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Bye bye, Brangelina Team Aniston gewinnt doch noch!

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Wenn Blicke töten könnten ...

(Foto: dpa)

Die Überschrift nicht zu ernst nehmen, bitte! Zuerst einmal sind wir natürlich zutiefst betroffen, dass da wieder eine Hollywood-Ehe dem enormen Druck oder den unendlichen Verlockungen nicht standgehalten hat. Aber eben auch ein bisschen schadenfroh.

Okay, ja, ein ganz kleines bisschen können wir nicht an uns halten, wenn wir früher mal zum Team Aniston gehört haben. Als wir dachten, dass die böse Angelina Jolie der süßen Jennifer Aniston den Mann geklaut hat - bei den Dreharbeiten zu "Mr & Mrs Smith", schnöder geht's ja gar nicht. Liebe am Arbeitsplatz, ein No-Go, und dann ausgerechnet der süße Brad und die gestrenge Angelina.

Aber all das zählte irgendwann nicht mehr, als uns klar wurde, dass erstens: zum Verlassen und Verlassenwerden immer zwei gehören, und zweitens: die Pitt-Jolies überall auf der Welt arme, kleine, süße Kinder eingesammelt haben und sie zu ihren machten, um ihnen ein besseres Leben zu bieten. Das hat das Herz selbst der härtesten Team-Aniston-Anhängerin erweicht. Fortan galten Brangelina, wie sie Schlagzeilen-kompatibel verkürzt wurden, als ganz ganz hoch in der Nahrungskette und Rangfolge auf unserem Planeten, denn beide wollten nicht nur gute Schauspieler sein (gelang ihnen nur bedingt), sondern auch gute Menschen (gelang ihnen bisher ganz gut).

Aber jetzt!!! Was jetzt? Was wird nun aus der Kinderschar, die sich darauf verlassen hatte, ein Jet-Set-Leben zwischen Frankreich, Kalifornien und Berlin zu führen? Diese Gang, die fast so bekannt ist wie die Beatles, nur dass sie eben nicht Ringo, Paul, George und John heißen sondern Maddox, Shiloh, Pax, Sahara, Knox und Vivienne.

Erste Krise bereits vor sechs Jahren

Bereits 2010 gab es Spekulationen, dass die beiden sich trennen könnten. Denn zu jeder Zeit kam eine Trennung der beiden einer Sensation gleich - kaum ein Paar ist der Öffentlichkeit in den letzten Jahren so ausgesetzt gewesen wie Brangelina. Ihr Kennenlernen war schon pikant, da er ja noch mit Jennifer Aniston verheiratet war. Dann die Trennung und die Scheidung, und immer Jennifer im Hintergrund, die mehr oder weniger die ganze Filmwelt auf ihrer Seite hatte.

Aber Brad Pitt wurde schnell verziehen, dass er der Ehebrecher war, denn selbst seine Ex sagte über ihn kein böses Wort. Die schlechtesten Karten hatte Angelina: Sie war die Verführerin, sie hatte ihn aus der Beziehung geeist, und ihre dubiose Vergangenheit (sie sei bisexuell, sie trug das Blut ihres Ex-Mannes Billy Bob Thornton in einem Gefäß an der Halskette, sie verletzte sich selbst gern, sie stehe auf Fesselspiele usw.) tat ihr übriges dazu. Der brave Brad hatte also gar keine Chance gegen diese Femme Fatale.

Wenn sie dann allerdings die Welt beim Klimagipfel in Davos retten wollte, reiste er mit und färbte sich die Haare im gleichen Ton wie sie. Wenn sie ein weiteres Kind adoptieren wollte, unterstützte er sie. Pitt setzte sich in der Folge zum Beispiel aufopfernd für die Geschädigten des Hurrikans Katrina ein und baute mit eigener Hand Häuser. Aber immer wirkte es ein kleines Bisschen so, als wolle er Angelina etwas beweisen.

Und dann reichte es ihm irgendwann mal: Angeblich wollte Angelina noch ein siebtes Kind adoptieren. Er nicht. Angeblich hatte sie auch Depressionen und weigerte sich, diese behandeln zu lassen. Er sei genervt gewesen, denn seine Bemühungen, sie zum Psychiater zu schleppen, seien alle fehlgeschlagen. Hieß es.

Im Gegenzug soll er einen Marihuana-Konsum gehabt haben, dass einem der Atem stockt: Angelina jedenfalls hatte das Näschen gestrichen voll vom Dunst in ihren diversen Luxus-Hütten. Das Sorgerecht wollten sich die beiden teilen, das Geld, das in der gemeinsamen Zeit verdient wurde, sollte bereits damals zu gleichen Teilen aufgeteilt werden.

Laut "Times" kam es nach einem lautstarken Streit in einem New Yorker Restaurant zum endgültigen Bruch. Freunde jedoch dementierten und sagten, diese Spekulationen seien aus der Luft gegriffen. Und dann, die Wende. Alles wieder schön, sogar die Hochzeit wurde durchgeführt - auf Wunsch der Kinder - und Angelina Jolies furchtbare Krebs-Operationen gemeinsam durchgestanden.

Deswegen ist es jetzt doch wirklich besonders blöd, dass die sich trennen. Auf wen soll man sich jetzt verlassen? Bei Amal und George Clooney sterben wir vor Langeweile, bei Jennifer Aniston und ihrem Gatten Justin Theroux fragen wir uns auch immer nur, wann dann endlich das Baby kommt (kann er nicht, will sie nicht mehr?) und selbst bei Mörtel und Spatzi hängt der Haussegen schief. Fern von allem Spott muss man sagen, dass es echt ein Drama ist für die Kinder der beiden. So sehr hat man gehofft, dass hier endlich mal ein Paar ist, das es packt: Liebe, Job, Familie.

Unüberbrückbare Differenzen

Und nun wird diese vor gar nicht allzu langer Zeit geschlossene Ehe wegen unüberbrückbarer Differenzen geschieden. Sicher werden die beiden "gute Freunde" bleiben und "als Eltern weiterhin funktionieren", vielleicht sogar Weihnachten und Ostern gemeinsam feiern und den Kindern ein "liebevolles Miteinander" ermöglichen. Blablabla. Und dann kommt eine Neue für Papi und ein Neuer für Mami, und schon fragt man sich, als Neuer zum Beispiel: Will ich eigentlich sechs Kinder? Wie soll ich die im Mini zum Hockey fahren? Oder vom Früh-Chinesisch abholen, und wie sollen die alle in mein 240-Quadratmeter-Loft reinpassen, wenn sie bei mir übernachten werden? Was, wenn sie noch Freunde mitbringen? Und überhaupt, wie kann man als Nachfolger von Brad Pitt oder Nachfolgerin von Angelina Jolie überhaupt bestehen?

Das gute daran: Beide können sich zur Abwechslung mal wieder um was anderes kümmern, zum Beispiel, einen richtig guten Film machen. Und sie können weiterhin die Welt retten.

Ob Jennifer Aniston davon wusste? Ob Brad sie angerufen hat: "Du Jenny, ich muss dir mal was sagen ...!" Wir wissen es nicht, und womöglich werden wir es auch nie erfahren. Wir stellen uns nur mal eben vor, dass Jennifer nichts gegen die sechs Kinder hätte. Just saying ...

Quelle: n-tv.de

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