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Soll ab 2022 gelten Maskenpflicht im Verbandkasten kommt

Neben den bereits vorgeschriebenen Bestandteilen im Erste-Hilfe-Set müssen laut der neuen Norm zum Beispiel Fingerkuppenverbände und ein Verbandspäckchen in Kindergröße an Bord sein. Foto: dpa-infocom

Bald gehört die Maske mit rein.

(Foto: dpa)

Ein Notfallset an Bord eines jeden Autos ist Pflicht. Und der Inhalt muss hin und wieder auch ersetzt werden. Oder ergänzt. Zum Beispiel um Mund-Nase-Bedeckungen. Damit ist die Corona-Pandemie auch im Verbandkasten angekommen. Was sonst noch rein muss, lesen Sie hier.

Laut Verkehrsrecht ist es für alle Autofahrer in Deutschland Pflicht, im PKW einen Verbandkasten mitzuführen. Dabei dürfen seit 2014 nur noch Verbandkästen verkauft werden, die der DIN-Norm Nr. 13164 entsprechen. Und die dürfte bald ergänzt werden. Denn auch die Mitnahme Mund-Nase-Bedeckungen soll zukünftig laut einem Bericht der "Rheinische Post" verpflichtend Teil des Notfallsets werden. Was eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums der Zeitung bestätigt hat. Demnach soll die Maskenpflicht im Verbandskasten mit der nächsten Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung umgesetzt werden, was voraussichtlich im nächsten Jahr der Fall sein soll.

Sind die Schutzmasken dann nicht im Verbandkasten ergänzt, wird laut dem Bericht ein Bußgeld fällig. Wer bisher mit unvollständiger Erste-Hilfe-Ausrüstung erwischt wird, muss fünf Euro zahlen. Wer gar keinen Verbandkasten mitführt, riskiert bei einer Verkehrskontrolle mit dem Auto ein Verwarnungsgeld bis zu 10 Euro.

Was gilt sonst noch?

Doch abgesehen davon gilt, dass wenn bei einzelnen oder allen Materialien das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, diese Artikel ausgetauscht werden müssen. Bei Überschreitung des Verfallsdatums entspricht der Inhalt des Verbandskastens nicht mehr den Mindestanforderungen der DIN-Norm, sodass das nicht ordnungsgemäße Erste-Hilfe-Material im Rahmen der Hauptuntersuchung als geringer Mangel eingestuft und bei einer Verkehrskontrolle sanktioniert werden kann.

Was gehört in einen Verbandskasten nach DIN 13164?

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Die nachfolgenden Produkte gehören laut ADAC zu einem Kfz-Verbandkasten nach DIN 13164:

  • 1 Heftpflaster, DIN 13019-A, 5 m x 2,5 cm
  • 4 Wundschnellverbände, DIN 13019-E, 10 cm x 6 cm
  • 2 Verbandpäckchen, DIN 13151-M
  • 1 Verbandpäckchen, DIN 13151-G
  • 1 Verbandtuch, DIN 13152-BR, 40 cm x 60 cm
  • 1 Verbandtuch, DIN 13152-A, 60 cm x 80 cm
  • 6 Kompressen, 10 cm x 10 cm
  • 2 Fixierbinden, DIN 61634-FB-6
  • 3 Fixierbinden, DIN 61634-FB-8
  • 2 Dreiecktücher, DIN 13 168-D
  • 1 Rettungsdecke, 210 x 160cm
  • 1 Erste-Hilfe-Schere, DIN 58279-A 145
  • 4 Einmalhandschuhe, DIN EN 455
  • 1 Erste-Hilfe-Broschüre
  • 2 Feuchttücher zur Hautreinigung
  • 1 14-teiliges Fertigpflasterset
  • 1 Verbandpäckchen K

Der beste Ort für den Verbandskasten ist im übrigen dort, wo ihn der Fahrer oder Passagiere bei Bedarf ganz schnell greifen können. Hier bieten sich beispielsweise Fächer an Türen oder Sitzen an. Eher weniger geeignet, ist der Kofferraum. Denn hier besteht die Gefahr, dass sich dieser etwa nach einem Heckaufprall nicht mehr öffnen lässt.

Quelle: ntv.de, awi

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