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Zwischen Schwindel und Panik Dolly Buster gibt Interview am Tropf

Einst war sie schillernde Porno-Queen. Heute ist sie nur noch ein Häufchen Elend. Ein Tinnitus trieb Dolly Buster in Depressionen und Tablettensucht. Nun spricht sie vor laufender Kamera darüber, wie es ihr geht. Doch das kann eigentlich jeder sehen.

Wie schlecht es Dolly Buster geht, erfuhr die ganze Welt bereits vor knapp zwei Wochen. Schließlich hätte sie am 23. Oktober eigentlich allen Grund zum Feiern gehabt. Da beging die gebürtige Tschechin ihren 50. Geburtstag. Doch der einstigen Porno-Queen war so ganz und gar nicht nach einer Party zumute. Aus dem Grund dafür machte sie keinen Hehl.

Vor rund zwei Jahren erlitt Nora Baumberger, wie Buster mit bürgerlichem Namen heißt, einen Hörsturz. Seither plagt sie ein Tinnitus - ein Phantomgeräusch in ihren Ohren, das sie nicht zur Ruhe kommen lässt und anscheinend auch auf andere Körperteile ausstrahlt. "Zähne, Augen, Nase, Ohren ... man weiß nicht genau, was ist das jetzt und wie lange hält das an", sagt Buster nun in einem RTL-Gespräch vor laufender Kamera.

Vom Tinnitus zur Depression

Während des Interviews, das in ihrer Wohnung im nordrhein-westfälischen Wesel geführt wurde, sitzt Buster in einem Sessel. Ihr linker Arm hängt an einem Tropf. Obwohl sie top gestylt ist, ist unschwer zu erkennen, dass es der 50-Jährigen nicht gut geht. Sie hustet, wirkt verschwitzt und macht phasenweise einen weggetretenen Eindruck.

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So kennt man sie - Buster als Erotikstar in den 90ern.

(Foto: imago stock&people)

"Ich habe kurzzeitig immer mal so ein bisschen wie so einen ... keine Ahnung, was das ist ... wie so einen Schwindel. Aber meistens ist das vielleicht nur so ein Panikzustand, keine Ahnung", gewährt Buster einen Einblick in ihr Seelenleben.

Doch damit leider noch nicht genug. So führte der Tinnitus bei Buster zu einer schweren Depression, wie RTL berichtet. "Man wird vor allem deswegen depressiv, weil man sich auf sich nicht mehr verlassen kann. Ich habe nichts annehmen können, weil ich genau wusste, mir wird es wieder so schlecht gehen, vermutlich, dass ich da nicht hinkomme", erläutert Buster, weshalb sie mittlerweile extrem zurückgezogen lebt.

Cortison und Tabletten

Um ihre Beschwerden zu lindern, nehme Buster tagsüber Cortison, heißt es. Quälend seien jedoch vor allem die Nächte, in denen sie nicht wisse, wie sie sie ohne Tabletten überstehen solle. Doch auch hier geriet Buster in einen Teufelskreis. "Das war auch der Grund, warum ich natürlich auch einen Entzug von den Schlaftabletten und Schmerztabletten machen musste letzten Endes. Und vermutlich irgendwann auch mal wieder werde machen müssen. Von alleine steigert man die Dosis. Aber von alleine senken kann man die dann wieder nicht", so Buster im RTL-Interview.

Bleibt zu hoffen, dass es für Buster noch einmal einen Weg heraus aus der Krankheit und in eine glücklichere Zukunft gibt. Die Chancen auf eine Heilung stehen jedoch leider nicht allzu gut.

Buster wurde in den 80er- und 90er-Jahren als Pornodarstellerin berühmt. Popularität erlangte sie jedoch auch durch ihre frivolen Auftritte außerhalb von Sexfilmchen, etwa in der TV-Erotik-Show "Peep!". Später machte sie als Regisseurin und Produzentin auch hinter der Kamera im Pornogeschäft Karriere. Sie versuchte sich als Malerin, unternahm Ausflüge in die Politik und nahm 2004 an der zweiten Staffel des Dschungelcamps teil.

Quelle: n-tv.de, vpr

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