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Mein Gott, Walter Freiwald legt Sexgeständnis ab

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Schwelgt in Erinnerungen: Walter Freiwald.

(Foto: imago/STAR-MEDIA)

Jetzt ist es raus und wir sind entsetzt: Für Walter Freiwald waren Frauen Freiwild. In seiner Biografie outet sich der ehemalige "Der Preis ist heiß"-Marktschreier, Ex-Dschungelcamper und Fast-Bundespräsident als "Hallodri". Harry hilf!

Spätestens seit seinem Ausflug ins Dschungelcamp Anfang dieses Jahres wissen wir von Walter Freiwald so einige erstaunliche Dinge: Dass er angeblich einst RTL-Programmdirektor war, dass ihm die Moderation von "Wetten, dass..?" angeboten worden sei und dass er sich um das Amt des Bundespräsidenten beworben habe. Nun erfahren wir noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Details aus dem Leben des 61-Jährigen - seiner Autobiografie "Frei Schnauze und mit einem Augenzwinkern" sei Dank.

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"Und hier ist sie wieder, die Show der fantastischen Preise": Walter Freiwald und Harry Wijnvoord.

(Foto: imago stock&people)

Dass der ehemalige Assistent von Harry Wijnvoord bei "Der Preis ist heiß" - pardon, wir meinen natürlich der ehemals heimliche Chef von Harry Wijnvoord - in dem Buch klotzt und nicht kleckert, macht schon der Untertitel klar: "Die Autobiografie des Kult-Moderators, Teleshopping-Papstes, möglichen Bundespräsidenten und Dschungelkönigs der Herzen!" Und auch im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung hält der Mann, der die Qualitäten von Papst, Präsident und König in sich vereinigt, nicht hinterm Berg: Dabei geht es in erster Linie darum, dass für Wahnsinns-Walter auch der Titel "Gott" angemessen wäre. Genau genommen, der des Sex-Gottes.

"Sie hat mich verführt"

Früh übt sich bekanntlich, wer ein Meister werden will. Und so erlebte Ficki-Ficki-Freiwald sein erstes großes Sex-Abenteuer nach eigenem Bekunden dann auch schon im zarten Alter von 20. Und das war nicht irgend so eine 08/15-Nummer mit der Nachbarstochter. Nein! Walters Willy durfte gleich mal bei der Frau des Chefs ran. Und dabei war die doch schon 45.

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Wolle Ghettoblaster kaufe?

(Foto: imago stock&people)

"Das war ein echt heißer Feger, diese Frau. So stand sie irgendwann vor meiner Wohnungstür, ich bat sie herein", erklärt der Schwerenöter, dass natürlich sie ihm, dem feschen Freiwald, nachgestellt hat und nicht etwa umgekehrt. "Sie hat mich verführt, und das war einfach geil. Es war wie in diesem kitschigen Peter-Maffay-Song, ich wurde vom Jungen zum Mann, sie brachte mir alles bei, was man über Sex wissen musste."

Nun gut, in Maffays Lied "Und es war Sommer" war er 16 und sie 31. Aber Schwamm drüber. Die Erfahrung habe ihn nachhaltig geprägt, so Freiwald. "Welcher 20-Jährige hätte das nicht geil gefunden? Ich habe auch danach einfach nur noch zugegriffen. In allen Generationen, nur hübsch mussten sie sein", sagt der wilde Walter im "Bild"-Interview und ergänzt: "Ich war ein Hallodri."

"Wild durcheinandergevögelt"

Zeitweise, so der Draufgänger, habe er drei Freundinnen gleichzeitig die Schlüssel zu seiner Liebeshöhle in die Hand gedrückt. "Ich dachte, das ist so praktischer und war mir der Gefahr gar nicht bewusst. Doch einmal stand plötzlich eine im Raum, als ich mit einer anderen im Bett am Rumknutschen war (…) Die wurde fuchsteufelswild", so Freiwald. Hätte er mal damals schon die eherne "Der Preis ist heiß"-Regel befolgt, dass nichts verheerender ist, als zu überbieten. So aber sei er danach auf einen Schlag alle drei Frauen los gewesen, ärgert er sich im Rückblick.

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Wetten, dass er fast die Show moderiert hätte?

(Foto: imago/Future Image)

Wer jedoch ein wahrer Freiwildjäger wie Freiwald ist, lässt sich von so einem Erlebnis natürlich nicht unterkriegen. Deshalb habe er später in jeder Stadt eine Freundin gehabt, sagt Womanizer-Walter: "Das waren die wilden 70-er, da haben wir alle wild durcheinandergevögelt." Erst als er 1984 seine heutige Ehefrau Anette traf, habe er sich zum Familien-Freiwald gewandelt. "1986 heirateten wir, ein Jahr später kam unser erster Sohn. Ich wurde zum Familienmenschen", beschreibt die niedersächsische Sex Machine ihren Sinneswandel.

Doch Freiwald schwadroniert in seiner Biografie nicht nur über die vielen Frauengeschichten, er gewährt auch verstörende Einblicke in seine Kindheit. So sei er mit 15 vor den Schlägen seiner Eltern geflohen, ausgezogen, obdachlos geworden und schließlich sogar von einem Kinderschänder missbraucht worden. "Er lockte mich mit einem Brathähnchen zu sich nach Hause. Kaum waren wir da, musste ich mir die Hose ausziehen. Er hielt mir dabei ein Messer an die Kehle", offenbart er gegenüber der "Bild"-Zeitung.

"Ziemlich bekannt"

In der Vergangenheit schienen die Grenzen zwischen Fantasie und Realität bei Freiwald immer mal wieder zu verschwimmen. Dschungelkönig der Herzen? Freiwald machte sich bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" nicht gerade beliebt und wurde am Ende lediglich Sechster. RTL-Programmdirektor? "Vielleicht hat er sich beworben. Geklappt hat es nicht", so RTL. "Wetten, dass..?"-Moderator? "Vom ZDF gab es kein Angebot", hieß es seitens des Senders. Möglicher Bundespräsident? Nun ja, zumindest hat sich Freiwald 2010 tatsächlich auf das Amt beworben, wie wir dank SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi wissen.

Fahimi postete bei Facebook das damalige Bewerbungsschreiben des TV-Mannes. "Ich bin 56 Jahre alt, sehr eloquent, ziemlich bekannt, nicht senil, äußerst sozial und gerecht und habe Kraft für drei", warb der selbsternannte Allrounder darin für sich. Tatsächlich hatte Freiwald schon am nächsten Tag die Absage im Postfach.

Vielleicht mag sich ja die eine oder andere ehemalige Damenbekanntschaft des Papst-Präsidenten-Königs-Gotts melden, um die Erzählungen in seiner Autobiografie zu verifizieren. Ansonsten hätten wir da womöglich noch einen weiteren Titel für Freiwald im Angebot: Märchenprinz.

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Quelle: ntv.de