Kino

Jason Derulo als Katze in "Cats" "Mit Hunden komme ich besser klar"

OLW_0459.jpg

Jason Derulo spielt in Tom Hoopers Verfilmung des Musicals "Cats" die Katze Rum Tum Tugger.

(Foto: Universal Pictures)

Jason Derulo ist vor allem Sänger, doch verdingt er sich jetzt auch vermehrt als Schauspieler. Bei Tom Hoopers Verfilmung des Musicals "Cats" kombiniert er beide Talente. Im Interview mit n-tv.de spricht er aber lieber über Hunde und erste Angebote aus dem Porno-Business.

Eigentlich kennt man Jason Derulo als Sänger, der mit Songs wie "Talk Dirty" oder "Ridin' Solo" einige R&B-Hits landen konnte. 2015 erschien mit "Everything Is 4" sein vorerst letztes Studioalbum. Anfang November gab es dann sechs neue Songs des 30-Jährigen. Die Presse interessierte sich zuletzt allerdings eher für ein anderes Detail des Musikers.

Auf einem bei Instagram geposteten Foto, das Derulo in Unterhose zeigte, zeichnete sich sein durchaus beachtliches Geschlechtsteil deutlich ab. Zu deutlich für Instagram, und so beschlossen die Verantwortlichen des Netzwerks, das Bild zu löschen. Sehr zum Unmut, aber auch zur Belustigung Derulos, der anschließend unmoralische Angebote von Frauen und Porno-Produktionsfirmen bekam.

*Datenschutz

Allerdings ist dieser Vorfall dann doch nicht Grund genug für einen Pressetag in Berlin. Die Reise hierher trat er stattdessen wegen seiner Rolle in Tom Hoopers durchaus umstrittener Musical-Verfilmung "Cats" an. Darin spielt und singt er neben Hollywood-Größen wie Judi Dench, Sir Ian McKellen, Francesca Hayward, Idris Elba und Jennifer Hudson, aber auch Kolleginnen wie Taylor Swift und Comedian James Corden. Derulo mimt den eitlen und bei allen Katzendamen extrem beliebten Rum Tum Tugger aus der von Andrew Lloyd Webber erdachten Straßenkatzenschar "Jellicle Cats".

Mit n-tv.de hat Jason Derulo über seine persönliche Vorliebe für Hunde und seine berufliche Zukunft, aber auch über die Schlagzeilen der letzten Wochen gesprochen.

n-tv.de: Jason, ich glaube, das hier ist dein letztes Interview heute. War es ein langer Tag?

Jason Derulo: Ja schon, ein bisschen wie am Anfang meiner Musikkarriere.

Warum das?

Damals konnte ich nicht Nein sagen und habe jedes verdammte Interview gemacht.

So wie dieses jetzt?

(lacht) Nein, alles okay. Schieß los.

Also gut. Du spielst in "Cats" logischerweise eine Katze. Bist du privat auch ein Katzenfreund oder magst du lieber Hunde?

Ganz klar Hunde.

Warum?

Wenn du mit ihnen spielst, ist das eher wie ein Kampf. Es kommt mehr rüber. Ich glaube, mit Katzen kann man so nicht spielen. Mal ganz von den Fähigkeiten eines Hundes als Wachhund abgesehen. Katzen interessieren sich vor allem für sich selbst. Mit Hunden komme ich besser klar.

Und der Film hat deine Meinung darüber nicht ändern können?

Naja, ich verstehe Katzen jetzt besser, denke ich. Ich weiß nun, warum sie so 'wischiwaschi' sind. Aber Hunde sind mir immer noch lieber.

Hast du selbst Haustiere?

Ja, zwei Hunde. Natürlich. (lacht) Einen Belgischen Schäferhund und einen Blue Nose Pitbull.

NEU-Cats-HP-dt1-A3.png

Das Plakat zum Film

(Foto: Universal Pictures)

Wie schwierig war es, dich in deinen Katzencharakter Rum Tum Tugger einzufinden?

Ich sehe schon sehr viel von mir selbst in der Figur. Der größte Unterschied zwischen uns ist wohl, dass er eine Katze ist. (lacht) Katze auf der einen, Rockstar auf der anderen Seite. Er ist ein komplexer Charakter mit vielen verschiedenen Facetten. Er kann sich nicht so recht entscheiden, was er vom Leben eigentlich will.

"Cats" ist natürlich ein Musical, das nahezu jeder kennt. Doch inwieweit hast du dich vor diesem Film schon mit Musicals an sich auseinandergesetzt?

Musicals waren schon immer ein Thema für mich. Ich habe auf der Musikakademie auch das Singen für Musicals gelernt. Es vereint für mich die Sachen, die ich liebe, also das Schauspielern und das Singen.

Demnach war es für dich keine Frage, das Angebot anzunehmen? Die Umsetzung war ja durchaus speziell.

Mir war sofort klar, dass es eine einmalige Gelegenheit ist. "Cats" ist das größte Musical aller Zeiten. Ich habe lange nach einer Rolle für mich gesucht. Rum Tum Tugger war jetzt genau das Richtige für mich. Eben weil dort meine beiden Welten zusammenkommen.

Wie soll sich das zukünftig mit der Schauspielerei und der Musik gestalten? Steht hier eine Umorientierung an?

Halb und halb, denke ich. Ich kann die Musik niemals aufgeben, sie ist meine größte Liebe. Das sind meine Wurzeln, aber ich habe auch das Schauspielern immer sehr gemocht und wollte das schon lange machen.

Was war bei "Cats" nun die größte Herausforderung für dich?

Jeden Tag diesen grünen Anzug mit all der Tontechnik anzuziehen. Dazu die Punkte im Gesicht für die CGI-Technik. Aber auch physisch war es nicht einfach, sich den ganzen Tag katzenähnlich zu bewegen. Ich habe Stunden vor dem Spiegel verbracht oder mich selbst gefilmt, um deren Bewegungen zu imitieren.

Hat das deine Hunde nicht irritiert?

(lacht) Nein, ich war dabei nicht zu Hause. Die Vorbereitungen haben in London stattgefunden.

Stehen schon neue Filmprojekte an?

Ich habe angefangen, mit Samuel L. Jackson zu drehen, doch liegt das Projekt gerade auf Eis. Frag mich nicht warum, ich habe keine Ahnung. Es geht um die böse Seite der Musikindustrie. Aber ich arbeite auch gerade an einem eigenen Drehbuch, gemeinsam mit Michael J. Wilson, der "Ice Age" und "Große Haie - Kleine Fische" geschrieben hat. Außerdem ich lese Drehbücher von anderen und schaue, ob eine Rolle dabei ist, in die ich mich verliebe.

Gibt es denn eine Figur, den du gern spielen würdest? 

Ich mag Action und bin ein großer Marvel-Fan. Superhelden-Filme gefallen mir. Einen Kämpfer zu spielen, fände ich gut, allein wegen des Fitness-Effekts.

Und wie schaut es in Sachen Musik bei dir aus? Mit "2Sides" ist ja gerade etwas Neues auf dem Markt ...

Es ist die erste von zwei Seiten meines neuen Albums. Darauf sind sechs Songs. Weitere Stücke kommen in den nächsten Monaten. Der Plan ist schon, wieder mehr Musik zu veröffentlichen, der letzte Longplayer liegt ja nun auch schon vier Jahre zurück.

*Datenschutz

Um das alles hinzubekommen, musst du jetzt auch immer mal wieder Nein zu Jobs sagen. So wie zu dem Pornofilm für eine Gage von 500.000 Dollar. Das Angebot hast du ja abgelehnt?!

(lacht) Ja, den wollte ich irgendwie nicht machen.

Grund für das unmoralische Angebot war ein Foto von dir in Unterhose, das Instagram wegen des Verstoßes gegen deren "Richtlinien zu Nacktheit und sexueller Aktivität" gelöscht hatte ...

Das fand ich doch etwas diskriminierend. Aber das meine ich jetzt nicht ganz so ernst, wie es klingt ... (lacht)

Du hast tatsächlich einige Gags darüber gemacht und bearbeitete Versionen des Fotos hochgeladen. Mit einem Sandwich im Schritt beispielsweise ...

Ja, ich hatte ja auch viel Spaß damit. Aber die ersten drei Tage konnte ich nicht glauben, was da passierte. Es waren die komischste Zeit meines Lebens, völlig verrückt. Vor allem die vielen privaten Nachrichten auf Instagram. Jetzt weiß ich: Frauen sind genauso schlimm wie Männer. (lacht)

Mit Jason Derulo sprach Nicole Ankelmann

"Cats" läuft ab dem 25. Dezember in den Kinos.

Quelle: ntv.de