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Dschungelcamp, Tag 5 "Die Würde des Menschen ist unantastbar"

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Kader Loth - komplett verroht?

Hanka spielt "Paranormal Activity", Gina-Lisa bekommt es mit der Angst und Kader ignoriert vaginale Schlangenangriffe. Anlass zur Sorge bietet Honey: Besteht die Gefahr, quarzend beim Abhusten zu verenden?

"Das Lachen aus den Silikonlippen geht mir auf den Geist", echauffiert sich "Wendeopfer Hanka", die "kein Opfer" sein will, über ihre Busch-Homies. Jetzt, so scheint es, dreht Madame "Mackwitz" nicht mehr nur am Rad, sondern richtig ab. Nachdem sie erst die Bäume umarmt und dann ob der vielen keimigen Kameras halb zusammenbricht, lässt sie im Dschungeltelefon Dampf ab: "Ich fühle mich so erbärmlich! Diese Titten, diese nackten Ärsche, da, die Muckis, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr! Die realisieren nicht die Pflanzen und Tiere."

Natürlich bleiben Hankas Marotten niemandem verborgen. Als sie eines Nachts Nosferatu-mäßig an die Betten ihrer Kollegen schleicht, um einen Psycho-Blick in das arglose Antlitz der Schlafmützen zu werfen, fragt Gina-Lisa Honey: "Was macht die denn da? Die macht mir Angst!" In der Tat steht die mit sich selber leise brabbelnde Hanka wie der Dämon aus "Paranormal Activity" vor den Betten der träumenden Camper und sorgt für Gänsehautmomente.

Fassungslos von Lohfink und Keen beäugt, schleicht Frau Rackwitz durch ihre eigene Parallelwelt. Der Urwald bringt eben fast jeden an seine mentalen Grenzen, auch wenn Hanka ihre schon beim Boarding zu überschritten haben scheint.

"Bis in meine Vagina"

Gänsehaut hat auch Kader, die schon wieder "die Arschkarte" gezogen hat und zu ihrer nunmehr vierten Dschungelprüfung antreten darf. Kaders "Lotherielos" an Tag 5: In ein Baumloch kriechen und in "Down Under" gegen mörderische, gewaltfreudige und höchstwahrscheinlich mehrfach vorbestrafte Reptilien kämpfen.

Tief unter Tage kraucht sie von einer Kammer zur nächsten, vorbei an blutrünstigen Schlangen und überlebensgroßen Waranen, und faselt dabei jede Menge "kader'schen Löthsinn" - so schlimm, dass Hartwich sich am liebsten in einer Tischplatte festbeißen würde, wenn er könnte: "Er (der Waran) wollte mich angreifen! Die Schlange hat mich gebissen! Ich hab morgen bestimmt'n Riesen-Herpes! Die Schlangen sind bis in meine Vagina!"

Trotz schlängelndem Vaginal-Alarm liefert Loth ab, ergattert neun Sterne und taumelt ganz besoffen vor Glück zurück ins Camp.

Das Wichtige nach derlei Erfolgen ist, auf dem Teppich bleiben. Am Lagerfeuer fragen sich die inzwischen schon leicht verlotterten, teils arbeitslosen Dschungelanten: "Wie sind wir alle nur hierher gekommen?" Darauf Frau Loth aufgeräumt wie immer: "Wir haben alle Scheiße gebaut im Leben." Jenser will das so nicht stehenlassen: "Aber Kader, du bist doch ein Name! Kader Loth - das ist doch ein Name!" Doch der ganze Fame ist der Frau, die im echten Leben einen normalen Bürojob hat, nicht zu Kopf gestiegen: "Erst bist du oben, dann bist du unten. Bei mir hat's Klick gemacht!"

Ein Mann wie eine Bronchitis

Das war Tag 5 im Dschungelcamp

Schauspieler des Tages: Honey

Heldin des Tages: Kader, die Schlangen-Bezwingerin

Nicht zu unterschätzende Krankheit: Bronchitis.

Zitat des Tages 1: "Öchöööö, Ööööchu, Öchaaa" (Honey)

Zitat des Tages 2: "Das Lachen aus den Silikonlippen geht mir auf den Geist."

Zur nächsten Dschungelprüfung müssen - Sarah Joelle und sieh an, sieh an: Nicole Mieth.

Klick gemacht hat es anscheinend auch bei Honey, aber leider nicht im Kopf. Der Gute ist nämlich schwer krank: Husten, bisschen schwach auf der Brust, schwitzt viel. Und was macht man am besten, wenn die Lunge schmerzt? Genau: erstmal anständig eine durchblasen. Und noch eine. Und noch eine. Und nicht vergessen: Zwischendurch immer schön ordentlich abhusten.

Wenn der "Influencer" schon so dermaßen transpiriert, kann man ihn ja auch gleich mit dem sprechenden Pantoffeltierchen gemeinsam auf Schatzsuche schicken. Im Spiel "Heißer Schweiß" sollen die Dschungelhasen sporteln und ihren Schweiß, den sie bei der Challenge verlieren, in ein Reagenzglas füllen. Sich mit dem Näschen in den schwitzenden Achseln des Mitstreiters verlieren - so mancher bekommt von dem Gedanken gleich ganz feuchte Träume. Aber Honey? Nein, der nicht!

"Ich will nicht den Schweiß von anderen abmachen! Die Würde des Menschen ist unantastbar! Ey, sorry, nee, die Bilder - außerdem habe ich ...", jetzt kommt's: "... BRONCHITIS." Das Erschreckende: Sie breitet sich in Sekundenstelle aus. Die Lungenflügel tun weh, auch das Gehirn scheint schon betroffen. "Öchöööö, Ööööchu, Öchaaa" - je nach Hustengrad wird es immer schlimmer! "Öchöööö, Öchaaa, ich hab Bronchitis! … Also, meine Öchö, Bronchitis … ich hab da diese Bronchitis, hier … ich kann nicht, wegen der ... Öchö, Öchöööö … Bronchitis!"

Man bekommt es mit der Angst, beim eifrigen Abhusten könnte Honeys Hirn versehentlich mitsamt eines fetten Flatschens Bronchien-Schleim an Hankas Stirn klatschen. Wie gut, dass die nicht in der Nähe ist. Dafür eilt Dr. Bob herbei. Der sterbenskranke Challenge-Abbrecher wird ärztlich untersucht. Ergebnis: Alles okay, die Lungen sind "kristallklar". Hat Honey etwa nur markiert? Ein Schleim, wer Böses dabei denkt.

Erst die Schminke, dann die Manieren

Der fünfte Tag im Dschungel wirbelt die Sympathiepunkte durcheinander. Kader, die eingangs noch in jedem Zuschauer ein potenzielles Arschloch sah, zeigt sich dank ihres in der Schlangengrube entdeckten Mutes reumütig und will auch nicht mehr kündigen. Hanka, die selbst bei Gina-Lisa einen Umarmungs-Reflex auslöste, erzeugt von Tag zu Tag mehr Unverständnis, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Camps. Und auch Herr Keen, der sein vermeintlich festgeklammertes Dauergrinsen durch dramatisch vorgetragene Hustenfälle ersetzt und seine Schatzsuch-Kollegin Sarah Joelle allein turnen lässt, gibt ein unkönigliches Bild ab. Früher oder später fallen nach der Schminke und den guten Manieren eben alle Masken.

Quelle: n-tv.de

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