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Eine hohe Qualifikation im Beruf macht sich bei Gehaltserhöhungen bemerkbar.
Eine hohe Qualifikation im Beruf macht sich bei Gehaltserhöhungen bemerkbar.(Foto: imago/RelaXimages)
Freitag, 06. Juli 2018

Top- und Flop-Berufe 2018: Gehaltsunterschiede von fast 100.000 Euro

Augen auf bei der Berufswahl, heißt es so schön. Und tatsächlich, zumindest im Hinblick auf das Gehalt kann man beim gewählten Job ziemlich danebenliegen. Oder aber richtig abkassieren, wie eine neue Untersuchung zeigt.

Erkenntnisse wie, dass Geld nicht alles ist oder nicht der arm ist, der wenig hat, sondern der, welcher nicht genug kriegen kann, mögen tröstlich klingen, helfen aber wenig, um im Alltag über die Runden zu kommen. Je nach Interesse und Qualifikation sollte sich jeder deshalb gut überlegen, in welcher Branche die Brötchen verdient werden sollen. Denn die Unterschiede sind in finanzieller Hinsicht gewaltig, wie eine aktuelle Analyse von Gehalt.de zeigt.

Quelle: Gehalt.de
Quelle: Gehalt.de

Für die Untersuchung wurden 21.846 Datensätze von Fachkräften ohne Personalverantwortung unter die Lupe genommen und so die Top- und Flopberufe im Hinblick auf das Einkommen ermittelt. Das Ergebnis: Ganz oben befindet sich der Oberarzt mit einem Jahreseinkommen von durchschnittlich 121.082 Euro brutto. Mit circa 99.600 Euro jährlich folgt das Einkommen eines Spezialisten im Bereich "Mergers and Acquisitions" (Sammelbegriff für Transaktionen im Unternehmensbereich wie Fusionen, Unternehmenskäufe und Ähnliches).

Fast 93.400 Euro Gehaltsunterschied 

Im Fondsmanagement sind die Gehälter ebenfalls verhältnismäßig hoch: 83.600 Euro verdienen hier Angestellte ohne Personalverantwortung. "Bei der Auswertung wird der starke Einfluss des Bildungsstandes deutlich: Unter den Top-Berufen finden wir nur Tätigkeiten vor, die in der Regel einen Studienabschluss erfordern", so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Die Gehälter von Beschäftigten im Sekretariat (35.900 Euro), in der Mechatronik (36.800 Euro) und im Vertriebsinnendienst (38.100 Euro) liegen im Mittelfeld. Auch Architekten mit 41.600 Euro und Beschäftigte im technischen Kundendienst mit 42.900 Euro erhalten ein mittelmäßiges Einkommen.

Das geringste Gehalt beziehen Restaurant- und Küchenhilfen. Das Bruttojahreseinkommen liegt hier bei 21.900 Euro; somit erhalten Beschäftigte in diesem Bereich jährlich fast 93.400 Euro weniger als Oberärzte. Es folgen die Gehälter von Friseuren (23.200 Euro) und Kellnern (23.600 Euro).

"Das Prinzip von Angebot und Nachfrage wirkt sich auf die Gehälter aus: In der Gastronomie und der Dienstleistungsbranche beispielsweise sind die Berufe leicht zugängig, wodurch eine hohe Bewerberanzahl entsteht und die Gehälter somit verhältnismäßig gering sind", erklärt Bierbach.

Neu in diesem Jahr: Pflegekräfte befinden sich ebenfalls unter den Flops - ein Beruf, der immer bedeutender, allerdings stets unattraktiver wird. Wer sich derart um die Gesellschaft verdient macht, geht mit nur durchschnittlich 30.357 Euro im Jahr nach Hause.     

Quelle: n-tv.de