Ratgeber

Die ideale Mischung Girokonto plus Depot - welches Angebot überzeugt?

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Die Ergebnisse der Recherche sind durchwachsen.

(Foto: imago/McPHOTO)

Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört: Weil immer mehr Kunden neben ihrem Girokonto ein Depot benötigen, offerieren Banken inzwischen auch Hybrid-Lösungen. Doch nicht jedes Produkt ist gleichermaßen zu empfehlen, wie eine Untersuchung zeigt.

Girokonto. Tagesgeldkonto. Festgeldkonto. Lange Jahre war diese Kombination die Standardausstattung deutscher Sparer. In Zeiten von Negativzinsen und Inflation entdecken aber zunehmend auch konservative Anleger den Kapitalmarkt für sich. Entsprechend groß ist daher die Nachfrage nach guten und günstigen Depots: Denn wer mit Fonds, ETF, Aktien oder Anleihen hantiert, kommt um eine Depotbank nicht herum.

Wer bei der Suche nach besten Anbietern auch gleich nach günstigen Girokonten recherchiert, kann entweder zweigleisig fahren oder auf hybride Angebote setzen: Immer mehr Geldhäuser bieten ihren Kunden eine Kombination aus Giro- und Depotkonto an. Doch die Konditionen unterscheiden sich zum Teil erheblich.

Jeder Kunde setzt andere Schwerpunkte

Exklusiv für ntv hat die FMH-Finanzberatung daher den Markt sondiert und die besten Kombi-Angebote zusammengestellt. Je nach Kundenvorliebe wurden dabei unterschiedliche Modelle bewertet: Für Sparer, die es schätzen, eine Geschäftsbank vor Ort zu haben, verglichen die Frankfurter Experten die Angebote der bundesweit operierenden Geschäftsbanken. Für Kunden, die keine Filiale vor Ort brauchen, stellten sie eine Bestenliste der Direktbanken zusammen.

Und so wurde gewertet: Beim Girokonto flossen ins Ranking vor allem die monatliche Kontoführungskosten und die jährlichen Gebühren für GiroCard, Debit- oder Kreditkarte ein. Bei den Depotkosten achtete die FMH insbesondere auf die monatlichen Depotentgelte und Transaktionskosten. Wichtig war den Experten zudem, dass die bewerteten Depotbanken ihren Kunden auch Wertpapiersparen ermöglichen, da Neulinge am Kapitalmarkt gerne mit einem Investmentsparplan in ihre Anlegerkarriere starten.

Vergleich macht reich

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Die Ergebnisse der Recherche sind durchwachsen. Recht erfreulich schnitten noch die Direktbanken ab. Hier erhielten immerhin drei Hybridkonten die Note sehr gut: Die ING, die norisbank und Meine Bank. Bei den Geschäftsbanken indes glänzt allein die Santander.

Auffallend im Bereich der Depotkonten sind die zum Teil eklatanten Preisunterschiede für einzelne Orders. So verursacht eine Depotbank Order von 1000 Euro bei der gut bewerteten ING nur Kosten von 7,40 Euro, die Santander verlangt 7,90 Euro. Warum andere Geldhäuser, zum Beispiel die Degussa Bank und die HypoVereinsbank für dieselbe Leistung 20 Euro verlangen, ist hingegen schwer zu verstehen.

Wer eine teure Depotbank hat und auch beim Girokonto mehr zahlt als nötig, der kommt schnell auf kombinierte Kosten von 120 Euro und mehr im Jahr. Das ist Geld, das sich besser sparen und in einen Investmentplan investieren lässt.

Quelle: ntv.de, awi

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