Ratgeber

Corona, Blackout, Wetter Das sollten Sie als Notvorrat zu Hause haben

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Reißenden Absatz findet auch Dosenbrot - das hält sich schon mal 50 Jahre.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Deutschland stehen wohl wieder ein paar schwierige Wochen bevor. Doch zentnerweise Nudeln und Paletten von Klopapier müssen deshalb nicht gelagert werden. Grundsätzlich sollten sich aber Waren aus der Notfall-Liste des Bundesamtes für Katastrophenschutz in jedem Haushalt befinden - immer.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul rät für den Katastrophenfall zu einem Notvorrat. Als Lehre aus der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer. Und damit ist er nicht allein. Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät grundsätzlich dazu, sich auf Krisen und Katastrophen vorbereiten. Dazu gehört auch das Anlegen eines Notvorrats - für etwa zehn Tage.

Denn es bleiben zum Beispiel bei einem "Blackout" beziehungsweise großflächigem Stromausfall die Supermärkte und Tankstellen geschlossen. Auch Kühlschrank und Gefrierfach fallen aus und je nach regionalen Voraussetzungen kommt auch kein Trinkwasser mehr aus dem Hahn. Hier hilft ein Lebensmittel- und Getränkevorrat die Zeit zu überbrücken, bis die staatliche Hilfe anläuft.

Aber auch wenn eine Corona-Quarantäne angeordnet wurde, ist ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränken hilfreich. Zwar gibt es Unterstützungsangebote der Gemeinden oder die Möglichkeit, Verwandte, Bekannte oder Nachbarn um Einkäufe zu bitten; doch einen Vorrat im Haus zu haben, gibt zunächst einmal Sicherheit. Auch bei einem starken Unwetter, Hochwasser, extremer Hitze oder starkem Schneefall und Glätte kann ein Vorrat hilfreich sein, da das Haus unter Umständen nicht verlassen werden kann.

Bitte keine Hamsterkäufe - an die Mitmenschen denken

Dennoch an dieser Stelle eine sanfte Ermahnung: Auch wenn die Omikron-Welle in Deutschland erwartet wird, gibt es anlässlich eines möglichen erneuten Lockdowns zu Jahresbeginn keinen Grund zur Panik, was etwaige Hamsterkäufe von Klopapier oder Nudeln betrifft. Abgesehen davon sind die unsozial. Schließlich gibt es auch Menschen in unserem Land, die weder über einen Gabelstapler noch ausreichend Kraft verfügen, um sich palettenweise mit derzeit stark nachgefragten Waren einzudecken. Jede Packung Klopapier, die jetzt so nebenbei auf Vorrat mitgegriffen wird, verstärkt beim Mitmenschen das Gefühl, auch seine Bestände auffüllen zu müssen. Was dann zu einer sogenannten Kaufpanik führt, bei der für einige einfach nichts übrigbleibt. Also bitte sein lassen. Und wenn der Handel nicht doch erneut mit leeren Regalen dastehen möchte, begrenzt er die Abgabe von heiß begehrten Artikeln von vornherein. Oder verdoppelt für die zweite, dritte und vierte Großpackung jeweils den Preis. Auch das könnte die Nachfrage bremsen.

Wer es trotzdem nicht sein lassen kann und deshalb täglich verschiedene Händler aufsucht, sollte bedenken, dass ein derartiges Verhalten die Anzahl der sozialen Kontakte riskanterweise deutlich erhöht - und damit auch die Gefahr, sich bei der Gelegenheit selbst das Coronavirus einzufangen. Verstanden? Prima.

Hier ist nun die Liste vom Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit Dingen, die Sie immer zu Hause haben sollten:

Beispiel für einen zehntägigen Grundvorrat an Getränken und Lebensmitteln für eine Person:

  • 20 Liter Wasser
  • 3,5 Kilogramm Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (insgesamt)
  • 2,5 Kilogramm Obst (in Dosen oder Gläsern) und Nüsse
  • 4 Kilogramm Hülsenfrüchte und Gemüse (in Dosen oder Gläsern)
  • 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
  • 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier beziehungsweise Volleipulver (Eier sind nur wenige Tage, Volleipulver ist mehrere Jahre haltbar)
  • 0,4 Kilogramm Fette und Öle
  • Lebensmittel, die nicht erhitzt oder gekocht werden müssen (Zucker, Honig, Schokolade, Mehl, Instantbrühe, Hartkekse, Salzstangen) - Menge nach Belieben

Dieser Vorrat entspricht etwa 2200 Kilokalorien pro Tag und deckt somit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab.

Außerdem sollten sich folgende Dinge für mögliche Notsituationen immer im Haus befinden:

Medizinische Versorgung:

  • Wichtige, vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Schmerz- und fiebersenkende Medikamente
  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
  • Verbandskasten
  • Fieberthermometer
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Drogerieartikel:

Sonstiges:

  • Kerzen, Teelichter
  • Campingkocher
  • Taschenlampe
  • Reservebatterien
  • Desinfektionsmittel

Quelle: ntv.de, awi

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