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Vip, Vip, Hurra! "Zieh dir was an, Oma!"

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"Frauen, die älter sind, werden entwertet", sagt Paulina Porizkova

(Foto: picture alliance/AP Images)

Mirja du Mont wird ihre "Edel-Schminke" geklaut, Angelina Jolie gewährt tiefe Einblicke in ihre Handtasche und im Netz gibt es Stress, weil sich wieder irgendein urlaubsreifer Promi in Dubai die Sonne auf den Pelz scheinen lässt: Vip, Vip, Hurra! Hier kommt der Promi-Wochenrückblick.

Das Beste und Wertvollste für Ihr Leben zuerst: Spielen Sie mit dem Gedanken, endlich als Influencer durchzustarten, wissen aber nicht, wie, weil Ihnen ein Konzept fehlt? Was am besten posten? Ein bisschen nackte Haut, pralle Ausschnitte und noch prallere Lippen? All das ist nichts für das Ehepaar Mross. Deren "kleine Maus" ist bei Instagram schon ein richtiger, kleiner Influencer, obwohl sie gerade erst mit ihrem Account an den Start ging, freut sich die Gattin von Trompeter und Sänger Stefan Mross. Ja, die "kleine Maus" habe innerhalb kürzester Zeit "1600 Follower" generieren können, so Anna-Carina Woitschack. Und wer ist die kleine Maus? Ein Dackel-Welpe namens Lotti. So süß, die Lotti! Melden Sie all Ihre Haustiere bei Instagram an, auch die ungebetenen und starten Sie durch!

Fast so süß wie Dackel Lotti ist auch die Handtasche von Superstar Angelina Jolie. Für ein Shooting mit der "Vogue" gewährt die Sechsfach-Mama einen Blick in ihre Tasche, die viel kleiner ist als erwartet. Darin aber befindet sich nicht etwa "Edel-Schminke" wie bei Mirja du Mont, der kürzlich das Gepäck gestohlen wurde, sondern vor allem Schokolade, Aspirin, T-Shirts von den Kindern oder Snacks. Jolie selbst sagt, sie finde weder ihre Tasche noch deren Inhalt interessant.

Der Fußballstar und die Frauen

Umso interessanter hingegen ist das Liebesleben unserer Fußballstars. Auch weltberühmte Sportler wie Jérôme Boateng haben gelegentlich Stress mit der Frau. Oder vielleicht sollte der Vollständigkeit halber erwähnt werden: mit mehreren Frauen. Wir brechen das hier für Sie mal kurz runter: Zuerst war da eine Frau, die der Herr Boateng mit einer anderen betrogen habe. Die Beziehung scheiterte. Dann habe er die Frau, mit der er die erste Frau betrogen habe, ebenfalls betrogen. Diese soll dann aber sehr gemein zum Jérôme gewesen sein und ihm gedroht haben. Und dann hat es dem Jérôme gereicht und er hat sich in der "Bild"-Zeitung beschwert. Merke: Bei Stress mit dem Partner erstmal zur "Bild". Nun ist in der Schlammschlacht von Erpressung, Untreue und Lügen die Rede. Die Frage, wer wen abserviert hat, kann höchstwahrscheinlich wohl nie geklärt werden, frei nach dem Motto: Ich hab zuerst Schluss gemacht, nein ich, nein ich.

Stress hat aktuell auch Angelo Kelly. Dass er seinen vier Jahre alten Sohn William gelegentlich zum Musizieren mit auf die Bühne schleppt, hat ihm den Vorwurf der Kinderarbeit eingebracht. Kelly soll 5000 Euro Bußgeld zahlen. Hallo, Jugendamt, schön, dass Ihr aufpasst! Aber ruhig auch mal bei Instagram gucken, wo es gefühlt unzählige Muttis gibt, die mit der Vermarktung von Maximilian-Thorben und Leonie-Joelle den großen Reibach machen. Aber hey, die Kleinen glauben, so die Ausrede der Mütter, es sei ein Spiel, wenn sie für Werbekampagnen stundenlang ausstaffiert werden.

Marilyn Manson und "einvernehmliche Beziehungen"

Eines der aufrüttelndsten Themen dieser Woche sind die schockierenden Berichte über den Musiker Marilyn Manson. Neben vier weiteren Frauen wirft ihm seine Ex-Verlobte, die Schauspielerin Evan Rachel Wood vor, sie schwer misshandelt zu haben. Auf Instagram schrieb sie, "jahrelang schrecklich missbraucht" und gefügig gemacht worden zu sein. Vier Jahre waren die beiden ein Paar gewesen.

Dass viele Betroffene erst viel später an die Öffentlichkeit gehen, hängt auch mit den traumatischen Erlebnissen zusammen und der Sorge, dass den Frauen nicht geglaubt wird. Der Rockmusiker selbst bestreitet alle Vorwürfe und spricht von "einvernehmlichen Beziehungen". Unterdessen melden sich weitere Frauen und werfen ihm "Folter" und "psychische Folter" vor. Mansons Plattenlabel sah sich inzwischen gezwungen zu reagieren und suspendierte ihn.

"Frauen, die älter sind, werden entwertet"

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Zurück zu Erfreulichem: Haben Sie die Nackedei-Fotos von Liz Hurley gesehen? Damit sorgte sie kürzlich für einen kleinen Skandal. Viele Menschen, vor allem Männer, zeigten sich pikiert. Es könne nicht angehen, dass eine Frau Ü50 sich noch so freizügig präsentiere. Hurley solle sich gefälligst etwas anziehen. Niemand hingegen stört sich daran, wenn sich eine 20, 30 oder 40-Jährige nackt zeigt. Das ist, gelinde gesagt, nichts anderes als Alters-Bashing. Frauen, die über 50 Jahre alt und stolz auf ihren Körper sind, müssen mit Beschimpfungen rechnen, wenn sie ihn öffentlich zeigen: "Zieh dir was an, Oma!" oder: "Erbärmlich!" gehören noch zu den harmlosesten Schelten.

Bei selbstbewussten Frauen wird immer gern zusätzlich ihr Alter erwähnt: "Sie zeigt sich sexy - mit 55 Jahren." Gegen diese Art des Sexismus wehrt sich jetzt auch das Model Paulina Porizkova und postet munter fröhlich Fotos, die sie nur spärlich bekleidet zeigen. Die 55-Jährige sagt: "Frauen, die älter sind, werden entwertet." So mancher prophezeit, sie würde mit ihrem Protest eine kleine Revolution anzetteln. Das wäre schön, denn Frauen Ü50 im Bikini sind, bloß, weil sie nicht mehr im gebärfähigen Alter sind, noch lange nicht "erbärmlich". Am besten ziehen jetzt auch Ü60- bis Ü90-Jährige blank, denn kein Mensch sollte sich für sein gelebtes Leben schämen müssen und für den Körper, der uns durch selbiges trägt. Bis nächste Woche!

Quelle: ntv.de

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