinik Nord haben ein Verbot von Kopfbällen im Fußball mit Kindern unter zwölf Jahren gefordert. Die Mediziner - darunter Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten und Kinderchirurgen - kritisierten zugleich die Haltung des Deutschen Fußball-Bundes, der auf altersgemäße Regelungen setzt. "Die Experten der Klinik sind sich einig darin, dass ein klares Verbot von Kopfbällen die deutlich verantwortungsvollere Version wäre", teilte ein Sprecher der Asklepios Kliniken mit.
Der Teamarzt der Deutschen Nationalmannschaft und Leiter der medizinischen Kommission des DFB, Tim Meyer, hatte Ende Januar vor unüberlegten Verboten gewarnt: "So ein Kopfball zieht in der Regel kein greifbares medizinisches Krankheitsbild nach sich." Gehirnerschütterungen könnten zwar vereinzelt bei Kopfbällen auftreten. "Meistens ist es nicht der Ball, der diese Gehirnerschütterung auslöst, sondern der Kontakt mit dem Kopf des Gegners, der Schulter, der Pfosten oder dem Boden", sagte Meyer. Der DFB empfiehlt für das Training in den jüngeren Jugendklassen leichte Bälle - teils aus Schaumstoff - sowie eine geringe Zahl von Kopfball-Wiederholungen pro Training.
E-Scooter-Fahrerin stirbt bei Zusammenstoß mit Auto in Dissen
Bei der Kollision mit einem Auto ist in Dissen bei Osnabrück eine 20 Jahre alte E-Scooter-Fahrerin ums Leben gekommen. Die junge Frau befuhr Polizeiangaben zufolge am frühen Mittwochmorgen einen Kreisverkehr. Dort wurde sie von einem Auto erfasst, das von einer 38-jährigen Frau gesteuert wurde. Die Unfallursache war zunächst nicht bekannt. Die 20-Jährige wurde schwer verletzt und starb noch an der Unfallstelle. Zu den Polizei- und Rettungskräften wurde auch ein Notfallseelsorger zur Unfallstelle gerufen. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte beide Fahrzeuge.
Restaurant-Ketten in England müssen künftig Kalorien auf Speisekarten angeben
Größere Restaurants und Ketten in England müssen auf ihren Speisekarten künftig angeben, welches Gericht wie viele Kalorien hat. Die Vorgabe, die seit heute in Kraft ist, gilt für Ketten, Restaurants und Cafés mit mindestens 250 Beschäftigten und bezieht sich auf alle nicht verpackten Speisen und Softdrinks. Die Regierung hat die Maßnahme als Teil ihrer Strategie gegen Übergewicht auf den Weg gebracht. Offiziellen Angaben zufolge sind fast zwei Drittel der Erwachsenen in England übergewichtig und jedes dritte Kind verlässt die Grundschule mit einem ungesunden Gewicht. "Übergewicht ist eines der größten Gesundheitsprobleme, die wir hier im Land haben", sagte ein Sprecher des britischen Gesundheitsministeriums.
"Klare Angaben auf Lebensmitteln spielen eine wichtige Rolle dabei, Menschen zu helfen, gesündere Entscheidungen für sich und ihre Familien zu treffen." Kritiker befürchten jedoch, dass das neue Kalorienzählen im Restaurant auch unerwünschte Nebeneffekte haben könnte. So kritisierte etwa die Hilfsorganisation Beat davor, die Regierung habe sich nicht von Experten beraten lassen, welche Auswirkungen die Neuerung auf Betroffene von Essstörungen haben könnten.
Sänger wurde 79 Jahre alt: "Bye Bye Birdie"-Star Bobby Rydell ist tot
Bobby Rydell, ein Musik- und Filmstar der 1960er-Jahre, ist gestorben. Er wurde 79 Jahre alt. Auf Rydells offizieller Facebook-Seite wurden entsprechende Medienberichte bestätigt. Dort heißt es in einer Erklärung, dass der Entertainer in einem Krankenhaus in Philadelphia "an Komplikationen nach einer Lungenentzündung" starb, die nicht mit Covid-19 in Verbindung stehen.
Rydell kam 1942 zur Welt und startete seine Musikkarriere schon früh. 1959 war er mit seiner ersten Single "Kissin' Time" unter den "Billboard Hot 100 Hits". Große Erfolge feierte er mit "Wild One" und seiner Version von "Volare". Laut dem Facebook-Statement verkaufte er über 25 Millionen Alben und veröffentlichte 34 Top-100-Hits. 1963 trat Rydell neben Ann-Margret und Dick Van Dyke in dem erfolgreichen Musikfilm "Bye Bye Birdie" auf.
Razzia in elf Bundesländern: Ermittler sprengen mutmaßliche Neonazi-Terrorgruppe
Hunderte Polizisten gehen seit den Morgenstunden bundesweit gegen die militante Neonazi-Szene vor. Nach "Spiegel"-Informationen richtet sich die Aktion vor allem gegen mutmaßliche Mitglieder der sogenannten "Atomwaffen Division" (AWD) und einer verwandten Teilgruppierung. Beamtinnen und Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) durchsuchen im Auftrag des Generalbundesanwalts die Wohnungen von 50 Beschuldigten in elf Bundesländern. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft teilte auf Anfrage mit, es seien vier Männer aus Thüringen festgenommen worden.
In insgesamt fünf Ermittlungsverfahren werfen die Fahnder dem Netzwerk die versuchte Bildung einer terroristischen Vereinigung vor. Gegen einen Teil der Beschuldigten wird wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Einen weiteren Teil verdächtigen die Behörden, einen Neonazi-Verein trotz Verbots weiterbetrieben zu haben. Unter den Tatverdächtigen ist nach "Spiegel"-Informationen ein aktiver Soldat der Bundeswehr im Rang eines Unteroffiziers. Die "Atomwaffen Division" hat ihren Ursprung in den USA und wurde dort 2015 von internetaffinen jungen Rassisten gegründet. Inzwischen werfen US-Behörden AWD-Anhängern fünf Morde vor. 2018 etablierten Rechtsextremisten einen AWD-Ableger in Deutschland.
Polizei nimmt nach tödlichen Schüssen in Kalifornien zwei Brüder fest
Nach einer Schießerei mit sechs Toten hat die Polizei im US-Bundesstaat Kalifornien zwei Brüder festgenommen. Wie die Ermittler mitteilten, wird beiden Männern unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen. Einer der Männer war nach der Schießerei in Kaliforniens Hauptstadt Sacramento wegen schwerer Verletzungen im Krankenhaus behandelt und dort von einem Polizeibeamten bewacht worden. Er soll im Besitz eines Maschinengewehrs sein. Sein 26-jähriger Bruder war bereits am Montag wegen mutmaßlicher Waffendelikte festgenommen worden. Ein dritter Mann, bei dem offenbar bereits unmittelbar nach der Schießerei eine Schusswaffe gefunden worden war, wurde ebenfalls festgenommen.
In Sacramento waren in der Nacht zum Sonntag sechs Menschen durch Schüsse getötet worden. Die Schüsse fielen um 2.00 Uhr morgens in der Innenstadt, als gerade viele Menschen aus Bars und Nachtclubs kamen. Zuvor hatte es nach Angaben der Polizei eine "größere Prügelei" gegeben. Getötet wurden drei Frauen und drei Männer. Zwölf Menschen wurden mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Israels Regierung verliert überraschend Mehrheit
Politisches Drama in Israel: Eine Abgeordnete der Regierungspartei Jamina ist nach Medienberichten überraschend zurückgetreten. Damit verliere die Koalition des Ministerpräsidenten Naftali Bennett ihre hauchdünne Mehrheit im Parlament, berichteten israelische Medien übereinstimmend. Die neue Regierung unter Bennett war Mitte Juni vergangenen Jahres vereidigt worden. Damit hatte die politische Dauerkrise in Israel mit vier Wahlen binnen zwei Jahren ihr vorläufiges Ende gefunden.
Die Koalition wurde von insgesamt acht Parteien vom rechten bis zum linken Spektrum getragen - darunter ist erstmals eine arabische Partei. Die Koalitionsvorsitzende Idit Silman legte ihr Amt den Berichten zufolge wegen eines Streits über religiöse Angelegenheiten nieder.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will die zum 1. Mai geplante freiwillige Isolation von Corona-Infizierten nun doch zurücknehmen. Das kündigte der SPD-Politiker am späten Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz" an: "Diesen Punkt, dass die Infizierten, dass die sich selbst isolieren, und nicht mehr durch das Gesundheitsamt aufgefordert werden, den werde ich wieder einkassieren." Bleiben soll laut Lauterbach aber eine verkürzte Isolation von fünf Tagen. Alle Entwicklungen zur Corona-Pandemie können Sie in unserem Liveticker nachlesen.
Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:
Die Außenminister der 30 NATO-Staaten kommen zu zweitägigen Beratungen in Brüssel zusammen. Zum Auftakt des Treffens soll es am Abend um das geplante neue strategische Konzept für das Bündnis gehen. Am Donnerstag stehen dann Gespräche über eine weitere Unterstützung der Ukraine und eine Verstärkung der NATO-Ostflanke auf der Tagesordnung. Alle Entwicklungen zum Ukraine-Krieg finden Sie wie gewohnt in unserem Liveticker.
Der Bundestag wird über die Gräueltaten an Zivilisten in der ukrainischen Stadt Butscha und über Reaktionen darauf debattieren. Davor wird Bundeskanzler Olaf Scholz rund eine Stunde lang vom Parlament befragt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und das Massaker von Butscha werden dabei sicher eine Rolle spielen. Es dürfte aber auch um andere Themen wie die Corona-Bekämpfung gehen.
Das Bundeskabinett berät heute über die geplante Bafög-Erhöhung. Zum kommenden Wintersemester sollen nach den Plänen von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger die Bafög-Sätze um fünf Prozent steigen. Außerdem sollen die Freibeträge beim Einkommen der Eltern, die bei der individuellen Berechnung des Bafögs wichtig sind, um 20 Prozent angehoben werden. Das soll den Kreis der Bafög-Berechtigten erweitern.
Die Entscheidung im Londoner Strafprozess gegen den Ex-Tennisstar Boris Becker rückt näher. Es wird erwartet, dass heute die Geschworenen die Beratungen aufnehmen. Wie lange es dauert, bis die Jury eine Entscheidung trifft, ist offen.
Der FC Bayern München will um 21 Uhr beim FC Villarreal den Grundstein für den Einzug ins Halbfinale der Champions League legen. Trainer Julian Nagelsmann sieht die Münchner im Viertelfinale in der Favoritenrolle.
Mein Name ist Kristin Hermann und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de
Sturmtief-Höhepunkt im Anmarsch: Mittwoch bietet viel Regen und kleine Lichtblicke
In vielen Regionen Deutschlands regnet es kräftig weiter. Von der Mitte in Richtung Süden bleibt es trocken. Hier boxen sich sogar ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Windig wird es überall. Der Höhepunkt von Sturmtief "Nassim" wird dann für Donnerstag erwartet.
Backstreet Boys kommen nach Deutschland - Teil der Erlöse für Ukraine-Flüchtlinge
Knapp 30 Jahre nach ihrer Gründung als umschwärmte Boygroup melden sich die Backstreet Boys auch in Deutschland und der Schweiz mit Live-Auftritten zurück. Im Oktober und November soll es nach einer Mitteilung des Veranstalters Live Nation zwischen Berlin (12.10.) und Dortmund (4.11.) eine Reihe Konzerte der "DNA World Tour 2022" geben. Die ursprünglich aus Florida stammende fünfköpfige US-Gesangsgruppe gilt mit angeblich über 130 Millionen verkauften Tonträgern als eine der erfolgreichsten weltweit. Anfang 2019 hatten die Backstreet Boys beim Label RCA Records ihr zehntes Studioalbum "DNA" veröffentlicht, das für einen Grammy nominiert wurde. Die Platte stieg direkt auf Platz 1 der Charts ein.
Die neue Tour startet am Wochenende in Las Vegas mit vier Konzerten im Kolosseum Caesars Palace am 8., 9., 15. und 16. April. Der reguläre Ticketverkauf für Deutschland beginnt am Freitag (8.4.). Die Backstreet Boys wollten einen Teil der Ticket-Erlöse an das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) spenden. "Dieser Beitrag dient dem Schutz und der Unterstützung von Flüchtlingen und Vertriebenen aus der Ukraine und benachbarter Länder", hieß es von Live Nation.
Aggressiver Fuchs sorgt im US-Kongress für Aufregung - Tier beißt mindestens einen Abgeordneten
Ein aggressiver Fuchs hat die US-Hauptstadt Washington in Aufruhr versetzt. Ausgerechnet der US-Sender Fox News berichtete, dass der Fuchs mehrere Menschen am US-Kapitol "angegriffen oder gebissen" habe. Beamte der Tierschutzbehörde fingen das Tier ein. Zuvor hatte der Fuchs Berichten zufolge unter anderem den Kongressabgeordneten Ami Bera gebissen. "Ich habe ihn nicht gesehen und plötzlich spürte ich, wie sich etwas auf die Rückseite meines Beins stürzte", sagte Bera der Nachrichtenseite "Punchbowl News". Der 57-jährige Demokrat aus Kalifornien wurde nicht verletzt, erklärte aber, sich "vorsichtshalber" gegen Tollwut impfen zu lassen.
Er sagte, er sei auf Attacken vorbereitet, wenn er zum konservativen TV-Sender Fox News gehe - aber mit einem Angriff durch einen echten Fuchs am Parlamentssitz habe er "nicht gerechnet". Sichtungen des Fuchses waren in den vergangenen Tagen ein beliebtes Motiv auf den Internetprofilen der Politiker und Hauptstadtjournalisten. Einmal wurde er beim Fressen eines Eichhörnchens beobachtet, ein anderes Mal sonnte er sich in den Senatsgärten. Selbst bei Pressekonferenzen der Parteiführer war der Fuchs Thema. Zum Beweis, dass die Bedrohung vorbei ist, veröffentlichte die Tierschutzbehörde am Dienstag ein Bild des mutmaßlichen Übeltäters in einem Käfig.