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Wird Oliver Kahn schimpfen? WWM: FC-Bayern-Strategin scheitert an Fußball

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Oliver Kahn liest ihr womöglich die Leviten: Annabelle Glatt.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Der Mitarbeiterin von Oliver Kahn schwant nichts Gutes. Sie hat als einzige Kandidatin bei "Wer wird Millionär?" die Fußballfrage versiebt. Jauch hingegen ist etwas verzaubert: "Endlich eine Frau, die ..."

Auch bei "Wer wird Millionär?" wütet die Gewinnentwertung. Sechsstellige Summen sind bei Günther Jauch derzeit die Ausnahme, sogar 32.000 Euro häufig das höchste der Gefühle. Selbst dafür hat es am Montag nicht gereicht. Überhangskandidatin Seyda Akin aus Sulz am Neckar ließ am Ende aus lauter Hoffnungslosigkeit gar einen Joker verfallen. Dafür freute sich Arzthelferin Meike Frenzel aufrichtig über ihren vierstelligen Gewinn ("Für mich sind 8000 Euro unheimlich viel Geld"). Und Annabelle Glatt vom FC Bayern München gelang nach dem Aussetzer zu Beginn der Sendung am Ende das Comeback. Allerdings war es in der Auswahlfrage ausgerechnet um Fußball gegangen. Die Mitarbeiterin von Vereinschef Oliver Kahn hatte deshalb eine böse Vorahnung: "Da kann ich mir jetzt was anhören."

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Seyda Akin ging mit 8000 Euro.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Bei der ersten Auswahlfrage sollten die potenziellen Kandidaten Fußballvereinen wie Arminia oder Union deren Städte zuordnen. Alle Bewerber bekamen das hin - mit Ausnahme der Mitarbeiterin des FC Bayern München. "Das lag natürlich nur an der Aufregung und an der Schnelligkeit", rechtfertigte Glatte den Aussetzer. Die 29-Jährige arbeitete bei dem Rekordmeister in der Personalabteilung. "Haben Sie den Süle nach Dortmund geschickt?", fragte Jauch augenzwinkernd. "Nee, das schiebe ich auf andere ab. Ich bin nur für Mitarbeiter zuständig", sagte die Kandidatin. Sie stand bei der Aufzeichnung der Sendung unmittelbar vor einem Karrieresprung und sollte in wenigen Tagen in die Strategie-Abteilung des Erstligisten wechseln. "Da ist doch der Oli für zuständig", sagte Jauch mit Blick auf den Vorstandsvorsitzenden. "Ja, er ist quasi mein Chef-Chef", freute sich die Kandidatin.

Da ihr Vater gern angelt, konnte Glatt Jauch glücklich machen. "Endlich eine Frau, die sich mit Angeln auskennt. Es langweilt Frauen wahnsinnig", freute sich der Moderator. Denn die Wahl-Müncherin, die aus Wolfsburg stammt, wusste, dass bei der Jagd auf Fische auch mal Spinner zum Einsatz kommen. Dafür benötigte Glatt schon bei der 2000-Euro-Frage ihren ersten Joker. "Was lässt sich durch Umlautpünktchen geradezu ins Gegenteil verwandeln?", lautete die Frage. Zur Auswahl standen: Bewunderung, Ehrfurcht, Achtung, Anerkennung (richtige Antwort: "Ächtung") . Glatt zog den Kandidatenjoker, da sie irgendwie der Meinung war, aus jedem Vokal einen Umlaut bilden zu müssen. "Ist ja kein Türkisch: Bewünderüng", stellte Jauch klar.

Wer vom FC Bayern wird Telefonjoker?

Glatt wollte sich den Telefonjoker unbedingt bis zum Schluss aufheben. Sie zieht ihn dann vermutlich in der nächsten Folge, wenn sie mit der 16.000-Euro-Frage zurückkehrt. Dann erfahren die WWM-Zuschauer auch, wen vom FC Bayern sie überreden konnte, sich als Helfer zur Verfügung zu stellen. Nur ein Kollege habe sich am Ende dazu bereit erklärt, berichtete Glatt. Mit ängstlichen Fußballern hat Jauch so seine Erfahrung. Es habe Jahre gedauert, bis die Spezialausgabe mit den Nationalspielern zustande gekommen sei, plauderte der Gastgeber aus. In der nächsten Folge verrät Glatt dann auch, was sie bei der letzten Weihnachtsfeier ihres Arbeitgebers erlebt hat. Die Partys sind durchaus berühmt-berüchtigt, weil sich hier manchmal "vereins- und familientechnisch viel ergibt", meinte Jauch.

Ihrer Tochter zuliebe ging Überhangskandidatin Akin auf Nummer sicher. So sehr, dass sie bei der 32.000-Euro-Frage ausstieg, ohne ihren Telefonjoker um Rat zu fragen. "Ich würde da einfach nur anrufen und sagen: Leute, ich bin raus", meinte die Junior Account Managerin aus Sulz am Neckar. Jauch rief zum Spaß trotzdem an und siehe da: Der Telefonjoker hätte Akin sagen können, wie die Nachnamen von Sängerin Mariah Carey und Schauspieler Jim Carrey korrekt geschrieben werden.

"Türkischer Abend" bei WWM

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16.000 Euro wurden es auch für den nächsten Kandidaten, Cem Arslan ("Türkischer Abend heute", stellte Jauch fest). Der Erzieher, der an einer Hamburger Grundschule arbeitet, hatte nach der 8000-Euro-Frage bereits die Hälfte seiner Joker verbraten. Der Rest ging in der nächsten Runde drauf. "Herr Jauch, im Trainingscamp war das leichter. Durchmarschiert bin ich da, durchmarschiert", beteuerte der Kandidat. Den Moderator ließen diese früheren Triumphe kalt: "Wie viele 'Millionäre' aus dem Netz ich hier schon sitzen hatte - und dann bei 200 Euro ..."

Der 50:50-Joker verhalf Arslan am Ende dann doch noch zur Erkenntnis, dass der Briefwahlanteil bei der Bundestagswahl 2021 rund 47,3 und nicht etwa bloß 7,3 Prozent betragen hatte. Während er vom ehemaligen Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz als Bundeskanzler nicht gerade begeistert ist, hat er an dessen Vorgängerin durchaus schöne Erinnerungen. Der Hanseat ist freiberuflich als Rap-Coach aktiv. Beim Besuch von Angela Merkel in einer Hip-Hop-Tanzschule hatte er die damalige Kanzlerin getroffen und ihr gleich auf die Sprünge geholfen. "Sie wollte von mir wissen, was genau Hip-Hop ist. Und das durfte ich der damals mächtigsten Frau der Welt dann erklären", erzählte Arslan.

Quelle: ntv.de

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