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"Wer hat damals nachgezählt?" Jauch & Co. scheitern an Shakira und Napoleon

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Beim Alter weiblicher Popstars muss die Herrenriege passen.

"Saublöde Aktion": Für Jauch & Co. läuft es beim "Gipfel der Quizgiganten" nicht rund. Eine Hürde ist der Altersunterschied von Shakira und Piqué. Beim Billard wird es etwas emotional: "Danach sind wir zum Brandenburger Tor gefahren."

Die deutschen Vizekanzler unter Angela Merkel kann Johannes B. Kerner aus dem Ärmel schütteln. Bei Shakira aber muss der Moderator einräumen: "Die ganze Wahrheit ist: Ich weiß es nicht." "Das ändert nichts an der Verantwortung", meinte Günther Jauch bei der zweiten Ausgabe der neuen RTL-Show "Gipfel der Quizgiganten". Kerner und Jauch traten erneut mit Guido Cantz gegen Rate-Champions an. Aber gleich bei der ersten Frage ging ein Raunen durchs Studio. "Die wenigsten Haare, aber die größte Klappe", teilte Cantz gegen den Kontrahenten aus.

Der hieß Ivan Buljan und hat mal 250.000 Euro in der Sendung "Der Quiz-Champion" geholt. "Mit dem Gewinn lässt sich hier gut leben", meinte der gebürtige Freiburger, der vor einigen Jahren in die Heimat seiner Eltern nach Split gezogen ist. "Ich liebe den Wettbewerb", freute sich der Medizinstudent, der mit seinem Enthusiasmus Gastgeberin Palina Rojinski schon beim Einzug ins Studio Respekt abnötigte. Aber in der ersten Runde erlebten sowohl Buljan als auch die erfahrenen Moderatoren einen Realitätscheck. Beide Lager waren sich sicher, dass die Weltbevölkerung die Milliardengrenze erst um die Einweihung der Freiheitsstatue herum erreicht hat. Tatsächlich geschah dies aber bereits im Zeitraum um die Kaiserkrönung von Napoleon Bonaparte. "Wer hat das denn damals nachgezählt?", gab sich Jauch skeptisch.

Jauch scheitert an Shakira

Bei Frage zwei lief es für die Moderatoren nicht viel besser. Sie sollten wissen, wer von diesen Popstars am 2. Februar 2022 den 45. Geburtstag feiert: Beyoncé, Lady Gaga, Britney Spears oder Shakira. Erst war Shakira im Gespräch. Da deren Lebensgefährte, der spanische Fußballer Gerard Piqué, aber altersmäßig in den 30ern verortet wurde, entschied sich das Trio schließlich für Spears. Buljan hingegen lag mit Shakira richtig. Die Kolumbianerin ist auf den Tag genau zehn Jahre älter als ihr Lebensgefährte, mit dem sie seit 2010 zusammen ist.

Buljan schlug die Moderatoren schließlich souverän mit 5:3 und zog ins Finale ein. Dort leistete ihm schließlich der Informatiker Marcel Zumstein aus Bern Gesellschaft. Das Mitglied im Verein Mensa schreibt in der Freizeit Artikel bei Wikipedia und kennt nach eigenem Bekunden die Flaggen alle Länder der Erde. Dieses Wissen kam Zumstein tatsächlich in einer der sieben Fragerunden zugute. "Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis", lautete hingegen irgendwann das Motto der ratlosen Moderatorentruppe. Da wurde zur Not auch schon mal die Antwort ausgelost.

Den Einzug auf den Gipfel verpassten in dieser verkappten Eurovision-Ausgabe hingegen die Autorin Elfriede Awadalla aus Wien sowie Diplom-Biologin Andrea Herrmann aus Hannover. Fast möchte man sagen: ein Glück. Denn der Jackpot wird bei dieser Show unter den siegreichen Finalisten aufgeteilt. Am Ende waren nur 66.500 Euro im Topf. Die Moderatoren hatten sich in den Spielerunden vor dem jeweils nächsten Kandidaten zwar alle Mühe gegeben. Das Studiopublikum lag mit seiner Prognose der Sieger zwischen Jauch, Kerner und Cantz allerdings meist daneben - und von dieser Treffsicherheit hing es ab, ob 15.000 oder doch nur 500 Euro zusätzlich in den bei 50.000 Euro gestarteten Jackpot wanderten.

Zwischen Turmbau und Mauerfall

In der ersten Spielerunde traten die Moderatoren gegen die Tischtennis-Jugendeuropameisterin Mia Griesel an. "Ich hab Bock", freute sich Kerner und konnte gegen die 15-Jährige immerhin zwei von zehn Angaben regelgerecht retournieren. "Shit!", rief er hingegen in Runde zwei, als sein Turm aus Bauklötzen unmittelbar vor Ablaufen der Zeit zusammenfiel. Ähnlich erging es Jauch. "Bisschen zittriger, die Kollegen", freute sich Cantz. "Ich bin nicht zufrieden. Oh Gott, wird ja immer schlimmer", grämte sich Kerner schließlich beim Kneipen-Billard. Er wurde aber zumindest an einen schönen Moment erinnert. Am 9. November 1989 habe er mit zwei Kollegen das letzte Mal richtig Billard gespielt, verriet Kerner: "Und danach sind wir zum Brandenburger Tor gefahren."

Wie schon bei der Debüt-Ausgabe von "Gipfel der Quizgiganten" in der Woche zuvor traten also wieder zwei Finalisten gegen das Moderatorentrio an. Und erneut waren die Herausforderer in der Buzzer-Runde siegreich. Die fiel dieses Mal deutlich spannender aus. Denn jetzt war es offiziell erlaubt, die richtige Antwort ins Studio zu schreien, wenn Rojinski sie noch gar nicht bis zu Ende vorgelesen hatte. Das führte bei den Moderatoren zum einen oder anderen Schnellschuss. Kerner hörte lediglich "welche Politikerin wurde 2021...", drückte den Buzzer und konnte nur blind auf Merkel tippen. Gefragt wurde aber nach der US-Vizepräsidentin Kamala Harris.

Am Ende profitierten die Kandidaten denn auch von einem Schnitzer der TV-Profis. "Von welchem Tier stammt die Milch für den Roquefort-Käse?", wurde in Runde 17 gefragt. Cantz tippte auf Ziege, richtig war Schaf. Buljan und Zumstein lagen sich trotz der eher bescheidenen Gewinnsumme von jeweils 33.250 Euro jubelnd in den Armen. Mit dem "Gipfel der Quizgiganten" ist es nach zwei Ausgaben in der kurzen "Wer wird Millionär?"-Auszeit erst mal vorbei. "Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder", meinte Rojinski zum Abschied.

Quelle: ntv.de

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