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"Es ging gar nichts mehr" GZSZ-Star wegen Depression in Therapie

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Unter anderem aus GZSZ bekannt: Isabell Horn.

(Foto: picture alliance / AAPimages / Timm)

Isabell Horn befindet sich seit einigen Wochen in Therapie. Bei der "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Darstellerin wurde eine "reaktive Depression" festgestellt. "Ich konnte gar nichts mehr", so die 37-Jährige. Auch für ihren Partner sei die Zeit sehr schwer gewesen. Doch schämen sollte man sich dafür nicht, stellt sie klar.

TV-Star Isabell Horn hat sich nach der Diagnose "reaktive Depression" in Therapie begeben. Im Gespräch mit RTL erläuterte sie, es sei ein schleichender Prozess gewesen, bis sie nicht mehr gekonnt habe. "Ich habe gemerkt, dass von Monat zu Monat die Kräfte dahingeschwunden sind", verriet die Mutter von zwei kleinen Kindern, die im vergangenen Jahr zwischen Köln und Berlin gependelt ist.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

"Ich lag dann nur noch im Bett", so die aus "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (GZSZ) bekannte Schauspielerin und Influencerin: "Ich konnte gar nichts mehr. Allein der Gang zur Toilette war schon zu viel, es hat sich angefühlt wie ein Marathon. Ich habe auch nichts gegessen und wahnsinnig abgenommen ..." Alltägliche Dinge wie Zähneputzen hätten ihr Probleme bereitet, "es ging gar nichts mehr".

"Man muss sich nicht dafür schämen"

Für ihren Partner sei es "unerträglich" gewesen, sie so zu sehen, verriet Horn, "weil er mich so gar nicht kannte, weil ich sonst immer funktioniere und eine Powerfrau bin". Er sei "da ein bisschen hilflos" gewesen. Sie sei dagegen in erster Linie sauer auf sich selbst gewesen, sagte die 37-Jährige auch: "Ich habe gedacht, es gibt so viele Menschen da draußen, die aktuell viel mehr erleiden müssen." Sie habe nicht akzeptieren wollen, "dass ich einen Punkt erreicht habe, an dem ich einfach nicht mehr funktioniere".

Seit einigen Wochen ist die Schauspielerin nun in Therapie: "Ich kann das wirklich nur jedem ans Herz legen. Man muss sich nicht dafür schämen. Es ist eher eine Stärke, zu akzeptieren, dass man selber nicht mehr weiter weiß, dass man an eine Grenze stößt und nicht mehr funktioniert. Wenn man das akzeptiert und Hilfe holt, geht es Stück für Stück weiter."

Quelle: ntv.de, lri/spot

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