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Das neue Schön der Fashion Week Model mit Down-Syndrom startet durch

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Madeleine Stuarts Mutter war selbst einmal Model. Sie unterstützt die Karriere ihrer Tochter.

(Foto: Facebook/Madeline Stuart)

Den Laufsteg während der New Yorker Fashion Week beschreiten - das ist schon lange Madeleine Stuarts Traum. Die 18-Jährige hat einige Hindernisse überwunden, um als Model akzeptiert zu werden. Sie hat das Down-Syndrom - die Modemacher stört das nicht.

Acht Jahre. Länger würde sie wohl nicht leben. So bescheinigten es die Ärzte im australischen Brisbane der Tochter von Roseanne Stuart nach der Geburt. Diagnose: Down-Syndrom, eine Genommutation, die sich auf das Aussehen und die geistigen Fähigkeiten auswirkt. 18 Jahre ist das nun her - und Ende September läuft Madeline Stuart als Model bei einer Haute-Couture-Modenschau der New York Fashion Week über den Laufsteg. Die knapp 1,50 Meter große Australierin mit den langen roten Haaren und dem freundlichen Gesicht soll die Schau des italienischen Modelabels "FTL Moda" eröffnen, mitten in New Yorks Hauptbahnhof Grand Central Station.

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Ist noch nicht lange im Geschäft, posiert aber wie ein alter Hase. Madeleine Stuart modelt mit Down-Syndrom.

(Foto: Facebook/Madeline Stuart)

Für Stuart geht damit ein Traum in Erfüllung. Vor einem Jahr entdeckte sie ihre Lust an der Mode. Sie posierte vor der Kamera und genoss es, im Mittelpunkt zu stehen - wenn auch zunächst nur vor den Augen ihrer Familie. Sie nahm sich vor, Model zu werden, begann zu trainieren und nahm in nur wenigen Monaten fast 20 Kilogramm ab.

Ihre Mutter, die früher selbst als Model gearbeitet hatte, unterstützte sie dabei und organisierte ein professionelles Fotoshooting. Die Fotos, auf denen Stuart im orangefarbenen Bikini und bunten Sommerkleidern posiert, veröffentlichte sie auf Facebook - und hatte nur wenige Monate später Hunderttausende Fans. Es folgten Fotoshootings für mehrere Mode- und Kosmetikmarken.

Inklusion unterstützen

Die New Yorker Handtaschenfirma "Ever Maya" entwarf sogar eine eigene Kollektion für Stuart und spendet fünf Prozent des Gewinns von jeder verkauften Tasche an eine Down-Syndrom-Stiftung. "Wir wollen eine Marke kreieren, die Inklusion unterstützt und denjenigen Möglichkeiten eröffnet, die schon zu Beginn ihres Lebens an vermeintliche Karrieregrenzen stoßen", sagt "Ever Maya"-Chef Damian Graybelle.

US-Topmodel Tyra Banks ist Stuarts Vorbild. "Ich bin ihr Fan. Sie glaubt an Inklusion und hat viel für die Modewelt getan", lässt die 18-Jährige über ihre Mutter, die gleichzeitig auch ihre Managerin ist, ausrichten. Stuart, die als Kind eine Herz-OP über sich ergehen lassen musste und noch heute täglich Medikamente nimmt, ist schüchtern und redet nicht gerne mit Fremden.

Die 18-Jährige ist nicht das erste Model mit Down-Syndrom auf der New York Fashion Week. Im Februar lief bereits Schauspielerin Jamie Brewer, die ebenfalls mit der Genommutation geboren ist, in der Millionenmetropole über den Catwalk und bewies damit, dass die Top-Designer dieser Welt nicht mehr nur nach dem gängigen Schönheitsideal suchen.

Neues Verständnis von Schönheit?

So eröffnete im Februar beispielsweise auch das Model Chantelle Brown-Young - auch bekannt als Chantelle Winnie oder Winnie Harlow - die Show der spanischen Modemarke "Desigual". Die Kanadierin hat die Vitiligo-Krankheit. Ihre dunkle Haut ist über und über mit weißen Flecken übersät.

"FTL Moda" schickte bereits Models im Rollstuhl, mit Gehhilfen und Beinprothesen auf den Catwalk. Dass Stuart als Model mit Down-Syndrom nun die neue Show eröffnen wird, kündigte das Unternehmen vor wenigen Wochen mit "größter Freude und Stolz" auf seiner Facebook-Seite an.

Damit ist der Firma Aufmerksamkeit während der umkämpften Modewoche sicher: Außergewöhnliche Models bringen schließlich Presse. Doch wenn Stuart oder Harlow über den Laufsteg schreiten, ändern sich auch die Sehgewohnheiten des Publikums. Auch wenn von einem neuen Verständnis von Schönheit noch lange nicht die Rede sein kann: Für Stuart wird ihr Auftritt bei der New York Fashion Week die Erfüllung eines Traums. Danach will sie die Freiheitsstatue besuchen.

Quelle: ntv.de, Jenny Filon und Frank Walker, dpa

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