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Der Check zum "Polizeiruf" Überlebt Lenski ihren letzten Fall?

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Bewaffnet und gefährlich sind sowohl Kommissarin Lenski (Maria Simon, l.) als auch Lou (Luzia Oppermann), da hören die Gemeinsamkeiten dann aber auch schon wieder auf.

(Foto: rbb/Eikon/Oliver Feist)

Seit zehn Jahren ermittelt Maria Simon im deutsch-polnischen Grenzgebiet für den "Polizeiruf". Nach 18 Episoden ist nun Schluss damit, doch ausgerechnet ihren letzten Einsatz könnte die Kommissarin nicht überleben: Sie wird zur Geisel einer verzweifelten und gewaltbereiten Mutter.

Was passiert?

Kommissarin Lenski (Maria Simon) ist mit Sack und Pack und ihrer neunjährigen Tochter auf dem Weg in den Urlaub: Endlich mal ausspannen, endlich mal mehr Zeit für die Kleine. Und weil die in den vergangenen Jahren so häufig unter der fordernden Arbeit ihrer Mutter leiden musste, ist der Urlaub sogar ein Resturlaub - Lenski hat beim deutsch-polnischen Kommissariat gekündigt. Weil eine Urlaubsreise aber natürlich ein reichlich unspektakuläres Ende für die zehnjährige "Polizeiruf"-Karriere der Kommissarin wäre, kommt den beiden noch auf dem Weg zur Autobahn ein Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht entgegen. Lenski schwant übles, und tatsächlich: Eine Mitarbeiterin des Jugendamts wurde ermordet.

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Lou wechselt ebenso flott Reifen, wie sie Menschen über die Klinge springen lässt.

(Foto: rbb/Eikon/Oliver Feist)

Die Täterin ist schnell ermittelt: Es ist die frisch aus der Haft entlassene Lou (Luzia Oppermann), die auf der Suche nach ihrer Tochter Lilly über Leichen geht. Die Kleine wurde wegen des langen Vorstrafenregisters der Mutter in eine Pflegefamilie gegeben, womit sich Lou partout nicht zufriedengeben möchte. In der Kanzlei ihres Anwalts, der über Lillys Aufenthaltsort informiert ist, treffen Kommissarin Lenski und Lou schließlich aufeinander: Die amoklaufende Mutter nimmt Lenski nach einem kurzen Handgemenge als Geisel. Wird Lenski ihren letzten Fall überleben?

Worum geht es wirklich?

"Monstermutter" soll nicht nur die spannungsgeladene Abschlussvorstellung Lenskis sein, sondern auch eine scharf formulierte Gesellschaftskritik: Wir alle haben die Päckchen unserer Eltern zu tragen - und selbst wohlwollende Mütter wie Lenski können tiefe Wunden in die Seelen ihrer Kinder reißen, weil sie oft genug gezwungen sind, sich zwischen Arbeit und Familie zu entscheiden.

Wegzapp-Moment?

Gibt es nicht so wirklich: Lenskis letzter Fall ist sauber recherchiert und produziert.

Wow-Faktor?

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Es gibt eine Szene, in der die Entführerin Lenski mit vorgehaltener Pistole zwingt, in den Wald zu fahren, auszusteigen und sich hinzuknien. Was folgt, ist keine Hinrichtung, Lou musste schlicht und ergreifend pinkeln. Da atmet nicht nur die Kommissarin auf.

Wie ist es?

8 von 10 Punkten. "Monstermutter" ist für Maria Simon ein gelungener Abschluss nach zehn Jahren in "Polizeiruf"-Diensten.

Quelle: ntv.de

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