Mittwoch, 29. April 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:28 Uhr

Das war Mittwoch, der 29. April 2020

Das ist doch eine gute Nachricht - die Ansteckungsrate sinkt weiter. Das Robert-Koch-Institut beziffert die Zahl R nun mit 0,75. Am Vortag hatte sie noch 0,9 betragen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen!

22:09 Uhr

Ausgebüxter Braunbär tappt nach neun Monaten in die Falle

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Eine neun Monate lange Reise endete für "M49" in einer Falle.

(Foto: Provinz Trentino)

Mehr als neun Monate war der Braunbär in Freiheit, jetzt haben die Behörden in den norditalienischen Alpen das Tier mit der Nummer "M49" eingefangen.

  • Wie die Autonome Provinz Trentino berichtet, tappte der Ausbrecher in eine Falle der Förster. Er sei oberhalb der Gemeinde Tione festgesetzt worden. Der Problembär wiege 167 Kilo und sei in guter körperlicher Kondition.
  • Der Bär wurde in ein Tierpflegezentrum nach Casteller bei Trient gebracht. Genau von dort war "M49", den einige wegen seiner Ausbrecherfähigkeiten "Papillon" nennen, nach kurzer Gefangenschaft im Juli 2019 entkommen. Er soll dabei mehrere Zäune, darunter einen mit Elektrosicherung, überwunden haben. In seiner Zeit in Freiheit soll der Bär in der Nähe von Siedlungen aufgetaucht sein. Bauern beklagten, er habe ihre Tiere gerissen.
  • Der Umweltverband WWF in Italien nannte den Fang am Mittwoch eine "traurige Nachricht". Der italienische Umweltminister Sergio Costa kündigte an, er suche ein "neues Zuhause" für "M49".
21:42 Uhr

Legendäre Krimi-Autorin Maj Sjöwall gestorben

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Maj Sjöwall ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die schwedische Schriftstellerin und Übersetzerin Maj Sjöwall, die in Deutschland vor allem für ihre Krimireihe über den Kommissar Martin Beck bekannt wurde, ist gestorben.

Nach langer Krankheit sei sie im Alter von 84 Jahren friedlich eingeschlafen, berichteten mehrere schwedische Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur TT. Ihr schwedischer Verlag Piratförlaget schrieb auf Facebook: "Ruhe in Frieden, geliebte Maj!"

Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Per Wahlöö hatte Sjöwall zwischen 1965 und 1975 die zehnteilige Romanreihe über Kommissar Beck geschrieben, die später als Vorreiter der Skandinavienkrimis betrachtet wurde. Die Werken wurden in mehrere Sprachen übersetzt und stellten zudem die Grundlage für die deutsch-schwedische Krimi-Filmreihe "Kommissar Beck" dar.

20:55 Uhr

Mit Axt geschlagen und gefesselt: Polizei sucht mit Bild nach Räuber

Die Polizei Dortmund sucht mit einem Phantombild nach einem von drei Tätern, die im März ein Ehepaar in ihrer Wohnung ausgeraubt haben.

Am 13. März drangen die Täter in die Wohnung im Dortmunder Norden ein, schlugen den Ehemann mit der stumpfen Seite einer Axt und fesselten ihn und seine Frau. Die drei Täter erbeuteten einen hohen Geldbetrag. Hinweise nimmt die Polizei Dortmund unter der Telefonnummer 0231 - 132 7441 entgegen.

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Wer kennt diesen Mann?

(Foto: Polizei Dortmund)

 

20:18 Uhr

Mann nach Gartenparty in eigenem Haus getötet

Am Dienstag wurde im nordrhein-westfälischen Hattingen ein 71-Jähriger tot in seinem Haus aufgefunden. Jetzt steht fest: Der Mann wurde umgebracht.

Nach ersten Erkenntnissen sei der Mann nach "massiver Gewalteinwirkung gegen seinen Kopf" gestorben, teilte die Polizei mit. Eine Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts des Totschlags.

Noch am Montagabend habe der 71-Jährige mehrere Gäste im Garten seines Hauses gehabt. Nach Polizeiangaben verabschiedete er sich gegen 22 Uhr von seinen Gästen - "was dann genau geschah, ist bisher noch unklar", hieß es. Anwohner hätten angegeben, zwischen 22 und 23 Uhr einen Mann mit Taschenlampe in der Nähe des Hauses beobachtet zu haben. Die Polizei sucht nun weitere Zeugen.

19:50 Uhr
Breaking News

6250 Corona-Tote in Deutschland gemeldet

In Deutschland haben sich inzwischen nach offiziellen Angaben mehr als 159.000 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Im Vergleich zum Vortag sind das 1474 registrierte Fälle mehr, wie aus Berechnungen von ntv.de auf Basis von Zahlen des Robert-Koch-Instituts und der Bundesländer hervorgeht. 6256 Personen sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Vor 24 Stunden waren es noch 202 Tote weniger. Aktuell gelten 36.807 Betroffene als aktiv infiziert. Knapp 116.000 sind genesen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:55 Uhr

Stadt vertreibt Parkbesucher mit Hühnermist

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"Riecht einfach furchtbar".

Das ist definitiv eine Win-win-Situation. Um Menschenansammlungen anlässlich der traditionellen Walpurgisnacht zu verhindern, hat sich die schwedische Stadt Lund eine kreative Lösung ausgedacht: Im Stadtpark, in dem sich normalerweise am 30. April Tausende Menschen versammeln, wird dieses Jahr unangenehm riechendes Düngemittel versprüht. In dem ohnehin abgesperrten Park soll demnach eine Tonne Hühnermist verteilt werden.

"Hühnermist riecht einfach furchtbar", sagte Lunds Umwelt-Stadtrat Gustav Lundblad. "Es ist nicht sehr angenehm, in diesem Gestank herumzusitzen und Bier zu trinken." Überdies würden auf diese Weise die Rasenflächen auch gleich gedüngt.

19:23 Uhr

Mindestens 38 Tote bei Brandkatastrophe in Südkorea

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Offenbar breitete sich das Feuer sehr schnell aus, sodass sich die Menschen nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Brand auf einer Baustelle für ein Lagerhaus in Südkorea sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Weitere zehn Bauarbeiter seien bei dem Feuer in der etwa 80 Kilometer südöstlich von Seoul liegenden Stadt Icheon verletzt worden, einige von ihnen schwer, teilte die Feuerwehr mit. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren 78 Menschen auf der Baustelle beschäftigt.

Die Arbeiter hätten in einem der zwei Untergeschosse des Gebäudes mit brennbarem Material hantiert, das sich aus ungeklärten Gründen entzündet habe, berichteten südkoreanische Sender unter Berufung auf die Feuerwehr. Es habe eine Explosion gegeben. Die Flammen hätten sich rasch ausgebreitet. Zahlreiche Arbeiter hätten keine Zeit mehr gehabt, sich in Sicherheit zu bringen.

18:50 Uhr

Österreichs Präsident wegen Bombendrohung in Sicherheit gebracht

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Großeinsatz nach einer Bombendrohung in der Wiener Hofburg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen einer Bombendrohung ist der österreichische Präsident Alexander van der Bellen vorübergehend in Sicherheit gebracht worden.

  • Der Präsident und andere Mitarbeiter der Wiener Hofburg seien gewarnt und in Sicherheit gebracht worden, sagte Präsidentensprecher Reinhard Pickl-Herk.
  • Die Bombendrohung ging per E-Mail bei der Polizei ein.
  • Das Gelände wurde abgeriegelt und Spürhunde suchten das Präsidialamt sowie das nahegelegene Kanzleramt anderthalb Stunden lang ab. Anschließend wurde Entwarnung gegeben.
18:17 Uhr

Bluttat im Schwarzwald: Polizei fahndet nach zwei Brüdern

Gestern Abend soll ein Arbeiter in einer Ferienwohnung im Schwarzwald einen Kollegen getötet und drei weitere verletzt haben. Danach flüchtete der 27 Jahre alte Bulgare zusammen mit seinem Bruder zu Fuß.

Nach der Auseinandersetzung in Zell im Wiesental sucht die Polizei nach den Flüchtigen. Es wird international nach den beiden gefahndet.

Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein, um die beiden Männer zu finden - jedoch ohne Erfolg. In der Wohnung, in der sich die Tat ereignete, seien sechs Arbeiter untergebracht gewesen, die in der Nähe auf einer Baustelle arbeiteten. Zur Identität des Toten und der Verletzten sowie zum Tatablauf machte die Polizei keine Angaben.

18:03 Uhr

Kölns OB will in der ganzen Stadt Tempo 30 einführen

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Tempo 30 in ganz Köln: Was würden Autofahrer wohl dazu sagen?

(Foto: picture alliance/dpa)

Ungewöhnlicher Vorstoß: Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker fordert zum Schutz vor dem Coronavirus Tempo 30 in der ganzen Innenstadt. Zudem sieht Rekers Vorschlag vor, dass Radfahrern erlaubt werden soll, alle Fahrbahnen mitzubenutzen.

Die Oberbürgermeisterin begründet ihren Vorstoß damit, dass die in der Corona-Schutzverordnung aufgestellten Abstands- und Hygieneregeln Fußgänger und Radfahrer vor besondere Herausforderungen stellen, weil nicht überall auf den Geh- und Radwegen genug Platz zur Verfügung steht.

Seit Beginn der Corona-Krise sei der Autoverkehr in Köln um 50 Prozent zurückgegangen, der Radverkehr habe um fünf Prozent zugenommen, argumentiert Reker in ihrem Brief an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:57 Uhr

Vater bot Tochter kostenlos zum Missbrauch an

Weil er seine minderjährige Tochter fremden Männern kostenlos zum Sex angeboten hat, ist ein 50-Jähriger aus Wuppertal zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Prozess am Landgericht fand weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch für die Urteilsbegründung mussten Zuschauer und Journalisten - zum Schutz des Opfers - den Saal verlassen.

Die 15-Jährige musste laut Urteil mit zehn Männern vor den Augen ihres Vaters Sex haben. Der 50-Jährige hatte seine Tochter über eine frei zugängliche Handelsplattform im Internet angeboten.

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16:40 Uhr

Schweiz reicht Unterlagen für Ermittlungen gegen AfD weiter

Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen AfD-Fraktionschefin Alice Weidel und andere Parteimitglieder wegen unerlaubter Parteispenden hat die Schweiz die Beweisaufnahme abgeschlossen. Das Material wird nun an die Staatsanwaltschaft Konstanz weitergereicht, teilte die Staatsanwaltschaft Zürich mit. Sie habe Zeugen vernommen und schriftliche Unterlagen sichergestellt. Über den Inhalt könne nur die Staatsanwaltschaft Konstanz Auskunft geben.

Gegen Weidel und andere Mitglieder ihres Kreisverbandes Bodenseekreis wird wegen Verstoßes gegen das Parteiengesetz ermittelt. Die Konstanzer Ankläger hatten die Kollegen in Zürich um Rechtshilfe im Zusammenhang mit Spenden gebeten, die 2017 über eine Züricher Firma an den Kreisverband geflossen waren.

16:08 Uhr

Schwere Vorwürfe gegen Schleswig-Holsteins Ex-Innenminister

Nachdem Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote gestern überraschend zurückgetreten ist, erhebt Ministerpräsident Daniel Günther schwere Vorwürfe gegen ihn. Dessen Angaben zu seiner Kommunikation mit einem Polizisten und einem Journalisten hätten sich "als unwahr herausgestellt", sagte Günther im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags.

  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdacht des Geheimnisverrats gegen einen Polizeibeamten, der Informationen an einen Journalisten durchgestochen haben soll.
  • Laut Günther hätten der Journalist und der Beamte in ihren Whatsapp-Chats "große Nähe zum Minister" erweckt.
  • Der Minister habe zunächst einen direkten Schriftverkehr mit dem Journalisten verneint, sagte Günther. Es sei mittlerweile aber klar, dass es einen "vertrauten und persönlichen" Whatsapp-Verkehr des Ministers mit dem Journalisten und dem damaligen Gewerkschafter über Dinge gegeben habe, die das politische Geschäft betreffen.
15:40 Uhr
Breaking News

15-Jährige wegen Mordes zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt

Für den Mord an ihrem dreijährigen Halbbruder ist eine 15-Jährige aus Detmold zu siebeneinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Die Richter am Landgericht Detmold blieben damit am Mittwoch unter der Höchststrafe des Jugendstrafrechts, weil die Jugendliche voll geständig war.

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15:25 Uhr

Studie: Katholische Bischöfe mitschuldig am Zweiten Weltkrieg

Und gleich noch eine Studie: Katholische Bischöfe zur Zeit des Nationalsozialismus haben sich einer kirchlichen Untersuchung zufolge "mitschuldig" am Zweiten Weltkrieg gemacht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Veröffentlichung, die die Deutsche Bischofskonferenz heute zum 75. Jahrestag des Weltkriegsendes am 8. Mai vorstellte.

  • "Bei aller inneren Distanz zum Nationalsozialismus und bisweilen auch offener Gegnerschaft war die katholische Kirche in Deutschland Teil der Kriegsgesellschaft", sagte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Heiner Wilmer, laut Mitteilung. Aus vielen "unstrittigen historischen Fakten" zur damaligen Haltung der Bischöfe habe sich "ein Bild der Verstrickung" ergeben.
  • Ein Kernsatz des neuen Dokuments lautet Wilmer zufolge: "Indem die Bischöfe dem Krieg kein eindeutiges "Nein" entgegenstellten, sondern die meisten von ihnen den Willen zum Durchhalten stärkten, machten sie sich mitschuldig am Krieg."
  • Das Dokument "Deutsche Bischöfe im Weltkrieg" war unter Federführung von Justitia et Pax zusammen mit der Bischofskonferenz und der Kommission für Zeitgeschichte erarbeitet worden.
14:52 Uhr

UK-Forscher: 20 Prozent mehr Krebs-Tote als Lockdown-Folge

In den kommenden zwölf Monaten könnten in Großbritannien wegen des Corona-Lockdowns Forschern zufolge rund 20 Prozent mehr neu diagnostizierte Krebspatienten sterben als sonst in diesem Zeitraum. Zu diesem Schätzwert kommen die Wissenschaftler wegen der stark zurückgegangenen Aktivitäten bei der Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen.

  • Die Zahl der Dringlichkeitsüberweisungen mit Verdacht auf Krebs von Hausärzten ging um 76 Prozent zurück.
  • Die Zahl der Chemotherapie-Termine schrumpfte um 60 Prozent im Vergleich zu dem Niveau vor der Pandemie.
  • Der Analyse zufolge starben vor Covid-19 rund 31.000 Menschen mit neu diagnostiziertem Krebs binnen eines Jahres. Infolge der zurückgegangenen Diagnostik und Behandlung könnten es nun gut 6000 mehr werden, wird in der Studie unter Beteiligung des University College London und der Forschungsstelle zu Behandlungsdaten für Krebspatienten DATA-CAN geschätzt.
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14:34 Uhr

SPD-Fraktion schlägt Högl als Wehrbeauftragte vor

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Eva Högl

(Foto: picture alliance/dpa)

Die SPD-Abgeordnete Eva Högl soll neue Wehrbeauftragte des Bundestags werden. Die Fraktionsspitze habe die Berliner Parlamentarierin in einem Schreiben an die Abgeordneten als Nachfolgerin des bisherigen Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels vorgeschlagen, sagte eine Fraktionssprecherin.

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyahchou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

14:24 Uhr

Fahranfänger gibt Vollgas - 1200 Euro Strafe

Gerade den Führerschein erworben und dann sowas: Ein Fahranfänger hat in der Nähe von Wesel ordentlich aufs Gaspedal gedrückt und auf einer Landstraße seine Kurventechnik getestet - die Quittung sind mindestens 1200 Euro Geldbuße und drei Monate Fahrverbot.

  • Wie die Polizei mitteilte, fuhr der 21-jährige mehr als 150 Stundenkilometer, wo Tempo 70 erlaubt war. Eine 50er-Zone durchquerte er am Montagabend mit fast 120 Stundenkilometern.
  • Den nachfolgenden kurvenreichen Straßenverlauf habe er "an der Grenze des physikalisch Machbaren" befahren.
  • Dafür gebe es allerdings keine Siegerehrung, sondern neben den übrigen Strafen auch eine Nachschulung und eine Verlängerung seiner Probezeit als Fahranfänger, heißt es im Polizeibericht.
13:47 Uhr
Breaking News

Bundesanwaltschaft klagt mutmaßlichen Mörder von Walter Lübcke an

Im Mordfall Lübcke erhebt der Generalbundesanwalt Anklage gegen den Hauptverdächtigen Stephan E. und dessen mutmaßlichen Unterstützer Markus H. Der Prozess nach dem mutmaßlich rechtsextremistischen Attentat auf den Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke soll am Oberlandesgericht Frankfurt stattfinden.

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13:34 Uhr

Fleischerei wehrt sich mit Aushang gegen Maskenpflicht

Eine Nürnberger Fleischerei hat mit einem Appell gegen die Maskenpflicht für Aufsehen gesorgt. Für Kunden hatte Inhaber Frank Kraft einen Zettel mit folgenden Worten in seinem Laden aufgehängt: "Achtung bei uns findet keine Vorstellung von Herrn Söders Kasperletheater statt. Sollten Sie uns unbedingt mit Masken sehen wollen kommen sie im Fasching wieder."

Ein Foto von dem Aushang machte daraufhin bei Facebook die Runde - und rief die Polizei auf den Plan. "Die haben uns an die 5000 Euro Bußgeld erinnert und mit einer Strafanzeige gedroht", sagte Kraft der dpa. Den Aushang an der Tür habe er deshalb abgehängt.

Aufmerksamkeit zu erregen, sei gar nicht sein Ziel gewesen, so Kraft. "Ich halte nichts von der Maskengeschichte. Das ist meine persönliche Überzeugung." Die Corona-Krise nehme er aber sehr ernst, betonte er.

12:56 Uhr

Quarantäne verlassen: Polizei sucht verschwundene Erntehelfer

Wegen des Verstoßes gegen die Corona-Auflagen sucht die Polizei im niedersächsischen Kreis Nienburg nach 13 rumänischen Erntehelfern. Sie waren von einem Spargelhof nach Deutschland geflogen worden und hätten sich nach ihrer Ankunft 14 Tage lang in Quarantäne begeben müssen. Doch die Menschen hätten den Hof vorzeitig mit unbekanntem Aufenthaltsort verlassen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Spargelhof hatte nach Angaben des Landkreises bei der Unterbringung gegen Hygiene-Auflagen verstoßen. Nach Angaben einer Beratungsstelle für mobile Beschäftigte haben sich einige Erntehelfer dieses Hofes inzwischen andere Jobs gesucht.

12:20 Uhr

Nebelgranate explodiert: Deutsche Soldaten in Mali verletzt

Im westafrikanischen Mali sind fünf deutsche Soldaten bei einem Unfall verletzt worden. Bei einer Patrouillenfahrt südlich der Stadt Gao sei im Fahrzeug der Soldaten eine Nebelgranate detoniert, teilte die Bundeswehr mit. Die Ursache ist noch unklar. Einer der Soldaten habe "mittelschwere" Verletzungen davongetragen, die anderen vier seien leicht verletzt.

Die Soldaten sind Teil der UN-geführten Mission Minusma, die einen Beitrag zur Stabilisierung des westafrikanischen Krisenstaats Mali leisten soll. An der Friedensmission beteiligen sich derzeit mehr als 50 Länder mit insgesamt knapp 13.000 Blauhelmsoldaten und 1700 Polizisten.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:50 Uhr

"Potenziell gefährlicher Asteroid" fliegt an Erde vorbei

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Computergrafik von "1998 OR2".

(Foto: picture alliance/dpa)

Hobbyastronomen aufgepasst: Heute fliegt ein riesiger Asteroid an der Erde vorbei. Der etwa zwei Kilometer breite Himmelskörper "1998 OR2" wird laut der US-Weltraumbehörde Nasa gegen 11.55 Uhr MESZ der Erde am nächsten sein. Demnach beträgt die Entfernung dann etwa 6,3 Millionen Kilometer.

  • Der Himmelskörper "1998 OR2" wurde im Juli 1998 entdeckt.
  • Er gehöre zur Kategorie der "potenziell gefährlichen Asteroiden", hieß es von der Nasa.

"Als Ergebnis dessen (...) können wir mit Gewissheit sagen, dass dieser Asteroid in den nächsten 200 Jahren nicht mit der Erde in Berührung kommen wird." Im Jahr 2079 werde "1998 OR2" der Erde aber näher kommen als jetzt: Dann werde er nur noch etwa vier Mal weiter entfernt sein als der Mond.

11:21 Uhr

Boris Johnson ist erneut Vater geworden

Frohe Kunde aus Großbritannien: Premierminister Boris Johnson ist erneut Vater geworden. Nach Angaben des Senders "Sky News" brachte seine Verlobte Carrie Symonds am Morgen einen Sohn zur Welt.

Johnson hat bereits mindestens fünf Kinder aus vorherigen Beziehungen. Seine älteste Tochter ist nur fünf Jahre jünger als die 32 Jahre alte Symonds. Der Premier hatte im Herbst 2018 bekannt gegeben, er und seine Ehefrau Marina Wheeler ließen sich nach 25 Jahren scheiden. Während seiner Ehe waren ihm mehrere Affären nachgesagt worden.

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11:06 Uhr
Breaking News

Kabinett verlängert Reisewarnung bis Juni

Die Bundesregierung hat die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Coronavirus-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängert. Ein entsprechender Vorschlag des Auswärtigen Amts wurde vom Bundeskabinett angenommen.

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10:49 Uhr

Eklat in Stuttgart: Abgeordneter fliegt aus Landtag

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Fiechtner wird von Beamten aus dem Saal geleitet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aufregung in Baden-Württemberg: Nach Zwischenrufen und Provokationen ist der parteilose Landtagsabgeordnete Heinrich Fiechtner von der Landtagssitzung ausgeschlossen worden. Polizisten mussten den Politiker aus dem Saal führen.

  • Der Ex-AfD-Politiker hatte zuvor kritisiert, dass Landtagspräsidentin Muhterem Aras den Parlamentarismus in Zeiten der Krise aushebele.
  • Aras erteilte Fiechtner mehrere Ordnungsrufe, entzog ihm das Wort und schloss ihn schließlich aus der Sitzung aus. Fiechtner redete trotzdem zunächst am Pult weiter.
  • Dann setzte er sich auf seinen Stuhl und weigerte sich, zu gehen. Schließlich ließ er sich von Polizisten aus dem Plenum führen.
  • Fiechtner werde für drei Sitzungen ausgeschlossen, verkündete Aras im Anschluss.
09:56 Uhr

SEK-Beamter in Gelsenkirchen erschossen

Ein Beamter des SEK ist bei einem Einsatz in Gelsenkirchen erschossen worden. Nach Polizeiangaben ereignete sich der Schusswechsel am frühen Morgen gegen 6 Uhr bei einer Hausdurchsuchung wegen mutmaßlichen Rauschgiftbesitzes.

Demnach versuchten die SEK-Kräfte in das Haus einzudringen, als der Beschuldigte plötzlich das Feuer eröffnete. Ein Schuss traf den 28-jährigen Polizisten tödlich. Der Beschuldigte wurde festgenommen.

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09:14 Uhr

Passanten in Hanau niedergestochen - Polizei fasst Verdächtige

Nach Messerangriffen auf mehrere Passanten in der Hanauer Innenstadt sind nach Polizeiangaben zwei Verdächtige festgenommen worden. Die beiden Hanauer im Alter von 23 und 29 Jahren befinden sich derzeit in Gewahrsam.

  • Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatten fünf bis sieben Männer Passanten am Dienstagabend mit Messern angegriffen.
  • Vier Männer im Alter zwischen 17 und 26 Jahren seien dann kurz nacheinander in der Notaufnahme eines Hanauer Klinikums erschienen, einige von ihnen mit Stichwunden.
  • In Lebensgefahr schwebten die Opfer laut Polizei aber nicht.
  • Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar. Die Staatsanwaltschaft Hanau hat die Ermittlungen übernommen.
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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:53 Uhr

Prinz Charles trauert um alten Weggefährten

Traurige Nachrichten für Prinz Charles. Sein früherer Walisisch-Lehrer, Dr. Tedi Millward, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Auf Instagram nimmt der britische Thronfolger Abschied.

"Ich bin zutiefst traurig, von Dr. Millwards Tod zu hören", schreibt Charles. "Ich habe sehr gute Erinnerungen an meine Zeit in Aberystwyth mit Dr. Millward." Damals, kurz vor seiner Investitur im Jahr 1969, nahm Prinz Charles an der Aberystwyth University Walisisch-Unterricht.

"Obwohl ich befürchte, nicht der beste Schüler gewesen zu sein, habe ich von ihm immens viel über die walisische Sprache und die Geschichte von Wales gelernt", erinnert sich Charles. Er sei seinem früheren Dozenten zu Dank verpflichtet, habe dieser doch zu seiner "tiefen und beständigen Liebe zu Wales, seinem Volk und seiner Kultur" beigetragen.

*Datenschutz

08:09 Uhr

Armband für Rekordpreis versteigert

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Das Armband wurde ca. 1930 hergestellt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein 90 Jahre altes Armband ist in New York bei einer Online-Auktion für über eine Million Dollar versteigert worden. Das ist mehr, als jemals zuvor bei einer Versteigerung im Netz für ein Schmuckstück bezahlt wurde.

Das mit Diamanten und Edelsteinen besetzte "Tutti Frutti"-Armband der französischen Firma Cartier wurde um 1930 hergestellt. Nach einem Wettstreit von fünf Bietern lag der Preis schließlich bei 1,34 Millionen Dollar (etwa 1,3 Millionen Euro), teilte das Auktionshaus Sotheby's mit.

Geschätzt wurde das Schmuckstück zuvor auf bis zu 800.000 Dollar. Das Armband war jahrzehntelang im Besitz einer US-amerikanischen Familie gewesen und zuvor noch nie versteigert worden.

07:36 Uhr

Regenschauer und Gewitter im Anflug

Heute bleibt es im Südosten bewölkt und anfangs regnet es noch kräftig. Später zieht sich der Regen an den Alpenrand zurück und lässt schrittweise nach. Auch der Norden zeigt sich oft grau und zeitweise fällt etwas Regen. Anders sieht es im Westen und Südwesten bis in die Landesmitte aus: Hier gibt es nur einzelne Schauer und gelegentlich scheint die Sonne. Später sind auch einzelne Gewitter nicht auszuschließen.

Die Temperaturen erreichen zwischen 10 Grad an der Ostsee und 20 Grad im südlichen Ostdeutschland. Dabei weht schwacher bis mäßiger, besonders bei Schauern stark böiger Südwest- bis Westwind.

Die weiteren Aussichten: Der April wird auf der Zielgeraden seinem Ruf als wechselhafter Monat ziemlich gerecht. Denn es geht durchwachsen und eher kühl bis in den Mai. Auch Blitz und Donner sowie ein teils stürmischer Wind sind zum Start in den Wonnemonat dabei. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in den Tag wünsche. Ihr Björn Alexander

07:25 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

das Bundeskabinett will heute weitere Hilfsmaßnahmen auf den Weg bringen, um die Folgen der Corona-Epidemie abzumildern. Ein Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn sieht unter anderem eine erneute Ausweitung von Tests vor, um vor allem Pflegekräfte und -bedürftige besser zu schützen. Kommen sollen auch umfassendere Meldepflichten für Ärzte und Labore. Was heute sonst noch auf der Tagesordnung steht:

  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier stellt die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung vor.
  • Wie sich die Verbraucherpreise in diesem Monat entwickelt haben, gibt das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung bekannt.
  • Die US-Notenbank Federal Reserve will ihren weiteren Kurs im Kampf gegen die wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Pandemie festlegen.
  • Das Oberlandesgericht Celle spricht das Urteil gegen einen Mitangeklagten im Prozess gegen den mutmaßlichen Deutschlandchef der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Walaa.

Bis zum Nachmittag werde ich Sie durch den "Tag" begleiten. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's!

06:48 Uhr

Ersthelfer und zwei Autofahrer sterben bei Unfall auf A2

Zwei Autofahrer und ein Ersthelfer sind bei einem Zusammenstoß auf der Autobahn 2 im Ruhrgebiet getötet worden. Zudem seien weitere Ersthelfer teils schwer verletzt worden, teilte die Polizei am frühen Morgen mit.

  • Demnach geriet ein Wagen am Dienstagabend ins Schleudern und prallte an der Zufahrt des Autobahnparkplatzes in Castrop-Rauxel in einen Anhänger eines niederländischen Lastwagens.
  • Der Fahrer des Wagens starb noch am Unfallort. Der Fahrer des Lastwagens sah den Unfall und eilte herbei. Dabei wurde er von einem zweiten Auto erfasst, das nahezu ungebremst in die Unfallstelle raste. Auch der Lastwagenfahrer starb.
  • Der zweite Wagen prallte, nachdem er den Ersthelfer erfasst hatte, in den am Fahrbahnrand abgestellten Anhänger. Auch der Fahrer dieses Wagens starb noch am Unfallort.
  • Menschen, die am Unfallort Erste Hilfe leisteten, wurde durch den zweiten Zusammenstoß zum Teil schwer verletzt. Wie viele verletzt wurden, war einem Sprecher zufolge am frühen Morgen noch nicht klar.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:12 Uhr

Ex-Mitarbeiterin wirft Biden Vergewaltigung vor

Bereits vor einem Jahr war Joe Biden Vorwürfen mehrerer Frauen ausgesetzt, er sei ihnen zu nah gekommen. Nun hat er es - inzwischen als designierter Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten - mit einer noch schwerwiegenderen Anschuldigung zu tun.

Eine frühere Mitarbeiterin aus Bidens Zeiten als US-Senator, Tara Reade, beschuldigt den heute 77-Jährigen nun, er habe sie 1993 in einem Senatsgebäude gegen eine Wand gedrückt, unter ihren Rock gegriffen und sei mit seinen Fingern in sie eingedrungen. Biden habe sie vergewaltigt, schrieb Reade auf Twitter.

Bidens Kampagne wies die Anschuldigungen deutlich zurück, der Demokrat selbst äußerte sich noch nicht dazu.

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06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht