Ratgeber

Besorgte Supermarkt-Mitarbeiter Pfandbon-Angewohnheit sorgt für Ärger

Pfandbons sind drei Jahre lang gültig. Gibt es beim Zurückgeben Probleme, weil der Bon älter als 30 Tage ist, sollten Kunden sich nicht abwimmeln lassen. Foto: Patrick Pleul

Nicht jeder findet einen geeigneten Ort, um den Pfandbon zwischenzulagern.

(Foto: dpa)

Die Rückgabe von Pfandflaschen am Automaten kann bisweilen anstrengen. Ist dann endlich das Leergut verstaut und der Bon ergattert, stellt sich die Frage: wohin mit dem Zettel? Manch einer kommt hier zu einer unguten Lösung.

Supermärkte und Drogerien haben glücklicherweise auch in der Corona-Krise geöffnet, um die Bevölkerung mit dem Nötigsten zu versorgen. Dabei wurden diverse Vorkehrungen getroffen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren - für Kunden und Personal.

So sollen Kunden Abstand halten, möglichst alleine einkaufen gehen und keine Hamsterkäufe tätigen. Und in aller Regel befolgen die Deutschen diese Regeln auch brav. Dennoch sorgt eine Angewohnheit im Umgang mit Pfandbons, die vielen vermutlich gar nicht bewusst ist, für Unbehagen bei den Mitarbeitern.

Pfandbon zwischen den Zähnen

Wie das Verbraucherportal "Chip" berichtet, haben sich viele Mitarbeiter von Aldi, Rewe, Lidl und Co. gemeldet und auf einen scheinbar gängigen Hygiene-Fehler hingewiesen. Demnach klemmen sich manche Kunden den Bon zwischen die Zähne, um ihn anschließend an den Kassierer oder die Kassiererin weiterzureichen.

Abgesehen davon, dass ein derartiges Zwischenlagern des Zettels auch in normalen Zeiten unhygienisch ist, hat der Pfandbon insbesondere derzeit erst recht nichts im Mund zu suchen. Denn das Coronavirus wird meist über eine Tröpfcheninfektion übertragen, also auch durch Speichel, der auf diese Weise an den Pfandbon gerät und dann an die Person an der Kasse weitergegeben wird.

Bon wird nicht angenommen

"Es ist echt schlimm, wie manche den Pfandbon im Mund halten, während wir die Ware scannen. Und dann sollen wir diesen annehmen. Das ist falsch", schreibt beispielsweise Edeka-Mitarbeiter Niels S. an "Chip". "Ich habe Kunden schon gesagt, dass ich den Bon nicht annehme. Es geht um unsere Gesundheit", findet Lidl-Mitarbeiter Daniel K. ähnliche Worte.

Auch sind Kunden meist angehalten, wenn möglich bargeldlos zu bezahlen. Bisher gibt es zwar keinerlei Belege dafür, dass das Coronavirus durch Geldscheine oder -münzen übertragen wird, trotzdem kann durch Kartenzahlung das unnötige Risiko einer Infektionskette vermieden werden. Vor allem dann, wenn Kunden zuerst die Finger anlecken, um in der Geldbörse nach Scheinen zu greifen. Denn auch das soll es noch geben.

Quelle: ntv.de, awi