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Nicht jeder kann Millionär werden Herr Jauch hätte gern seinen Rentenbescheid

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Günther Jauch und Katharina Grabo aus Weinheim

(Foto: RTL / Guido Engels)

So wird das nichts mit dem deutschen Rentensystem, findet Günther Jauch. Obwohl er bald 60 Jahre alt wird, hat er noch nie einen Rentenbescheid erhalten. "Und dann soll ich glauben, die Rente ist sicher?" Kandidatin Katharina Grabo nimmt das mal in die Hand.

Günther Jauchs Ruhestand dürfte finanziell abgesichert sein, aber es geht ihm (natürlich) ums Prinzip. Als Katharina Grabo, im dualen Studium bei der Deutschen Rentenversicherung tätig, auf dem heißen Stuhl Platz nahm, musste sich der RTL-Moderator ein jahrelanges Ärgernis von der Seele reden. Mal wieder. Obwohl er am 13. Juli seinen 60. Geburtstag feiert, hat der Herr Jauch nämlich noch nie einen Rentenbescheid erhalten. Er fühlt sich vom System ignoriert. "Als wenn ich überhaupt nicht vorhanden wäre."

Irgendwas ist immer:

Katharina Grabo zählt die Knöpfe auf der Fernbedienung weniger aus einem Informationsdrang heraus, sondern weil es ihr ein Bedürfnis ist. Bei den sortierten Gummibärchen kommt als erstes die Farbe an die Reihe, die sie am wenigsten mag. "Aber sonst bin ich eigentlich ganz normal", versichert die Studentin. "Es wird immer schlimmer", meint ihre Mutter.

Irgendwas geht immer:

Christoph Paninka hatte in der Sendung am 17. November 2008 nicht etwa die Million fest im Blick. Der 39-Jährige suchte in erster Linie eine Frau. Zu diesem Zweck hatte der Lehrer sich seine E-Mail-Adresse auf das T-Shirt geklebt.

Dabei war der Moderator sage und schreibe zehn Jahre mal Angestellter. Das Thema lässt ihn nicht los. "Ich habe in dieser Sendung schon mehrfach darauf hingewiesen, dass nichts gekommen ist", klärte er am Montagabend seine Kandidatin auf. "Wissen Sie, was dann passiert ist? Nichts." Jauch forderte die Studentin auf, doch mal bei der Rentenversicherung aufzuräumen. Zuzutrauen wäre es der 21-Jährigen. Sie spielte nämlich beeindruckend selbstbewusst und entscheidungsfreudig, was ihr am Ende allerdings ein ganz klein bisschen zum Nachteil geriet.

Ach, auch egal

Überhangskandidatin Anna Hackbarth hingegen war von der Wartezeit seit der vorherigen Sendung vielleicht etwas mürbe gemacht worden. Die Berliner Modebloggerin erschien sehr unsicher und passte dann schnell bei der 64.000-Euro-Frage. Derart mangelnder Ehrgeiz wurmte Jauch dann doch etwas und er ging pädagogisch wertvoll mit der Kandidatin alle Antworten durch, um zu zeigen: Natürlich hatte 1958 eine Operation am Schweden Arne Larsson die Geburtsstunde des Herzschrittmachers markiert. Auf diese Antwort hatte auch Hackbarths Telefonjoker angesichts der unlogischen Alternativen Beinprothese, Botox-Spritze und Kaiserschnitt getippt.

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Anna Hackbarth aus Berlin hatte genug und ließ die 64.000-Euro-Frage liegen.

(Foto: RTL / Guido Engels)

Bei der Nachfolgerin war hingegen schnell klar: Diese junge Frau hat Biss und bei Jauch stieg sichtlich der Spaßlevel an. Grabo war im Nu souverän bei der 16.000-Euro-Frage angelangt. Da aber brauchte sie zwei Joker, um ganz sicher zu sein, dass die Schweizer mit dem "Grosi" tatsächlich die Oma und nicht das Matterhorn meinen.

Apropos Oma: Die wäscht der Studentin derzeit noch die Wäsche. Von einem Gewinn wolle sie sich daher eine eigene Waschmaschine und einen Trockner anschaffen, sagte Grabo, und sich vielleicht auch noch ein Geschirrset gönnen. Ihre Teller sind nämlich sehr billig (von Ikea) und zwei sind ihr auch schon heruntergefallen. "Die ist so schusselig. Blechgeschirr", meinte die Mutter im Publikum etwas gemein. "Ich hab dann so viel Geld, ich kann mir auch drei Sets kaufen", konterte die Tochter.

"Der Ton wird schon schärfer"

Mit dem Gewinn will die Gummibärchen-Sortiererin und Knöpfe-auf-der-Fernbedienung-Zählerin dann noch Urlaub mit ihrem Freund in Alaska machen. Der darf vielleicht zusätzlich auf eine im Ansatz kleinlaute Entschuldigung hoffen. Der 21-jährige Student der Luft- und Raumfahrttechnik war nämlich Grabos Telefonjoker bei der Frage für 125.000 Euro. "Beim höchsten Punkt welchen Kontinents ging ein Deutscher als Erstbesteiger in die Geschichte ein? A: Europa, B: Afrika, C: Asien, D: Nordamerika". Er schloss C aus und tippte ohne weitere Erläuterung auf Afrika.

Seine Freundin war überhaupt nicht beeindruckt. "Das war doch keine Antwort", beschwerte sie sich und stieg mit 64.000 Euro aus. Jauch deutete vor der letzten Werbepause an, der Freund könne vielleicht doch nicht so falsch gelegen haben. "Er soll's erst mal besser machen", entgegnete die Kandidatin. "Wenn Sie ein halbes Jahr verheiratet wären, würde ich sagen: Ja, der Ton wird schon schärfer", erwiderte Jauch. Tatsächlich war Afrika (Kilimandscharo, 1889 vom Leipziger Hans Meyer und zwei Mitstreitern bestiegen) korrekt, aber Grabo blieb unerbittlich: "Er hätte das mal besser rüberbringen sollen, dass er das weiß." Man merkt: Diese 21-Jährige zieht ihr Ding durch. Sollte sie bei der Deutschen Rentenversicherung bleiben, ist Günther Jauch sein erster Bescheid sicher.

"Wer wird Millionär?" kehrt am 23. Mai mit einer Doppelfolge zurück. Eine Woche darauf gibt es die große Jubiläumsshow zur 1250. Ausgabe. Am 6. Juni verabschiedet sich die Show dann mit einer dreistündigen Prominenten-Sonderausgabe in die Sommerpause.

Quelle: ntv.de

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