Musik

Bryan Adams bald "On the Road" "Ich bin so glücklich, dass es wehtut"

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"Ich liebe Berlin", erklärt Bryan Adams seinen Bezug zur deutschen Hauptstadt.

(Foto: Bryan Adams)

Mit "Summer of '69" und "Run to you" tauscht Bryan Adams in den 1980er-Jahren Hardrock gegen radiotauglichen Mainstream. Seine raue Stimme scheint wie gemacht für Rockballaden. Songs wie "(Everything I Do) I Do It for You" und "Please Forgive Me" katapultieren den kanadischen Musiker später in über 30 Ländern an die Chartspitze. Er schreibe alle Lieder so, wie er sich gerade fühle, verrät der 61-Jährige im Gespräch mit ntv.de. Wie seine neue Single vermuten lässt, scheint Bryan Adams derzeit vor Freude fast zu platzen.

ntv.de: Deine neue Single und das gleichnamige Album, das im März erscheinen soll, heißen "So Happy It Hurts". Wann warst du das letzte Mal so richtig glücklich?

Bryan Adams: Heute - meine Single ist erschienen!

Wie hast du während der Corona-Pandemie versucht, positiv zu bleiben?

Ich habe mich mit meiner Familie umgeben und angefangen, ein Album zu machen. Es war eine tolle Zeit, um über alles nachzudenken und dankbar zu sein für das, was wir haben. Der Gedanke, nicht mehr auf Tour zu gehen, war sehr real.

War es dir wichtig, nach so deprimierenden eineinhalb Jahren eine Feelgood-Platte zu machen?

Das ist einfach so passiert, ich habe aufgeschrieben, wie ich mich gefühlt habe. Ehrlich gesagt schreibe ich alle meine Songs so.

Du bist nicht nur sehr erfolgreich mit deiner Musik, sondern auch mit deiner Fotografie. Was liegt dir inzwischen mehr am Herzen?

Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es die Musik. Aber Fotografie war für mich schon immer ein großartiges kreatives Ventil. Auch wenn ich mit jemand anderem zusammengearbeitet habe.

Du hast bereits sehr viele Promis vor die Linse bekommen, von Linda Evangelista über Julianne Moore und Michael J. Fox bis hin zu Queen Elizabeth II. Wonach gehst du bei der Suche nach deinen Motiven?

Normalerweise habe ich eine Vision von dem, was ich gerne machen möchte, und bespreche sie mit der Person, mit der ich arbeite. Genauso wie das Erstellen eines Liedes interessant ist, ist das Erstellen eines Fotos insofern ähnlich, als dass man nur von einer Idee ausgeht.

Du wirst auch den kommenden Pirelli-Kalender fotografieren - das war sicherlich eine große Ehre für dich. Das Motto lautet "On the Road" und soll typische Szenen von Musikern auf ihren Touren zeigen. Wie bist du darauf gekommen?

Touren war genau das, was wir Musiker zuletzt nicht konnten. Die Idee zu "On The Road" ist auch ein Song, den ich für den Kalender geschrieben habe, der auch auf dem kommenden Album erscheinen wird. Er hat auch Pirelli sehr gefallen, weil auch sie seit 150 Jahren "auf der Straße" sind.

Was ist für dich das Schönste bei einer Tour?

Weißt du, ich habe eine kleine Tour-Familie, die mit mir zusammenarbeitet, seit ich 21 Jahre alt bin. Sie sind immer noch mit mir unterwegs. Ich freue mich darauf, wieder mit ihnen zu arbeiten.

Du besitzt seit einigen Jahren sogar ein eigenes Atelier in Berlin und hier hast du auch die Fotografie-Zeitschrift "Zoo Magazine" gegründet. Warum in der deutschen Hauptstadt - und ausgerechnet im Stadtteil Oberschöneweide?

Ich liebe Berlin und wollte unbedingt etwas an der Spree haben. Was viele nicht über mich wissen, ist, dass ich Industriearchitektur liebe. Von brutalistisch bis postmodern - und Berlin hat viele schöne Industriebauten.

Mit Bryan Adams sprach Linn Penkert

Quelle: ntv.de

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